Acker und Grünland bei Belling + Quarzsande im Grundeigentum

Mecklenburg-Vorpommern, Vorpommern-Greifswald

Objektdaten

  • Objekt-Nr.
    MS75-1800-043621
  • Bundesland
    Mecklenburg-Vorpommern
  • Kreis
    Vorpommern-Greifswald
  • Gemeinde
    Jatznick
    Pasewalk, Stadt
  • Gemarkung
    Belling
    Pasewalk
  • Objektart
    Acker und Grünland
    Bodenschätze-Ausschreibung
  • Größe
    38,2631 ha
  • Orientierungswert (Kauf)
    nach Gebot
  • Orientierungswert (Pacht)
    nach Gebot

Abgabe des Gebotes

Objekt­beschreibung

Angeboten werden bodenschatzführende Flächen in Vorpommern, die auf Sande vorerkundet und unverritzt sind (Bodenschätze im Grundeigentum). Es handelt sich um ca. 34,64 ha Ackerland (Ø 30 BP), ca. 0,38 ha Grünland (Ø 45 BP) sowie ca. 3,24 ha sonstige Flächen. Wir bieten Ihnen diese Flächen zum Kauf bzw. alternativ zur 4-jährigen Pacht an. Die Flurstücke sind ab dem 01.10.2022 pachtfrei.

Weitere Informationen

Hinweise zur Gebotsabgabe

Erwerb zur Entnahme von Bodenschätzen: Das Gesamtgebot ist nach Nutzungsarten, sowie Gebot für den Bodenschatz, zu untersetzen.

Erwerb zu landwirtschaftichen Zwecken: Das Gesamtgebot ist nach Nutzungsarten zu untersetzen.

OBJEKT

Bodenschatzführende Flurstücke

„GRE Belling 1 Süd“, im Bereich der erloschenen gleichnamigen bergrechtlichen Bewilligung

Ausnahme: Die Flurstücke 120/1 und 120/2 der Flur 1 der Gemarkung Belling sowie das Flurstück 12 der Flur 3 der Gemarkung Pasewalk liegen außerhalb des Bergwerkseigentums.

Bodenschatz
Quarz- und Spezialsande im Grundeigentum



Größe
Es wird ein 38,2631 ha großes überwiegend gut arrondiertes Los von 34 Flurstücken angeboten.

Rechtliche Einordnung

Grundstückseigentum



Oberflächennutzung
Die Flächen sind zur landwirtschaftlichen Nutzung verpachtet.

Bergwerkseigentum der BVVG

Die BVVG verfügt im Bereich der Rosenthaler Stauch- und Endmoränenstaffel, nördlich des ausgeschriebenen Flächenloses über das ebenfalls zum Verkauf anstehende Bergwerkseigentum Jatznick/Teufelsspring, verliehen für den Bodenschatz tonige Gesteine zur Herstellung von Aluminium sowie Steinzeug, feuerfester und säurefester Erzeugnisse. Bei Interesse an dem Bergwerkseigentum besteht die Möglichkeit die vorhandenen Unterlagen nach Terminvereinbarung bei der BVVG-Zentrale in Berlin einzusehen.


LAGERSTÄTTE

Quellen:


[1] Groth, K. (1997): Bericht zu den Ergebnissen der Aufsuchung im Aufsuchungsfeld Sand Belling 1 1997.- Geologisches Büro Dr. Klaus Groth GmbH im Auftrag der Gollan Recycling GmbH Rosenhagen/Lützow, Gneven, 20.05.1997, 13 Seiten zzgl. 4 teils mehrseitige Anlagen – auszugsweise,
soweit das Teilfeld Belling 1 Süd und die angebotenen Flächen betreffend
– mit freundlicher Zustimmung der Firma Gollan vom 06.09.2021,


[2] Karte der oberflächennahen Rohstoffe 1:200 000, Erl. Bl. CC 3142 Neubrandenburg, 79 S., 1 Kt, Hannover 2002,


[3] Internet unter anderem das Geoportal des Landes Mecklenburg-Vorpommern, GAIA-MV.

Geologische Verhältnisse

Das angebotene Flurstückslos befindet sich in einem Verbreitungsgebiet weichselzeitlicher glazifluviatiler Sande und Kiessande in den Rosenthaler Stauch- und Endmoränen bei Matzdorf und Pasewalk.

