Bergwerkseigentum Kerkwitz, -Nord, -West, Tonrohstoffe

Brandenburg, Spree-Neiße

Bergwerkseigentum Kerkwitz, -Nord, -West, Tonrohstoffe - Auszug Lageriss BWE Kerkwitz-Nord (1)

Auszug Lageriss BWE Kerkwitz-Nord (1)

Bergwerkseigentum Kerkwitz, -Nord, -West, Tonrohstoffe - Auszug Lageriss BWE Kerkwitz-Nord (2)

Auszug Lageriss BWE Kerkwitz-Nord (2)

Bergwerkseigentum Kerkwitz, -Nord, -West, Tonrohstoffe - Auszug Lageriss BWE Kerkwitz (1)

Auszug Lageriss BWE Kerkwitz (1)

Bergwerkseigentum Kerkwitz, -Nord, -West, Tonrohstoffe - Auszug Lageriss BWE Kerkwitz (2)

Auszug Lageriss BWE Kerkwitz (2)

Bergwerkseigentum Kerkwitz, -Nord, -West, Tonrohstoffe - Auszug Lageriss BWE Kerkwitz-West (1)

Auszug Lageriss BWE Kerkwitz-West (1)

Bergwerkseigentum Kerkwitz, -Nord, -West, Tonrohstoffe - Auszug Lageriss BWE Kerkwitz-West (2)

Auszug Lageriss BWE Kerkwitz-West (2)

Bergwerkseigentum Kerkwitz, -Nord, -West, Tonrohstoffe - Luftbild, Projektion der 3 BWE (1)

Luftbild, Projektion der 3 BWE (1)

Bergwerkseigentum Kerkwitz, -Nord, -West, Tonrohstoffe - Luftbild, Projektion der 3 BWE (2)

Luftbild, Projektion der 3 BWE (2)

Bergwerkseigentum Kerkwitz, -Nord, -West, Tonrohstoffe - Luftbild, Projektion BWE Kerkwitz

Luftbild, Projektion BWE Kerkwitz

Bergwerkseigentum Kerkwitz, -Nord, -West, Tonrohstoffe - Luftbild, Projektion BWE Kerkwitz-Nord

Luftbild, Projektion BWE Kerkwitz-Nord

Bergwerkseigentum Kerkwitz, -Nord, -West, Tonrohstoffe - Luftbild, Projektion BWE Kerkwitz-West

Luftbild, Projektion BWE Kerkwitz-West

Objektdaten

  • Objekt-Nr.
    VV71-2450-001313
  • Bundesland
    Brandenburg
  • Kreis
    Spree-Neiße
  • Gemeinde
    Schenkendöbern
  • Gemarkung
    Kerkwitz
  • Flurstück
    keine
  • Objektart
    Bodenschätze-Interessenbekundung
  • Größe
    606.500 m²
  • Orientierungswert
    Die BVVG ruft zur Bekundung von Kaufinteresse unter Angabe von Preisvorstellungen auf.

Objekt­beschreibung

Für das Bergwerkseigentum Kerkwitz, Kerkwitz-Nord und Kerkwitz-West - Bodenschatzkennziffer 9.21, tonige Gesteine zur Herstellung von Mauerklinkern und Hartbrandziegeln - möchte die BVVG mit dieser Interessenbekundung potentielle Käufer ermitteln. In den Jahren 1955 und 1957/58 wurden in den heutigen Bergwerksfeldern insgesamt 244 Flachbohrungen niedergebracht und fünf Baufelder für unterschiedliche Tonsorten, darunter z. B. Glasurton, vollständig abgegrenzt. Sie befinden sich in den heutigen Bergwerksfeldern.

