Bergwerkseigentum Saupersdorf/Kirchberg, Hartgestein

Sachsen, Zwickau

Bergwerkseigentum Saupersdorf/Kirchberg, Hartgestein - Auszug aus dem Lageriss

Auszug aus dem Lageriss

Bergwerkseigentum Saupersdorf/Kirchberg, Hartgestein - Luftbild, Projektion des BWE (1)

Luftbild, Projektion des BWE (1)

Bergwerkseigentum Saupersdorf/Kirchberg, Hartgestein - Luftbild, Projektion des BWE (2)

Luftbild, Projektion des BWE (2)

Objektdaten

  • Objekt-Nr.
    VV24-2450-001315
  • Bundesland
    Sachsen
  • Kreis
    Zwickau
  • Gemeinde
    Kirchberg, Stadt
  • Gemarkung
    Saupersdorf
    Kirchberg
  • Flurstück
    keine
  • Objektart
    Bodenschätze-Interessenbekundung
  • Größe
    259.991 m²
  • Orientierungswert
    Die BVVG ruft zur Bekundung von Kaufinteresse unter Angabe von Preisvorstellungen auf.

Objekt­beschreibung

Für das Bergwerkseigentum Saupersdorf/Kirchberg, Bodenschatz Gesteine zur Herstellung von Schotter und Splitt, ruft die BVVG hiermit potentielle Käufer zur Abgabe von Interessenbekundungen auf.
Der rötliche Kirchberger Granit wurde bis Ende der 1960er Jahre gewonnen, und über Erkundungs- und Analysenarbeiten in den Jahren 1966/1974 liegen Ergebnisberichte sowie Kopien von Prüfzeugnissen vor. Die Festigkeiten des wetter- bzw. frostbeständigen, homogen feinkörnigen Materials weisen sämtlich gute Werte auf.

OBJEKT

Bergwerkseigentum

Saupersdorf/Kirchberg (Nr. 698/90/804)

Verliehen für den Bodenschatz

9.27, Gesteine zur Herstellung von Schotter und Splitt

Größe des Bergwerksfeldes

259.991 m²

Rechtliche Einordnung

aufrechterhaltenes altes Bergwerkseigentum gemäß § 151 BBergG

Oberflächennutzung

überwiegend Landwirtschaft, einzelne Baum- und Buschgruppen am Kreuzhübel, südöstlich des Kreuzhübels und entlang der ca. 43 m hohen Bruchwand des ehemaligen Steinbruchs, gewerbliche Nutzung des ehemaligen Steinbruchgeländes

Flächen der BVVG


Die BVVG besitzt über dem Bergwerksfeld Saupersdorf/Kirchberg und angrenzend keine Grundstücke.


LAGERSTÄTTE


Quellen:

      [1] Blei, Dietel, M. (1966): Stand der Kenntnisse über die geologischen Untersuchungsarbeiten im Objekt „Schotter/Splitt Saupersdorf“,- zitiert,


      [2] Trautmann: Stellungnahme zum Stand der Kenntnisse über die geologischen Untersuchungsarbeiten im Objekt „Schotter/Splitt Saupersdorf“. - Zentrale Vorratskommission für mineralische Rohstoffe, Sektor Vorratsberechnung, Berlin, 13.10.1966, 7 Blatt,


      [3] Thiel, Christoph, Hänichen (1974): Ingenieurgeologisches Vorgutachten für den Steinbruch Saupersdorf auf der Grundlage des Berichtes der Bezirksstelle für Geologie Karl-Marx-Stadt vom 17.06.1966. – VEB Geologische Forschung und Erkundung, Betriebsteil Freiberg, Freiberg, 04.03.1974, 12 Blatt inkl. Anlagen,


      [4] Zöllner (1974): Btr. TS Eibenstock, Betontechnologische Eignungsversuche zur Erarbeitung der Optimalrezepturen unter Einsatz der Zuschlagstoffe aus dem Granitsteinbruch Hölig in Saupersdorf, Informationsbericht. – SKB Wasserbau Weimar, Kombinatsleitung, Zentrallabor, Weimar 28.03.1974, 7 Seiten,


      [5] Helmich, Fröhlich (1974): Bericht zur „entscheidungsfindung investmentmassnahme steinbruch saupersdorf‘. – Rat des Bezirkes Karl-Marx-Stadt, Bezirksstelle für Geologie, Karl-Marx-Stadt, 14.06.1974, 1 Telex,