Bei den aufgesuchten Sanden [1] handelt es sich um im Vorland der Rosenthaler Staffel des Pommerschen Stadiums abgelagerte Beckensande. Sie stellen sich als nachträglich von Gletschereis überfahren und in der Folge als teilweise glazidynamisch stark gestaucht und mit Geschiebemergel verschuppt dar und lagern unter einer lückenhaft auftretenden Geschiebemergeldecke.

Für das „Aufsuchungsfeld Belling 1” insgesamt wird folgender geologischer Aufbau angegeben:

Hangendes/Oberboden (Mutterboden)


    0,3 - 0,5 m Bodenbildungen

    bis zu 3 m Geschiebelehm/-mergel, stark feinsandig (stark schluffiger, jedoch nicht bindiger Feinsand bis Fein-/Mittelsand)


Nutzschicht


    2 - 12 m Feinsande, schwach bis mäßig schluffig

    (inkl. hangendem Geschiebemergel 3 bis 15 m mächtig)


Liegendes

    Schluffe, Geschiebemergel z.T. in Wechsellagerung mit Feinsanden

Für das Aufsuchungsfeld Belling 1 Süd deuten sich wechselreichere Lagerungsverhältnisse an, die sich in der unterschiedlichen Lage der angetroffenen Grund-/Wasserspiegel abbilden.

Die Geländeoberfläche des Aufsuchungsfeldes Belling 1 liegt auf einer welligen Hochflächenebene westlich der Bundesstraße B 109 bei Geländehöhen zwischen + 20 m NHN und + 32 m NHN. Die westliche Begrenzung bildet eine von Gräben durchzogene Feuchtflächenniederung mit Stauwasserspiegeln bei ca. + 12 m NHN. Im Osten wird die Hochflächenebene von einem um 10 bis 15 m abfallenden Hang begleitet, der die unter + 10 m NHN liegende Talebene des regionalen Hauptvorfluters begrenzt, der in das Kleine Haff abfließenden Uecker.

Nördlich des angebotenen Flächenloses durchzieht eine Gewässerrinne von Westen nach Osten den Betrachtungsraum, die über den Mühlenbach in Richtung des Uecker-Flusses entwässert. In ihr sind zwei langgestreckte Gewässer auf etwa 50 m Breite angestaut worden.

Untersuchungsstand

Gemäß [2] gliedern sich die in der Rosenthaler Stauchmoränenstaffel vorkommenden Gesteinseinheiten in mehrere Stauchendmoränenwälle aus glazigen gestauchten und verschuppten vorwiegend stratigrafisch älteren pleistozänen, teilweise auch präquartären Ablagerungen. Sie werden von tertiären Tonschuppen und gemischtkörnigen, vorwiegend feinkörnigen Schmelzwassersanden aufgebaut.

Für die einzelnen Wälle ist ein rascher Wechsel der unterschiedlichen Gesteinseinheiten typisch, und für die Nordseiten oft eine mächtige Geschiebemergelbank mit unterlagernden stellenweise kiesreichen Partien kennzeichnend.

In Analogie zu anderen Stauch- bzw. Endmoränenbereichen der Region können gemäß [2] noch wertvollere Kiessandvorkommen entdeckt werden.

Die angebotenen Flächen liegen innerhalb des Sand-Höffigkeitsgebietes - Jatznick, in dem ältere Beckensande durch Rosenthaler Gletscher deformiert, verschuppt, zur Stauchendmoräne gehörend, vorkommen. Sie liegen südlich der Ortslage Belling, ganz oder teilweise innerhalb des ausgehaltenen Vorkommens 2449-4-3-Sa-V1 / SWK: S 1.

Im Rahmen von Aufsuchungen auf Kiessande und Kiese wurden in den Jahren 1996/1997 insgesamt 12 Rammkernsondierungen, bis maximal 9 m unter Gelände abgeteuft und eingemessen, davon 6 im Aufsuchungsfeld Belling 1-Süd. Die Aufsuchung zielte ausschließlich auf die Erfassung von Lagerstättenbereichen oberhalb des Grundwassers.