OBJEKT

Bergwerkseigentum und Größe der Bergwerksfelder

      Kerkwitz: 227.300 m²

      Kerkwitz-Nord: 88.200 m²

      Kerkwitz-West: 291.000 m²

      insgesamt:
      606.500 m²


Verliehen für den Bodenschatz

tonige Gesteine zur Herstellung von Mauerklinkern und Hartbrandziegeln

Rechtliche Einordnung

aufrechterhaltenes altes Bergwerkseigentum gemäß § 151 BBergG

Oberflächennutzung

überwiegend land- und forstwirtschaftliche Nutzung, teilweise Verkehrsinfrastruktur

Flächen der BVVG

Die BVVG besitzt über den Bergwerksfeldern Kerkwitz und Kerkwitz-Nord keine Grundstücke. Über dem Bergwerksfeld Kerkwitz-West ist sie Eigentümerin mehrerer Flurstücke. Sofern im Zusammenhang mit dem Erwerb des Bergwerkseigentums Interesse an diesen Flächen besteht, wird die BVVG auf einen entsprechenden Antrag hin prüfen, ob und zu welchen Bedingungen ein Verkauf möglich ist.


LAGERSTÄTTE


Quellen:

    • Ergebnisbericht über geologische Erkundungsarbeiten auf Ziegelton im Raum Atterwasch-Kerkwitz (Kreis Guben) in den Jahren 1955 und 1957/58, (Rohstofftechnologischer Bericht Tonproben Jänschwalde-Nord zur Erkundung Braunkohle Jänschwalde-Nord, 1987 – erbrachte keine neuen Ergebnisse und braucht im weiteren nicht gesondert erwähnt zu werden)
    • KOR 200, Blatt CC 4750 Cottbus, 2001

Geologische Verhältnisse

In einem von Inlandeis und seinen Schmelzwässern kräftig modellierten Stauchendmoränengebiet liegen zwei verschiedenartige Tonvorkommen. Neben eiszeitlichem Bändertonmergel und Geschiebelehm kommt warmzeitlicher Ton sowie Schluff in sehr differenzierter Schichtenfolge vor. Diatomeenmudden finden sich sporadisch mit geringen Mächtigkeiten.

Untersuchungsstand

In den Jahren 1955 und 1957/58 wurden für die Kapazitätserweiterung und den Neubau von Ziegelwerken im Raum Atterwasch-Kerkwitz insgesamt 244 Flachbohrungen niedergebracht und fünf Teilfelder mit bauwürdigen Tonen vollständig abgegrenzt. Je zwei der Teilfelder befinden sich im heutigen Bergwerksfeld Kerkwitz bzw. Kerkwitz-West, das fünfte entspricht dem heutigen Bergwerksfeld Kerkwitz-Nord.

Petrographische und qualitative Kennzeichnung

Die scharf gebänderten eiszeitlichen Bändertonmergel sind in den oberen Metern der Schichtenfolge entkalkt und enteisent. Die warmzeitlichen graugrünen bis blaugrauen, z. T. feinsandigen, zuweilen etwas faulschlammhaltigen, fetten Tone und Schluffe sind meist kalkfrei. Geschiebelehme und -mergel lagern den Bändertonen im Liegenden und Hangenden auf. Die Geschiebelehme erwiesen sich für die Zumischung zum Ziegelrohstoff als brauchbar.

Verwendungsmöglichkeiten

Eignungsuntersuchungen als Ziegelrohstoff wurden an Mischproben, in denen sämtliche Schichten des Tonhorizontes einer Bohrung anteilmäßig vertreten waren, sowohl unter Labor- als auch unter Werksbedingungen durchgeführt. Sie ergaben, dass das Material in den heutigen Bergwerksfeldern Kerkwitz und Kerkwitz-Nord für die Herstellung von Hintermauerziegeln und z. T. von Vormauersteinen geeignet ist, im Feld Kerkwitz -nördlich der Bahnlinie- auch für die Herstellung von Hochlochziegeln. Die Brennfarben variieren von ziegelrot bis dunkelbraunrot. Werksversuche zur Verarbeitung des Rohstoffs in Tunnelöfen verliefen positiv.

Das Bergwerksfeld Kerkwitz-West beinhaltet Klinkerton sowie die Fortsetzung eines bereits 1952 angetroffenen Glasurtonvorkommens.

Abbausituation

Die Mächtigkeiten der Tone variieren zwischen 3-18 m und die des Abraumes zwischen 1-2 m.

Wasserhaltungsschwierigkeiten werden bei ordnungsgemäßer Gewinnung nicht erwartet, da die Tone über dem normalen Grundwasserspiegel lagern.

