Bergwerkseigentum Hartau, Tonrohstoffe

Sachsen, Görlitz

Bergwerkseigentum Hartau, Tonrohstoffe - Auszug aus dem Lageriss

Auszug aus dem Lageriss

Bergwerkseigentum Hartau, Tonrohstoffe - Luftbild, Projektion des BWE (1)

Luftbild, Projektion des BWE (1)

Bergwerkseigentum Hartau, Tonrohstoffe - Luftbild, Projektion des BWE (2)

Luftbild, Projektion des BWE (2)

Objektdaten

  • Objekt-Nr.
    VV26-2450-003314
  • Bundesland
    Sachsen
  • Kreis
    Görlitz
  • Gemeinde
    Zittau, Stadt
  • Gemarkung
    Zittau
  • Flurstück
    keine
  • Objektart
    Bodenschätze-Interessenbekundung
  • Größe
    43.050 m²
  • Orientierungswert
    Die BVVG ruft zur Bekundung von Kaufinteresse unter Angabe von Preisvorstellungen auf.

Objekt­beschreibung

Für das Bergwerkseigentum Hartau - verliehen auf den Bodenschatz tonige Gesteine zur Herstellung kleinformatiger Wandbauelemente (Druckfestigkeit: größer 15 MPa) - werden potentielle Käufer gebeten Interessenbekundungen abzugeben.
Der Ziegelton Hartau wurde 1973 für die ehemalige Ziegelei Hartau mit 17 Kernbohrungen erkundet. Seine über 10 m mächtige Lößlehm-, Schluff- und Tonabfolge ist anhand von Mischproben und auch schichtgenauen Einzelproben untersucht worden.

OBJEKT

Bergwerkseigentum

Hartau (Nr. 140/90/773)

Verliehen für den Bodenschatz

9.22, tonige Gesteine zur Herstellung kleinformatiger Wandbauelemente (Druckfestigkeit: größer 15 MPa)

Größe des Bergwerksfeldes

43.050 m²

Rechtliche Einordnung

aufrechterhaltenes altes Bergwerkseigentum gemäß § 151 BBergG

Oberflächennutzung

Landwirtschaft, teils augenscheinlich für Erdstoffbewegungen genutzt, Weg

Flächen der BVVG

Die BVVG besitzt über dem Bergwerksfeld Hartau keine Grundstücke.


LAGERSTÄTTE


Quellen:

      [1] Dietrich, H. (1977): Ergebnisbericht mit Vorratsberechnung einschließlich Konditionsantrag „Ziegelton Hartau 1973“, VEB GFE Halle, Betriebsteil Freiberg, 25.8.1977, 50 Seiten zzgl. 7 Anlagen (Karten und Risse, Schnitte und Profile, Felddokumentation, Labordokumentation, Übersichten zur Vorratsberechnung),


      [2] Böhme, P. (1978): Gutachterliche Stellungnahme betr. Ergebnisbericht mit Vorratsberechnung einschließlich Konditionsantrag „Ziegelton Hartau 1973“ vom 25.8.1977, VEB GFE Halle -GKO-, Leipzig, 15.11.1977, 20 Blatt inkl. 1 Anlage,


      [3] (1988) Ergebnisse der Braunkohlenerkundung Zittau. – Sofern Interesse an einer Nutzung der Lagerstätte Hartau besteht, können die im Rahmen dieser Erkundung erzielten Ergebnisse zu den Deckgebirgsrohstoffen zusätzlich ausgewertet werden.


      [4] Karte der oberflächennahen Rohstoffe 1:200 000, Erl. Bl. CC 5550 Görlitz, 88 S., 1 Kt, Hannover 2004


Geologische Verhältnisse

Das Bergwerksfeld Hartau betrifft eine der innerhalb der tektonisch angelegten Tertiärbecken von Berzdorf und Zittau am südlichen Ausstrich des Niederlausitzer Braunkohlenreviers im Raum Görlitz isoliert vorkommenden Tertiärtonlagerstätten.

Die zumeist mehr als 10 Meter mächtigen Nutzgesteine lagern ungestört und zeigen ein flaches Einfallen nach Norden und Osten in Richtung des Beckeninneren.

