Acker+Kalkgestein im Grundeigent./Kavernenstandortpot.

Sachsen-Anhalt, Salzlandkreis

Acker+Kalkgestein im Grundeigent./Kavernenstandortpot. - Luftbild, Befliegung vom 30.04.2019

Luftbild, Befliegung vom 30.04.2019

Acker+Kalkgestein im Grundeigent./Kavernenstandortpot. - Topographische Karte

Topographische Karte

Objektdaten

  • Objekt-Nr.
    AM89-1800-121220
  • Bundesland
    Sachsen-Anhalt
  • Kreis
    Salzlandkreis
  • Gemeinde
    Bernburg (Saale), Stadt
  • Gemarkung
    Gröna
  • Objektart
    Acker und Grünland
    Bodenschätze-Ausschreibung
  • Größe
    3,7331 ha
  • Orientierungswert (Kauf)
    nach Gebot

Abgabe des Gebotes

Objekt­beschreibung

Das Flächenlos mit einer Größe von ca. 3,7 ha liegt östlich der Ortslage Gröna im Umfeld historischer, heute wassererfüllter Kalkgesteinsbrüche und zugleich im westnordwestlichen Anschlussbereich für das Kavernenfeld Bernburg.


OBJEKT

Bodenschatzführende Flurstücke / Kavernenstandortpotential
„Gröna“

Bodenschatz
- Kalkgestein (Grundeigentümerbodenschatz), vgl. frühere Voranfrage zur Prüfung auf Genehmigung eines Kalksteinabbaus sowie
- Teilflächen sind für die Errichtung und den Betrieb von Förderanlagen zur Erweiterung des Kavernenfeldes Bernburg in westnordwestliche Richtungen abtrennbar. Die Flurstücke sind bislang nicht mit Anlagen des Gasverbundsystems oder mit Soleleitungen belegt.

Größe
Es werden 8 insgesamt ca. 3,7731 ha große, arrondierte Flächen angeboten.

Rechtliche Einordnung
Grundstückseigentum und -miteigentum

Oberflächennutzung
Die Flurstücke werden überwiegend landwirtschaftlich genutzt; daneben sind sie sonstige (Gehölz)Fläche.

Bergwerkseigentum der BVVG
Bei Interesse an Ton-/Kalkgesteinsrohstoffen steht in Sachsen-Anhalt und angrenzend im Freistaat Thüringen Bergwerkseigentum zum Kauf von der BVVG zur Verfügung, vgl. gesonderte Exposés (teilweise noch zu erstellen):
In Sachsen-Anhalt: Bergwerkseigentum Osterwieck und Wasserleben, beide verliehen für den Bodenschatz 9.22 - tonige Gesteine zur Herstellung kleinformatiger Wandbauelemente.
In Thüringen: Bergwerkseigentum Steudnitz, Feld 3 und Steudnitz, Feld 4, beide verliehen für den Bodenschatz 9.27 - Gesteine zur Herstellung von Schotter und Splitt.