Die Schichtenaufnahme und anschließende Probenahme erfolgte unmittelbar an den gezogenen Schlitzproben durch den Autor des Berichtes [1] und zugleich Ausführenden der Aufsuchungsarbeiten. Fünf der Sondierungen erreichten den Grundwasserspiegel bzw. Sickerwassertröge. Die weiteren Bohrungen wurden nach Erreichen des liegenden Geschiebemergels oder bei einer die Sondierung hemmenden Verdichtung der Sande eingestellt. An den Proben wurde per Nasssiebung die Kornverteilung inkl. der Anteil des Abschlämmbaren < 63 µm sowie der Gehalt an organischen Verunreinigungen laborativ bestimmt. Neben den Sondierungen wurden Ergebnisse von Altbohrungen in die Betrachtungen für den Ergebnisbericht aufgenommen.

Im Ergebnis der Aufsuchungsarbeiten konnte im Bereich der angebotenen Flächen ein Sandvorkommen abgegrenzt werden. Das angebotene Flurstücklos deckt wesentliche Teile dieses Vorkommens ab. Gemäß KOR 50 wurden die Flächen des Vorkommens der Sicherungswürdigkeitsklasse 1 zugeordnet.

Hinsichtlich des Bodenschatzes Sand, seines Kornaufbaus, der prinzipiellen Lagerungsverhältnisse und der Grundwassersituation liegen die grundlegenden Informationen über die grundsätzliche Lagerstättensituation und die resultierenden Abbaubedingungen vor, sowohl für das seinerzeitig ausgehaltene Aufsuchungsfeld Belling 1-Nord als auch für das Aufsuchungsfeld Belling 1-Süd.

Weitere Untersuchungen bleiben durch einen potentiellen Nutzer durchzuführen.

Petrographische und qualitative Kennzeichnung

Im Ergebnis der rohstoffgeologischen Aufsuchungen Belling 1 aus den Jahren 1996/1997 wurde im Bereich der angebotenen Flächen eine Sandlagerstätte recht einheitlicher Korngrößenzusammensetzung nachgewiesen. Sie beinhaltet schwach bis mäßig schluffige Feinsande, die den Charakter von Beckensanden tragen.

Trotz nur geringer Gehalte an schädlichen organischen Bestandteilen und weitgehender Alkaliunempfindlichkeit, lassen die hohen Fein- und Feinstkornanteile eine Erzeugung hochwertiger Betonzuschläge qualitativ nicht zu.

Der Anteil der Kiese > 2 mm beträgt zumeist weniger als 2 M.-%, in den schluffigen Feinsanden 0 M.-%. Der Kornanteil < 0,063 mm (Schluff) liegt in den Feinsanden bei etwa 10 M.-%, in den Geschiebemergeln 20 - 25 M.-%.

Die angetroffenen Sande wurden aufgrund der geringen Kiesgehalte als bergfreier Bodenschatz Quarzsande für die Herstellung von Kalksandsteinen und Gastbetonsteinen eingestuft. Eine Einstufung als Gießerei- oder Glassande lassen die gemischtkörnigen, mit Feldspäten durchsetzten glazifluviatilen Kiessande nicht zu.

Trotz visuell beobachteter schwarzbrauner schluffiger Schlieren, verlief der NaOH-Test auf organische Verunreinigungen negativ.

Verwendungsmöglichkeiten

Gemäß [2] werden die weichselzeitlichen glazifluviatilen Sande und Kiessande in den Rosenthaler Stauch- und Endmoränen bei Matzdorf und Pasewalk vorwiegend im Erd- und Tiefbau als Füllmaterial eingesetzt. Typischerweise besteht die Möglichkeit, sie u.a. zu Füllkies, Kabelkies, Bau-, Mörtel- und Pflastersand zu klassieren sowie zu Mineralgemischen für den Straßenbau aufzubereiten.

Gemäß [1] sind die erkundeten Sande im Aufsuchungsfeld Belling 1 unaufbereitet nur als frostempfindliche und gering verdichtungsfähige Schüttsande verwendbar.

Abbausituation

Die in den angebotenen Flächen „Belling 1 Süd“ lagernden Sande sind bis auf die Trassen der unterirdisch verlegten Leitungen unverritzt.

Für einen Sandabbau im Trockenschnitt oberhalb von ca. + 20 m NHN und unter Einsatz des regional üblichen Gewinnungsgerätes (Radlader) werden ingenieurgeologisch typischerweise keine besonderen abbautechnischen Probleme erwartet, vgl. [1].

Vorratssituation

Mittels der Aufsuchungen gemäß [1] wurden für das gesamte etwa 57,56 ha große „Aufsuchungsfeld Belling 1 Süd“ 3,229 Mio. m³ bzw. 5,156 Mio. t nutzbarer schluffiger Feinsand nachgewiesen.

