Acker teilw. Kiess.im Grundeigent./Kavernenstandortpot.

Sachsen-Anhalt, Salzlandkreis

Acker teilw. Kiess.im Grundeigent./Kavernenstandortpot. - Luftbild, Befliegung vom 30.04.2019

Luftbild, Befliegung vom 30.04.2019

Acker teilw. Kiess.im Grundeigent./Kavernenstandortpot. - Topographische Karte

Topographische Karte

Objektdaten

  • Objekt-Nr.
    AM89-1800-121120
  • Bundesland
    Sachsen-Anhalt
  • Kreis
    Salzlandkreis
  • Gemeinde
    Bernburg (Saale), Stadt
    Könnern, Stadt
  • Gemarkung
    Beesenlaublingen
    Peißen
  • Objektart
    Acker und Grünland
    Bodenschätze-Ausschreibung
  • Größe
    14,7805 ha
  • Orientierungswert (Kauf)
    nach Gebot

Abgabe des Gebotes

Objekt­beschreibung

Die landwirtschaftlich genutzten Flächen liegen zwischen den Ortslagen Kustrena und Peißen im Umfeld der bergrechtlichen Bewilligung Beesenlaublingen-Nord (dort bergfreie Bodenschätze der Kennziffer 9.23, Kiese und Kiessande zur Herstellung von Betonzuschlagstoffen) sowie im südöstlichen Anschluss an das Kavernenfeld Bernburg.
Inwieweit eine Erweiterungs- bzw. (Mit-)Nutzungsmöglichkeit des bestehenden örtlichen bzw. überregionalen Gasverbundsystems gegeben ist, bleibt durch etwaige Interessenten für den konkreten Planungsstand eines möglichen Projektes zu prüfen.


OBJEKT

Bodenschatzführende Flurstücke / Kavernenstandortpotential
„Beesenlaublingen-Peißen"

Bodenschatz
- Kiese und Kiessande, im Umfeld der bergrechtlichen Bewilligung Beesenlaublingen-Nord (dort bergfreie Bodenschätze der Kennziffer 9.23, Kiese und Kiessande zur Herstellung von Betonzuschlagstoffen) sowie
- Teilflächen sind für die Errichtung und den Betrieb von Förderanlagen zur Erweiterung des Kavernenfeldes Bernburg in südöstliche Richtungen abtrennbar. Einzelne Flurstücke werden bereits von Anlagen des Gasverbundsystems erfasst (Gestattungen für Erdgas- und Ferngasleitungen der Firmen VNG AG, Leipzig, und Erdgasspeicher Peissen GmbH, Halle, sowie eine Solefernleitung der Firma K+S, Kassel).

Größe der Flurstücke
Es werden 15 insgesamt 14,7805 ha große, teils arrondierte Flurstücke angeboten.

Rechtliche Einordnung
Grundstückseigentum

Oberflächennutzung
Die Flurstücke werden landwirtschaftlich genutzt.


LAGERSTÄTTE

Quellen:
[1] Ullrich, Schwandt (1966): Zur Vorratslage im Sondenfeld Gnetsch-Plömnitz.- Vereinigung Volkseigener Betriebe Kali, DB Produktion und Technik, Erfurt, 01.02.1966, 13 Blatt inkl. Anlagen in Verbindung mit Eichhof (1966): Stellungnahme zur Einschätzung der „Vorratslage im Sondenfeld Gnetsch-Plömnitz“ der VVB Kali, Erfurt vom 1.2.1966.- Zentrale Vorratskommission für mineralische Rohstoffe, Berlin, 12.02.1966, 4 Blatt und Beschlußprotokoll Nr. 169/0811 zum Bericht zur Vorratslage im Sondenfeld Gnetsch-Plömnitz vom 1.2.1966 von der VVB Kali, Erfurt am 5.2.1966.- Zentrale Vorratskommission für mineralische Rohstoffe, Berlin, 01.04.1966, 3 Blatt,
[2] Verordnung über den Landesentwicklungsplan 2010 des Landes Sachsen-Anhalt, nach § 5 Abs. 3 Satz 1 des Landesplanungsgesetzes durch die Landesregierung beschlossen am 14.12.2010 und in Kraft getreten am 12.03.2011,
[3] Landesbohrdatenbank, online: https://lagb.sachsen-anhalt.de/service/geofachinformation/landesbohrdatenbank/ -Abfrage vom 20.02.2020,
[4] Simon, R. (2020): Rohstoffgeologische Auskunft. - Landesamt für Geologie und Bergwesen des Landes Sachsen-Anhalt (LAGB), Email vom 16.06.2020 teilw. unter Bezugnahme auf die Lithofazieskarte Quartär,
[5] www.vng-gasspeicher.de – Abfrage zuletzt am 02.09.2020.

