Bergwerkseigentum Coschen 1 und 2 (Kiese und Kiessande)

Brandenburg, Oder-Spree

Bergwerkseigentum Coschen 1 und 2 (Kiese und Kiessande) - Objekt Coschen am 28. März 2011

Objekt Coschen am 28. März 2011

Bergwerkseigentum Coschen 1 und 2 (Kiese und Kiessande) - Objekt Coschen am 28. März 2011

Objekt Coschen am 28. März 2011

Bergwerkseigentum Coschen 1 und 2 (Kiese und Kiessande) - Objekt Coschen am 28. März 2011

Objekt Coschen am 28. März 2011

Bergwerkseigentum Coschen 1 und 2 (Kiese und Kiessande) - Auszug aus dem Lageriss BWE Coschen 1

Auszug aus dem Lageriss BWE Coschen 1

Bergwerkseigentum Coschen 1 und 2 (Kiese und Kiessande) - Auszug aus dem Lageriss BWE Coschen 2

Auszug aus dem Lageriss BWE Coschen 2

Bergwerkseigentum Coschen 1 und 2 (Kiese und Kiessande) - Luftbild, Projektion der 2 BWE

Luftbild, Projektion der 2 BWE

Bergwerkseigentum Coschen 1 und 2 (Kiese und Kiessande) - Luftbild, Projektion BWE Coschen 1

Luftbild, Projektion BWE Coschen 1

Bergwerkseigentum Coschen 1 und 2 (Kiese und Kiessande) - Luftbild, Projektion BWE Coschen 2

Luftbild, Projektion BWE Coschen 2

Objektdaten

  • Objekt-Nr.
    VV67-2450-000113
  • Bundesland
    Brandenburg
  • Kreis
    Oder-Spree
  • Gemeinde
    Neißemünde
  • Gemarkung
    Coschen
  • Flurstück
    keine
  • Objektart
    Bodenschätze-Ausschreibung
  • Größe
    2.200.981
  • Orientierungswert
    320.000 EUR

Objekt­beschreibung

Zum Verkauf im Verbund stehen das Bergwerkseigentum Coschen 1 und Coschen 2 - beide verliehen auf den Bodenschatz Kiese und Kiessande zur Herstellung von Betonzuschlagstoffen. Teilgebote sind nicht zugelassen. Gemäß der Vorerkundung wurden in den abgegrenzten Vorratsflächen rund 5,5 Millionen Tonnen an Vorräten festgestellt. Der rechtsgültige Flächennutzungsplan weist die Bergwerksfelder überwiegend für die Entnahme von Bodenschätzen als "Abgrabung/Aufschüttung" aus.

OBJEKT

Bergwerkseigentum

Coschen 1 und Coschen 2

Verliehen für den Bodenschatz

Kiese und Kiessande zur Herstellung von Betonzuschlagstoffen

Größe der Bergwerksfelder

      • Coschen 1: 939.392 m²
      • Coschen 2: 1.261.589 m²
      insgesamt: 2.200.981 m²


Rechtliche Einordnung

aufrechterhaltenes altes Bergwerkseigentum gemäß § 151 BBergG

Oberflächennutzung

überwiegend Landwirtschaftsflächen

Waldflächen etwa 3,5 ha (Coschen 2)

Das Buderoser Mühlenfließ mäandriert durch das Bergwerksfeld Coschen 2 und mündet in die Lausitzer Neiße.

Flächen der BVVG

Die BVVG besitzt über den Bergwerksfeldern Coschen 1 und Coschen 2 keine Flurstücke.


LAGERSTÄTTE


Quellen:

      [1] Ergebnisbericht über die Vorerkundung im Objekt Coschen 1963/65 mit Bericht über die Eignungsprüfung von Kiessandproben aus dem Objekt Vorerkundung, Kiessand Coschen 1963,


      [2] Aktualisierte Auswertung für das Exposé zur Ausschreibung des Bergwerkseigentums Coschen 1 und Coschen 2, 2012,


      [3] KOR 200, Blatt CC 3950 Frankfurt (Oder), 2001
      .


Geologische Verhältnisse

Unter Auelehm lagern söhlig und ungestört im Grundwasser 7 - 22 m nutzbare sandige Kiese und kiesige Sande des Niederterrassenbereichs der Lausitzer Neiße. Das Liegende bilden Geschiebemergel oder feinsandiger Schluff.

Untersuchungsstand

Im Zuge der Vorerkundung wurden in den Jahren 1963/65 in den heutigen Bergwerksfeldern 63 bzw. 70 Bohrungen niedergebracht und im Ergebnisbericht 1966 ausgewertet.

Petrographische und qualitative Kennzeichnung

Die Petrographie der Kiessande weist auf ihr südliches Ursprungsgebiet, das Lausitzer Massiv, und die Sedimente des älteren Elbelaufs hin. Es handelt sich um Mittel-/Feinsand mit Kiesgehalten um 10%, in den abgegrenzten Vorratsbereichen der Bergwerksfelder von über 20%, und mit abschlämmbaren Bestandteilen von etwa 0,8 - 1,9 Masse-%. Anteile von Kalkmergel wurden in den Bohrungen für die Bergwerksfelder nicht nachgewiesen. Feinverteilte Braunkohle und Xylite aus dem Niederlausitzer Braunkohlengebiet sind vorhanden.

