Bergwerkseigentum Reisdorf-Ost, Tonrohstoffe

Thüringen, Weimarer Land

Bergwerkseigentum Reisdorf-Ost, Tonrohstoffe - Auszug aus dem Lageriss

Auszug aus dem Lageriss

Bergwerkseigentum Reisdorf-Ost, Tonrohstoffe - Luftbild, Projektion des BWE (1)

Luftbild, Projektion des BWE (1)

Bergwerkseigentum Reisdorf-Ost, Tonrohstoffe - Luftbild, Projektion des BWE (2)

Luftbild, Projektion des BWE (2)

Objektdaten

  • Objekt-Nr.
    VV71-2450-001117
  • Bundesland
    Thüringen
  • Kreis
    Weimarer Land
  • Gemeinde
    Bad Sulza, Stadt
  • Gemarkung
    Reisdorf
  • Flurstück
    keine
  • Objektart
    Bodenschätze-Interessenbekundung
  • Größe
    85.000 m²
  • Orientierungswert
    Die BVVG ruft zur Bekundung von Kaufinteresse unter Angabe von Preisvorstellungen auf.

Objekt­beschreibung

Das Bergwerksfeld ist rohstoffgeologisch erkundet. Eine Kopie des Ergebnisberichtes "Tonsteinerkundung Reisdorf" aus dem Jahr 1986 inkl. Schichtenverzeichnissen und Analysenergebnissen sowie Vorratsberechnungen ist vorhanden. Das Bergwerksfeld ist aufgrund seiner früheren Nutzung anteilig verritzt.

OBJEKT

Bergwerkseigentum

Reisdorf-Ost (Nr. 1014/02-755)

Verliehen für den Bodenschatz

9.21, tonige Gesteine zur Herstellung von Mauerklinkern und Hartbrandziegeln

Größe des Bergwerksfeldes

85.000 m²

Rechtliche Einordnung

aufrechterhaltenes altes Bergwerkseigentum gemäß § 151 BBergG

Oberflächennutzung

Die Geländeoberfläche des Bergwerksfeldes wird zu etwa 3,5 ha regionaltypisch landwirtschaftlich genutzt.

Der Standort der früheren Ziegelei ist fast vollständig rückgebaut und von Blockaden befreit. Für den Bereich der ehemaligen Tongrube inkl. Abraumhalde wurde die Bergaufsicht nach Erfüllung des Abschlussbetriebsplans beendet und er ist zwischenzeitlich teilweise mit Flächensolaranlagen bebaut.

Bergwerkseigentum der BVVG

Das im Jahr 2002 aus der Teilung des Bergwerkseigentums Reisdorf hervorgegangene Bergwerkseigentum Reisdorf-Ost ist zu großen Teilen verritzt und umfasst neben etwa 3,5 ha unverritzten Anteilen auch den Standort der ehemaligen Ziegelei Reisdorf, den überwiegenden Teil des ehemaligen Tongrubengeländes und die Abraumhalde. Die Bergaufsicht über das ehemalige Tongrubengelände ist nach der Wiederherstellung der Geländeoberfläche und der Abschlussbefahrung am 16.12.2015 beendet worden.

Die Gebäude der ehemaligen Ziegelei Reisdorf sind in der Zeit zwischenzeitlich fast vollständig rückgebaut worden, so dass diese Teile des Bergwerksfeldes Reisdorf-Ost fast vollständig von dauerhaften Blockaden befreit sind.

Das aus der Teilung des Bergwerkseigentums Reisdorf im Jahr 2002 ebenfalls hervorgegangene Bergwerkseigentum Reisdorf-West befindet sich im Eigentum Dritter. Es ist allerdings noch nicht aufgeschlossen, so dass mit den unverritzten Teilen des Bergwerksfeldes Reisdorf-Ost und den zwischenzeitlich von den Bauwerken der ehemaligen Ziegelei Reisdorf fast vollständig beräumten Flächen zumindest gewisse Vorräte für einen ggf. gemeinsamen Aufschluss verfügbar sind.

Von der BVVG stehen neben dem Bergwerkseigentum Reisdorf-Ost das etwa 45 Kilometer in nordwestlicher Richtung entfernte Bergwerkseigentum Niedertopfstedt und das etwa 57 Kilometer in nordwestlicher Richtung entfernte Bergwerkseigentum Hohenebra, ebenfalls verliehen für den Bodenschatz tonige Gesteine zur Herstellung von Mauerklinkern und Hartbrandziegeln, zum Erwerb zur Verfügung, vgl. gesonderte Prospekte.