LAGERSTÄTTE


Quellen:
[1] Schulze, G. (1957): Bericht und Nachtrag über die geologischen und wirtschaftlichen Ergebnisse der Untersuchungsarbeiten auf Rogenstein im Objekt Naturstein Sachsen-Anhalt, Teilobjekt Rogenstein Gröna.- verfügbar beim Landesamt für Geologie und Bergwesen des Landes Sachsen-Anhalt (LAGB),
[2] Ullrich, Schwandt (1966): Zur Vorratslage im Sondenfeld Gnetsch-Plömnitz.- Vereinigung Volkseigener Betriebe Kali, DB Produktion und Technik, Erfurt, 01.02.1966, 13 Blatt inkl. Anlagen in Verbindung mit Eichhof (1966): Stellungnahme zur Einschätzung der „Vorratslage im Sondenfeld Gnetsch-Plömnitz“ der VVB Kali, Erfurt vom 1.2.1966.- Zentrale Vorratskommission für mineralische Rohstoffe, Berlin, 12.02.1966, 4 Blatt und Beschlußprotokoll Nr. 169/0811 zum Bericht zur Vorratslage im Sondenfeld Gnetsch-Plömnitz vom 1.2.1966 von der VVB Kali, Erfurt am 5.2.1966.- Zentrale Vorratskommission für mineralische Rohstoffe, Berlin, 01.04.1966, 3 Blatt,
[3] Verordnung über den Landesentwicklungsplan 2010 des Landes Sachsen-Anhalt, nach § 5 Abs. 3 Satz 1 des Landesplanungsgesetzes durch die Landesregierung beschlossen am 14.12.2010 und in Kraft getreten am 12.03.2011,
[4] Landesbohrdatenbank, online: https://lagb.sachsen-anhalt.de/service/geofachinformation/landesbohrdatenbank/ -Abfrage vom 20.02.2020,
[5] Simon, R. (2020): Rohstoffgeologische Auskunft. - Landesamt für Geologie und Bergwesen des Landes Sachsen-Anhalt (LAGB), Email vom 16.06.2020 mit Nachtrag am 17.06.2020 teilw. unter Bezugnahme auf die Lithofazieskarte Quartär,
[6] www.vng-gasspeicher.de – Abfrage zuletzt am 02.09.2020,
[7] www.solvay.de – Abfrage zuletzt am 07.09.2020.

Geologische Verhältnisse
Im Gebiet bei Gröna sind oberflächennah Ton- und Schluffsteine des Buntsandsteins verbreitet. Es handelt sich um einen oolithischen Kalkstein, der in mehreren Bänken (3 bis 5) ausgebildet sein kann, die jeweils Mächtigkeiten von 3 bis 6 Metern erreichen können.
Hinsichtlich des tieferen Untergrundes liegen die angebotenen Flurstücke im Bereich des Bernburger Hauptsattels. Der Bernburger Hauptsattel verläuft in Ost-West-Richtung und lenkt im westlichen Teil nach WNW ab. Über dem Sattel sind das jüngere Steinsalz der Leine-Formation (Na3) und das Kaliflöz der Staßfurt-Formation (K2) abgelaugt. Den interessierenden Nutzhorizont bildet das Steinsalz der Staßfurt-Formation (Na2).
In den 1960er Jahren erfolgten in dem damals bereits bestehenden Solfeld Bohrungen, die auch geologisch ausgewertet worden sind. Mit der am Standort der Sonde 1 niedergebrachten Bohrung wurde 1965 folgendes Normalprofil nachgewiesen:

    0 - 3 m Mutterboden

    3 - 160 m Unterer Buntsandstein (su)

    160 - 180,7 m Einsturzgebirge (E)

    180,7 - 254,2 m Hauptanhydrit (A3)

    254,2 - 260,0 m Grauer Salzton (T3)

    260,0 - 263,0 m Anhydrit, dicht und hell

    263,0 - 698,4 m Staßfurtsteinsalz (Na2 – ca. 435 m)

    698,4 - 700,5 m Balsalanhydrit (A2)

    700,5 - 700,9 m Stinkschiefer (Ca2st)


Die angebotenen Flächen liegen im westlichen Teil der Nordflanke des Bernburger Sattels, südlich des Schachtes Gröna und zugleich etwas westlich der Bohrungen OT Gröna 4 (B 38) und B 35. Mit der Bohrung B 38 ist gemäß [2] ca. 461,8 m mächtiges Staßfurtsteinsalz (Na2) nachgewiesen worden.
Das o.g. Normalprofil schließt in diesem Bereich mit Ton- bis Schluffstein; marin, limnisch, brackisch / Keuper und Buntsandstein ab, vgl. auch [1].