Industrielle Bedeutung

Die Kiessande der Rosenthaler Stauchendmoräne nimmt der lokalen Markt vollständig auf. Sande werden nicht gesondert erwähnt.


ACKER-/GRÜNLANDBODEN

Nutzungsart

Das Ackerland hat eine durchschnittliche Bonität von 30 Bodenpunkten und das Grünland hat eine durchschnittliche Bonität von 45 Bodenpunkten.

Detaillierte Angaben zur Größe, Nutzungsart und Bonität der Flurstücke finden Sie als Datei unter der Rubrik "Lage". Für die Flurstücksgröße, die Größe der einzelnen Nutzungsarten, deren Bonität und die Bewirtschaftungsmöglichkeiten wird keine Gewähr übernommen. Die Katasterangaben wurden mit dem Feldblockkataster abgeglichen und ggf. angepasst (siehe Flurstücksliste).

Vertragliche Situation

Das Flurstückslos ist mit 3 Pachtverträgen an zwei unterschiedliche Pächter bis zum 30.09.2022 zur landwirtschaftlichen Nutzung verpachtet. Der Erwerber übernimmt den Pachtvertrag für die Restlaufzeit.

Des Weiteren werden die Flächen auch zur Pacht angeboten. Die Pachtzeit beginnt am 01.10.2022 und endet nach 4 Jahren am 30.09.2026.

Die Zuwegung klärt der Käufer/Pächter eigenständig.

Jagdliche Situation

Die Flächen sind durch die regional zuständige Jagdgenossenschaft Belling zur jagdlichen Nutzung verpachtet (Ausnahme: Gemarkung Pasewalk, Flur 2, Flurstück 21). Das angebotene Flurstückslos bildet auf Grund der geringen Größe keinen Eigenjagdbezirk.

Grundbuchliche Situation

Grundbuch von Jatznick, Blatt 959

Abteilung II:

lfd. Nr. 5, lastend auf Belling, Flur 1, Flurstück 109 und 124

Beschränkte persönliche Dienstbarkeit (Leitungsrecht) für WINGAS GmbH & Co. KG, Kassel und E.ON Ruhrgas AG, Essen als Gesamtberechtigte nach § 428 BGB (Jetzt: GASCADE Gastransport GmbH für die W & G Beteiligungs-GmbH & Co. KG)

Lfd. Nr. 8, lastend auf Belling, Flur 1, Flurstück 109 und 124

Beschränkte persönliche Dienstbarkeit (Hochdruck-Gasleitungsrecht FGL Millnitz-Papendorf) für die E.ON edis AG, Fürstenwalde/Spree (Jetzt: E.DIS AG)

Lfd. Nr. 10, lastend auf Belling Flur 1, Flurstück 109 und 124

Beschränkte persönliche Dienstbarkeit (Leitungsrecht) für GASCADE Gastransport GmbH, Kassel und drei weitere Unternehmen für die EUGAL als Gesamtberechtigte gemäß § 428 BGB

Lfd. Nr. 11, lastend auf Belling Flur 1, Flurstück 109

Beschränkte persönliche Dienstbarkeit (Leitungsrecht) für GASCADE Gastransport GmbH, Kassel und drei weitere Unternehmen für die EUGAL als Gesamtberechtigte gemäß § 428 BGB

Abteilung III: lastenfrei

Grundbuch von Pasewalk, Blatt 574

Abteilung II:

lfd. Nr. 5 lastend auf Pasewalk, Flur 2, Flurstück 17, 18 und 19

Beschränkte persönliche Dienstbarkeit (Ferngasleitungsrecht) für WINGAS GmbH & Co. KG, Kassel und E.ON Ruhrgas AG, Essen als Gesamtberechtigte nach § 428 BGB (Jetzt: GASCADE Gastransport GmbH für die W & G Beteiligungs-GmbH & Co. KG)

lfd. Nr. 6, lastend auf Pasewalk, Flur 2, Flurstück 17, 18 und 19

Beschränkte persönliche Dienstbarkeit (MS-Leitungsrecht UW Ruhleben – AZ Dargitz) für E.ON edis AG, Fürstenwalde/Spree (Jetzt: E.DIS AG)

