Bergwerkseigentum Neuwegersleben-Ost, Kiese/Kiessande

Sachsen-Anhalt, Börde

Bergwerkseigentum Neuwegersleben-Ost, Kiese/Kiessande - Auszug aus dem Lageriss

Auszug aus dem Lageriss

Bergwerkseigentum Neuwegersleben-Ost, Kiese/Kiessande - Luftbild, Projektion des BWE (1)

Luftbild, Projektion des BWE (1)

Bergwerkseigentum Neuwegersleben-Ost, Kiese/Kiessande - Luftbild, Projektion des BWE (2)

Luftbild, Projektion des BWE (2)

Objektdaten

  • Objekt-Nr.
    VV83-2450-003815
  • Bundesland
    Sachsen-Anhalt
  • Kreis
    Börde
  • Gemeinde
    Am Großen Bruch
    Oschersleben (Bode), Stadt
  • Gemarkung
    Hornhausen
    Hamersleben
    Neuwegersleben
  • Flurstück
    keine
  • Objektart
    Bodenschätze-Interessenbekundung
  • Größe
    1.987.175 m²
  • Orientierungswert
    Die BVVG ruft zur Bekundung von Kaufinteresse unter Angabe von Preisvorstellungen auf.

Objekt­beschreibung

Für das Bergwerkseigentum Neuwegersleben-Ost - verliehen auf den Bodenschatz Kiese und Kiessande zur Herstellung von Betonzuschlagstoffen - werden potentielle Käufer gebeten, Interessenbekundungen abzugeben. Neben Altbohrungen aus den 1920er und 1960er Jahren liegen Erkundungsergebnisse und Laboranalysen aus dem Jahr 1996 für 9 bis zu 40 m tiefe rohstoffgeologische Erkundungsbohrungen auf Kiese und Kiessande vor. Vorsichtigen Vorratsberechnungen zufolge, sind über 18 Mio. Tonnen an Kiessandvorräten verfügbar..

OBJEKT

Bergwerkseigentum

Neuwegersleben-Ost (Nr. 812/90/898)

Verliehen für den Bodenschatz

9.23, Kiese und Kiessande zur Herstellung von Betonzuschlagstoffen

Größe des Bergwerksfeldes

1.987.175 m²

Rechtliche Einordnung

aufrechterhaltenes altes Bergwerkseigentum gemäß § 151 BBergG

Oberflächennutzung

Die Flurstücke über dem Bergwerksfeld unterliegen einer landwirtschaftlichen Nutzung.

Bergwerkseigentum der BVVG

Zusätzlich zum Bergwerkseigentum Neuwegersleben-Ost steht für den Bodenschatz „Kiese und Kiessande zur Herstellung von Betonzuschlagstoffen“ in dieser Region des Landkreises Börde das Bergwerkseigentum Oschersleben-Süd zum Erwerb von der BVVG zur Verfügung, vgl. gesondertes Prospekt.

Flächen der BVVG

Die BVVG besitzt keine Flurstücke über dem Bergwerksfeld.


LAGERSTÄTTE


Quellen:

      [1] Alisch, U., Eichberg, M., Wolf, J. (1996): Ergebnisbericht der Erkundungsarbeiten für das Bergwerkseigentum Neuwegersleben-Ost (Nr. 812/90/898).

      – Gesellschaft für Umwelt- und Wirtschaftsgeologie mbH, Berlin, 19.04.1996, im Auftrag der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben, 24 S. zzgl. 6 mehrseitige Anlagen (Karten inkl. Vorratsplan, Bohrergebnisse, Profilschnitte, Probenverzeichnis, Analysenergebnisse, Fotodokumentation)
      ,



      [2] Alisch, U. (2004): Verkaufsexposé für das Bergwerkseigentum Neuwegersleben-Ost. – FUGRO CONSULT GmbH, Berlin, 27.08.2004, im Auftrag der BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH Berlin, 7 S. zzgl. 5 Anlagen,


      [3] Karte der oberflächennahen Rohstoffe 1 : 200 000, Erl. Bl. CC 3926 Braunschweig, 84 S., 1 Kt, Hannover 2004,