Untersuchungsstand
Aufgrund der oberflächennah aufgeschlossenen früheren Kalkgesteinsbrüche und der Lage und Ergebnisse der Erkundungsbohrungen aus den 1960er Jahren für den tieferen Untergrund sowie des zwischenzeitlich in Richtung der angebotenen Flächen durchgehend entwickelten Sol- und Kavernenspeicherfeldes darf der Standort als gut erkundet eingeschätzt werden.

Petrographische und qualitative Kennzeichnung
Hinsichtlich der Qualität, Nutzbarkeit und Bedeutung der Steinsalzlagerstätte und des Sol- und Speicherfeldes Bernburg wird an dieser Stelle auf die im Landesentwicklungsplan [3] dargelegte zusammenfassende Einschätzung Bezug genommen:

“Im Raum Bernburg befindet sich eine der hochwertigsten Steinsalzlagerstätten Europas. Hier stehen seit Jahrzehnten Ablagerungen des Zechstein (Kristallsalz der Leine-Formation) mit Wertstoffgehalten von über 99 % NaCl in bergmännischer Gewinnung. Das Fördergut stellt ein vielseitig nutzbares Industriemineral dar und ist bereits mit geringem Aufbereitungsaufwand in ein marktfähiges Produkt zu überführen. In den vergangenen Jahren haben umfangreiche Investitionen die Wettbewerbsfähigkeit gesichert. Eine Erweiterung des Abbaufeldes erfolgt ausschließlich im untertägigen Bereich. Teile der Lagerstätte (Steinsalz der Staßfurt-Formation) werden für die behälterlose Speicherung von Erdgas und Flüssiggas genutzt. Der Erdgasspeicher gehört zu den leistungsstärksten Untergrundspeichern im Land. Hier hat sich in den vergangenen Jahren ein moderner Standort für die regionale und überregionale Abdeckung des Energiebedarfes an Gasen in bedarfsstarken Zeiträumen entwickelt. Die gewonnene Sole dient der Soda-Produktion bzw. wird in einer Siedesalzanlage zur Herstellung einer breiten Produktpalette verwertet. In den nächsten Jahren ist mit einem weiteren Ausbau des Untergrundspeichers durch die Errichtung weiterer Kavernen zu rechnen.”

“Die Sicherung von Gasspeicherkapazitäten ist für das Land von hohem energiepolitischem Interesse, weil damit flexibel auf die Markt- und Verbrauchsanforderungen reagiert werden kann. Das Erdgas ist ein Energieträger, der vor allem im Wärmemarkt (Hausbrand und industrielle Wärme) sowie bei der dezentralen Stromversorgung in kleinen Anlagen weiter genutzt werden soll. Die Erdgasnutzung weist zudem unter den fossilen Energieträgern den geringsten Ausstoß an klimaschädlichen Treibhausgasen auf. In den Speicherfeldern können künftig auch einzelne Kavernen als adiabate Druckluftspeicher zur Windstromspeicherung genutzt werden. Durch die Regionalplanung sollen die Speicherfelder räumlich konkretisiert werden. Andere Nutzungen (z.B. Windenergieanlagen) innerhalb dieser Fläche und unmittelbar angrenzend sind nur unter bestimmten Bedingungen möglich. Hierbei sind insbesondere ausreichende Sicherheitsabstände zu Sondenköpfen und Gashochdruckleitungen zu beachten.”


Gemäß [6] werden in dem Kavernenfeld typischerweise im Abstand von ca. 250 - 300 m etwa 50.000 m³ große Kavernen angelegt. Hinsichtlich des Abstandes der Flurstücke zu den bestehenden Kavernenstandorten haben die Flächen Potenzial für mehrere Kavernen.
Zur Vorratssituation hinsichtlich der vorkommenden Kalkgesteine können flurstückskonkret keine Angaben gemacht werden.

