Bergwerkseigentum Flechtingen/Boddensell, Kiessande

Sachsen-Anhalt, Börde

Bergwerkseigentum Flechtingen/Boddensell, Kiessande - Auszug aus dem Lageriss

Auszug aus dem Lageriss

Bergwerkseigentum Flechtingen/Boddensell, Kiessande - Luftbild, Projektion des BWE (1)

Luftbild, Projektion des BWE (1)

Bergwerkseigentum Flechtingen/Boddensell, Kiessande - Luftbild, Projektion des BWE (2)

Luftbild, Projektion des BWE (2)

Bergwerkseigentum Flechtingen/Boddensell, Kiessande - 2 BWE der BVVG im Raum Flechtingen

2 BWE der BVVG im Raum Flechtingen

Objektdaten

  • Objekt-Nr.
    VV83-2450-004719
  • Bundesland
    Sachsen-Anhalt
  • Kreis
    Börde
  • Gemeinde
    Flechtingen
  • Gemarkung
    Böddensell
  • Flurstück
    keine
  • Objektart
    Bodenschätze-Interessenbekundung
  • Größe
    256.384 m²
  • Orientierungswert
    Die BVVG ruft zur Bekundung von Kaufinteresse unter Angabe von Preisvorstellungen auf.

Objekt­beschreibung

Für das Bergwerkseigentum Flechtingen/Boddensell, Bodenschatzkennziffer 9.23, Kiese und Kiessande zur Herstellung von Betonzuschlagstoffen, möchte die BVVG potentielle Käufer ermitteln und ruft hiermit zur Abgabe von Interessenbekundungen auf. Das heutige Bergwerksfeld wurde in den Jahren 1976/77 als Reservelagerstätte für die Betonfertigteilherstellung erkundet. Es ist unverritzt.


OBJEKT

Bergwerkseigentum

Flechtingen/Boddensell (Nr. 444/90/217)

Verliehen für den Bodenschatz

9.23, Kiese und Kiessande zur Herstellung von Betonzuschlagstoffen

Größe des Bergwerksfeldes

256.384 m²

Rechtliche Einordnung

aufrechterhaltenes altes Bergwerkseigentum gemäß § 151 BBergG

Oberflächennutzung

Die Geländeoberfläche wird überwiegend forstwirtschaftlich genutzt.

Bergwerkseigentum der BVVG

Das Bergwerkseigentum Flechtingen/Boddensell wird zum Verkauf angeboten. Ebenfalls zum Verkauf steht das Bergwerkseigentum Wegenstedt, verliehen für den gleichen Bodenschatz, etwa 4 km nordwestlich, vgl. gesondertes Prospekt.

Flächen der BVVG

Die BVVG besitzt über dem Bergwerksfeld Flechtingen/Boddensell keine Flurstücke.


LAGERSTÄTTE


Quellen:

      [1] Wiehle, P. et al. (1979): Ergebnisbericht mit Vorratsberechnung - Erkundung Kiessand Flechtingen.- VEB Geologische Forschung und Erkundung Halle, 25.06.1979, 322 Blatt inkl. Anlagen (Karten und Risse, Schnitte und Profile, Felddokumentation, Labordokumentation, Übersichten zur Vorratsberechnung, Tabellarische Übersichten),


      [2] Karte der oberflächennahen Rohstoffe 1:200 000, Erl. Bl. CC 3926 Braunschweig, 84 S., 1 Kt, Hannover 2004,


      [3] Stedingk, K., Präger, R., Balzer, G. und Ehling, B.-C. (2008): Rohstoffbericht Sachsen-Anhalt 2008.- Mitteilungen zu Geologie und Bergwesen von Sachsen-Anhalt, Band 16, 2008, Landesamt für Geologie und Bergwesen von Sachsen-Anhalt, Halle, 11.11.2008, 160 S.,


      [4] Landesbohrdatenbank - Verzeichnisse lagerstättengeologischer und hydrogeologischer Altbohrungen im Zeitraum 1960-1978,
      https://lagb.sachsen-anhalt.de/service/geofachinformation/landesbohrdatenbank/
      , Stand 14.04.2020.