      [4] Karte der oberflächennahen Rohstoffe 1 : 200 000, Erl. Bl. CC 4726 Goslar, 113 S., 1 Kt, Hannover 2011,


      [5]
      Landesbohrdatenbank

      Verzeichnisse lagerstättengeologischer und hydrogeologischer Altbohrungen im Zeitraum 1921 bis 1961 und 1991,


      [6] Bachmann, H. G. et al (2008): Geologie von Sachsen-Anhalt.- E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung (Nägele u. Obermiller), Stuttgart, 689 S.


Geographische Einordnung und geologische Verhältnisse

Das im Nördlichen Harzvorland (Subherzyn) liegende Bergwerksfeld Neuwegersleben-Ost befindet sich westlich der Stadt Oschersleben (Bode) bei Neuwegersleben. Seine Geländeoberfläche steigt nach Norden zu an und wird von kleinen Senken gegliedert. Morphologisch markant ist der Schlotenberg, eine Tertiäraufragung bis + 108 m HN. Seine größte Geländehöhe erreicht das Bergwerksfeld im Westen mit + 112,6 n HN. Nach Süden fällt es bis auf + 85 m HN ab.

Strukturgeologisch ist das Bergwerksfeld auf der Oschersleben-Bernburg-Scholle des Subherzyns im Bereich des Oschersleben-Egeln-Staßfurter-Salzsattels belegen, an dessen Sattelflanken tertiäre Ablagerungen in Form von Tertiärsenken gebunden sind und subrosiv angelegte Senkungsgebiete wie die Helmstedt-Oscherslebener-Staßfurter-Braunkohlenmulde mit Lockergesteinen verfüllt sind. Stratigrafisch gliedert sich die Abfolge der Lockergesteine in der Oscherslebener Mulde in präglaziale Schotter (fluviatile Kiese und Sande ohne nordisches Material), die im Liegenden von Geschiebemergeln und glazifluviatilen bzw. glazilimnischen Bildungen z.T. in isolierten Resten erhalten sind, gefolgt von elsterglazialen Schmelzwassersedimenten, die von frühsaalekaltzeitlichen Mittel- und Hauptterrassenschottern überdeckt sind. Die typischerweise 8-15 m, max. 20 m mächtigen Schotter entstammen im Bereich des Bergwerksfeldes Neuwegersleben-Ost der Bode.

Darüber sind im Nördlichen Harzvorland saalekaltzeitliche Geschiebemergel und glazifluviatile Bildungen unter Lößbedeckung verbreitet. Die größten Lockergesteinsmächtigkeiten (> 70 m) treten im Zentrum der Depressionen auf, sonst betragen sie durchschnittlich 15 - 20 m und verzahnen in den Randbereichen mit Sanden und Schluffen. Im Bereich der Auslaugungszonen ist der überlagernde Abraum aus Schwemmlöss und Auelehm bis zu 5 m, sonst im Mittel etwa 2,5 m mächtig.

Neben der Verfüllung tektonisch oder subrosiv angelegter Depressionen mit Lockergesteinen glazialen Ursprungs beeinflusst die Petersberger Randlage als durchgehender Endmoränenzug auf der Linie Bernburg-Calbe-Schönebeck die Lagerstättenausbildung. Im Vorfeld dieser auffälligen Randlage bestand ein saalekaltzeitliches Entwässerungssystem im Verlauf der Fuhneniederung, des Bodetals bei Staßfurt und der Niederung Großes Bruch westlich der Stadt Oschersleben (Bode), das sogenannte Oscherslebener Urstromtal.