Verwendungsmöglichkeiten
Die festeren Bereiche innerhalb des oberflächennahen Ton- und Schluffsteinhorizontes – der sogenannte Rogenstein – sind zu früheren Zeiten bei Gröna als Werkstein abgebaut worden. Gemäß [1] war die Wirtschaftlichkeit der Gewinnung der Rogensteine daran gekoppelt, dass die überlagernden Schichten für die Zementindustrie eingesetzt worden sind. Für die Werksteinproduktion waren ca. 20% der Rogensteinbänke geeignet; die übrigen 80% waren für die Pflastersteinproduktion eingestuft.
Hinsichtlich der Nutzung des tieferen Untergrundes wird auf die vorgenannten Ausführungen verwiesen.

Abbausituation
vgl. vorgenannte Ausführungen

Vorratssituation
vgl. vorgenannte Ausführungen

Industrielle Bedeutung
vgl. vorgenannte Ausführungen

Ackerboden
Das Ausschreibungslos (BVVG-Eigentum) besteht aus ca. 2,9547 ha Ackerland mit einer durchschnittlichen Bonität von AZ 44. Die verbleibende sonstige Fläche besitzt eine Größe von ca. 0,7787 ha.

Besonderheiten
Die dem Grundeigentum unterfallenden Bodenschätze werden unter der Rubrik LAGERSTÄTTE detailliert beschrieben.


ÖFFENTLICHE PLANUNG

Landesplanerische Einordnung
Gemäß den Zielen der Landesentwicklungsplanung liegen die angebotenen Flächen im Bereich des landesbedeutsamen Sol- und Speicherfeldes Bernburg, vgl. Ziele 105 und 136:
„Zur Sicherung der Versorgung der industriellen und privaten Verbraucher mit Gas werden in Abstimmung mit den nationalen und internationalen Gasverbundsystemen die erforderlichen Gasspeicherkapazitäten gesichert. Das sind die bestehenden Speicherfelder Ellenburg-Peckensen, Bernburg, Staßfurt und Teutschenthal.“ Konkret liegen die angebotenen Flächen im Bereich des untertägigen Vorranggebietes für Rohstoffgewinnung Nr. III = „Steinsalzlagerstätte und Sol- und Speicherfeld Bernburg“. Für dieses Vorranggebiet ist im Landesentwicklungsplan ein Steckbrief zu den vertieft geprüften räumlich konkreten Einzelfestlegungen im Anhang C-7 Vorranggebiete für Rohstoffgewinnung veröffentlicht, der geringes Konfliktpotential ausweist. „Der Erdgasspeicher gehört zu den leistungsstärksten Untergrundspeichern im Land. … In den nächsten Jahren ist mit einem weiteren Ausbau des Untergrundspeichers durch die Errichtung weiterer Kavernen zu rechnen. Andere Nutzungen (z.B. Windenergieanlagen) innerhalb dieser Fläche und unmittelbar angrenzend sind nur unter bestimmten Bedingungen möglich. Hierbei sind insbesondere ausreichende Sicherheitsabstände zu Sondenköpfen und Gashochdruckleitungen zu beachten.“
Hinsichtlich der Lagerstätten oberflächennaher Baurohstoffe (hier Kalkgesteine) ist geregelt, dass diese in den Regionalen Entwicklungsplänen raumordnerisch zu sichern sind, soweit es sich nicht um die Vorranggebiete XVI - XIX Kalkstein Bernburg/Nienburg/Förderstedt, Karsdorf, Walbeck und Bad Kösen handelt, die vorrangig zur Aufrechterhaltung der Zementproduktion als Massenrohstoff benötigt werden. Die angebotenen Flächen liegen innerhalb des Vorbehaltsgebietes Landwirtschaft Nr. 4 „Gebiet um Staßfurt-Köthen-Aschersleben“.