lfd. Nr. 10, lastend auf Pasewalk, Flur 2, Flurstück 17, 18 und 19

Beschränkte persönliche Dienstbarkeit (Hochdruck-Gasleitungsrecht FGL 504 Millnitz-Papendorf) für die E.ON edis AG, Fürstenwalde/Spree; gemäß Leitungs- und Anlagenrechtsbescheinigung vom 18. Juni 2008 (Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus als Energieaufsichtsbehörde, Az.: 667-08-4-3-91); eingetragen am 23.08.2011. (Jetzt: E.DIS AG)

lfd. Nr. 11, lastend auf Pasewalk, Flur 2, Flurstück 17, 20 und 22

Beschränkte persönliche Dienstbarkeit (Leitungsrecht) für E.DIS AG, Fürstenwalde – Amtsgericht Frankfurt (Oder)

Lfd. Nr. 15, lastend auf Pasewalk, Flur 2, Flurstück 17, 18 und 19

Beschränkte persönliche Dienstbarkeit (Leitungsrecht) für GASCADE Gastransport GmbH, Kassel und drei weitere Unternehmen für die EUGAL als Gesamtberechtigte gemäß § 428 BGB

Lfd. Nr. 16, lastend auf Pasewalk, Flur 2, Flurstück 17, 18 und 19

Beschränkte persönliche Dienstbarkeit (Leitungsrecht) für GASCADE Gastransport GmbH, Kassel und drei weitere Unternehmen für die EUGAL als Gesamtberechtigte gemäß § 428 BGB

lfd. Nr. 19, lastend auf Pasewalk, Flur 2, Flurstück 21

Beschränkte persönliche Dienstbarkeit (Kabelstationsrecht) für E.DIS Netz GmbH, Fürstenwalde/Spree

Abteilung III: lastenfrei

Grundbuch von Pasewalk, Blatt 575

Abteilung II:

lfd. Nr. 1, lastend auf Pasewalk, Flur 3, Flurstück 12, 13, 14 und 35

Beschränkte persönliche Dienstbarkeit (Ferngasleitungsrecht) für WINGAS GmbH & Co. KG, Kassel und E.ON Ruhrgas AG, Essen als Gesamtberechtigte nach § 428 BGB (Jetzt: GASCADE Gastransport GmbH für die W & G Beteiligungs-GmbH & Co. KG)

lfd. Nr. 2, lastend auf Pasewalk, Flur 3, Flurstück 12; 13 und 14

Beschränkte persönliche Dienstbarkeit (MS-Leitungsrecht UW Ruhleben – AZ Dargitz) für E.ON edis AG, Fürstenwalde/Spree (Jetzt: E.DIS AG)

lfd. Nr. 3, lastend auf Pasewalk, Flur 3, Flurstück 12, 13 und 14

Beschränkte persönliche Dienstbarkeit (Hochdruck-Gasleitungsrecht FGL 504 Millnitz-Papendorf) für die E.ON edis AG, Fürstenwalde/Spree (Jetzt: E.DIS AG)

Lfd. Nr. 4, lastend auf Pasewalk, Flur 3, Flurstück 12, 13 und 14

Beschränkte persönliche Dienstbarkeit (Leitungsrecht) für GASCADE Gastransport GmbH, Kassel und drei weitere Unternehmen für die EUGAL als Gesamtberechtigte gemäß § 428 BGB

Lfd. Nr. 5, lastende auf Pasewalk, Flur 3, Flurstück 12 und 13

Beschränkte persönliche Dienstbarkeit (Leitungsrecht) für GASCADE Gastransport GmbH, Kassel und drei weitere Unternehmen für die EUGAL als Gesamtberechtigte gemäß § 428 BGB

Abteilung III: lastenfrei

Grundbuch von Pasewalk, Blatt 2336

Abteilung II und III: lastenfrei

Besonderheiten

Die dem Grundeigentum unterfallenden Bodenschätze sind unter der Rubrik LAGERSTÄTTE detailliert beschrieben.