Lagerstättengeologisch sind im Bergwerksfeld Neuwegersleben-Ost unter einer bis zu 0,8 m mächtigen Mutterboden-Schwarzerde-Schicht bis zu 3,6 m mächtige Lößsedimente verbreitet. Sie lagern lückenhaft verbreiteten, bis zu 3 m mächtigen, saalekaltzeitlichen Hochflächensanden oder z.T. sandig ausgewaschenen oder verlehmten Geschiebemergeln bzw. -sanden auf. Die Hochflächensande stellen vorwiegend Fein- und Mittelsande mit wechselnden Schluff- und Kiesgehalten dar. Die Gesamtmächtigkeit dieser Deckschicht schwankt zwischen 2 m und 15 m und bildet teilweise im Trockenschnitt gewinnbares Nutzmaterial. Die als Nutzschicht vorrangig interessierenden elsterkaltzeitlichen Sande und Kiessande sind mit Ausnahme des Schlotenberges im gesamten Bergwerksfeld verbreitet und erreichen Mächtigkeiten von über 35 m, zumeist 15 m bis 28 m. Das Liegende des Nutzhorizontes bilden eozäne graubraune Tone und Quarzsande, teilweise mit eingelagerten Braunkohlenflözen. Letztere waren unmittelbar nördlich des Bergwerksfeldes Gegenstand früherer Tiefbaugewinnungen.

Das Bergwerksfeld Neuwegersleben-Ost entwässert nach Süden in die Niederung Großes Bruch, die ihr Wasser dem Großen Graben, einem regulierten Entwässerungsgraben, zuführt. Der Große Graben liegt im Einzugsgebiet der Bode und findet südlich von Oschersleben in der Bode seine direkte Fortsetzung, die an diesem Punkt ihren Flusslauf um 90° in östliche Richtung ändert.

Untersuchungsstand

Das Bergwerksfeld ist im Rahmen einer Kiessanderkundung mit neun 30 m bis 42 m tiefen Trockenbohrungen, darunter zwei Qualitätsbohrungen, unter Entnahme von Haufenproben repräsentativ untersucht worden. Die Analysenergebnisse bzgl. der Kornzusammensetzung, dem Gehalt an Abschlämmbarem und Stoffen organischen Ursprungs liegen für alle Einzelproben vor. Für eine aus den Einzelproben der Qualitätsbohrungen zusammengestellte Mischprobe liegen exemplarisch Untersuchungsergebnisse hinsichtlich Kornzusammensetzung, Kornform, Widerstand gegen Frost, abschlämmbare Bestandteile, quellfähigen Bestandteilen, Stoffen organischen Ursprungs, stahlangreifenden Stoffen, alkalilöslicher Kieselsäure, Schüttdichte und Kornrohdichte vor. Eine Vorratsberechnung ist speziell für den östlichen Feldesanteil erfolgt.

Insgesamt basiert der Kenntnisstand auf den Ergebnissen der vorgenannten Erkundungskampagne aus dem Jahr 1996 sowie auf Angaben einer hydrogeologischen Bohrung aus dem Jahr 1991 und lagerstättengeologischen Altbohrungen aus den Jahren 1921 bis 1961. Mit den bis auf über 120 m abgeteuften Braunkohlenerkundungsbohrungen Neuwegersleben sind im Jahr 1921 lt. Bohrprofilen > 40 m mächtige Kiese angetroffen worden. Eine auflässige Kiesgrube existiert südlich des Schlotenberges.

Petrographische und qualitative Kennzeichnung

Die Ergebnisse der Kornanalysen an den Einzelproben der Qualitätsbohrungen (2/96 und 6/96) zeigen an, dass der Kornanteil > 2 mm im Trockenschnittbereich bei 8,6 bzw. 71,9 M.-% liegt; im Nassschnittbereich bei 28,9 bzw. 53,8 M.-%. Der Anteil an Abschlämmbarem liegt im Trockenschnittbereich bei 2,4 bzw. 1,2 M.- %, im Nassschnittbereich bei 2,5 bzw. 2,7 M.- %. Diese Werte korrespondieren mit der Lage der Bohrungen in unterschiedlichen Terrassenbereichen und verdeutlichen die Schwankungsbreite der Qualitätsparameter innerhalb des Nutzhorizontes. Die Ergebnisse der Natronlaugentests belegen eine geringe organische Belastung des Probenmaterials.