Geologische Verhältnisse

Regionalgeologisch befindet sich das Bergwerksfeld Flechtingen/Boddensell im Bereich des Haldenslebener Abbruchs, der Grenze zwischen dem Flechtinger Höhenzug und der Scholle von Calvörde. In diesem Gebiet südlich der Drömling-Niederung sind saalezeitliche glazifluviatile Sande und Kiessande verbreitet. Das Bergwerksfeld Flechtingen/Boddensell liegt am Westrand eines als Plankener Randlage bezeichneten wathestadialen Endmoränenzuges, an dessen westlicher Flanke in Richtung des Spetzetals ein 0,5 bis 1 km breiter Sander geschüttet ist. Das heutige Spetzetal ist mit Talsanden angefüllt. Die nutzbare saalekaltzeitliche Schichtenfolge wird durch zwei nicht nutzbare Schluffhorizonte gegliedert und entsprechend der unterschiedlichen Höhenlage dieser Horizonte warthe- und drenthestadialen Bildungen zugeordnet.

Südöstlich der Ortslage Böddensell am Bauernweinberg wurde im Bereich des Bergwerksfeldes Flechtingen/Boddensell folgendes Normalprofil nachgewiesen:

    • Abraum:
      Ø 0,5 m Mutterboden, humose, schluffige Sande
    • Nutzbares:
      15 – 25 m Obere Schmelzwassersande des Warthe-Stadiums, Mittel- bis Grobsand, feinsandig, kiesig, z. T. schluffig
    • Zwischenmittel/Liegendes:
      5 – 10 m Beckenbildungen/Obere Geschiebemergel des Drenthe-Stadiums bei einem Niveau von 80 m ü. NN,
      sandige, schwach kiesige Schluffe bzw. schluffige Sande/Geschiebemergel – in weiten Teilen erodiert unter Ausbildung einer tiefen E-W-verlaufenden Rinne mit mächtigen teils stärker kiesigen Schmelzwassersanden
    • Teilweise Nutzbares:
      5 – 10 m Untere Schmelzwassersande des Drenthe-Stadiums, Mittel- bis Grobsand, grau, schwach kiesig, meist kohleführend
    • Liegendes:
      5 m Unterer Geschiebemergel/Beckenschluff bei einem Niveau von 60 m ü. NN

Die Mächtigkeit des 1977/79 dem Erkundungsauftrag entsprechenden Nutzbaren liegt im Mittel bei etwa 21,3 m.

Untersuchungsstand

Das heutige Bergwerksfeld Flechtingen/Boddensell wurde im Ergebnis der 1976/1977 im Gebiet der Calvörder Berge durchgeführten Erkundungsarbeiten „Kiessand Flechtingen“ als Reservelagerstätte (Feld II) für die Versorgung des damaligen Betonfertigteilwerkes in Flechtingen ausgehalten. Neun der zwölf im Feld II im Gebiet der Calvörder Berge abgeteuften 15 bis 37 m tiefen Bohrungen befinden sich innerhalb des Bergwerksfeldes. Der Ergebnisbericht [1] steht zur Einsichtnahme bei der BVVG zur Verfügung. Erkundet wurden im Wesentlichen warthestadiale Sande, da kohlig verunreinigte drenthestadiale Sande für eine Nutzung zum damaligen Zeitpunkt meist nicht infrage kamen.

Das Bohrgut wurde in Teufenintervallen von 0,5 m entnommen und petrografisch gleichartiges Material nach der Aufnahme des Bohrgutes zu 4 bis 6 m langen Probenabschnitten zusammengefasst, für die Laboruntersuchungen auf die erforderlichen Probenmengen durch Mischen und Vierteln reduziert und 111 Proben zzgl. 24 Kontrollanalysen entsprechend den Anforderungen der TGL 22 963 untersucht, davon anteilig Proben der Bohrungen im Bereich des Bergwerksfeldes Flechtingen/Boddensell. Die Angaben zu den Teufenintervallen der Bohrungen liegen im Ergebnisbericht vor. Ausgewählte Proben wurden hinsichtlich der Gehalte an organischer Substanz geprüft oder geröllanalytisch untersucht.

Petrographische und qualitative Kennzeichnung

Den nutzbaren Schmelzwasserhorizont im Bergwerksfeld Flechtingen/Boddensell bilden vorwiegend schwach kiesige Mittel- und Grobsande, in die lokal schluffig feinsandige Lagen eingeschaltet sind. Der Kornanteil > 2 mm liegt bei rund 10 M.-%. Die E-W verlaufende Rinne ist mit mächtigen und zum Teil stärker kiesigen Sanden angefüllt (Bohrung 19/77).

Verwendungsmöglichkeiten

Aus dem im Rohzustand als Sonstiger Kiessand bzw. Sand ungesiebt einzustufenden kiesarmen Kiessand, lässt sich nach den Ergebnissen der Erkundungskampagne aus den Jahren 1976-1979 nach dem Absieben des Überkorns > 8 mm und teilweise geringer Splittzugabe ein Betonkiessand 0/4 - 2 herstellen, der die Anforderungen der damals geltenden TGL 22 963 erfüllt, vgl. [1]. Das Überkorn > 8 mm war für den Absatz als Sonstiger Grobkies eingestuft.