Geologische Verhältnisse
Hinsichtlich des tieferen Untergrundes liegen die angebotenen Flurstücke im Bereich des Bernburger Hauptsattels. Der Bernburger Hauptsattel verläuft in Ost-West-Richtung und lenkt im westlichen Teil nach WNW ab. Über dem Sattel sind das jüngere Steinsalz der Leine-Formation (Na3) und das Kaliflöz der Staßfurt-Formation (K2) abgelaugt. Den interessierenden Nutzhorizont bildet das Steinsalz der Staßfurt-Formation (Na2).
In den 1960er Jahren erfolgten in dem damals bereits bestehenden Solfeld Bohrungen, die auch geologisch ausgewertet worden sind. Mit der 1965 am Standort der Sonde 1 niedergebrachten Bohrung wurde folgendes Normalprofil nachgewiesen:

    0 - 3 m Mutterboden

    3 - 160 m Unterer Buntsandstein (su)

    160 - 180,7 m Einsturzgebirge (E)

    180,7 - 254,2 m Hauptanhydrit (A3)

    254,2 - 260,0 m Grauer Salzton (T3)

    260,0 - 263,0 m Anhydrit, dicht und hell

    263,0 - 698,4 m Staßfurtsteinsalz (Na2 – ca. 435 m)

    698,4 - 700,5 m Balsalanhydrit (A2)

    700,5 - 700,9 m Stinkschiefer (Ca2st)


Im Bereich der angebotenen Flächen, etwa 1.300 m südlich der damaligen Sonde 1, ist mit der Bohrung 9 (B9) gemäß [1] ca. 463 m mächtiges Staßfurtsteinsalz (Na2) nachgewiesen worden. Gemäß [1] befindet sich eine weitere Bohrung B 25 im Bereich der angebotenen Flurstücke.

Die Flächen liegen etwa am nordwestlichen Rand einer südlich des Bernburger Sattels bei Peißen ausgebildeten Mulde (Peißener Mulde).


Das o.g. Normalprofil wird in diesem Bereich von Kiessand (Sand und Kies im Wechsel) mit hohen Grundwasserständen (lokal organisch verunreinigt); fluviatil, glazifluviatil / Pleistozän bis Holozän überlagert.

Untersuchungsstand
Aufgrund der Lage und Ergebnisse der Erkundungsbohrungen aus den 1960er Jahren und des zwischenzeitlich in Richtung der angebotenen Flächen durchgehend entwickelten Sol- und Kavernenspeicherfeldes darf der Standort als gut erkundet eingeschätzt werden.