Die Ergebnisse der Kornanalysen am Mischprobenmaterial der Qualitätsbohrungen beschreiben ein Rohstoffgemisch, dessen Kornanteil > 2 mm im Mittel 35,4 M.-% beträgt. Der Anteil < 0,125 mm liegt im Mittel bei 2,3 M.- % und der Kornanteil 0,63 - 2,00 mm im Mittel bei 62,3 M.-%. Der Gehalt an abschlämmbaren Bestandteilen nach DIN 4226 (< 0,063 mm) beträgt 1,6 M.-% und liegt damit unterhalb des körnungsabhängig maximal zulässigen Wertes. Im Humintest nach DIN 4226 erfüllte das Mischprobenmaterial die Regelanforderungen bzgl. des Gehaltes an Stoffen organischen Ursprungs nicht, so dass Eignungsprüfungen vor einer Verwendung für Betonzuschlag empfohlen werden. Der in dem Mischprobenmaterial festgestellte Gehalt an quellfähigen Bestandteilen beträgt 0,28 Gew.-% und erfüllt die Anforderungen gemäß DIN 4226 bei Körnungen bis 4 mm. Hinsichtlich der Kornform, mit einem Anteil ungünstig geformter Körner von 6,7 Gew.-%, werden die Anforderungen der DIN 4226 gleichfalls erfüllt. Das Mischprobenmaterial besitzt eine Schüttdichte von 1,85 g/cm³ und eine Kornrohdichte von 2,65 g/m³. Sein Gehalt an wasserlöslichen Chloriden entspricht den erhöhten Anforderungen der DIN 4226, der Gehalt an Sulfaten genügt den Regelanforderungen. Die Untersuchungen zur Widerstandsfähigkeit gegen Frost ergaben ebenfalls den Regelanforderungen gemäß DIN 4226 genügendes Material. Hinsichtlich der Alkaliempfindlichkeit wurde ein petrografisch unbedenkliches Vorkommen festgestellt, das in die Alkaliempfindlichkeitsklasse E1 eingeordnet worden ist.

Als Nutzmaterial aus den Deckschichten stehen im Trockenschnitt gewinnbare, erfahrungsgemäß gut verdichtbare Geschiebemergel sowie fein- bis mittelkörnige sandige Massen an, die an Geschieben nordische Granite, Gneise, Porphyre, Diabase, Quarzite, Flint gemischt mit einheimischen mesozoischen Gesteinen und Gesteinen des Harzes (Kieselschiefer) führen.

Verwendungsmöglichkeiten

Im Raum Halberstadt-Quedlinburg-Wegeleben verarbeiten mehrere Werke die Niederterrassenkiese der Bode und liefern die aufbereiteten Rohstoffe für den Tief- und Straßenbau, in den üblichen Handelskörnungen als Betonzuschlag, als Bitumenkies, als Mineralgemisch, als Edelsplitte und als Bausande. Die aufbereiteten Rohstoffe genügen den behördlich festgelegten Qualitätsanforderungen zum Einbau in Tragschichten für Straßen aller Bauklassen. Die Sande dienen auch als Füllmaterial.

Abbausituation

Das Bergwerksfeld Neuwegersleben-Ost ist bis auf die ehemalige Sandgrube unverritzt. Zur Gewinnung stehen Vorräte im Trocken- und Nassschnitt an.

Vorratssituation

Für den östlichen Bereich des Bergwerksfeldes Neuwegersleben-Ost wurden nach Qualitäts- und Gewinnungsaspekten drei, sich zum Teil überlagernde Vorratsblöcke ausgehalten. In dem ca. 283.100 m² großen Vorratsblock 1 sind als Schüttgut gewinnbare, ca. 2,37 m mächtige, saalekaltzeitliche Hochflächensande und Geschiebemergel zusammengefasst. Der ca. 360.100 m² große Vorratsblock 2 beinhaltet im Trockenschnitt bis ca. 1 m über Grundwasser gewinnbare, ca. 5,65 m mächtige, elsterkaltzeitliche Kiessande. Der ca. 477.800 m² große Vorratsblock 3 beinhaltet die im Nassschnitt gewinnbaren, durchschnittlich 23,8 m mächtigen, elsterkaltzeitlichen Kiese und Kiessande.