Flächen der BVVG

Die BVVG besitzt über dem Bergwerksfeld Reisdorf-Ost keine Grundstücke.


LAGERSTÄTTE


Quellen:

      [1] Sippel, U. (1986): Ergebnisbericht der Tonsteinerkundung Reisdorf. – Rat des Bezirkes Erfurt, Abteilung Geologie, Erfurt, 10.01.1986, 44 Seiten zzgl. Anlagen (u.a. Lagepläne, Vorrats- und Bohrrisse, Schichtenverzeichnisse der Bohrkampagnen von 1978 und 1957, Prüfprotokolle und Laborergebnisse der Bohrgutuntersuchungen, Ergebnisse eines Großversuches, Vorratsberechnungen, Protokolle zur Konditionen- und Investitionsdiskussion) - insg. 172 Blatt,


      [2] Treviranus (1996): Vorratseinschätzung für das Bergwerksfeld Ton Reisdorf Nr. 755/90/316.- Ingenieurbüro Treviranus Steine und Erden / Geologie, Leipzig, 06.09.1996, 12 S. zzgl. 8 teils mehrseitige Anlagen,


      [3] Schüler, M. (2016, 2015): Schreiben über die Beendigung der Bergaufsicht durch das Thüringer Landesbergamt, Gera, 05.12.2016 nebst Protokoll zur Abschlussbefahrung vom 16.12.2015.


Geologische Verhältnisse

Das Bergwerksfeld Reisdorf-Ost befindet sich im östlichen Teil des Thüringer Beckens und dort wiederum im östlichen Teil der herzynisch streichenden Thüringer Keupermulde. Der Kern dieser Keupermulde ist aus den Gesteinen des Mittleren Keupers aufgebaut und ihre Flanken aus den Gesteinen des Unteren Keupers. Letztere sind die als Nutzgestein interessierenden Gesteine.

Das Deckgebirge setzt sich aus quartären Bildungen (Löß und Lehm) zusammen.

Die Nordbegrenzung der Thüringer Keupermulde wird von der Finnestörung gebildet.

Die Schichtenfolge der Lagerstätte „Reisdorf“ zeigt folgendes Normalprofil:

    • Abraum:
      Oberbodendecke (rezente Bodenbildung)
      0 - 6,5 m Schluff, stark kalkig/Kalkkonkretionen (Löß)
      0 - 1,3 m Schluff, mit dolomitisch-sandigen Einlagerungen und Dolomitbröckchen (Schwemmlehm)
      0 - 5,30 m (?) Grenzdolomit: Tonstein-Dolomit-Wechsellagerung
    • Nutzbares:
      bis 24 m Lichte Folge mit Sandstein S3: Tonstein-Schluffstein-Sandstein-Wechsellagerung mit Dolomiteinlagen in zyklischer Folge (3 Folgen) sowie als Zwischenmittel bis zu 1,0 m mächtige Dolomitbänke
    • teilweise Nutzbares bzw. Liegendes:
      bis 1,35 m Unterer Teil der Lichten Folge mit Sand-stein S2: Tonstein-Schluffstein-Sandstein-Wechsellagerung mit bis zu 1,3 m mächtigen Dolomitbänken

Die Lagerungsverhältnisse erscheinen von der Finnestörung geringfügig beeinflusst. Kennzeichnend sind flachwellig gelagerte, kleine Sättel und Mulden bildende Keupersedimente. Die Lagerstätte Reisdorf befindet sich an der Südflanke einer lokalen Keupermulde. Das Schichteinfallen wird mit ca. 8° NE angenommen. Generell herrscht hangparalleles Einfallen vor, wobei die Mächtigkeit sowohl des nutzbaren Rohstoffkörpers als auch die des Abraums hangaufwärts zunehmen.

Das Bergwerksfeld liegt im Einzugsbereich der Ilm, deren Zufluss Emsenbach ca. 100 Meter nördlich des Bergwerksfeldes auf einem Niveau von 150 m ü. NN nach Osten fließt.

Untersuchungsstand

Der Reisdorfer Rohstoff wurde traditionell in der Reisdorfer Ziegelei verarbeitet, so dass seine ziegeltechnischen Parameter recht gut bekannt sind. Die guten Eigenschaften des Tonsteins führten in den Jahren 1977 und 1986 zu intensiven Bemühungen um eine Ersatzinvestition für die verschlissenen Ziegelwerke in Reisdorf und Apolda mit dem Ergebnis, dass das Ziegelwerk Reisdorf mit der bestehenden Technologie fortbetrieben worden ist.