Quelle:
Verordnung über den Landesentwicklungsplan 2010 des Landes Sachsen-Anhalt, nach § 5 Abs. 3 Satz 1 des Landesplanungsgesetzes durch die Landesregierung beschlossen am 14.12.2010 und in Kraft getreten am 12.03.2011, online: https://www.landesrecht.sachsen-anhalt.de/perma?d=jlr-LEPST2010pLEP

Regionalplanerische Einordnung
Die Flächen liegen im Zuständigkeitsbereich der Regionalen Planungsgemeinschaft Magdeburg (RPM). Seit der Kreisgebietsreform 2007 und der Änderung des Landesplanungsgesetzes für Sachsen-Anhalt gelten im Bereich der RPM bis heute drei unterschiedliche Regionale Entwicklungspläne. Die angebotenen Flächen liegen in ehemaliger Zuständigkeit der Regionalen Planungsgemeinschaft Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg, so dass der damalige Regionalplan für die Flächen zunächst noch gilt. Um eine einheitliche Planung für die gesamte Planungsregion Magdeburg herbeizuführen wurde durch die Regionalversammlung der RPM am 03.03.2010 beschlossen, den Regionalen Entwicklungsplan für die Planungsregion Magdeburg neu aufzustellen. Die Öffentliche Auslegung des 1. Entwurfs zum RP Magdeburg fand von 10/2016 bis Ende 2017 statt und Abwägungsbeschlüsse zu den Stellungnahmen wurden auf der Regionalversammlung am 14.03.2018 gefasst. Der 2. Entwurf ist Stand 02.09.2020 noch nicht veröffentlicht; dies ist lt. Internet für das 3. Quartal 2020 angekündigt.
Lt. 1. Entwurf sollen die angebotenen Flächen im Vorbehaltsgebiet für Landwirtschaft Nr. 2 „Gebiet um Staßfurt-Köthen-Aschersleben“ liegen. Als Vorranggebiet für die Rohstoffgewinnung untertage soll lt. 1. Entwurf das Gebiet Nr. II „Steinsalzlagerstätte und Sol- und Speicherfeld Bernburg (untertägig)“ aus dem Landesentwicklungsplan übernommen werden. In der Erläuterungskarte 7 werden unterirdische Gasspeicher sowie der Verlauf von Erdöl- und Produktenleitungen, von Wasser- und von Gasversorgungsleitungen schematisch dargestellt.
Der derzeit noch geltende alte Regionalplan 2005 für die RPG Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg enthält für den Bereich der angebotenen Flurstücke keine Eintragungen. Das Vorranggebiet für die Rohstoffgewinnung tiefliegender Rohstoffe Nr. I „Solfeld und Steinsalzlagerstätte Bernburg (Steinsalz)“ liegt südostsüdlich und das Vorranggebiet für oberflächennahe Baurohstoffe Nr. IV „Bernburg-Neuborna (Ton)“ liegt nördlich.

Quellen:
BVVG-GIS, online: https://www.regionmagdeburg.de/Regionalplanung/Neuauf stellung-REP, https://www.ugs-katharina.de/de/unternehmen/bauprojekt-ugs-katharina, https://www.Planungsregion-abw.de/alte_homepage_stand_21082017/regionalplan/000_REP.pdf

Kommunale Planung
Die angebotenen Flächen sind nach den vorliegenden Informationen von kommunalen Bauleitplanungen nicht betroffen. Im Flächennutzungsplan ist die Lage des untertägigen Bewilligungsfeldes „Bohengrund“ und der Bergwerksfelder des Bernburger Hauptsattels dargestellt.
Die angebotenen Flurstücke liegen südlich des Restloches „Taiga“ und sind als Flächen für die Landwirtschaft dargestellt, die teilweise von einer Umgrenzung von Flächen für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft (§ 5 Abs. 2 Nr. 10 BauGB) betroffen sind.
Zu einem etwaigen Planungszeitpunkt werden gesonderte Prüfungen erforderlich.