Bei einer angenommenen Rohdichte von 1,7 t/m³ für Kiessand und 1,8 t/m³ für Schüttgut sowie Abbauverlusten von 20 % beziffern sich die gewinnbaren Vorräte auf 1,0 Mio. t an Schüttgut sowie auf 18,3 Mio. t an Kiessanden, darunter 15,5 Mio. t im Vorratsblock 3.

Das Abraum zu Nutzschichtverhältnis für die gesamte Lagerstätte beträgt ca. 1 : 9.

Industrielle Bedeutung

Die Bedeutung der Lagerstätten der Bodetalkiese und -kiessande im Raum Neuwegersleben/Oschersleben wird derzeit vorwiegend als regional eingeschätzt. Die im Raum Halberstadt-Quedlinburg-Wegeleben produzierenden Werke versorgen neben Sachsen-Anhalt auch einen Großteil des südniedersächsischen Raumes.


ÖFFENTLICHE PLANUNG

Landesplanerische Einordnung

Über dem Bergwerksfeld Neuwegersleben-Ost sind Löß-Schwarzerde Böden ausgebildet, so dass in den Gemeinden Hornhausen, Hamersleben und Neuwegersleben gemäß den Angaben des Landesamtes für Landwirtschaft und Flurneuordnung durchschnittliche Ackerwertzahlen von 88 bis 94 vorliegen und sich das Bergwerksfeld innerhalb des Vorbehaltsgebietes für Landwirtschaft Nr. 2 befindet.


Quelle:


Verordnung über den Landesentwicklungsplan 2010 des Landes Sachsen-Anhalt, nach § 5 Abs. 3 Satz 1 des Landesplanungsgesetzes durch die Landesregierung beschlossen am 14.12.2010

Regionalplanerische Einordnung

Als Vorrang- oder Vorsorgegebiet für die Rohstoffgewinnung von Kiesen und Kiessanden ist das Bergwerksfeld Neuwegersleben-Ost im geltenden Regionalplan nicht ausgewiesen. Es liegt innerhalb des Vorranggebietes für Landwirtschaft Nr. I „Teile der Magdeburger Börde“. Der neue Regionalplan befindet sich derzeit in Aufstellung.


Q
uelle:


Regionaler Entwicklungsplan für die Planungsregion Magdeburg, Teil 1, beschlossen durch die Regionalversammlung am 17.05.2006 und genehmigt durch die oberste Landesplanungsbehörde am 29.05.2006

Kommunale Planung

Hinweise auf Bauleitplanungen im Bereich des Bergwerksfeldes liegen nicht vor.


Quelle:


BVVG-GIS


SCHUTZGEBIETE / BELASTUNGEN

Trinkwasserschutz

Trinkwasserschutzgebietsausweisungen sind für das Bergwerksfeld Neuwegersleben-Ost nicht bekannt.


Quellen:


Webseiten des Landesamtes für Umweltschu
tz und des Trink- und Abwasserverbandes Börde

Hochwasserschutz

Die Überschwemmungsbereiche des Großen Grabens in der Niederung Großes Bruch liegen südlich des Bergwerksfeldes.


Quelle:


Verordnung über den Landesentwicklungsplan 2010 des Landes Sachsen-Anhalt, nach § 5 Abs. 3 Satz 1 des Landesplanungsgesetzes durch die Landesregierung beschlossen am 14.12.2010
, Z 123 Hochwasserschutz
,
Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt, Stand von 2015

Naturschutz

Innerhalb des Bergwerksfeldes Neuwegersleben-Ost liegen weder FFH- noch Vogelschutzgebiete. Die ehemalige „Sandgrube Hornhausen“ steht als Flächennaturdenkmal unter Schutz. An der westlichen Feldesgrenze können Verdachtsflächen für besonders geschützte Biotope vorhanden sein.

Südlich des Bergwerksfeldes, in der Niederung Großes Bruch, liegen das FFH-Gebiet „Großes Bruch bei Wülferstedt“ und das gleichnamige Naturschutzgebiet sowie das Landschaftsschutzgebiet „Großes Bruch“.