      [6] Dietel, M. & Fröhlich (1975): Lagerstättenwirtschaftliche Stellungnahme zur Sicherung des M u. A - Vorhabens Talsperre Eibenstock mit schweren Zuschlagstoffen unter besonderer Berücksichtigung der Wiederinbetriebnahme des Steinbruches Saupersdorf südlich Kirchberg, Kreis Zwickau/Land. – Bezirksstelle für Geologie beim Rat des Bezirkes Karl-Marx-Stadt, Karl-Marx-Stadt, 12.02.1975, 5 Blatt,


      [7] Haake, R. (1996): Einschätzung und Bewertung des Bergwerksfeldes Saupersdorf/Kirchberg, Gesteine zur Herstellung von Schotter und Splitt. – Geologische Landesuntersuchung GmbH, Freiberg, 22.07.1996, 15 Seiten zzgl. 8 teils mehrseitige Anlagen.


Geologische Verhältnisse

Das Bergwerksfeld liegt innerhalb des Kirchberger Granitmassivs, einem von drei westerzgebirgischen Granitplutonen. Es beinhaltet fein- und mittelkörnige Granitvarietäten. Der an der nördlichen Feldesgrenze belegene ehemalige Steinbruch Saupersdorf liegt optimal in einer Zone mit vorwiegend feinkörnigen granitoiden Gesteinen, die sich in einem ca. 500 m breiten Streifen von südlich Kirchberg zwischen grobkörnigem porphyrischen Randgranit und dem feinkörnig porphyrischen stockförmigen Zentralgranit am Südostrand des Plutons in südlicher Richtung bis etwa Wildenau fortsetzt. Die tektonischen Verhältnisse sind durch intensive Klüftungen und vereinzelte Störungen gekennzeichnet. Dem Abraum zuzuordnende Schichten der Übergangszone zum festen anstehenden Gestein sind verhältnismäßig geringmächtig.

Das Bergwerksfeld liegt am westlichen Talhang des Rödelbaches auf einer sich um ca. 60 m über die Talsohle bis auf ca. 428 m ü. HN erhebenden Hochlage. Aufgrund des Fehlens von Gehängelehmen versickern Oberflächenwässer im oberflächennah grusig verwitterten Granit rasch und fließen entsprechend der Neigung der Oberfläche des unverwitterten Granits ab.

Untersuchungsstand

Die lagerstättenwirtschaftlichen Aussagen gehen im Wesentlichen auf die geologischen Handschrappenbohrungen und geophysikalischen Vorerkundungsarbeiten im Objekt „Schotter/Splitt Saupersdorf“ aus dem Jahre 1966 sowie auf Untersuchungen an der Abbauwand des ehemaligen ca. 400 m langen Steinbruchs Saupersdorf sowie des Bruches Kreuzhübel aus dem Jahre 1974 zurück.

Neben Kopien von Prüfberichten zu Untersuchungen an Probenmaterial aus der Produktion der Fa. Chr. Hölig & Söhne für Gleisschotter, Edelsplitt und Schotter sowie als Betonzuschlagsstoffe und Werkgestein aus den Jahren 1959 bis 1965 (DIN DVM 2104 bis 2110, DIN 52102 und 21109 sowie TGL 2840-56 und 10808) liegen die Ergebnisse diverser Brechversuche und betontechnischer Eignungsversuche für Wasserbauzwecke aus den Jahren 1974/75 vor.

Petrographische und qualitative Kennzeichnung

Das im ehemaligen Steinbruch Saupersdorf anstehende Gestein weist ein gleichkörniges Gefüge auf und wird als praktisch homogen bezeichnet. Es handelt sich um einen rötlichen Biotitgranit, dessen Mineralbestand mit Plagioklas, Orthoklas, Quarz und Biotit, untergeordnet Muskovit sowie akzessorisch Apatit, Zirkon und Eisenerz angegeben wird. Die Korngröße ist mittel- bis feinkörnig, die Kornform meist gedrungen mit scharfer Kantenausbildung. Vereinzelt kommen Quarze, gelegentlich Biotitschuppen und rötlichbraune Feldspäte mit Größen um 1 cm vor. Eine Neigung zu Drusenbildung ist nicht beobachtet worden, Kataklasen sind untergeordnet. Im Dünnschliff zeigte sich allgemein beginnende serizitische Zersetzung der Feldspäte und Chloritisierung des Biotits; Zerfallserscheinungen sind nicht festgestellt worden.