Petrographische und qualitative Kennzeichnung
Hinsichtlich der Qualität, Nutzbarkeit und Bedeutung der Steinsalzlagerstätte und des Sol- und Speicherfeldes Bernburg wird an dieser Stelle auf die im Landesentwicklungsplan [2] dargelegte zusammenfassende Einschätzung Bezug genommen:
“Im Raum Bernburg befindet sich eine der hochwertigsten Steinsalzlagerstätten Europas. Hier stehen seit Jahrzehnten Ablagerungen des Zechstein (Kristallsalz der Leine-Formation) mit Wertstoffgehalten von über 99 % NaCl in bergmännischer Gewinnung. Das Fördergut stellt ein vielseitig nutzbares Industriemineral dar und ist bereits mit geringem Aufbereitungsaufwand in ein marktfähiges Produkt zu überführen. In den vergangenen Jahren haben umfangreiche Investitionen die Wettbewerbsfähigkeit gesichert. Eine Erweiterung des Abbaufeldes erfolgt ausschließlich im untertägigen Bereich. Teile der Lagerstätte (Steinsalz der Staßfurt-Formation) werden für die behälterlose Speicherung von Erdgas und Flüssiggas genutzt. Der Erdgasspeicher gehört zu den leistungsstärksten Untergrundspeichern im Land. Hier hat sich in den vergangenen Jahren ein moderner Standort für die regionale und überregionale Abdeckung des Energiebedarfes an Gasen in bedarfsstarken Zeiträumen entwickelt. Die gewonnene Sole dient der Soda-Produktion bzw. wird in einer Siedesalzanlage zur Herstellung einer breiten Produktpalette verwertet. In den nächsten Jahren ist mit einem weiteren Ausbau des Untergrundspeichers durch die Errichtung weiterer Kavernen zu rechnen.”

“Die Sicherung von Gasspeicherkapazitäten ist für das Land von hohem energiepolitischem Interesse, weil damit flexibel auf die Markt- und Verbrauchsanforderungen reagiert werden kann. Das Erdgas ist ein Energieträger, der vor allem im Wärmemarkt (Hausbrand und industrielle Wärme) sowie bei der dezentralen Stromversorgung in kleinen Anlagen weiter genutzt werden soll. Die Erdgasnutzung weist zudem unter den fossilen Energieträgern den geringsten Ausstoß an klimaschädlichen Treibhausgasen auf. In den Speicherfeldern können künftig auch einzelne Kavernen als adiabate Druckluftspeicher zur Windstromspeicherung genutzt werden. Durch die Regionalplanung sollen die Speicherfelder räumlich konkretisiert werden. Andere Nutzungen (z.B. Windenergieanlagen) innerhalb dieser Fläche und unmittelbar angrenzend sind nur unter bestimmten Bedingungen möglich. Hierbei sind insbesondere ausreichende Sicherheitsabstände zu Sondenköpfen und Gashochdruckleitungen zu beachten.”

Gemäß [4] werden in dem Kavernenfeld typischerweise im Abstand von ca. 250 - 300 m etwa 50.000 m³ große Kavernen angelegt. Hinsichtlich des Abstandes der Flurstücke zu den bestehenden Kavernenstandorten haben die Flächen Potenzial für mehrere Kavernen.

Zur Vorratssituation hinsichtlich der vorkommenden Kiese und Kiessande können flurstückskonkret keine Angaben gemacht werden.



Verwendungsmöglichkeiten
vgl. vorgenannte Ausführungen

Abbausituation
vgl. vorgenannte Ausführungen

Vorratssituation
vgl. vorgenannte Ausführungen

Industrielle Bedeutung
vgl. vorgenannte Ausführungen


ACKERBODEN
Das Ausschreibungslos besteht aus rd. 13,8982 ha Ackerland mit einer durchschnittlichen Bonität von AZ ca. 73, rd. 0,4290 ha Grünland mit einer durchschnittlichen Bonität von GZ ca. 55 sowie rd. 0,4533 ha sonstige Flächen.


Besonderheiten
Die dem Grundeigentum unterfallenden Bodenschätze werden unter der Rubrik LAGERSTÄTTE detailliert beschrieben.