Rohstoffgeologisch wurde die Tonlagerstätte „Reisdorf“ zunächst im Jahr 1957 mit 6 max. 15 m tiefen Bohrungen zum Nachweis von Ziegelrohstoff im heute weitestgehend abgebauten Lagerstättenteil erkundet. Im Jahr 1978 wurde das westliche Vorfeld der Tongrube mit 12 Kernbohrungen (Spühlbohrungen) erkundet. Die 9,5 bis 2,5 m tiefen, insgesamt 206,4 Bohrmeter umfassenden Bohrungen bis zur abbautechnisch begründeten Liegendgrenze bei + 162 m NN erfolgten im Abstand von 60 – 100 m und erbrachten den Nachweis für weitere geologische Vorräte von 702 Tm³ (heutiges Bergwerksfeld Reisdorf-West).

Für das laborativ untersuchte Probenmaterial liegen Angaben zum Stoffbestand und zu verarbeitungstechnischen Eigenschaften vor. Danach lässt sich das Material nicht nur in den seinerzeit eingesetzten Zickzacköfen verarbeiten, sondern auch in Kurztunnelöfen.

Petrographische und qualitative Kennzeichnung

Das Nutzgestein bilden die tonig-schluffigen, teils sandigen oberen Faziesbereiche der Lichten-Folge.

Hinsichtlich des Stoffbestandes wird ein Tonanteil zwischen 32,13 M.-% und 48,58 M.-% angegeben. Der Gehalt an freiem Quarz liegt zwischen 20 - 30 M.-%. Die ausgewiesenen Gehalte der Schadstoffe betragen zwischen 0,8 - 7,1 M.-% für Karbonat und im Mittel 0,19 M.-% (0,01 - 0,51 M.-%) für wasserlösliche Sulfate. Unter Beachtung eines entsprechenden Brennregimes wurden diese Werte als technologisch beherrschbar beschrieben. Chemisch besteht der Rohstoff zu etwa 16,96 - 17,28 M.-% aus Al
2O
3.

Der Mineralbestand des tonigen Nutzgesteinsanteils setzt sich hauptsächlich aus Illit und Kaolinit zusammen. Daneben sind Quarz, Dolomit, Kalzit sowie geringe Mengen Glimmer, Hämatit, organische Substanz, z. T. bituminöse Substanz und Pyrit vertreten.

Das Verformungsverhalten des rotbrennenden grobkeramischen Rohstoffs wird generell als gut plastisch und verformbar beschrieben, wobei die Anmachwasseraufnahme mit 18,7 bis 23,4 % angegeben wird. Die Trockenschwindung mit Werten von 5,7 % bis 8,9 % weist auf Trockenempfindlichkeit hin. Gleichwohl erbrachte ein Großversuch mit Heißluftkammertrocknung im Ziegelwerk Eisenberg seinerzeit vertretbare Ergebnisse. Insgesamt wird das Brennverhalten des Reisdorfer Rohstoffs positiv bewertet. Der Rohstoff zeigt ein gutes und fast einheitliches Dichtbrandverhalten. Zwischen 950 °C und 1.000 °C setzt eine hohe Brennschwindung ein, so dass eine hohe Scherbenfestigkeit erreicht wird. Die Ausblühneigung bei 1.000 °C in der seinerzeitigen Produktion erreichte trotz des Schadstoffgehaltes überwiegend die Stufe 1 und zum geringen Teil die Stufe 2. Die Richtwerte gemäß TGL wurden eingehalten.

Verwendungsmöglichkeiten

Der Rohstoff aus der Lagerstätte „Reisdorf“ wurde zur Herstellung von Vollziegeln, Hohlware und Hartbrandziegeln nach TGL verwendet. Eignungsuntersuchungen für die Produktion hochfester Ziegel nach DIN und für Poroton-Erzeugnisse wurden angeregt.

Nach mündlicher Auskunft des seinerzeitigen Betriebes im Jahre 1996 erfüllt der Ton Reisdorf zudem die Anforderungen an einen Deponieton.

Aufgrund der als gut bewerteten Rohstoffeigenschaften wird eingeschätzt, dass die verbliebene Vorratsmenge zur Einstellung von Rezepturen, z.B. für die heute übliche konditionierte Ziegelherstellung in Tunnelöfen oder als Deponieton Verwendung finden kann. Die gute Transportlage und fehlende naturschutzfachliche Restriktionen werden als vorteilhaft gesehen.