Das Normalprofil für Hartau verzeichnet unter 0,2 bis 0,3 m Mutterboden eine Abfolge toniger Nutzgesteinsschichten. Sie setzen sich zusammen aus pleistozänem, jeweils 2 bis 5 m mächtigem (Löß-)Lehm und Schluff (Löß) sowie aus tertiärem, rd. 0 bis 12 m mächtigem Schluff und tertiärem, rd. 2 bis 11 m mächtigem, schluffig bis feinsandigem teils auch xylitischem, grauem bis dunkelbraunem Ton. Die Tonschicht enthält stellenweise Sand- oder Kieslagen und vereinzelt Braunkohle. Das Liegende bilden tertiäre, mindestens 2 m mächtige, teils tonige, graue Fein- bis Grobsande, die der untermiozänen Braunkohle auflagern.

Die Grundwasserleiter kommen hinsichtlich des Tiefenniveaus mit teils unterschiedlicher Verbreitung vor.

Untersuchungsstand

Die Lagerstätte Hartau ist für den Rohstoffeinsatz in der ehemaligen Ziegelei Hartau mit insgesamt 17 bis max. 15 m tiefen und bis in max. 10 m Teufe beprobten Bohrungen gut untersucht. Sieben dieser Bohrungen befinden sich innerhalb des ca. 4,3 ha großen Bergwerksfeldes Hartau. Zu allen Bohrungen sind die Schichtenverzeichnisse und die Ergebnisse der an Misch- und auch Einzelproben vorgenommenen Untersuchungen vorhanden.

Die Untersuchungen an den Mischproben des Bohrguts, darunter fünf aus dem Bergwerksfeld und eine weitere aus dem nördlich angrenzenden Bereich, umfassen Kornanalysen, Einschätzungen des Siebrückstandes 63 µm hinsichtlich Quarz, Kalzit > 2 mm und des Anteils an Kohle sowie silikattechnische Untersuchungen (Plastizitätskennzahl nach Pfefferkorn, Anmachwassergehalt, Trockenschwindung, Trockenbiegefestigkeit, Brennversuche bei 950 °C und 1050 °C, Brennschwindung, Gesamtschwindung, Wasseraufnahme, Brennfarbe). Von ausgewählten Mischproben, darunter eine aus dem Bergwerksfeld und eine weitere aus dem nördlich angrenzenden Bereich, liegen chemische Vollanalysen und Analysen der löslichen Salze gemäß TGL 154-5000 vor. Halbqualitative mineralogische Untersuchungen sind an zwei Mischproben vorgenommen worden, darunter keine aus dem Bergwerksfeld Hartau oder dem nördlich angrenzenden Bereich.

Ablichtungen der Prüfzeugnisse nach TGL 117-0625 für in der Ziegelei Hartau produzierte Vollmauerziegel MZ 100 und MZ 150 aus dem Jahr 1974 sind vorhanden.

Die Untersuchungen an den Einzelproben umfassen neben der geologischen Ansprache auch die Bestimmung des Wertes für den Kornanteil von 63 µm und ausgewählte silikattechnische Untersuchungen bei Brenntemperaturen von 950 °C und 1050 °C (Gesamtschwindung, Wasseraufnahme und Brennfarbe).

Petrographische und qualitative Kennzeichnung

Die durchgehend verbreiteten, grauen bis braunen Nutzgesteinsschichten beinhalten geologisch als Löß und Lößlehm, Schluff und Ton sowie stark kohleführenden Ton angesprochene Rohstoffvarietäten. Sie geben vorwiegend rotbrennende Grobkeramtone ab, die je nach Lößlehm- bzw. Tonanteil Brennfarben von ziegelrot bis rosa zeigen.

Der Kornanteil < 2µm (in Anlehnung an TGL 29 317) liegt bei allen untersuchten Proben zwischen 17,1% und 45,3%.

Die Mischproben werden als gut plastisch und einwandfrei verformbar beschrieben. Gemäß der Einordnung nach dem WINKLER-Dreieck liegen sämtliche Mischproben im Bereich für Vollziegel. Die Mischproben aus dem mittleren und südöstlichen Teil des Bergwerksfeldes (Hat 2/73, 3/73 und 4/73) liegen darüber hinaus im Bereich für höherwertigere Gitterziegel und Dachziegel, die der Mischproben aus dem nördlichen Feldesteil (Hat 14/73 und 15/73) und nördlich angrenzend (Hat 16/73) sogar in dem Bereich für Hohlziegel.

Das Trockenverhalten der Mischproben ist als problemfrei eingeschätzt worden und die beobachteten Trockenschwindungen lassen hochwertige Massen sogar für eine Produktion von Hochlochziegeln ohne Vakuumanwendung, für Dränrohre, Spaltplatten und Dachziegel erwarten. Die Trockenbiegefestigkeiten mit 25-35 kp/cm² gelten für Vollmauersteine und Ziegel mit geringem Lochanteil als gut, und verhältnismäßig geringer Trockenbruch wird erwartet.