Für die Gesteinsparameter liegen u.a. folgende Angaben vor:

    • Druckfestigkeiten:
      in trockenem Zustand: 1.770 – 2.410 kp/cm²
      in wassergesättigtem Zustand: 1.700 – 2.180 kp/cm²
      an gefrorenen Proben: 1.760 – 2.210 kp/cm²
    • Wasseraufnahme im Mittel: 0,3 %
    • Biegezugfestigkeiten im Mittel: 220 kp/cm²
    • Reindichte im Mittel: 2,623 g/cm³
    • Rohdichte im Mittel: 2,580 g/cm³

Betontechnische Untersuchungen des Zentrallabors für den Wasserbau in Weimer bescheinigen dem Saupersdorfer Granit die Eignung als Zuschlagstoff für die Herstellung von hochwertigem Talsperrenbeton. Insgesamt handelt es sich um ein wetter- bzw. frostbeständiges Material, dessen Festigkeiten sämtlich gute Werte aufweisen und das über eine hohe Biegefestigkeit verfügt.

Verwendungsmöglichkeiten

Nach den Ergebnissen der vorliegenden Prüfberichte aus den Jahren 1959 bis 1965 sowie 1974/75 und der vormaligen Verwendung des Gesteins ist der Saupersdorfer Granit als schwerer Zuschlagstoff für die Herstellung hochwertiger Betone geeignet, sowie für die Herstellung von Gleisschotter, für die Herstellung von Edelsplitten und Schotter sowie bei ausreichender Abmessung für die Herstellung von Werksteinen für den Hoch-, Wasser- und Wegebau. Als günstige Verwendung wird die Herstellung von Groß-, Klein- und Mosaikpflaster bzw. Schotter erwähnt.

Abbausituation

Im Bereich des seit 1968 stillgelegten Steinbruches der Fa. Chr. Hölig & Söhne und des Bruches Kreuzhübel ist das Bergwerksfeld zum Teil verritzt. Das frische Granitgestein steht unter einer im Mittel 1,70 m mächtigen Gesteinspartie an, die grusig verwittert ist und dem Abraum zugeordnet wird. Das in den Unterlagen beschriebene Verhältnis A:N beträgt 1:23,9. In der regionalen Bauindustrie fand das grusig verwitterte Material stellenweise als „Sand“ Verwendung. Begründet durch die Hochlage wird mit unkomplizierten Wasserhaltungsverhältnissen gerechnet.

In den Jahren 1974/75 favorisierte die Wasserbaudirektion den erneuten Aufschluss des Steinbruches Saupersdorf für den Bau der Talsperre Eibenstock. Darüber und über die ablehnende Haltung der Zuschlagstoff- und Natursteinbetriebe unter Verweis auf zu tätigende Neuinvestitionen und andernorts vorhandene Produktionskapazitäten existiert umfangreicher Schriftwechsel aus den Jahren 1974/75.

Gegenwärtig ist eine Entwicklung der Ortslage Saupersdorf von Norden und Osten bis heran an den ehemaligen Steinbruch und das Bergwerksfeld zu verzeichnen. Das ehemalige Steinbruchgelände ist von einem Autohaus belegt. Gleichzeitig bietet die im Bau befindliche Ortsumgehung südlich von Kirchberg alternative Zuwegungsmöglichkeiten.

Vorratssituation

Hinsichtlich der Vorratssituation geben BLEI & DIETEL (1966) bezogen auf das damalige ca. 8 ha große Untersuchungsgebiet ca. 5,25 Mio. m³ Granit an, die unter Abzug von ca. 20 % Abbauverlusten ca. 10 Mio. t an Vorräten für die Herstellung von Schotter und Splitt entsprechen. Unter Berücksichtigung von Restriktionen waren im Landesentwicklungsplan 2003 noch ca. 13 ha des Bergwerksfeldes als Festgesteinsareal hoher Sicherungswürdigkeit ausgewiesen, das sich in südliche Richtung weiter fortsetzt. Der derzeit geltende LEP 2013 stellt das Hartgestein an diesem Standort mit höherer Gewichtung dar. Eine Neuberechnung der Vorräte bezogen auf das ca. 26 ha große Bergwerksfeld, ggf. mit Betrachtung von Erweiterungsmöglichkeiten, wird empfohlen.

Industrielle Bedeutung

Mit Blick auf die Anzahl der produzierenden Gewinnungsstellen - 3 Granitbrüche in weniger als 5 km Umkreis: Kirchberg-Krähenberg, Wolfersgrün, Giegenberg - kommt dem Kirchberger Granit überregionale Bedeutung zu.


ÖFFENTLICHE PLANUNG

Landesplanerische Einordnung

Die Karte 10 (Erläuterungskarte) „Klassifizierung der Vorkommen von Steine- und Erden-Rohstoffe, aktiver Steine-Erden-Bergbau“ des Sächsischen Landesentwicklungsplans 2013 weist das Bergwerksfeld Saupersdorf/Kirchberg und sein Umfeld als „Festgesteine inkl. Karbonatgesteine“ der höchsten Wertigkeitsklasse 4 aus.