Verwendungsmöglichkeiten

Bezogen auf eine Verwendung als Gesteinskörnung für Beton ist ein erheblicher Sandüberschuss vorhanden. Eignungstests für eine Verwendung als Mörtelsand oder für die Kalksandsteinherstellung wurden nicht durchgeführt.

Abbausituation

Die Bergwerksfelder sind unverritzt. Wegen des oberflächennah anstehenden Grundwasserspiegels muss der Rohstoff aus dem Grundwasser gewonnen werden.

Vorratssituation

Bei Abgrenzung der Vorratsflächen entsprechend den im Ergebnisbericht zum Erkundungsprojekt 1963/1965 festgelegten Parametern sowie den bekannten Restriktionen beträgt die innerhalb der Bergwerksfelder gewinnbare Vorratsmenge unter Ansatz einer Dichte von 1,8 t/m³ über 5.500.000 Tonnen.

Industrielle Bedeutung

Es wird erwartet, dass sich nach Aufbereitung hochwertige Produkte auch für den überregionalen Absatz herstellen lassen, vgl. KOR 200.


RAUMORDNUNG

Landesplanerische Einordnung

zu sichernder und in seiner Funktionsfähigkeit zu entwickelnder Freiraumverbund

Regionalplanerische Einordnung

nicht bekannt

Kommunale Planung

rechtsgültiger Flächennutzungsplan, überwiegend: F5 - "Abgrabung, Aufschüttung"


Quelle:


Teilflächennutzungsplan für Gemeinde Neißemünde - Ortsteil Coschen; rechtsgültig seit 16.03.1999; Registriernummer des Vorhabens in der Landesplanung: GL6-0327/96

Dauerhafte Beschränkungen

Buderoser Mühlenfließ


SCHUTZGEBIETE

Trinkwasserschutz

keine Hinweise

Hochwasserschutz

Vorhandene Überschwemmungsgebiete befinden sich außerhalb der abgegrenzten Vorratsflächen.

Naturschutz

FFH-Gebiet "Oder-Neiße" und Vogelschutzgebiet "Mittlere Oderniederung" nach Europarecht und ein nationales Schutzgebiet

Bodendenkmale

Vorhandene Bodendenkmale überschneiden sich teilweise mit den Vorratsflächen, vgl. Exposé zur Ausschreibung.

Altlasten

keine Registrierung in Altlastenkataster


INFRASTRUKTUR



Verkehrswege
Über das örtliche Straßennetz besteht Anbindung an die Bundesstraße 112 nördlich der Stadt Guben und bei einer Wiederherstellung der Grenzbrücke über die Neiße direkt an die grenzüberschreitende Straßenverbindung der Landkreise Oder-Spree und Krosno Odranske (Polen).


BESONDERHEITEN
Für die Erschließung der südlichen Vorratsfläche des Bergwerkseigentums Coschen 2 wurde die Herausnahme eines Abfrachtungskorridors aus den Renaturierungsmaßnahmen für das Buderoser Mühlenfließ per Verwaltungsgerichtsbeschluss gesichert.


DOKUMENTATION

Erkundungsbericht

Der Ergebnisbericht über die Vorerkundung im Objekt Coschen 1963/65 mit Bericht über die Eignungsprüfung von Kiessandproben aus dem Objekt Vorerkundung, Kiessand Coschen 1963 ist bei der BVVG nach Terminvereinbarung einsehbar.

Ausführliches Exposé

Versand auf Anfrage bei dem Ausschreibungsbüro der BVVG gegen eine Schutzgebühr in Höhe von 30 €

Haftungsausschluss

Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH stellt die Inhalte dieses Produktblattes mit Sorgfalt zusammen. Die Angaben dienen nur der unverbindlichen allgemeinen Information und ersetzen nicht die individuelle Befassung mit dem Objekt.

Stand der Informationen: 12/2012 mit folgenden Aktualisierungen in 10/2020: Flächenverfügbarkeit sowie Luftbilder


ZUR BEACHTUNG
:

    • Bei dem Bergwerkseigentum an den Bergwerksfeldern Coschen 1 und Coschen 2 handelt es sich um Bergbauberechtigungen im Sinne des Bundesberggesetzes (BBergG) vom 13.08.1980 (BGBl I S. 1310), in seiner aktuellen Fassung in Verbindung mit den Überleitungsvorschriften des Einigungsvertragsgesetzes vom 23.09.1990 (BGBl II S. 885), dem Gesetz zur Vereinheitlichung der Rechtsverhältnisse bei Bodenschätzen vom 15.04.1996 (BGBl I S. 602) und der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung bergbaulicher Vorhaben vom 13.07.1990 (BGBl I S. 1420) in seiner aktuellen Fassung.
    • Das BBergG unterscheidet die bergbauliche Berechtigung und ihre Ausübung. Die Bergbauberechtigung vermittelt nur eine Rechtsposition, der Unternehmer erhält das Recht, Bodenschätze aufzusuchen und zu gewinnen. Er darf jedoch von dieser Berechtigung nicht ohne weiteres Gebrauch machen, zur Ausübung der Berechtigung, also zum tatsächlichen Abbau von Bodenschätzen kommt es erst, wenn der entsprechende Betriebsplan aufgestellt und von der zuständigen Bergbehörde zugelassen worden ist.
    • Es gelten die Regelungen für Bergwerkseigentum nach § 151 BBergG.
    • Die Grundstücke über den Bergwerksfeldern Coschen 1 und Coschen 2 gehören nicht zum Bergwerksfeld.

Gebote sind allein für die beiden Bergwerksfelder im Verbund zulässig!

Rahmenbedingungen für den Verkauf von Bergwerkseigentum

1. Auftrag und Besonderheiten der Privatisierung

Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH privatisiert ehemals volkseigene land- und forstwirtschaftliche Flächen und Vermögenswerte sowie Bergwerkseigentum in den fünf neuen Bundesländern.

Es fällt keine Maklerprovision an.

Dieses Angebot der BVVG betrifft ausschließlich das Bergwerkseigentum, sofern nicht ausdrücklich anderes angegeben ist, und erfolgt freibleibend. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr (Haftungsausschluss).

Verkäufe von Bergwerkseigentum unterliegen der Genehmigung nach dem Bundesberggesetz (BBergG).

Die Besichtigung des Bergwerkseigentumsfeldes kann von öffentlichen Straßen und Wegen aus erfolgen. Wir weisen darauf hin, dass das ungenehmigte Betreten und Befahren der überdeckenden Grundstücke nicht gestattet ist.


2. Einzelheiten des Verfahrens

2.1 Abgabe des Kaufgebotes

Das Kaufgebot bedarf der Schriftform und muss bei der


      BVVG Zentrale

      Ausschreibungsbüro

      Schönhauser Allee 120

      10437 Berlin

      Fax: 030-4432-1210

eingehen.

Die Abgabe per Fax ist zulässig. Die Originalunterlagen sind in diesem Fall unverzüglich nachzureichen.

Es können ausschließlich Kaufgebote für das Bergwerkseigentum Coschen 1 und Coschen 2 abgegeben werden. Sie müssen auf eine feste Summe in EURO lauten.

Zum Nachweis der Finanzierung des Kaufgebotes ist eine schriftliche Bankbestätigung oder Finanzierungszusage einer Bank vorzulegen, die der Bankenaufsicht eines Staates der Europäischen Union, Liechtensteins oder der Schweiz unterliegt.


2.2 Verfahrensweise nach Gebotsabgabe

Mit dem Bieter werden Verhandlungen über die Vertragsinhalte geführt.

Der BVVG steht es frei, bis zur endgültigen Entscheidung über den Verkauf weitere Informationen zur Aufklärung des Gebotes von dem Bieter abzufordern.

Gemäß § 33 BDSG wird darauf hingewiesen, dass die personenbezogenen Daten zur Auswertung der Gebote elektronisch gespeichert, verarbeitet und genutzt werden.


3. Zuschlagserteilung

Die Entscheidung zum Verkauf des Objektes erfolgt auf der Grundlage des eingereichten Kaufgebotes.

Die BVVG ist nicht verpflichtet, sich für das eingereichte Gebot zu entscheiden.

Aufwendungen der Bieter werden nicht erstattet.

Lage

Die beiden Bergwerksfelder Coschen 1 und Coschen 2 liegen in den Niederterrassen der Lausitzer Neiße nördlich der Stadt Guben im Südosten des Landes Brandenburg. Sie befinden sich nördlich bzw. südlich der Ortschaft Coschen und werden im Westen durch die Bahnlinie Guben-Eisenhüttenstadt und im Osten durch die Lausitzer Neiße begrenzt. Über das örtliche Straßennetz besteht Anschluss an die Bundesstraße B 112; bei einer Wiederherstellung der Grenzbrücke über die Lausitzer Neiße direkt an die grenzüberschreitende Straßenverbindung der Landkreise Oder-Spree und Krosno Odranske (Polen).

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Die dargestellte Position ist nur eine ungefähre Angabe der Lage.

Anlagen / Links

Kontaktdaten

  • Name
    Frau Dr. Sabine Dietrich
  • Firma
    BVVG - Bereich Verkauf/Verpachtung
  • Adresse
    Schönhauser Allee 120
    10437 Berlin
  • Tel. Durchwahl

Direktanfrage

Wichtig: Bitte senden Sie über dieses Kontaktformular keine Gebote!
Gebote senden Sie ausschließlich an: gebote@bvvg.de oder per Post an:
BVVG – Ausschreibungsbüro, Postschließfach 55 01 34, 10371 Berlin

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