Quellen:
BVVG-GIS: Daten der Bauleitplanung für das Land Sachsen-Anhalt, Stand 2020/04, ALKIS, online: https://www.bernburg.de


SCHUTZGEBIETE / BELASTUNGEN

Trinkwasserschutz
Im Betrachtungsraum sind keine ausgewiesenen Trinkwasserschutzgebiete dargestellt.

Quellen:
BVVG-GIS, 1. Entwurf Regionaler Entwicklungsplan 02.06.2016 der Planungsregion Magdeburg, Regionaler Entwicklungsplan für die Planungsregion Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg, beschlossen durch die Regionalversammlung am 07. Oktober 2005, genehmigt durch die oberste Landesplanungsbehörde am 09. November 2005, in Kraft seit 24.12.2006. Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, Abfrage der Internetseite am 06.04.2020: https://www.sachsen-anhalt-energie.de/de/schutzgebiete.html

Hochwasserschutz
Für den Betrachtungsraum ist kein Hochwasserrisiko dargestellt.

Quellen:
BVVG-GIS, 1. Entwurf Regionaler Entwicklungsplan 02.06.2016 der Planungsregion Magdeburg, Regionaler Entwicklungsplan für die Planungsregion Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg, beschlossen durch die Regionalversammlung am 07. Oktober 2005, genehmigt durch die oberste Landesplanungsbehörde am 09. November 2005, in Kraft seit 24.12.2006. Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, Abfrage der Internetseite am 15.05.2020: https://www.sachsen-anhalt-energie.de/de/schutzgebiete.html und Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt - Abfrage der Internetseite am 15.05.2020: http://www.geofachdatenserver.de/de/lhw-hochwassergefahrenkarten.html

Naturschutz
Im Betrachtungsraum sind keine ausgewiesenen Naturschutzgebiete dargestellt.

Quellen:
BVVG-GIS, Regionaler Entwicklungsplan für die Planungsregion Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg mit den Planinhalten „Raumstruktur, Standortpotenziale, technische Infrastruktur und Freiraumstruktur“ - am 27.04.2019 in Kraft getreten und Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, Abfrage der Internetseite am 06.04.2020: https://www.sachsen-anhalt-energie.de/de/schutzgebiete.html und BVVG-BI und BVVG-GIS Layer „Schutzgebiete“ (Bundesamt für Naturschutz)

Bodendenkmale
Es liegen keine Hinweise auf etwaige Betroffenheit vor.

Quelle:
BVVG-GIS: Topographische Karten TK10 und TK25

Altlasten- und Kampfmittelverdacht
Es liegen keine Hinweise auf etwaige Betroffenheiten vor.

Quellen:
BVVG-BI, BVVG-GIS: Topographische Karte TK 25, Altlastenverdachtsflächen gemäß Altlastenkataster


INFRASTRUKTUR / ERSCHLIEßUNG

Verkehrswege
Die Bundesautobahn A 14, Anschlussstelle 12 - Könnern, ist über die Kreisstraße K 2104 in Verbindung mit dem örtlichen Straßen- und Wegenetz in ca. 10 km Entfernung zu erreichen.

Quellen:
BVVG-GIS: Topographische Karten

Versorgungsleitungen/-trassen
Den Bereich südostsüdlich des Betrachtungsraums queren eine Vielzahl von örtlichen, regionalen und überregionalen Versorgungsleitungen, die teilweise in internationale Verbundsysteme integriert sind.
In den Grundbüchern der angebotenen Flurstücke 65/6 und 63 sind Dienstbarkeiten zugunsten von Mittelspannungsleitungen der Stadtwerke Bernburg GmbH und der envia Mitteldeutsche Energie AG eingetragen; ein weiterer, nicht im Grundbuch ersichtlicher Gestattungsvertrag besteht zugunsten der envia Mitteldeutsche Energie AG Standort Naumburg.