Abbausituation

Das Bergwerksfeld Flechtingen/Boddensell ist unverritzt.

Die Lagerungsverhältnisse im untersuchten Gebiet werden als relativ unkompliziert beschrieben. Die Horizontbeständigkeit des Unteren drenthestadialen Geschiebemergels bei einem Niveau von 60 m ü. NN lässt auf ungestörte Lagerungsverhältnisse im Untergrund schließen.

Die Abfolge der Schichten ist hingegen durch die Ausbildung und Auffüllung von Schmelzwasserrinnen gekennzeichnet, so dass die Ober- und Untergrenze des Nutzbaren in weiten Grenzen schwanken.

Lokal innerhalb des nutzbaren Sandes auftretende sandige Schlufflagen, in der Regel bis zu 0,5 m mächtige Zwischenmittel, waren mit für den Abbau vorgesehen, da sie die Qualität der Kiessande nur unwesentlich beeinträchtigten. Bohrungen mit mehr als 1 m mächtigen Zwischenmitteln wurden für die Lagerstättenabgrenzung außenvorgelassen.

Der Einschätzung aus dem Jahr 1979 zufolge kann voraussichtlich bis auf ein Niveau von 82 m ü. NN trocken abgebaut werden, darunter ist eine Nassgewinnung erforderlich, vgl. [1]. Die ingenieurgeologischen Verhältnisse werden als relativ einfach und überschaubar beschrieben.

Vorratssituation

Innerhalb des heutigen Bergwerksfeldes Flechtingen/Boddensell wurden dem damaligen Erkundungsauftrag für die Herstellung von Betonfertigteilen entsprechende geologische Bilanzvorräte an Kiessanden im Umfang von 9,19 Mio. t berechnet, vgl. [1] inkl. Kartenanlagen.

Industrielle Bedeutung

Die Lagerstätten der saalezeitlichen glazifluviatilen Sande und Kiessande im Raum Oebisfelde - Calvörde - Flechtingen, z.T. in Stauch- und Endmoränen, decken den Bedarf auf lokaler bis regionaler Ebene.


ÖFFENTLICHE PLANUNG

Landesplanerische Einordnung

Für den Bereich des Bergwerksfeldes Flechtingen/Boddensell liegt keine landesplanerische Ausweisung vor. „Ziel 136: Vorranggebiete für die Rohstoffgewinnung dienen dem Schutz von erkundeten Rohstoffvorkommen insbesondere vor Verbauung und somit der vorsorgenden Sicherung der Versorgung der Volkswirtschaft mit Rohstoffen (Lagerstättenschutz), … Ziel 139: Lagerstätten oberflächennaher Baurohstoffe (insbesondere Kiese und Sande) sind in den Regionalen Entwicklungsplänen raumordnerisch zu sichern.“

Eine überregionale Schienenverbindung nach Oebisfelde und Wolfsburg verläuft von Haldensleben kommend, westlich des Bergwerksfeldes.


Quelle:



Verordnung über den Landesentwicklungsplan 2010 des Landes Sachsen-Anhalt, nach § 5 Abs. 3 Satz 1 des Landesplanungsgesetzes durch die Landesregierung beschlossen am 14.12.2010, in Kraft getreten am 12.03.2011

Regionalplanerische Einordnung

Im geltenden Regionalen Entwicklungsplan für die Planungsregion Magdeburg ist das Bergwerksfeld Flechtingen/Boddensell weder als Vorrang- noch als Vorbehaltsgebiet für die Rohstoffgewinnung eingetragen. Es liegt innerhalb des großräumigen Vorbehaltsgebietes für Tourismus und Erholung Nr. 5 „Flechtinger Höhenzug/Harbke.-Allertal/Calvörder Berge“.

Im 1. Entwurf des neu aufzustellenden Regionalen Entwicklungsplans für die Planungsregion Magdeburg ist der Raum nicht beplant. Die Schienenverbindung für den Fernverkehr „Magdeburg-Haldensleben-Oebisfelde“ mit abgestimmter Trassenführung für den Ausbau/Neubau verläuft etwa 150 m westlich des Bergwerksfeldes. Der 2. Entwurf wird gegenwärtig erarbeitet.