Quelle:


Schreiben des Landrates Bördekreis an die BVVG vom 19.07.1997 und BVVG-GIS

Bodendenkmale

Für den Bereich des Bergwerksfeldes liegen keine konkreten Anhaltspunkte auf archäologische Fundstellen vor. Grundsätzlich ist aber nicht auszuschließen, dass archäologische Relevanzbereiche betroffen sein können und zum konkreten Planungsstand die Stellungnahme des Archäologischen Landesamtes einzuholen ist.

Altlasten/-verdacht

Die „ehemalige Kiesgrube der LPG Hamersleben“ ist als Altlastenverdachtsfläche ausgewiesen.

Ehemalige Braunkohlen-Tiefbaue, die um die letzte Jahrhundertwende betrieben wurden und heute als potentiell tagesbruchgefährdet eingestuft sind, befinden sich nördlich des Bergwerksfeldes und teilweise noch auf dieses übergreifend.


Quellen:


Exposé 2004, BVVG-GIS


INFRASTRUKTUR / ERSCHLIEßUNG

Verkehrswege

Die vorhandene verkehrsmäßige Erschließung des Bergwerksfeldes zu den Bundesautobahnen A2 und A14 gewährleistet Anbindungen sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr.

Die südliche Feldesgrenze liegt unmittelbar an der Ortsverbindungsstraße Neuwegersleben-Hornhausen. Diese Straße führt in westliche Richtung über die B245 zu den ca. 18 km entfernten Anbindungen an die Bundesautobahn A2 (Anschlussstellen Eilsleben, Alleringersleben, Helmstedt) und in östliche Richtung zu der ca. 30 km entfernten Anbindung an die Bundesautobahn A14 (Anschlussstelle Wanzleben). Die Stadt Oschersleben (Bode) liegt an Bahnstrecken. Der nächstgelegene Bahnhof der Deutschen Bahn befindet sich in Neuwegersleben; diese Bahnstrecke ist gemäß der Topographischen Karte außer Betrieb.


Quelle:


BVVG-GIS: Topografische Karte

Versorgungsleitungen / -trassen

Gemäß den topografischen Karten wird das Bergwerksfeld von keiner Versorgungsleitung gequert. Für eine unterirdisch verlegte Elektroleitung, die das Bergwerksfeld an seiner östlichen Begrenzung tangiert, schloss die BVVG einen Gestattungsvertrag ab. Für genauen Leitungsverlauf ist Akteneinsicht nötig.


Quellen:


BVVG-GIS: Topografische Karte, Luftbild, BVVG-BI

Industriell-gewerbliche Standorte

Etwa 6 Kilometer von der westlichen Feldesgrenze entfernt, verfügt die Stadt Oschersleben (Bode) entlang der Eisenbahnstrecke über die nächstgelegenen großräumigen Gewerbegebiete. Die Stadt ist im Regionalen Entwicklungsplan der Planungsregion Magdeburg als Mittelzentrum ausgewiesen. Mittelständische Unternehmen und das Handwerk bilden die tragenden Säulen der Wirtschaft in der Region.


Quellen:


Exposé 2004
, BVVG-GIS


BESONDERHEITEN

Dauerhafte
Beschränkungen

Den geltenden Standards entsprechender Abstand zu schützenswerten Objekten, Ortslagen und öffentlichen Straßen.


DOKUMENTATION

Erkundungsberichte, Gutachten, Prospekte

Die unter der Rubrik LAGERSTÄTTE genannten Quellen sind, soweit sie nicht ohnehin öffentlich sind, bei der BVVG nach Terminvereinbarung einsehbar.

Haftungsausschluss

Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH stellt die Inhalte dieses Produktblattes mit Sorgfalt zusammen. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen aber ohne Gewähr. Die Angaben dienen nur der unverbindlichen allgemeinen Information und ersetzen nicht die individuelle Befassung mit dem Objekt.