Vorratssituation

Die Vorratsabschätzung erfolgte nach der Methode der geologischen Blöcke gemäß der anzuwendenden Konditionen für die Gewinnung der Tone als Ziegelrohstoff. Bei einem Raumgewicht von 2 t/m³ wurden 4,01 Mio. Tonnen gesichert gewinnbarer Vorräte an Mauersteinrohstoff für die heutigen Bergwerksfelder Kerkwitz und Kerkwitz-Nord bestimmt. Für das heutige Bergwerksfeld Kerkwitz-West wurden gewinnbare Glasurtonvorräte von 0,2 Mio. Tonnen und 0,54 Mio. Tonnen Klinkerohstoff ermittelt (gesicherte inkl. prognostische).

Die Originalschichtenverzeichnisse liegen für weitere Auswertungen vor.

Industrielle Bedeutung

Die Erkundung in den Jahren 1955 und 1957/58 erfolgte für die Errichtung eines Ziegelwerkes mit einer Kapazität von 30 Mio. NFZ und ergab gesicherte Vorräte für einen Betrieb über die Dauer von 27 Jahren.


ÖFFENTLICHE PLANUNG

Landesplanerische Einordnung

Freiraum

Regionalplanerische Einordnung

Die Bergwerksfelder sind vollständig als „Vorbehaltsgebiete Rohstoffsicherung“ gekennzeichnet.


Quelle:

Regionalplan Lausitz-Spreewald mit „Teilregionalplan Gewinnung und Sicherung oberflächennaher Rohstoffe (1998)“

Kommunale Planung

rechtsgültiger
Flächennutzungsplan, fast vollständig F5 - Abgrabung, Aufschüttung


Quelle:



Flächennutzungsplan (FNP) für die Gemeinde Schenkendöbern, Ortsteil Kerkwitz; rechtsgültig seit 30.08.2011; Registriernummer des Vorhabens in der Landesplanung: GL7-1244/2002

Braunkohlenplanung

Braunkohlenplan Tagebau Jänschwalde


Quelle:



Webseite der Gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg


SCHUTZGEBIETE / BELASTUNGEN

Trinkwasserschutz

wurde nicht gesondert überprüft

Hochwasserschutz

-

Naturschutz

Das Bergwerksfeld Kerkwitz-Nord befindet sich nahezu vollständig und das Bergwerksfeld Kerkwitz zu gut einem Drittel im „Landschaftsschutzgebiet Gubener Fließtäler“ (Stand 08/2011).

Bodendenkmale

Hinweise auf etwaige Bodendenkmale liegen nicht vor und wurden daher nicht gesondert überprüft.

Altlasten/-verdacht

kein Altlastenverdacht (Stand 05/2005)

Kampfmittel/-verdacht

kein Kampfmittelverdacht (Stand 01/2010)




INFRASTRUKTUR

Verkehrswege

Über das überörtliche Straßennetz besteht Anschluss an die Bundesstraße 112 südlich der Stadt Guben. Die Bahnlinie Halle/Saale-Guben quert das Bergwerksfeld Kerkwitz.




BESONDERHEITEN

Dauerhafte
Beschränkungen

Bahnanlage und Bahnlinie sowie Nähe zur Ortslage

Überlagerung der Braunkohle

Der Standort Kerkwitz befindet sich im nördlichen Bereich des Bergwerksfeldes Jänschwalde-Nord für den Bodenschatz Braunkohle. Sofern ein Braunkohlenplan für das Bergwerksfeld Jänschwalde-Nord rechtskräftig werden sollte und er den Bereich der drei Kerkwitzer Bergwerksfelder mit umfasst, können die dauerhaften Beschränkungen entfallen und ein Zugewinn an Vorräten könnte ggf. die Folge sein. Der etwaigen Braunkohlengewinnung ist zum gegebenen Zeitpunkt der Vorrang zu gewähren.




DOKUMENTATION

Erkundungsbericht

Der Ergebnisbericht über geologische Erkundungsarbeiten auf Ziegelton im Raum Atterwasch-Kerkwitz (Kreis Guben) in den Jahren 1955 und 1957/58 ist bei der BVVG nach Terminvereinbarung einsehbar.