ÖFFENTLICHE PLANUNG

Landesplanerische Einordnung
Gemäß den Zielen der Landesentwicklungsplanung liegen die angebotenen Flächen im Bereich des landesbedeutsamen Sol- und Speicherfeldes Bernburg, vgl. Ziele 105 und 136:
„Zur Sicherung der Versorgung der industriellen und privaten Verbraucher mit Gas werden in Abstimmung mit den nationalen und internationalen Gasverbundsystemen die erforderlichen Gasspeicherkapazitäten gesichert. Das sind die bestehenden Speicherfelder Ellenburg-Peckensen, Bernburg, Staßfurt und Teutschenthal.“ Konkret liegen die angebotenen Flächen im Bereich des untertägigen Vorranggebietes für Rohstoffgewinnung Nr. III = „Steinsalzlagerstätte und Sol- und Speicherfeld Bernburg“. Für dieses Vorranggebiet ist im Landesentwicklungsplan ein Steckbrief zu den vertieft geprüften räumlich konkreten Einzelfestlegungen im Anhang C-7 Vorranggebiete für Rohstoffgewinnung veröffentlicht, der geringes Konfliktpotential ausweist. „Der Erdgasspeicher gehört zu den leistungsstärksten Untergrundspeichern im Land. … In den nächsten Jahren ist mit einem weiteren Ausbau des Untergrundspeichers durch die Errichtung weiterer Kavernen zu rechnen. Andere Nutzungen (z.B. Windenergieanlagen) innerhalb dieser Fläche und unmittelbar angrenzend sind nur unter bestimmten Bedingungen möglich. Hierbei sind insbesondere ausreichende Sicherheitsabstände zu Sondenköpfen und Gashochdruckleitungen zu beachten.“
Hinsichtlich der Lagerstätten oberflächennaher Baurohstoffe (insbesondere Kiese und Sande) ist geregelt, dass diese in den Regionalen Entwicklungsplänen raumordnerisch zu sichern sind. Die angebotenen Flächen liegen innerhalb des Vorbehaltsgebietes Landwirtschaft Nr. 4 „Gebiet um Staßfurt-Köthen-Aschersleben“.

Quelle:
Verordnung über den Landesentwicklungsplan 2010 des Landes Sachsen-Anhalt, nach § 5 Abs. 3 Satz 1 des Landesplanungsgesetzes durch die Landesregierung beschlossen am 14.12.2010 und in Kraft getreten am 12.03.2011, online: https://www.landesrecht.sachsen-anhalt.de/perma?d=jlr-LEPST2010pLEP

Regionalplanerische Einordnung
Die Flächen liegen im Zuständigkeitsbereich der Regionalen Planungsgemeinschaft Magdeburg (RPM). Seit der Kreisgebietsreform 2007 und der Änderung des Landesplanungsgesetzes für Sachsen-Anhalt gelten im Bereich der RPM bis heute drei unterschiedliche Regionale Entwicklungspläne. Die angebotenen Flächen liegen in ehemaliger Zuständigkeit der Regionalen Planungsgemeinschaft Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg, so dass der damalige Regionalplan für die Flächen zunächst noch gilt. Um eine einheitliche Planung für die gesamte Planungsregion Magdeburg herbeizuführen wurde durch die Regionalversammlung der RPM am 03.03.2010 beschlossen, den Regionalen Entwicklungsplan für die Planungsregion Magdeburg neu aufzustellen. Die Öffentliche Auslegung des 1. Entwurfs zum RP Magdeburg fand von 10/2016 bis Ende 2017 statt und Abwägungsbeschlüsse zu den Stellungnahmen wurden auf der Regionalversammlung am 14.03.2018 gefasst. Der 2. Entwurf ist Stand 02.09.2020 noch nicht veröffentlicht; dies ist lt. Internet für das 3. Quartal 2020 angekündigt.
Als Vorranggebiet für die Rohstoffgewinnung untertage soll lt. 1. Entwurf das Gebiet Nr. II „Steinsalzlagerstätte und Sol- und Speicherfeld Bernburg (untertägig)“ aus dem Landesentwicklungsplan übernommen werden.
Als Vorranggebiet für die Rohstoffgewinnung von regionaler Bedeutung soll lt. 1. Entwurf im südlichen Bereich der angebotenen Flächen das Vorranggebiet Nr. XVI „Beesenlaublingen-Nord (Kiessand) festgelegt werden. Darüber hinaus sollen die angebotenen Flächen im Vorbehaltsgebiet für den Hochwasserschutz Nr. 8 „Saale“ liegen. Dabei orientieren sich die geplanten Festlegungen an den Hochwasserschutzplänen (HQ 200) und den Überschwemmungsflächen der Elbe im Jahrhunderthochwasser 2002. In der Erläuterungskarte 7 sollen lt. 1. Entwurf unterirdische Gasspeicher sowie der Verlauf von Erdöl- und Produktenleitungen, von Wasser- und von Gasversorgungsleitungen schematisch dargestellt werden.
Im derzeit noch geltenden alten Regionalplan 2005 für die Regionale Planungsgemeinschaft Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg sind im Bereich der angebotenen Flurstücke die Vorranggebiete für die Rohstoffgewinnung tiefliegender Rohstoffe Nr. I „Solfeld und Steinsalzlagerstätte Bernburg (Steinsalz)“ und für oberflächennahe Baurohstoffe Nr. XIII „Beesenlaublingen-Nord (Kiese und Kiessande)“ dargestellt.