Stellungnahme Abteilung Naturschutz, Wasser und Boden des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern:

"Flächen an Gewässern können gemäß (behörden-)verbindlichem Bewirtschaftungsplan und Maßnahmenprogramm für die Flussgebietseinheit Oder von der Maßnahmenumsetzung im Rahmen der EG-Wasserrahmenrichtlinie betroffen sein. Der Mühlbach UECK-1100 verläuft über die Flurstücke 120/1 und 120/2, Flur 1, Gemarkung Belling. Die Flurstücke 109, 122 und 124 reichen bis an den Gewässerrand des o.g. Wasserkörpers und liegen so teilweise im Bereich des Gewässerentwicklungskorridors. Die o.g. betroffenen Flurstücke können mittelfristig ganz oder teilweise für die Umsetzung eines EG-WRRL-Projektes in Anwendung kommen."

ÖFFENTLICHE PLANUNG

Landesplanerische Einordnung


Gemäß der Karte der raumordnerischen Festlegungen des Landesentwicklungsplans M-V 2016 befindet sich das
Aufsuchungsfeld Belling 1 Süd” und damit das gesamte angebotene Flächenlos innerhalb von Vorbehaltsgebieten für Tourismus, für die Landwirtschaft und für Leitungen (ober-, unterirdisch, marin)
.


Quelle:

Landesentwicklungsplan (LEP) M-V 2016, beschlossen am 27.05.2016 und am 09.06.2016 in Kraft getreten

Regionalplanerische Einordnung

Im Regionalen Raumentwicklungsprogramm Vorpommern wird das „
Aufsuchungsfeld Belling 1 Süd” als Vorbehaltsgebiet für die Rohstoffsicherung (Sand) berücksichtigt.

Es liegt zudem ganz oder teilweise innerhalb von Vorbehaltsgebieten für Tourismus und für Landwirtschaft, wird von Routen des großräumigen Schienennetzes, des überregionalen Straßennetzes und einem regional bedeutsamen Radroutennetz eingerahmt sowie von Gastransport-, Ferngas- und Elektroleitungen tangiert oder gequert.

Südlich der Bahnstrecke ist ein großräumiges Vorranggebiet für Industrie und Gewerbe dargestellt.

Den Angaben im Regionalen Raumordnungsplan zufolge sollen der öffentliche Personen- und der Güterverkehr ausgebaut, modernisiert und gestärkt werden. Die Streckenabschnitte um Pasewalk werden namentlich erwähnt. Bzgl. des motorisierten Individualverkehrs ist das u.a. das Vorhaben für eine Ortsumgehung Belling und Jatznick der B 109 dargestellt. Zugleich wird darauf hingewiesen, wobei die Maßnahmen zum Ausgleich von Beeinträchtigungen noch zu ermitteln und umzusetzen sind.


Quellen:


Regionales Raumentwicklungsprogramm Vorpommern (RREP VP 2010) per Landesverordnung festgesetzt (GVOBl. M-V 2011 Nr. 16 vom 17.09.2010, S. 453) mit einer ersten Änderung ab dem 08.10.2013 betreffend ausgewählte Windenergieanlagen sowie der in Bearbeitung befindlichen 2. Änderung (derzeit 5. Entwurf in Auslegung), BVVG-GIS

Windenergiepotential

Die Flächen liegen in keinem Windgebiet.


Quellen:



Regionales Raumentwicklungsprogramm Vorpommern (RREP VP 2010) per Landesverordnung festgesetzt (GVOBl. M-V 2011 Nr. 16 vom 17.09.2010, S. 453) mit einer ersten Änderung ab dem 08.10.2013 betreffend ausgewählte Windenergieanlagen sowie der in Bearbeitung befindlichen 2. Änderung (derzeit 5. Entwurf in Auslegung), BVVG-GIS und Wind-DB

Kommunale Planung

Auf den Webseiten des Amtes Uecker-Randow-Tal und der Gemeinde Jatznick sind keine Bauleitplanungen veröffentlicht. Auf der Webseite des Bauportals Mecklenburg-Vorpommern sind keine Bauleitpläne im Bereich der angebotenen Flächen dargestellt.

Der Webseite der Stadt Pasewalk ist zu entnehmen, dass im Flächennutzungsplan der Stadt Pasewalk mit Stand vom 30.06.2015 der Bereich der erloschenen bergrechtlichen Bewilligung Belling 1 Süd als „Fläche für Abgrabungen oder für die Gewinnung von Bodenschätzen“ innerhalb von Flächen für die Landwirtschaft dargestellt ist, dass querende Leitungen vorhanden sind und keine Bauleitpläne vorliegen.