Abbausituation

Das Bergwerksfeld Reisdorf-Ost ist großenteils verritzt und teilweise verkippt.

Aufgrund der überwiegend flachen Lagerungsverhältnisse werden die Abbaubedingungen bei Einhaltung der für die Standsicherheit erforderlichen Böschungswinkel und einer für Tontagebaue typischen Wasserhaltung allgemein als problemlos beschrieben. Die anzutreffenden Dolomitbänke sind auszuhalten und der Rohstoff insgesamt durch Zwischenhaldung zu homogenisieren.

Nach den vorliegenden Untersuchungen und Erfahrungen aus dem früheren Tongrubenbetrieb werden wesentliche Wasserzuflüsse durch eindringendes Grundwasser über das sandige Liegende des Nutzhorizontes bei Einhaltung der Liegendgrenze für den Abbau nicht erwartet. Die abbautechnische Liegendgrenze wird durch die hydrogeologischen Verhältnisse mit + 162 m NN vorgegeben.

Hinsichtlich einer Wiedernutzbarmachungskonzeption wird auf die im Regionalplan Mittelthüringen dargestellten Grundsätze für die ausgewiesene Regional bedeutsame Konversions- und Brachfläche „Reisdorf (Landkreis Weimarer Land) / Ziegelei“ verwiesen, vgl. Rubrik RAUMORDNUNG - Regionalplanerische Einordnung, sowie auf die Flächensolaranlagen.

Vorratssituation

Die Vorratsbetrachtungen aus den Jahren 1986 und 1996 beziehen sich auf die unverritzten Lagerstätten- und Höffigkeitsbereiche im heutigen Bergwerksfeld Reisdorf-West. Im Bergwerksfeld Reisdorf-Ost befindet sich der überwiegende Teil des ehemaligen Tontagebaus Reisdorf. Zu dem sich östlich an die ehemalige Tongrube anschließenden unverritzten Lagerstättenbereich können nur insoweit Aussagen gemacht werden, als das sich die Lagerstätte entsprechend der Geländemorphologie fortsetzt und wohl eine im Mittel 11,6 m mächtige Bodenschatzschicht beinhaltet.

Industrielle Bedeutung

Derzeit wird der Rohstoff am Standort Reisdorf nicht abgebaut.

Aufgrund der als gut bewerteten Rohstoffeigenschaften wird eingeschätzt, dass mit dem Bergwerkseigentum Reisdorf-Ost zumindest eine gewisse verbliebene Vorratsmenge, ggf. zusammen mit den Vorräten des Bergwerkseigentums Reisdorf-West zur Einstellung von Rezepturen z. B. für die gegenwärtig übliche konditionierte Ziegelherstellung in Tunnelöfen, oder als Deponieton Verwendung finden kann.

Das mögliche Potential als Deponiestandort mit einhergehender ökologisch aufgewerteter Einpassung in den umgebenden Raum bleibt zu prüfen.


ÖFFENTLICHE PLANUNG

Landesplanerische Einordnung

Für Rohstoffe wie den am Standort Reisdorf anzutreffenden Tonrohstoff ist eine landesweite Bedeutung beschrieben: „Zu den nicht vermehrbaren und standortgebundenen oberflächennahen mineralischen Rohstoffen mit wirtschaftlicher Bedeutung für Thüringen gehören vor allem „... tonig-schluffige Gesteine …“.


Quelle:


Landesentwicklungsprogramm Thüringen 2015 (LEP 2015) beschlossen am 15.05.2014 und in Kraft getreten am 05.07.2014

Regionalplanerische Einordnung

Der unverritzte Teil des Bergwerksfeldes Reisdorf-Ost und die ehemalige Abraumkippe sind als Vorbehaltsgebiet Freiraum (Nr. fs-58) dargestellt. Für das Bergwerksfeld Reisdorf-West ist ein Vorranggebiet für die Rohstoffsicherung „Reisdorf“ eingetragen (Nr. T-5). Der Bereich der ehemaligen Tongrube ist als regional bedeutsame Konversions- und Brachfläche Reisdorf (Landkreis Weimarer Land) / Ziegelei ausgewiesen, mit der Maßgabe „die von solchen Brachflächen ausgehenden negativen Wirkungen zu beseitigen und sie dem umgebenden Raum entsprechend anzupassen und ökologisch aufzuwerten.“


Quelle:


Regionalplan Mittelthüringen, beschlossen am 12.04.2011, genehmigt durch die oberste Landesplanungsbehörde am 09.06.2011

Kommunale Planung

Das Bergwerksfeld Reisdorf-Ost ist von etwaigen Flächennutzungsplänen der Stadt Bad Sulza nicht betroffen. Allerdings existieren Planungen für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Solarpark Alte Ziegelei Reisdorf“, den die Stadt Bad Sulza als vorgezogenen Bebauungsplan 2017 öffentlich ausgelegt hatte, jedoch trotz offenkundiger Bebauung mit Solaranlagen keinen weiteren Projektfortschritt auf der Webseite anzeigt.