Quelle:
BVVG-GIS, online: https://www.regionmagdeburg.de/Regionalplanung/Neuaufstellung-REP, https://www.ugs-katharina.de/de/unternehmen/bauprojekt-ugs-katharina, https://www.Planungsregion-abw.de/alte_homepage_stand_21082017/regional plan/000_REP.pdf

Kommunale Planung
Die angebotenen Flächen sind nach den vorliegenden Informationen von kommunalen Bauleitplanungen nicht betroffen. In den jeweiligen Flächennutzungsplänen ist die Lage der untertägigen Bergwerksfelder des Bernburger Hauptsattels dargestellt und auf die Lage von Versorgungsleitungen nebst zu beachtenden Hinweisen soweit möglich Bezug genommen. Für Einzelheiten werden zum etwaigen Planungszeitpunkt gesonderte Prüfungen erforderlich.

Quelle:
BVVG-GIS: Daten der Bauleitplanung für das Land Sachsen-Anhalt, Stand 2020/04, ALKIS, online: https://www.stadt-koennern.de/cms/index.php/de/aktuelles/bekanntmachungen und https://www.bernburg.de


SCHUTZGEBIETE / BELASTUNGEN

Trinkwasserschutz
Im Betrachtungsraum sind keine ausgewiesenen Trinkwasserschutzgebiete dargestellt.

Quellen:
BVVG-GIS, 1. Entwurf Regionaler Entwicklungsplan 02.06.2016 der Planungsregion Magdeburg, Regionaler Entwicklungsplan für die Planungsregion Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg, beschlossen durch die Regionalversammlung am 07. Oktober 2005, genehmigt durch die oberste Landesplanungsbehörde am 09. November 2005, in Kraft seit 24.12.2006. Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, Abfrage der Internetseite am 06.04.2020: https://www.sachsen-anhalt-energie.de/de/schutzgebiete.html

Hochwasserschutz
Für den Betrachtungsraum ist im 1. Entwurf des Regionalen Entwicklungsplans für die Planungsregion Magdeburg das Vorbehaltsgebiet Hochwasserschutz Nr. 8 dargestellt. Der Bereich liegt danach in einem Hochwasserrisikogebiet HQ 200 mit niedriger Wahrscheinlichkeit.

Quellen:
BVVG-GIS, 1. Entwurf Regionaler Entwicklungsplan 02.06.2016 der Planungsregion Magdeburg, Regionaler Entwicklungsplan für die Planungsregion Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg, beschlossen durch die Regionalversammlung am 07. Oktober 2005, genehmigt durch die oberste Landesplanungsbehörde am 09. November 2005, in Kraft seit 24.12.2006. Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, Abfrage der Internetseite am 15.05.2020: https://www.sachsen-anhalt-energie.de/de/schutzgebiete.html und Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt - Abfrage der Internetseite am 15.05.2020: http://www.geofachdatenserver.de/de/lhw-hochwassergefahrenkarten.html

Naturschutz
Im Betrachtungsraum sind mit Ausnahme des Flurstücks 59 in der Flur 17 von Beesenlaublingen keine ausgewiesenen Naturschutzgebiete dargestellt.
Das Flurstück 59 in der Flur 17 von Beesenlaublingen liegt im Randbereich des Naturparks „Unteres Saaletal“ und des Landschaftsschutzgebietes „Saale“. Das Vogelschutzgebiet (SPA) „Auenwald Plötzkau“ und das FFH-Gebiet „Auenwälder bei Plötzkau“ grenzen westlich an das Flurstück.