Quellen:



Webseiten des Amtes Uecker-Randow-Tal, der Gemeinde Jatznick, der Stadt Pasewalk und das Bauportal des Landes Mecklenburg-Vorpommern - Abfragen zuletzt im September 2021, BVVG-GIS: Topografische Karten


SCHUTZGEBIETE / BELASTUNGEN

Trinkwasserschutz

Von ausgewiesenen Trinkwasserschutzgebieten sind die angebotenen Flächen nach den Angaben des Umweltkartenportals des Landes Mecklenburg-Vorpommern nicht betroffen.


Quellen:


Regionales Raumentwicklungsprogramm Vorpommern (RREP VP 2010) per Landesverordnung festgesetzt (GVOBl. M-V 2011 Nr. 16 vom 17.09.2010, S. 453) mit einer ersten Änderung ab dem 08.10.2013 betreffend ausgewählte Windenergieanlagen sowie der in Bearbeitung befindlichen 2. Änderung (derzeit 5. Entwurf in Auslegung), Internet­seite des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) - Abfragen zuletzt am 01.09.2021 und BVVG-GIS

Naturschutz

Für das angebotene Flächenlos liegen keine Hinweise auf Betroffenheit von ausgewiesenen Schutzgebieten vor.

Die nördlich des angebotenen Flurstücksloses befindliche Gewässerinne ist gemäß [1] ein Feuchtbiotop. Die Flurstücke 120/1 und 120/2 sowie der nördliche Teil der Flurstücke 117 und 122 der Flur 1 der Gemarkung Belling sind von diesem gesetzlich geschützten Biotop gem. § 20 LNatG MV betroffen. Die gesetzlichen Regelungen und Bestimmungen sind einzuhalten.

Quellen:


BVVG-GIS: Layer BfN-Schutzgebiete 2021; MV Biotope, Umweltkartenportal des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Internetseite des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) – Abfragen im September 2021

Bodendenkmale

Hinweise auf etwaig vorhandene Boden- oder Baudenkmale liegen nicht vor. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass archäologische Relevanzbereiche betroffen sein könnten und zum konkreten Planungsstand eines Aufschlusses die Stellungnahme des Archäologischen Landesamtes einzuholen ist.


Quellen:


Internet, BVVG-BI, BVVG-GIS: Topografische Karten

Altlasten- und Kampfmittel­verdacht, „Rote Gebiete“

Bzgl. der Flurstücke sind keine Angaben zu erfassten Altlasten, Kampfmittelverdacht oder als „Rotes Gebiet“ nach § 13a Düngeverordnung 2020 dokumentiert.


Quellen:


BI, BVVG-GIS: Topografische Karte TK 10 und Layer „Rote Gebiete“


INFRASTRUKTUR / ERSCHLIEßUNG

Verkehrswege

Das angebotene Flurstückslos ist verkehrstechnisch gut zu erschließen, es liegt westlich der Bundesstraße B 109 und grenzt nördlich an die Bahnstrecke Szczecin-Lübeck.

Straßenverkehrsseitig ist es über die Bundesautobahn A 20, Anschlussstellen Pasewalk-Nord oder Pasewalk-Süd, in Verbindung mit den Bundesstraßen B 104 und B 109 sowie dem örtlichen Straßen- und Wegenetz zu erreichen. Die Entfernung zur A 20 (Küstenautobahn) beträgt ca. 10 km. Eine Ortsumgehung Belling / Jatznick ist östlich der Ortslagen geplant, vgl. Rubrik RAUMORNUNG.

Gleisanschlüsse für den Güterverkehr bestehen gegenwärtig im ca. 6 km entfernten Pasewalk-Ost oder im ca. 15 km entfernten Torgelow, Ladestelle Torgelow-Espelkamperstraße. Eine ehemalige Ausweichstelle befindet sich an der Bahnstrecke.

Der nächstgelegene Industriehafen Ueckermünde ist ein Umschlagplatz für die internationale See- und Binnenschifffahrt. Er befindet sich in nördliche Richtungen ca. 34 km entfernt.


Quellen:


BVVG-GIS: Topografische Karten, Internet

Versorgungsleitungen/-trassen

Das Flurstückslos ist von mehreren Strom- und Gasleitungen betroffen, die aufgrund unterschiedlicher Rechte gesichert sind.