Stand der Informationen: 11/2015 mit folgender Aktualisierung in 10/2020: Luftbilder


ZUR BEACHTUNG

    • Bei dem Bergwerkseigentum Neuwegersleben-Ost handelt es sich um eine Bergbauberechtigung im Sinne des Bundesberggesetzes (BBergG) vom 13.08.1980 (BGBl I S. 1310), in seiner aktuellen Fassung in Verbindung mit den Überleitungsvorschriften des Einigungsvertragsgesetzes vom 23. 09.1990 (BGBl II S. 885), dem Gesetz zur Vereinheitlichung der Rechtsverhältnisse bei Bodenschätzen vom 15.04.1996 (BGBl I S. 602) und der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung bergbaulicher Vorhaben vom 13.07.1990 (BGBl I S. 1420) in seiner aktuellen Fassung.
    • Das BBergG unterscheidet die bergbauliche Berechtigung und ihre Ausübung. Die Bergbauberechtigung vermittelt nur eine Rechtsposition, der Unternehmer erhält das Recht, Bodenschätze aufzusuchen und zu gewinnen. Er darf jedoch von dieser Berechtigung nicht ohne weiteres Gebrauch machen, zur Ausübung der Berechtigung, also zum tatsächlichen Abbau von Bodenschätzen kommt es erst, wenn der entsprechende Betriebsplan aufgestellt und von der zuständigen Bergbehörde zugelassen worden ist.
    • Es gelten die Regelungen für Bergwerkseigentum nach § 151 BBergG.
    • Die Grundstücke über dem Bergwerksfeld Neuwegersleben-Ost gehören nicht zum Bergwerkseigentum.

Die Besichtigung des Bergwerksfeldes kann von öffentlichen Straßen und Wegen aus erfolgen. Wir weisen darauf hin, dass das ungenehmigte Befahren der das Bergwerksfeld überdeckenden Grundstücke nicht gestattet ist.


ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUR INTERESSENBEKUNDUNG

Die BVVG veröffentlicht auf ihrer Webseite in Abständen Informationen zum ihr verfügbaren Bergwerkseigentum.

Die Informationen dienen einem ersten Überblick zum jeweiligen Bergwerkseigentum. Interessenten können Ihr Erwerbsinteresse unter Angaben des betreffenden Bergwerkseigentums - vorzugsweise schriftlich - gegenüber der BVVG-Zentrale bekunden.

Die Vermarktung/Veräußerung des Bergwerkseigentums erfolgt grundsätzlich über öffentliche Ausschreibungen, um einem breiten Bewerberkreis die Möglichkeit zur Gebotsabgabe zu geben. Die Reihenfolge für die Ausschreibung des Bergwerkseigentums legt die BVVG intern fest; vorliegende Interessenbekundungen werden hierbei nach Möglichkeit berücksichtigt. In jedem Fall werden diejenigen Interessenten, deren Erwerbsinteresse zum Ausschreibungsbeginn bei der BVVG aktenkundig ist, über die Ausschreibung schriftlich informiert.

Nach vorheriger Terminabsprache mit dem o. g. Ansprechpartner kann in den Räumen der BVVG-Zentrale in ggf. vorhandene detaillierte Unterlagen zu dem jeweiligen Bergwerkseigentum Einsicht genommen werden.

Lage

Das Bergwerksfeld Neuwegersleben-Ost befindet sich im Nördlichen Harzvorland westlich von Oschersleben (Bode), ca. 30 Kilometer westlich der Landeshauptstadt Magdeburg. Es wird durch die Ortsverbindungsstraße Neuwegersleben-Hornhausen im Süden und die Ortslage Neuwegersleben im Osten begrenzt. Das Bergwerksfeld ist bis auf den Bereich einer ehemaligen Sandgrube unverritzt.

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Die dargestellte Position ist nur eine ungefähre Angabe der Lage.

Anlagen / Links

Kontaktdaten

  • Name
    Frau Dr. Sabine Dietrich
  • Firma
    BVVG - Bereich Verkauf/Verpachtung
  • Adresse
    Schönhauser Allee 120
    10437 Berlin
  • Tel. Durchwahl

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