Quellen:
BVVG-GIS, Regionaler Entwicklungsplan für die Planungsregion Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg mit den Planinhalten „Raumstruktur, Standortpotenziale, technische Infrastruktur und Freiraumstruktur“ - am 27.04.2019 in Kraft getreten und Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, Abfrage der Internetseite am 06.04.2020: https://www.sachsen-anhalt-energie.de/de/schutzgebiete.html und BVVG-BI und BVVG-GIS Layer „Schutzgebiete“ (Bundesamt für Naturschutz)

Bodendenkmale
Es liegen keine Hinweise auf etwaige Betroffenheit vor.

Quelle:
BVVG-GIS: Topographische Karten TK10 und TK25

Altlasten- und Kampfmittelverdacht
Es liegen keine Hinweise auf etwaige Betroffenheiten vor.

Quellen:
BVVG-BI, BVVG-GIS: Topographische Karte TK 25, Altlastenverdachtsflächen gemäß Altlastenkataster


INFRASTRUKTUR / ERSCHLIEßUNG

Verkehrswege
Die Bundesautobahn A 14, Anschlussstelle 12 - Könnern, ist über die Kreisstraße K 2107 bzw. über die L 50 in Verbindung mit dem örtlichen Straßen- und Wegenetz in ca. 10 km Entfernung zu erreichen.
Laut Auskunft der Stadt Könnern ist der Straßenverkehrsflächenanteil des Flurstücks 59 der Flur 17 in Beesenlaublingen als sonstige öffentliche Straße gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 4 StrG LSA im Straßenbestandsverzeichnis registriert.

Quellen:
BVVG-GIS: Topographische Karten

Versorgungsleitungen/-trassen
Den Betrachtungsraum queren eine Vielzahl von örtlichen, regionalen und überregionalen Versorgungsleitungen, die teilweise in internationale Verbundsysteme integriert sind. In den Grundbüchern der angebotenen Flurstücke 155, Flur 1 der Gemarkung Peißen, der Flurstücke 115/3, 117/14 und 117/16, Flur 14 in der Gemarkung Beesenlaublingen und des Flurstücks 117/5, Flur 14 in der Gemarkung Beesenlaublingen sind Dienstbarkeiten zugunsten von Versorgungsleitungen eingetragen.
Flurstücke 115/3, 117/5 und 117/14: Leitungsrecht 110-kV-Freileitung zugunsten envia Mitteldeutsche Energie AG, Chemnitz,
Flurstück 117/16: Leitungsrecht für Sonderleitung K117/118 zugunsten VNG AG, Leipzig, 2x Leitungsrecht HD Gasleitung zugunsten Gasversorgung Sa.-Anh. GmbH, Halle, und Kavernensammelleitung KSL 23 mit Zubehör zugunsten Erdgasspeicher Peissen GmbH, Halle,
Flurstück 155: HD Erdgasleitung (mit 10 m Schutzstreifen) zugunsten VNG AG, Leipzig, und Solefernleitung (mit 6 m Schutzstreifen) zugunsten K+S, Kassel, und HD Erdgasleitung (mit 8 m Schutzstreifen) zugunsten Gasversorgung Sa.-Anh. GmbH, Halle, und 4x Leitungsrecht für Steuerkabel STK 0503, 0510, 0211A und 0511 zugunsten VNG AG, Leipzig, und Ferngasleitung FGL 203 zugunsten VNG AG, Leipzig, und Erdgasleitung DN 800 zugunsten Erdgasspeicher Peissen GmbH, Halle.