Quellen:


Landesentwicklungsplan 2013 Freistaat Sachsen, beschlossen am 12.07.2013; BVVG-GIS

Regionalplanerische Einordnung

In der Raumnutzungskarte zum Regionalplan ist im Bereich des Bergwerksfeldes das Vorbehaltsgebiet für oberflächennahe Rohstoffe „Saupersdorf (Ulli), Saupersdorf/Kirchberg“ ausgewiesen. Ebenso ausgewiesen sind ein Vorranggebiet für Natur und ein Vorbehaltsgebiet für Landschaftsbild und Landschaftserleben, die das Bergwerksfeld teilweise betreffen.



Quellen:


Satzung über die erste Gesamtfortschreibung des Regionalplanes Südwestsachsen in der Fassung des Satzungsbeschlusses der Verbandsversammlung des Regionalen Planungsverbandes Südwestsachsen vom 10.07.2008 mit dem der Satzungsbeschluss vom 05.03.2008 geändert wurde, sowie des Genehmigungsbescheides des Sächsischen Staatsministeriums des Inneren vom 28.05.2008, geändert mit Bescheid vom 17.07.2008; BVVG-GIS

Kommunale Planung

Das Bergwerksfeld ist nicht überplant.


Quelle:


BVVG-GIS-Layer „Raumordnungskataster 2015-07“


SCHUTZGEBIETE / BELASTUNGEN

Trinkwasserschutz

kein Trinkwasserschutzgebiet


Quelle:


Verzeichnis der Trinkwasserschutzgebiete im Freistaat Sachsen mit Stand 12/2013

Naturschutz

Ca. 5 ha des südwestlichen Bergwerksfeldes sind von dem Landschaftsschutzgebiet „Kirchberger Granit“ betroffen. Die Liste der Biotope wurde nicht gesondert eingesehen. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass innerhalb des Bergwerksfeldes Biotope kartiert worden sind.


Quelle:


BVVG-GIS: Schutzgebiete

Bodendenkmale

keine Anhaltspunkte


Quelle:


BVVG-GIS: Topographische Karte TK25

Altlasten/-verdacht

keine Anhaltspunkte


INFRASTRUKTUR / ERSCHLIEßUNG

Verkehrswege

Die verkehrsmäßige Erschließung des Bergwerksfeldes zu der ca. 12 Kilometer entfernten Bundesautobahn A 72 (Anschlussstelle Zwickau-West), der Bundesstraße B 93 sowie der im Bau befindlichen Ortsumgehungsstraße südlich von Kirchberg gewährleistet Anbindungen sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr.

Leitungen

Überörtliche Leitungen queren das Bergwerksfeld nicht. Bei Planungen für eine etwaige Erschließung des Bergwerksfeldes können als Erdkabel verlegte Telekommunikationsleitungen und unter der Ortsverbindungsstraße Kirchberg-Hartmannsdorfer Forst verlegte Wasserleitungen zu berücksichtigen sein.


Quellen:


Schriftwechsel aus den Jahren 1994 und 1996; BVVG-GIS: Topografische Karten, Luftbilder

Industriell-gewerbliche Standorte

Das nächstgelegene voll erschlossene Gewerbegebiet ist Kirchberg Bachwiese. Der Steinbruch Kirchberg-Krähenberg produziert in weniger als 1 Kilometer nordöstlicher Richtung, getrennt von dem Bergwerksfeld durch das Rödelbachtal mit der Ortslage des Straßendorfes Saupersdorf.


BESONDERHEITEN

Dauerhafte
Beschränkungen

Den geltenden Standards entsprechende Abstände zu schützenswerten Objekten, Ortslagen und öffentlichen Verkehrswegen sind einzuhalten.

Erweiterungsmöglichkeiten

Im südlichen Anschluss an das Bergwerksfeld Saupersdorf/Kirchberg grenzt das Bergwerksfeld des erloschenen Bergwerkseigentums Saupersdorf (ca. 47 ha, zuvor bergrechtliche Bewilligung Ulli). Es erstreckt sich bis an die im Bau befindliche Ortsumgehungsstraße südlich von Kirchberg heran und bildet aus raumordnerischer Sicht eine Einheit mit dem Bergwerksfeld Saupersdorf/Kirchberg.


DOKUMENTATION

Erkundungsberichte, Gutachten, Prospekte

Die unter der Rubrik LAGERSTÄTTE genannten Quellen sind bei der BVVG nach Terminvereinbarung einsehbar.