Haftungsausschluss

Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH stellt die Inhalte dieses Produktblattes mit Sorgfalt zusammen. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen aber ohne Gewähr. Die Angaben dienen nur der unverbindlichen allgemeinen Information und ersetzen nicht die individuelle Befassung mit dem Objekt.

Stand der Informationen: 07/2013 mit folgenden Aktualisierungen in 10/2020: Weblink für die Braunkohleplanung sowie Luftbilder


ZUR BEACHTUNG

    • Bei dem Bergwerkseigentum Kerkwitz, Kerkwitz-Nord und Kerkwitz-West handelt es sich um eine Bergbauberechtigung im Sinne des Bundesberggesetzes (BBergG) vom 13.08.1980 (BGBl I S. 1310), in seiner aktuellen Fassung in Verbindung mit den Überleitungsvorschriften des Einigungsvertragsgesetzes vom 23. 09.1990 (BGBl II S. 885), dem Gesetz zur Vereinheitlichung der Rechtsverhältnisse bei Bodenschätzen vom 15.04.1996 (BGBl I S. 602) und der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung bergbaulicher Vorhaben vom 13.07.1990 (BGBl I S. 1420) in seiner aktuellen Fassung.
    • Das BBergG unterscheidet die bergbauliche Berechtigung und ihre Ausübung. Die Bergbauberechtigung vermittelt nur eine Rechtsposition, der Unternehmer erhält das Recht, Bodenschätze aufzusuchen und zu gewinnen. Er darf jedoch von dieser Berechtigung nicht ohne weiteres Gebrauch machen, zur Ausübung der Berechtigung, also zum tatsächlichen Abbau von Bodenschätzen kommt es erst, wenn der entsprechende Betriebsplan aufgestellt und von der zuständigen Bergbehörde zugelassen worden ist.
    • Es gelten die Regelungen für Bergwerkseigentum nach § 151 BBergG.
    • Die Grundstücke über den Bergwerksfeldern Kerkwitz, Kerkwitz-Nord und Kerkwitz-West gehören nicht zum Bergwerksfeld.





ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUR INTERESSENBEKUNDUNG

Die BVVG veröffentlicht auf ihrer Webseite in Abständen Informationen zu dem von ihr verfügbaren Bergwerkseigentum.

Die Informationen dienen einem ersten Überblick zum jeweiligen Bergwerkseigentum. Interessenten können Ihr Erwerbsinteresse unter Angaben des betreffenden Bergwerkseigentums - vorzugsweise schriftlich - gegenüber der BVVG-Zentrale bekunden.

Die Veräußerung des Bergwerkseigentums erfolgt grundsätzlich über öffentliche Ausschreibungen, um einem breiten Bewerberkreis die Möglichkeit zur Gebotsabgabe zu geben. Die Reihenfolge der Ausschreibungen des Bergwerkseigentums legt die BVVG intern fest; vorliegende Interessenbekundungen werden hierbei nach Möglichkeit berücksichtigt. In jedem Fall werden diejenigen Interessenten, deren Erwerbsinteresse zum Ausschreibungsbeginn bei der BVVG aktenkundig ist, über die Ausschreibung schriftlich informiert.

Nach vorheriger Terminabsprache mit dem o. g. Ansprechpartner kann in den Räumen der BVVG-Zentrale in ggf. vorhandene detaillierte Unterlagen zu dem jeweiligen Bergwerkseigentum Einsicht genommen werden.

Lage

Die Bergwerksfelder Kerkwitz, Kerkwitz-Nord und Kerkwitz-West liegen südwestlich der Stadt Guben im Südosten des Landes Brandenburg in der Niederlausitz.

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Die dargestellte Position ist nur eine ungefähre Angabe der Lage.

Anlagen / Links

Kontaktdaten

  • Name
    Frau Dr. Sabine Dietrich
  • Firma
    BVVG - Bereich Verkauf/Verpachtung
  • Adresse
    Schönhauser Allee 120
    10437 Berlin
  • Tel. Durchwahl

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