Quelle:


Webseite der Stadt Bad Sulza
(Abfragen: 22.10.2017 und unverändert 08.01.2019; Hinweis: die seinerzeit veröffentlichten
Dokumente und Unterlagen zum Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans "Solarpark Alte Ziegelei Reisdorf" waren in 10/2020 auf der Webseite nicht mehr hinterlegt/abrufbar!)


SCHUTZGEBIETE / BELASTUNGEN

Trinkwasserschutz

Keine Hinweise auf Betroffenheit, daher nicht gesondert geprüft, vgl. auch Rubrik ÖFFENTLICHE PLANUNG-Kommunale Planung: Unterlagen für ein 2017 veröffentlichtes Solarprojekt.


Quelle:



BVVG-GIS

Naturschutz

Restriktionen durch ausgewiesene Schutzgebiete bestehen nicht. Bekannt ist eine Biotopeinstufung, vgl. Rubrik ÖFFENTLICHE PLANUNG-Kommunale Planung: Unterlagen für ein 2017 veröffentlichtes Solarprojekt.


Quellen:



Gutachten [2] 1996; BVVG-GIS: BfN-Layer Stand 02/2017

Bodendenkmale

Hinweise auf etwaige Bodendenkmale liegen nicht vor und wurden daher nicht gesondert geprüft.


Quellen:


BVVG-GIS: Topographische Karte TK25

Altlastenverdacht

Hinweise auf etwaige Altlasten liegen trotz Wiedernutzbarmachung der Geländeoberfläche der ehemaligen Tongrube Reisdorf nicht vor, vgl. Rubrik ÖFFENTLICHE PLANUNG-Kommunale Planung: Unterlagen für das 2017 veröffentlichte Solarprojekt.


Quellen:



BVVG-GIS:
Topographische Karte TK25, Luftbilder


INFRASTRUKTUR / ERSCHLIEßUNG

Verkehrswege

Das Bergwerksfeld ist über das örtliche Wege- und Straßennetz an die ca. 0,7 Kilometer entfernte Bundesstraße B 87 angebunden.

Nördlich von Reisdorf befindet sich nutzbare Eisenbahninfrastruktur, die beispielsweise die Raiffeisen Waren GmbH, Reisdorf, für ihren Güterverkehr nutzt.


Quellen:


BVVG-GIS: Luftbilder,
Webseite der Raiffeisen Waren GmbH (
Abfrage vom 10.01.2018 und direkte telefonische Nachfrage)

Versorgungsleitungen/-trassen

Restriktionen durch Versorgungsleitungen bestehen für das Bergwerkseigentum Reisdorf-Ost durch die Flächensolaranlagen nebst deren technischen Einrichtungen.

Das Bergwerksfeld ist vom Trassenkorridor eines Vorhabens der Bundesnetzagentur betroffen. Es handelt sich um das Vorhaben Nr. 13 (Pulgar-Vieselbach) Bundesbedarfsplanungsgesetz (BBPlG), Planungsabschnitt Schkölen-Bad Sulza.


Quelle:

BVVG-GIS: Topographische Karten, Luftbilder; Gutachten [2], Schriftwechsel mit der Bundesnetzagentur vom 01.11.2017 sowie vom 17.01.2019

Industriell-gewerbliche Standorte

Die nächstgelegenen Gewerbestandorte befinden sich in Eckardsberga, Bad Sulza und der „Glockenstadt“ Apolda.


BESONDERHEITEN

Dauerhafte
Beschränkungen

Abstände zu schützenswerten Objekten sind entsprechend den geltenden Standards einzuhalten.

Erweiterungsmöglichkeiten

Westlich des Bergwerksfeldes Reisdorf-Ost liegt das nahezu unverritzte Bergwerksfeld Reisdorf-West. Es befindet sich im Eigentum Dritter und ist gemäß Luftbild noch nicht als Tongrube erschlossen.