Die Besichtigung des Bergwerksfeldes kann von öffentlichen Straßen und Wegen aus erfolgen. Wir weisen darauf hin, dass das ungenehmigte Befahren der das Bergwerksfeld überdeckenden Grundstücke nicht gestattet ist.

Haftungsausschluss

Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH stellt die Inhalte dieses Produktblattes mit Sorgfalt zusammen. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen aber ohne Gewähr. Die Angaben dienen nur der unverbindlichen allgemeinen Information und ersetzen nicht die individuelle Befassung mit dem Objekt.

Stand der Informationen: 11/2015 mit folgender Aktualisierung in 10/2020: Luftbilder


ZUR BEACHTUNG

    • Bei dem Bergwerkseigentum Saupersdorf/Kirchberg handelt es sich um eine Bergbauberechtigung im Sinne des Bundesberggesetzes (BBergG) vom 13.08.1980 (BGBl I S. 1310), in seiner aktuellen Fassung in Verbindung mit den Überleitungsvorschriften des Einigungsvertragsgesetzes vom 23.09.1990 (BGBl II S. 885), dem Gesetz zur Vereinheitlichung der Rechtsverhältnisse bei Bodenschätzen vom 15.04.1996 (BGBl I S. 602) und der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung bergbaulicher Vorhaben vom 13.07.1990 (BGBl I S. 1420) in seiner aktuellen Fassung.
    • Das BBergG unterscheidet die bergbauliche Berechtigung und ihre Ausübung. Die Bergbauberechtigung vermittelt nur eine Rechtsposition, der Unternehmer erhält das Recht, Bodenschätze aufzusuchen und zu gewinnen. Er darf jedoch von dieser Berechtigung nicht ohne weiteres Gebrauch machen, zur Ausübung der Berechtigung, also zum tatsächlichen Abbau von Bodenschätzen kommt es erst, wenn der entsprechende Betriebsplan aufgestellt und von der zuständigen Bergbehörde zugelassen worden ist.
    • Es gelten die Regelungen für Bergwerkseigentum nach § 151 BBergG.
    • Die Grundstücke über dem Bergwerksfeld Saupersdorf/Kirchberg gehören nicht zum Bergwerksfeld.

ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUR INTERESSENBEKUNDUNG

Die BVVG veröffentlicht auf ihrer Webseite in Abständen Informationen zum ihr verfügbaren Bergwerkseigentum.

Die Informationen dienen einem ersten Überblick zum jeweiligen Bergwerkseigentum. Interessenten können Ihr Erwerbsinteresse unter Angaben des betreffenden Bergwerkseigentums - vorzugsweise schriftlich - gegenüber der BVVG-Zentrale bekunden.

Die Vermarktung/Veräußerung des Bergwerkseigentums erfolgt grundsätzlich über öffentliche Ausschreibungen, um einem breiten Bewerberkreis die Möglichkeit zur Gebotsabgabe zu geben. Die Reihenfolge für die Ausschreibung des Bergwerkseigentums legt die BVVG intern fest; vorliegende Interessenbekundungen werden hierbei nach Möglichkeit berücksichtigt. In jedem Fall werden diejenigen Interessenten, deren Erwerbsinteresse zum Ausschreibungsbeginn bei der BVVG aktenkundig ist, über die Ausschreibung schriftlich informiert.

Nach vorheriger Terminabsprache mit dem o. g. Ansprechpartner kann in den Räumen der BVVG-Zentrale in ggf. vorhandene detaillierte Unterlagen zu dem jeweiligen Bergwerkseigentum Einsicht genommen werden.

Lage

Das Bergwerksfeld Saupersdorf/Kirchberg liegt im Südwesten des Freistaates Sachsen, im Westerzgebirge südlich von Zwickau innerhalb des Kirchberger Granitmassivs.
Es ist in Teilen verritzt und über das örtliche Straßennetz an die ca. 12 Kilometer entfernte Bundesautobahn BAB 72 sowie die B 93 angebunden. Die im Bau befindliche Ortsumgehungsstraße südlich von Kirchberg ermöglicht potenziell eine Abfrachtung ohne Ortsdurchfahrt Saupersdorf/Kirchberg.

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Die dargestellte Position ist nur eine ungefähre Angabe der Lage.

Anlagen / Links

Kontaktdaten

  • Name
    Frau Dr. Sabine Dietrich
  • Firma
    BVVG - Bereich Verkauf/Verpachtung
  • Adresse
    Schönhauser Allee 120
    10437 Berlin
  • Tel. Durchwahl

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