Quellen:
BI, Grundbücher, BVVG-GIS: Topographische Karten, Luftbild und Bauleitplanung

Industriell-gewerbliche Standorte
Die angebotenen Flächen befinden sich teilweise im Bereich des untertägigen bergrechtlichen Bewilligungsfeldes Bohnengrund. Die Flächen bieten Erweiterungspotential für die Neuanlage von Kavernen für das Sol- und Speicherfeld Bernburg.
Die nächstgelegene Tonsteingewinnung betreibt die Firma D.A.P. Klinkerwerke GmbH ca. 1 km nördlich der angebotenen Flächen am Standort Bernburg/Neuborna.


BESONDERHEITEN

Hinweis zum BVVG-Eigentum
Hinsichtlich des Grundstücks Gemarkung Gröna, Flur 1, Flurstück 63 (Gesamtgröße: 0,6192 ha) besteht für die BVVG lt. Grundbucheintrag nur ein ausgewiesener Miteigentumsanteil zu 1/2. Bei der im Ausschreibungsobjekt (Flurstücksliste) ausgewiesenen Teilfläche handelt es sich um diesen Miteigentumsanteil. Die ausgewiesene Teilflächengröße von insgesamt ca. 0,3096 ha entspricht lediglich rechnerisch dem Miteigentumsanteil der BVVG von 1/2 und dient ausschließlich der Darstellung im Ausschreibungsobjekt. Aus dem Erwerb des Miteigentumsanteils resultiert für den Erwerber kein Anspruch auf eine bestimmte Teilfläche des Flurstücks. Es obliegt dem Käufer, sich mit den anderen Miteigentümer zu verständigen.

Vertragliche Bindungen
Die Flurstücke sind bis zum 30.09.2021 als Ackerland verpachtet.

Auf den angebotenen Flurstücken 65/6 und 63 lasten Dienstbarkeiten zugunsten von Versorgungsleitungen, vgl. Rubrik INFRASTRUKTUR, Leitungen.



Dauerhafte Beschränkungen
Der den geltenden Standards entsprechende Abstand zu schützenswerten Objekten, Ortslagen und öffentlichen Straßen ist einzuhalten.


DOKUMENTATION

Erkundungsberichte, Gutachten, Prospekte
Die unter Punkt LAGERSTÄTTE genannten Quellen können, soweit sie nicht ohnehin öffentlich sind, bei der BVVG nach Terminvereinbarung eingesehen werden. Der Bericht Quelle [1] kann nach Terminvereinbarung in den Räumlichkeiten des LAGB in Halle eingesehen werden. Die BVVG wird hierzu ihre Einwilligung im Einzelfall auf Anfrage erteilen.

Haftungsausschluss
Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH stellt die Inhalte dieses Produktblattes mit Sorgfalt zusammen. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr. Die Angaben dienen nur der unverbindlichen allgemeinen Information und ersetzen nicht die individuelle Befassung mit dem Objekt.

Stand der Informationen: 09/2020


SONSTIGES
Bei geplanter Nutzung für Kavernenstandorte/Betriebsflächen ist das Gebot bitte zwingend nach landwirtschaftlichem Bodenwert und Wert für Kavernenstandorte/Betriebsflächen aufzuschlüsseln!

Lage

Gröna gehört als Ortsteil zur Stadt Bernburg im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt. Die ca. 10 km östlich der Bundesautobahn A 14 und der Saale liegenden Flächen sind über die A 14 in Verbindung dem örtlichen Straßen- und Wegenetz zu erreichen.

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Die dargestellte Position ist nur eine ungefähre Angabe der Lage.

Kontaktdaten

  • Name
    Frau Manuela Staude
  • Firma
    BVVG - Landesniederlassung Sachsen-Anhalt
  • Adresse
    Universitätsplatz 12
    39104 Magdeburg
  • Tel. Durchwahl

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Gebote senden Sie ausschließlich an: gebote@bvvg.de oder per Post an:
BVVG – Ausschreibungsbüro, Postschließfach 55 01 34, 10371 Berlin

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