Quellen:


Regionaler Entwicklungsplan für die Planungsregion Magdeburg, beschlossen durch die Regionalversammlung am 17.05.2006, genehmigt durch die oberste Landesplanungsbehörde am 29.05.2006; 1. Entwurf für die Neuaufstellung des Regionalen Entwicklungsplans für die Planungsregion Magdeburg
, Abwägungsdokumentation zum 1. Entwurf, beschlossen von der Regionalversammlung am 14.03.2018, vgl. Webseite der Regionalen Planungsgemeinschaft - Abfrage zuletzt am 31.03.2020


Kommunale Planung

Informationen über etwaige Bebauungspläne innerhalb des Bergwerksfeldes Flechtingen/Boddensell sind der BVVG nicht bekannt. Im Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde Flechtingen ist die Abgrenzung des Bergwerkseigentums Flechtingen/Boddensell Nr. 444/90/217 vermerkt. Das Bergwerksfeld liegt in einem Raum für Wald.


Quellen:



BVVG-GIS-Layer Bauleitplanung, Stand 05/2019; Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde Flechtingen aus dem Jahr 2017


SCHUTZGEBIETE / BELASTUNGEN

Trinkwasserschutz

Von Trinkwasserschutzgebieten ist das Bergwerksfeld nicht betroffen.


Quelle:



Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, , Abfrage der Internetseite zuletzt am 02.04.2020

Naturschutz

Für das Bergwerksfeld Flechtingen/Boddensell ist keine Schutzgebietsausweisung bekannt.


Quellen:



BVVG-GIS und Regionaler Entwicklungsplan für die Planungsregion Magdeburg, beschlossen durch die Regionalversammlung am 17.05.2006, genehmigt durch die oberste Landesplanungsbehörde am 29.05.2006, Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, Abfrage der Internetseite zuletzt am 02.04.2020

Bodendenkmale

Hinweise auf etwaig vorhandene Bodendenkmale liegen nicht vor. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass archäologische Relevanzbereiche betroffen sein könnten und zum konkreten Planungsstand eines Aufschlusses die Stellungnahme des Archäologischen Landesamtes einzuholen ist.


Quellen:


BVVG-BI; Internet; BVVG-GIS: Topografische Karte TK10; Exposé [3]

Altlasten- und Kampfmittelverdacht

Bzgl. des Bergwerksfeldes Flechtingen/Boddensell sind keine Angaben zu erfassten Altlasten oder Kampfmittelverdacht dokumentiert.


Quelle:


BVVG-GIS, Topographische Karte TK10


INFRASTRUKTUR / ERSCHLIEßUNG

Verkehrswege

Das Bergwerksfeld Flechtingen/Boddensell liegt südöstlich der Ortslage Böddensell in den Calvörder Bergen am Bauernweinberg.

Straßenverkehrsanbindung besteht östlich und westlich des Bergwerksfeldes über die Landesstraße L 25 bzw. über die Kreisstraße L 1136. Von dort ist die in südlicher Richtung ca. 20 km entfernte Bundesautobahn A 2 erreichbar, Anschlussstelle 65 (Eilsleben). Der ca. 1 km entfernte Güterbahnhof Flechtingen ist über die L 25 zu erreichen.


Quellen:

BVVG-GIS: Topographische Karte TK10 und TK25

Versorgungsleitungen/-trassen

Das Bergwerksfeld Flechtingen/Boddensell queren keine Leitungen. Ca. 380 m südöstlich des Bergwerksfeldes verläuft eine Stromleitung.


Quellen:

BVVG-GIS:

Topographische Karte
TK10, Luftbild

Industriell-gewerbliche Standorte

Der nächstgelegene Industrie- und Gewerbestandort befindet sich am ca. 1 km entfernten Bahnhof Flechtingen.


BESONDERHEITEN

Dauerhafte
Beschränkungen

Allgemein ist der den geltenden Standards entsprechende Abstand zu schützenswerten Objekten, Ortslagen und öffentlichen Straßen einzuhalten.

Erweiterungsmöglichkeiten

Für einen Verkauf stehen ebenfalls das etwa 4 km entfernte Bergwerkseigentum Wegenstedt und das etwa 12 km entfernte Bergwerkseigentum Benitz II von der BVVG zur Verfügung, vgl. gesonderte Prospekte.


DOKUMENTATION

Erkundungsberichte, Gutachten, Prospekte

Die vorgenannten Quellen sind, soweit sie nicht ohnehin öffentlich sind, bei der BVVG nach Terminvereinbarung einsehbar.

Haftungsausschluss

Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH stellt die Inhalte dieses Produktblattes mit Sorgfalt zusammen. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen aber ohne Gewähr. Die Angaben dienen nur der unverbindlichen allgemeinen Information und ersetzen nicht die individuelle Befassung mit dem Objekt.