Unmittelbar westlich des Flurstücksloses verlaufen die Trassen der überregionalen Erdgastransportleitungen OPAL und GASCADE und die Ferngasleitung Millnitz-Papendorf (Flurstücke 109 und 124 in der Flur 1 von Belling, 17, 18 und 19 in der Flur 2 sowie 12, 13 und 14 in der Flur 3 von Pasewalk). Die OPAL betrifft daneben auch das Flurstück 35 in der Flur 3 von Pasewalk.

Eine 20-kV-Leitung der E.ON edis AG betrifft die Flurstücke 17 bis 19 in der Flur 2 sowie 12, 13 und 14 in der Flur 3 von Pasewalk.

Auf Flurstücken entlang der Bahntrasse liegt ein nicht näher bezeichnetes Leitungsrecht zugunsten der E.ON edis AG (Flurstücke 17, 20 und 22 in der Flur 2 von Pasewalk) und ein Recht für eine Kabelstation zugunsten der E.DIS Netz AG (Flurstück 21 in der Flur 2 von Pasewalk).



Quellen:


BVVG-GIS: Topografische Karten und Luftbild, BVVG-BI und Grundbücher

Industriell-gewerbliche Standorte

Die nächstgelegenen industriell-gewerblichen Standorte für die Gewinnung und Aufbereitung von Sanden befin­den sich wenige hundert Meter nördlich der angebotenen Flächen, Standorte Belling NW oder Belling 2.

In der Region bestehen die Gewerbegebiete Torgelower Straße Ost und -West in Pasewalk, Rudolf-Diesel- und Siemensstraße in Torgelow und das Gewerbegebiet am Weinberg in Straßburg.


BESONDERHEITEN

Dauerhafte
Beschränkungen

Der den geltenden Standards entsprechende Abstand zu schützenswerten Objekten, Ortslagen und öffentlichen Straßen ist einzuhalten.

Hinzuweisen ist insbesondere auf die diversen Leitungen, die vorrangig entlang der westlichen Losbegrenzung und der südlichen Bahnstrecke verlaufen.

Erweiterungsmöglichkeiten

Die rohstoffgeologisch bekannte Sandlagerstätte erstreckt sich über das „Aufsuchungsfeld Belling 1” - hier insbesondere der südliche Teil des Aufsuchungsfeldes - hinaus in nördliche und südliche Richtungen, vgl. Quellen zur Rubrik Lagerstätte, vgl. KOR 50.

Weitere Gesteinseinheiten der Stauch- und Endmoränenstaffel bleiben zu betrachten.


DOKUMENTATION

Erkundungsberichte, Gutachten, Prospekte

Die unter der Rubrik LAGERSTÄTTE genannten Quellen sind, soweit sie nicht ohnehin öffentlich sind, bei der BVVG nach Terminvereinbarung einsehbar. Die BVVG wird ihr Einverständnis zur Einsichtnahme in die Berichte in den Räumen des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern (LUNG) in Güstrow im Einzelfall auf Anfrage erteilen, wobei die Zustimmung des Dateneigners gemäß Quelle [1] vorausgesetzt wird.

Haftungsausschluss

Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH stellt die Inhalte dieses Produktblattes mit Sorgfalt zusammen. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr. Die Angaben dienen nur der unverbindlichen allgemeinen Information und ersetzen nicht die individuelle Befassung mit dem Objekt.

Stand der Informationen: 09/2021

Lage

Der Standort liegt nördlich der amtsfreien Stadt Pasewalk und der Eisenbahnstrecke Szczecin-Lübeck bei Belling, zwischen der Bundesstraße B 109 und den Erdgastransportleitungstrassen der OPAL und EUGAL. Er ist über die Bundesautobahn A 20, Anschlussstelle Pasewalk-Nord oder Pasewalk-Süd, in Verbindung mit den Bundesstraßen B 104 und B 109 sowie dem örtlichen Straßen- und Wegenetz zu erreichen. Die Entfernung zur A 20 beträgt etwa 10 km.

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Die dargestellte Position ist nur eine ungefähre Angabe der Lage.

Kontaktdaten

  • Name
    Frau Morena Böhl
  • Firma
    BVVG - Landesniederlassung Mecklenburg-Vorpommern
  • Adresse
    Werner-von-Siemens-Straße 4
    19061 Schwerin
  • Tel. Durchwahl

Direktanfrage

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Gebote senden Sie ausschließlich an: gebote@bvvg.de oder per Post an:
BVVG – Ausschreibungsbüro, Postschließfach 55 01 34, 10371 Berlin

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