Die Ergebnisse der brenntechnischen Untersuchungen weisen für bei 1050 °C gebrannte Proben mit den Festigkeitsanforderungen korrespondierende Wasseraufnahmewerte von 14,8 %-20,8 % (max. 30,0%) aus. Kalkabsprengler werden aufgrund der geringen Menge an grobkörnigem Kalk nicht nennenswert erwartet. Ausblühneigung und Gehalt an löslichen Salzen bleiben innerhalb der als unschädlich angesehenen Grenzen.

Das in dem tonigen Nutzgesteinsanteil hauptsächlich vorkommende Tonmineral ist der Kaolinit.

Verwendungsmöglichkeiten

Der Ergebnisbericht „Ziegelton Hartau 1973“ stellt grundsätzlich auf eine Verwendung der Nutzschichten als Rohstoffgemisch für den ehemaligen Ziegeleibetrieb Hartau zur Produktion von Vollmauerziegeln ab. Die Untersuchungsergebnisse zeigen darüber hinaus, dass die Nutzgesteine wertvolle Rohstoffe für höherwertige Massen bzw. Massezusätze zur Fertigung von Gitterziegeln, Dachziegeln sowie Hohlware, Drainagerohren und Spaltplatten abgeben.

Die Eignung des Rohstoffgemisches bzw. seiner separat gewinnbaren Komponenten bleibt unter modernen Produktionsbedingungen und für weitere Anwendungen bleibt zu untersuchen.

Abbausituation

Die Tertiärtonlagerstätte Hartau am südlichen Rand des Zittauer Beckens ist eine seit längerem genutzte Lagerstätte, die trotz großräumigerer Verbreitung durch dauerhafte Blockaden (Straßen/Bebauung) nur begrenzt abbaubar ist. Der bestätigte Teil des Bergwerksfeldes Hartau ist unverritzt.

Allgemein werden wegen der meist einfachen und ungestörten Lagerungsverhältnisse keine besonderen Schwierigkeiten für einen Abbau erwartet. Die ingenieurgeologische Situation beeinflussende, vorgegebene Gleitflächen sind nicht vorhanden. Die deutlich unterschiedliche Sickerwasserdurchlässigkeit der einzelnen Lagen innerhalb des Schichtenkomplexes ist zu berücksichtigen.

Hinsichtlich möglicher hydraulischer Verbindungen zu Oberflächengewässern wird in den Quellen auf Kolmationseffekte verwiesen.

Vorratssituation

Der Vorratsabschätzung aus dem Jahr 1974 liegen keine ökonomisch hergeleiteten Konditionen zugrunde, sondern wegen nicht vorgesehener Investitionen in die vorhandene Gewinnungs- und Verarbeitungstechnologie operativ abgeleitete Konditionen. Die Konditionen betreffen eine Mindestvorratsmenge, eine Abbauteufe bis maximal 10 m, max. 0,3 m Mutterboden als Abraum und als Qualitätskondition den Mindestkornanteil < 2 µm von 15%. Sie entfalten auf die Lagerstätte keine begrenzende Wirkung. Das etwa 4,3 ha große Bergwerksfeld Hartau beinhaltet nach Maßgabe dieser operativ abgeleiteten Konditionen unter 0,2 m Mutterboden in drei Vorratsblöcken lagernde Rohstoffe im Umfang von etwa 343.900 m³.

Vorratsbestimmungen unter aktuellen gewinnungs- und verarbeitungstechnologischen sowie produktbezogenen Gesichtspunkten bleiben durchzuführen.

Industrielle Bedeutung

Rotbrennende Tone in vergleichbarer geologischer Lage stehen mit der Lagerstätte Buchholz in Abbau, werden intensiv genutzt und besitzen wegen ihrer keramtechnischen Eigenschaften eine besondere Bedeutung im Osten Deutschlands.


ÖFFENTLICHE PLANUNG

Landesplanerische Einordnung

Der Standort Hartau ist in der Karte 10 (Erläuterungskarte) – Klassifizierung der Vorkommen von Steine- und Erden-Rohstoffe, aktiver Steine-Erden-Bergbau des Landesentwicklungsplans 2013 nicht verzeichnet.


Quelle:


Landesentwicklungsplan 2013 Freistaat Sachsen, beschlossen am 12.07.2013

Regionalplanerische Einordnung

Die Ausdehnung des Bergwerksfeldes Hartau ist nahezu deckungsgleich mit dem innerhalb des großräumigen Vorbehaltsgebietes für Arten- und Biotopschutz ausgewiesenen Vorbehaltsgebiet für Rohstoffsicherung Nr. T 72.