DOKUMENTATION

Erkundungsberichte, Gutachten, Prospekte

Die unter der Rubrik LAGERSTÄTTE genannten Quellen sind, soweit sie nicht ohnehin öffentlich sind, bei der BVVG nach Terminvereinbarung einsehbar.

Haftungsausschluss

Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH stellt die Inhalte dieses Produktblattes mit Sorgfalt zusammen. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr. Die Angaben dienen nur der unverbindlichen allgemeinen Information und ersetzen nicht die individuelle Befassung mit dem Objekt.

Stand der Informationen: 01/2019 mit folgenden Aktualisierungen in 10/2020: Web-Links sowie Luftbilder


ZUR BEACHTUNG

    • Bei dem Bergwerkseigentum Reisdorf-Ost handelt es sich um eine Bergbauberechtigung im Sinne des Bundesberggesetzes (BBergG) vom 13.08.1980 (BGBl I S. 1310), in seiner aktuellen Fassung in Verbindung mit den Überleitungsvorschriften des Einigungsvertragsgesetzes vom 23. 09.1990 (BGBl II S. 885), dem Gesetz zur Vereinheitlichung der Rechtsverhältnisse bei Bodenschätzen vom 15.04.1996 (BGBl I S. 602) und der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung bergbaulicher Vorhaben vom 13.07.1990 (BGBl I S. 1420) in seiner aktuellen Fassung.
    • Das BBergG unterscheidet die bergbauliche Berechtigung und ihre Ausübung. Die Bergbauberechtigung vermittelt nur eine Rechtsposition, der Unternehmer erhält das Recht, Bodenschätze aufzusuchen und zu gewinnen. Er darf jedoch von dieser Berechtigung nicht ohne weiteres Gebrauch machen, zur Ausübung der Berechtigung, also zum tatsächlichen Abbau von Bodenschätzen kommt es erst, wenn der entsprechende Betriebsplan aufgestellt und von der zuständigen Bergbehörde zugelassen worden ist.
    • Es gelten die Regelungen für Bergwerkseigentum nach § 151 BBergG.
    • Die Grundstücke über dem Bergwerksfeld Reisdorf-Ost gehören nicht zum Bergwerkseigentum.

Die Besichtigung des Bergwerksfeldes kann von öffentlichen Straßen und Wegen aus erfolgen. Wir weisen darauf hin, dass das ungenehmigte Befahren der das Bergwerksfeld überdeckenden Grundstücke nicht gestattet ist.


ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUM INTERESSENBEKUNDUNGSVERFAHREN

Die BVVG veröffentlicht auf ihrer Webseite in Abständen Informationen zum ihr verfügbaren Bergwerkseigentum.

Die Informationen dienen einem ersten Überblick zum jeweiligen Bergwerkseigentum. Interessenten können Ihr Erwerbsinteresse unter Angaben des betreffenden Bergwerkseigentums - vorzugsweise schriftlich - gegenüber der BVVG-Zentrale bekunden.

Die Vermarktung/Veräußerung des Bergwerkseigentums erfolgt grundsätzlich über öffentliche Ausschreibungen, um einem breiten Bewerberkreis die Möglichkeit zur Gebotsabgabe zu geben. Die Reihenfolge für die Ausschreibung des Bergwerkseigentums legt die BVVG intern fest; vorliegende Interessenbekundungen werden hierbei nach Möglichkeit berücksichtigt. In jedem Fall werden diejenigen Interessenten, deren Erwerbsinteresse zum Ausschreibungsbeginn bei der BVVG aktenkundig ist, über die Ausschreibung schriftlich informiert.

Lage

Das Bergwerkfeld Reisdorf-Ost befindet sich in Mittelthüringen, nordöstlich von Weimar südlich der Ortslage Reisdorf. Es ist über das örtliche Straßen- und Wegenetz und die ca. 0,7 Kilometer entfernte Bundesstraße B 87 erreichbar.
Das Bergwerkseigentum betrifft den östlichen, weitgehend überbaggerten und verkippten Teil der Tonlagerstätte „Reisdorf“. Die Geländeoberfläche der ehemaligen Tongrube ist soweit wiederhergestellt, dass sie aus der Bergaufsicht entlassen werden konnte. Verfüll- bzw. Aufhaldungsvolumen ist vorhanden.

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Anlagen / Links

Kontaktdaten

  • Name
    Frau Dr. Sabine Dietrich
  • Firma
    BVVG - Bereich Verkauf/Verpachtung
  • Adresse
    Schönhauser Allee 120
    10437 Berlin
  • Tel. Durchwahl

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