Stand der Informationen: 04/2020 mit folgenden Aktualisierungen in 10/2020: Luftbilder

ZUR BEACHTUNG

      • Bei dem Bergwerkseigentum Flechtingen/Boddensell handelt es sich um eine Bergbauberechtigung im Sinne des Bundesberggesetzes (BBergG) vom 13.08.1980 (BGBl I S. 1310), in seiner aktuellen Fassung in Verbindung mit den Überleitungsvorschriften des Einigungsvertragsgesetzes vom 23.09.1990 (BGBl II S. 885), dem Gesetz zur Vereinheitlichung der Rechtsverhältnisse bei Bodenschätzen vom 15.04.1996 (BGBl I S. 602) und der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung bergbaulicher Vorhaben vom 13.07.1990 (BGBl I S. 1420) in seiner aktuellen Fassung.
      • Das BBergG unterscheidet die bergbauliche Berechtigung und ihre Ausübung. Die Bergbauberechtigung vermittelt nur eine Rechtsposition, der Unternehmer erhält das Recht, Bodenschätze aufzusuchen und zu gewinnen. Er darf jedoch von dieser Berechtigung nicht ohne weiteres Gebrauch machen, zur Ausübung der Berechtigung, also zum tatsächlichen Abbau von Bodenschätzen kommt es erst, wenn der entsprechende Betriebsplan aufgestellt und von der zuständigen Bergbehörde zugelassen worden ist.
      • Es gelten die Regelungen für Bergwerkseigentum nach § 151 BBergG.
      • Die Grundstücke über dem Bergwerksfeld Flechtingen/Boddensell gehören nicht zum Bergwerkseigentum.

Die Besichtigung des Bergwerksfeldes kann von öffentlichen Straßen und Wegen aus erfolgen. Wir weisen darauf hin, dass das ungenehmigte Befahren der das Bergwerksfeld überdeckenden Grundstücke nicht gestattet ist.


ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUR INTERESSENBEKUNDUNG

Die BVVG veröffentlicht auf ihrer Webseite in Abständen Informationen zum ihr verfügbaren Bergwerkseigentum.

Die Informationen dienen einem ersten Überblick zum jeweiligen Bergwerkseigentum. Interessenten können Ihr Erwerbsinteresse unter Angaben des betreffenden Bergwerkseigentums - vorzugsweise schriftlich - gegenüber der BVVG-Zentrale bekunden.

Die Vermarktung/Veräußerung des Bergwerkseigentums erfolgt grundsätzlich über öffentliche Ausschreibungen, um einem breiten Bewerberkreis die Möglichkeit zur Gebotsabgabe zu geben. Die Reihenfolge für die Ausschreibung des Bergwerkseigentums legt die BVVG intern fest; vorliegende Interessenbekundungen werden hierbei nach Möglichkeit berücksichtigt. In jedem Fall werden diejenigen Interessenten, deren Erwerbsinteresse zum Ausschreibungsbeginn bei der BVVG aktenkundig ist, über die Ausschreibung schriftlich informiert.

Nach vorheriger Terminabsprache mit dem o. g. Ansprechpartner kann in den Räumen der BVVG-Zentrale in ggf. vorhandene detaillierte Unterlagen zu dem jeweiligen Bergwerkseigentum Einsicht genommen werden.

Lage

Das Bergwerksfeld Flechtingen/Boddensell befindet sich nördlich des Flechtinger Höhenzuges bei Böddensell, etwa 25 km nordwestlich von Magdeburg bzw. ca. 20 km nordöstlich von Helmstedt. Die ca. 20 km entfernte Bundesautobahn A 2, Anschlussstelle 65 (Eilsleben) und der ca. 1 km entfernte Güterbahnhof Flechtingen sind über die angrenzende Landesstraße L 25 zu erreichen.

Google Maps

Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Google.
Mehr erfahren

Karte laden

Die dargestellte Position ist nur eine ungefähre Angabe der Lage.

Anlagen / Links

Kontaktdaten

  • Name
    Frau Dr. Sabine Dietrich
  • Firma
    BVVG - Bereich Verkauf/Verpachtung
  • Adresse
    Schönhauser Allee 120
    10437 Berlin
  • Tel. Durchwahl

Direktanfrage

Wichtig: Bitte senden Sie über dieses Kontaktformular keine Gebote!
Gebote senden Sie ausschließlich an: gebote@bvvg.de oder per Post an:
BVVG – Ausschreibungsbüro, Postschließfach 55 01 34, 10371 Berlin

 SSL-verschlüsselt