Quellen:


Erste Gesamtfortschreibung des Regionalplans Oberlausitz – Niederschlesien, in Kraft getreten am 04.02.2010 (Öffentliche Bekanntmachung im Amtlichen Anzeiger Nr. 5 des Sächsischen Amtsblattes vom 4. Februar 2010, Seite A 49) und BVVG-GIS

Kommunale Planung

Das Bergwerksfeld Hartau ist nicht überplant.


Quelle:


BVVG-GIS-Layer „Raumordnungskataster 2014-01“


SCHUTZGEBIETE / BELASTUNGEN

Trinkwasserschutz

Keine Hinweise auf Betroffenheit, daher nicht gesondert geprüft.

Naturschutz

Das Bergwerksfeld liegt im Bereich des großräumigen Naturparks Zittauer Gebirge (Nationalpark). Von Schutzgebietsausweisungen ist das Bergwerksfeld nicht betroffen.


Quelle:


BVVG-GIS

Bodendenkmale

Hinweise auf etwaige Bodendenkmale liegen nicht vor und wurden daher nicht gesondert geprüft.


Quellen:


BVVG-GIS, Topographische Karte TK25

Altlasten- und Kampfmittelverdacht

Hinweise auf etwaige Altlasten/Kampfmittel liegen nicht vor und wurden nicht gesondert geprüft.


INFRASTRUKTUR / ERSCHLIEßUNG

Verkehrswege

Das Bergwerksfeld liegt unmittelbar östlich der Verbindungsstraße von Zittau nach Hartau. Der im südlichen Feldesbereich verlaufende Weg führt auf diese Straße.

Über das örtliche Straßennetz werden im ca. 3 Kilometer entfernten Zittau die Bundesstraße B 89 und der Bahnhof erreicht, sowie nördlich von Zittau die geplante B 178n. Die Entfernung bis zur Bundesautobahn A 4 bei Bautzen beträgt etwa 50 Kilometer.

Versorgungsleitungen/-trassen

Eine elektrische Freileitung verläuft unmittelbar südlich des Bergwerksfeldes. Durch das drei Kilometer entfernte Zittau führt eine 110-kV-Hochspannungsleitung.


Quellen:


BVVG-GIS: Topografische Karte, Luftbild

Industriell-gewerbliche Standorte

Die nächstgelegene Gewinnungsstätte für Tonrohstoffe ist die Tongrube Ottersteg in Zittau. Zu den bedeutenden Produktionsstätten Buchholz und Guttau-Kleinsaubernitz beträgt die Entfernung etwa 30 bis 50 Kilometer.


BESONDERHEITEN

Dauerhafte
Beschränkungen

Den geltenden Standards entsprechende Abstände zu schützenswerten Objekten, Ortslagen und öffentlichen Verkehrswegen sind einzuhalten.

An der südlichen Feldesgrenze befindet sich gemäß Luftbild eine Fläche, auf der Erdstoffe o.ä. gelagert oder/und umgeschlagen werden.

Erweiterungsmöglichkeiten

In der näheren Umgebung des Bergwerksfeldes befinden sich mehrere bekannte, zum Teil kleinräumig aufgeschlossene Tertiärtonlagerstätten. Die Grube Ottersteg liegt wenige hundert Meter entfernt.

Erweiterungsmöglichkeiten des Bergwerksfeldes selbst bleiben unter Berücksichtigung bestehender Bebauungen und hinsichtlich der vorkommenden Gesamtmächtigkeit der Nutzgesteinsschichten zu prüfen.

Ergänzende Daten

Neben den Ergebnissen der rohstoffgeologischen Erkundungskampagne „Ziegelton Hartau 1973“ liegen im Zuge der „Braunkohlenerkundung Zittau 1988“ erzielte Erkenntnisse über die Tone als Deckgebirgsrohstoffe vor. Sofern die Zustimmung der Dateneigner erlangt wird, besteht die Möglichkeit, Ergebnisse weiterer Bohrungen und Erkundungen in die Betrachtungen einzubeziehen.


DOKUMENTATION

Erkundungsbericht

Die unter der Rubrik LAGERSTÄTTE genannten Quellen sind bei der BVVG nach Terminvereinbarung mit Ausnahme der „(1988) Ergebnisse der Braunkohlenerkundung Zittau“ einsehbar.