Quellen:
BI, Grundbücher, BVVG-GIS: Topographische Karten, Luftbild und Bauleitplanung

Industriell-gewerbliche Standorte
Die angebotenen Flächen befinden sich im Bereich des untertägigen Bergwerkseigentums Bernburger Hauptsattel - 1 -Mitte und Bernburger Hauptsattel - 1 - Süd der Rechtsinhaber VNG Gasspeicher GmbH bzw. Erdgasspeicher Peissen GmbH. Sie bieten Erweiterungsflächen für die Neuanlage von Kavernen für das Sol- und Speicherfeld Bernburg.
Die nächstgelegene Kiesgewinnung betreibt die Firma HTB Hoch- und Tiefbaustoffe GmbH & Co. KG am Standort Beesenlaublingen/Beesedau. Das Bewilligungsfeld Beesenlaublingen-Nord ist derzeit noch nicht aufgeschlossen (betreffend die angebotenen Flurstücke in der Flur 1 der Gemarkung Peissen und der Flur 16 der Gemarkung Beesenlaublingen).


BESONDERHEITEN

Vertragliche Bindungen
Die Flurstücke sind bis zum 30.09.2021 Gegenstand landwirtschaftlicher Pachtverträge.

Auf den angebotenen Flurstücken 155, Flur 1 der Gemarkung Peißen, 115/3, 117/5, 117/14 und 117/16, Flur 14 in der Gemarkung Beesenlaublingen lasten Dienstbarkeiten zugunsten von Versorgungsleitungen, vgl. Rubrik INFRASTRUKTUR, Leitungen.



Dauerhafte Beschränkungen
Der den geltenden Standards entsprechende Abstand zu schützenswerten Objekten, Ortslagen und öffentlichen Straßen ist einzuhalten.

Die zu den Dienstbarkeiten und in den betreffenden Vereinbarungen dargelegten Hinweise zu Schutzstreifen u.a. sind insbesondere zu beachten.



Bundesprogramm „Blaues Band“
Für eine etwaige Erschließung des Flurstückes 59 könnte ggf. geprüft werden, ob die aktuellen Möglichkeiten im Rahmen des Bundesprogramms „Blaues Band“ genutzt werden könnten.

Quelle:
BVVG-GIS, www.bfn.de/blauesband.html


DOKUMENTATION

Erkundungsberichte, Gutachten, Prospekte
Die unter Punkt LAGERSTÄTTE genannten Quellen können, soweit sie nicht ohnehin öffentlich sind, bei der BVVG nach Terminvereinbarung eingesehen werden.

Haftungsausschluss
Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH stellt die Inhalte dieses Produktblattes mit Sorgfalt zusammen. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr. Die Angaben dienen nur der unverbindlichen allgemeinen Information und ersetzen nicht die individuelle Befassung mit dem Objekt.


Stand der Informationen: 09/2020

SONSTIGES

Teilgebote sind bei geplanter Nutzung für Kavernenstandorte/Betriebsflächen bitte zwingend aufgeschlüsselt nach landwirtschaftlichem Bodenwert und Wert für Kavernenstandorte/Betriebsflächen als gesonderte Gebote wie folgt zugelassen:
1. Teilgebot: Grundstücke Gemarkung Beesenlaublingen, Flur 14, Flurstücke 115/3, 117/5, 117/14, 117/16, und Flur 17, Flurstück 59.
2. Teilgebot: Grundstücke Gemarkung Peißen, Flur 1, Flurstück 139, 140/1 und 155 sowie Gemarkung Beesenlaublingen, Flur 16, Flurstücke 12/2, 37, 38, 40, 52, 61, 63.

Lage

Peißen gehört als Ortsteil zur Stedt Bernburg und Beesenlaublingen zur Stadt Können. Beide Ortschaften liegen im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt. Die ca. 10 km östlich der Bundesautobahn A 14 und der Saale liegenden Flächen sind über die A 14 in Verbindung dem örtlichen Straßen- und Wegenetz zu erreichen.

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Die dargestellte Position ist nur eine ungefähre Angabe der Lage.

Kontaktdaten

  • Name
    Frau Manuela Staude
  • Firma
    BVVG - Landesniederlassung Sachsen-Anhalt
  • Adresse
    Universitätsplatz 12
    39104 Magdeburg
  • Tel. Durchwahl

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