Letztere können in den Räumen des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) in Freiberg eingesehen werden. Die BVVG wird ihr Einverständnis zur Einsichtnahme in den Bericht bei dem LfULG im Einzelfall auf Anfrage erteilen.

Haftungsausschluss

Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH stellt die Inhalte dieses Produktblattes mit Sorgfalt zusammen. Die Angaben dienen nur der unverbindlichen allgemeinen Information und ersetzen nicht die individuelle Befassung mit dem Objekt.

Stand der Informationen: 09/2015 mit folgender Aktualisierung in 10/2020: Luftbilder


ZUR BEACHTUNG

    • Bei dem Bergwerkseigentum Hartau handelt es sich um eine Bergbauberechtigung im Sinne des Bundesberggesetzes (BBergG) vom 13.08.1980 (BGBl I S. 1310), in seiner aktuellen Fassung in Verbindung mit den Überleitungsvorschriften des Einigungsvertragsgesetzes vom 23. 09.1990 (BGBl II S. 885), dem Gesetz zur Vereinheitlichung der Rechtsverhältnisse bei Bodenschätzen vom 15.04.1996 (BGBl I S. 602) und der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung bergbaulicher Vorhaben vom 13.07.1990 (BGBl I S. 1420) in seiner aktuellen Fassung.
    • Das BBergG unterscheidet die bergbauliche Berechtigung und ihre Ausübung. Die Bergbauberechtigung vermittelt nur eine Rechtsposition, der Unternehmer erhält das Recht, Bodenschätze aufzusuchen und zu gewinnen. Er darf jedoch von dieser Berechtigung nicht ohne weiteres Gebrauch machen, zur Ausübung der Berechtigung, also zum tatsächlichen Abbau von Bodenschätzen kommt es erst, wenn der entsprechende Betriebsplan aufgestellt und von der zuständigen Bergbehörde zugelassen worden ist.
    • Es gelten die Regelungen für Bergwerkseigentum nach § 151 BBergG.
    • Die Grundstücke über dem Bergwerksfeld Hartau gehören nicht zu dem Bergwerkseigentum.

Die Besichtigung des Bergwerksfeldes kann von öffentlichen Straßen und Wegen aus erfolgen. Wir weisen darauf hin, dass das ungenehmigte Befahren der das Bergwerksfeld überdeckenden Grundstücke nicht gestattet ist.


ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUR INTERESSENBEKUNDUNG

Die BVVG veröffentlicht auf ihrer Webseite in Abständen Informationen zum ihr verfügbaren Bergwerkseigentum.

Die Informationen dienen einem ersten Überblick zum jeweiligen Bergwerkseigentum. Interessenten können Ihr Erwerbsinteresse unter Angaben des betreffenden Bergwerkseigentums - vorzugsweise schriftlich - gegenüber der BVVG-Zentrale bekunden.

Die Vermarktung/Veräußerung des Bergwerkseigentums erfolgt grundsätzlich über öffentliche Ausschreibungen, um einem breiten Bewerberkreis die Möglichkeit zur Gebotsabgabe zu geben. Die Reihenfolge für die Ausschreibung des Bergwerkseigentums legt die BVVG intern fest; vorliegende Interessenbekundungen werden hierbei nach Möglichkeit berücksichtigt. In jedem Fall werden diejenigen Interessenten, deren Erwerbsinteresse zum Ausschreibungsbeginn bei der BVVG aktenkundig ist, über die Ausschreibung schriftlich informiert.

Nach vorheriger Terminabsprache mit dem o. g. Ansprechpartner kann in den Räumen der BVVG-Zentrale in ggf. vorhandene detaillierte Unterlagen zu dem jeweiligen Bergwerkseigentum Einsicht genommen werden.

Lage

Das Bergwerksfeld Hartau liegt im Südosten des Freistaates Sachsen, südlich von Zittau im Zittauer Becken nahe der Grenze zu Polen und Tschechien.
Das bestätigte Bergwerksfeld ist unverritzt und über das örtliche Straßennetz an die wenige Kilometer entfernten Bundesstraßen in Zittau angebunden. Die Entfernung bis zur Bundesautobahn A 4 bei Bautzen beträgt etwa 50 Kilometer.

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Die dargestellte Position ist nur eine ungefähre Angabe der Lage.

Anlagen / Links

Kontaktdaten

  • Name
    Frau Dr. Sabine Dietrich
  • Firma
    BVVG - Bereich Verkauf/Verpachtung
  • Adresse
    Schönhauser Allee 120
    10437 Berlin
  • Tel. Durchwahl

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