Bergwerkseigentum Schreiersgrün-Süd, Hartgest./Feldspat

Sachsen, Vogtlandkreis

Bergwerkseigentum Schreiersgrün-Süd, Hartgest./Feldspat - Auszug aus dem Lageriss

Auszug aus dem Lageriss

Bergwerkseigentum Schreiersgrün-Süd, Hartgest./Feldspat - Luftbild, Projektion des BWE (1)

Luftbild, Projektion des BWE (1)

Bergwerkseigentum Schreiersgrün-Süd, Hartgest./Feldspat - Luftbild, Projektion des BWE (2)

Luftbild, Projektion des BWE (2)

Objektdaten

  • Objekt-Nr.
    VV23-2450-001415
  • Bundesland
    Sachsen
  • Kreis
    Vogtlandkreis
  • Gemeinde
    Auerbach/Vogtl., Stadt
    Treuen, Stadt
  • Gemarkung
    Schreiersgrün
    Reumtengrün
  • Flurstück
    keine
  • Objektart
    Bodenschätze-Interessenbekundung
  • Größe
    352.045 m²
  • Orientierungswert
    Die BVVG ruft zur Bekundung von Kaufinteresse unter Angabe von Preisvorstellungen auf.

Objekt­beschreibung

Für das Bergwerkseigentum Schreiersgrün-Süd, Bodenschatz Gesteine zur Herstellung von Schotter und Splitt, ruft die BVVG hiermit potentielle Käufer zur Abgabe von Interessenbekundungen auf. Der Schreiersgrüner Muskovit-Monzogranit diente historisch als Werkstein und grusig verwittertes Material als Sand. Die Bestrebungen in den Dekaden vor 1990 zielten auf die planmäßige Großproduktion hochwertiger Feldspatprodukte. Ergebnisberichte der Erkundungen bis hin zu industriellen Großversuchen liegen vor (1964-1983).

OBJEKT

Bergwerkseigentum

Schreiersgrün-Süd (Nr. 721/90/812)

Verliehen für den Bodenschatz

9.27, Gesteine zur Herstellung von Schotter und Splitt

Größe des Bergwerksfeldes

352.045 m²

Rechtliche Einordnung

aufrechterhaltenes altes Bergwerkseigentum gemäß § 151 BBergG

Oberflächennutzung

überwiegend Forstwirtschaft, Landwirtschaft, teils Bebauung

Flächen der BVVG

Die BVVG besitzt über dem Bergwerksfeld Schreiersgrün-Süd und angrenzend keine Grundstücke.


LAGERSTÄTTE


Quellen:

      [1] Dietel, M. (1964): Bericht über die durchgeführten Untersuchungsarbeiten im Granitvorkommen Schreiersgrün/Vogtl. Mit einer Vorratseinschätzung und 7 Anlagen. – Bezirksstelle für Geologie beim Rat des Bezirkes Karl-Marx-Stadt, 21.11.1964, 13 Seiten und 7 Anlagen,


      [2] Lasch, G. et al. (1977): Ergebnisbericht Feldspatprogramm. – Institut für mineralische Rohstoff- und Lagerstättenwirtschaft, Dresden, 30.04.1977, 112 Seiten und Anlagen (davon Anlage 1, 3.3 und 4.7 vorhanden),


      [3] Müller, B. (1978): Bericht über die durchgeführten Untersuchungen der sozialistischen Arbeitsgemeinschaften „Feldspatrohstoff Schreiersgrün“ und „Substitution Feldspatrohstoff“. – SAG „Feldspatrohstoff Schreiersgrün“ (VEB Hartsteinwerke „Vogtland, Oelsnitz) und „Substitution Feldspatrohstoff“ (VEB NMT Steinach), Dresden, 06.01.1978, 53 Seiten und 1 Anlage,


      [4] Oswald, B. und Löschau, G. (1980): Rohstofftechnologischer Bericht: Erkundung Feldspat Schreiersgrün. – Institut für mineralische Rohstoff- und Lagerstättenwirtschaft, Dresden, 28.07.1980, 48 Seiten und 35 teils mehrseitige Anlagen,


      [5] Merker, G. und Oswald, B. (1982): Rohstofftechnologischer Zwischenbericht A4/2: Großversuche Schreiersgrün. – Institut für mineralische Rohstoff- und Lagerstättenwirtschaft, Dresden, 19.07.1982, 81 Seiten und 5 Anlagen,


      [6] Merker, G. und Hauptmann, K. (1983): Rohstofftechnologische Forschung: Forschungsthema Feldspatrohstoffe, Teil I – Granit Schreiersgrün – Feldspat Schreiersgrün. – Institut für mineralische Rohstoff- und Lagerstättenwirtschaft, Dresden, 04.05.1983, 79 Seiten und 7 teils mehrseitige Anlagen,


      [7] n.n. (1983): Geologische und rohstoffseitige Begründung zur Erteilung des beauftragten Bergbauschutzgebietes für das vorgesehene Tagebaufeld Süd der Granitlagerstätte Schreiersgrün. – undatiert, 2 Blatt,


      [8] Lageriss, undatiert.


Geologische Verhältnisse

Das Bergwerksfeld liegt im Westerzgebirge/Vogtland auf ca. 450 m ü. NN im Grenzbereich des Bergen-Lauterbacher Granitmassivs. Es beinhaltet klein- und mittelkörnige Granitvarietäten. Im Bereich des Bergwerksfeldes hat das granitische Gestein keine Berührung mit dem Kontakthof des Granitplutons und ist nicht kontaktmetamorph verändert. Es liegt weitgehend homogen vor.

Die tektonischen Verhältnisse werden durch ein NW-SE/NE-SW-streichendes Störungsgitter beherrscht.

Aufgrund des Fehlens von Gehängelehmen versickern Oberflächenwässer im oberflächennah grusig verwitterten Granit rasch.

Untersuchungsstand

Die Lagerstätte Schreiersgrün-Süd wurde in den Jahren vor 1990 als Folgelagerstätte für den nördlich der Ortslage Schreiersgrün betriebenen Tagebau erkundet. Über diese Untersuchungsarbeiten in den Jahren 1963/1964 und 1977 liegen Ergebnisberichte vor. Weiterhin liegen die Ergebnisse umfangreicher technologischer Untersuchungen im Rahmen des Feldspatprogramms bis 1983 vor. Sie umfassen neben Angaben zu Korngrößen, zur chemischen und mineralogischen Zusammensetzung des Granits Ergebnisse umfangreicher Anwendungsversuche für die Herstellung von technischen Glasen, Flach- und Behälterglas, Grob- und Feinkeramik, technischer Keramik und Emailleschmelzen in sieben unterschiedlichen Betrieben. In die Untersuchungen sind 198 Einzelproben, 6 Proben aus Geländeaufschlüssen und 39 Mischproben eingeflossen.

Petrographische und qualitative Kennzeichnung

Der Schreiersgrüner Granit ist ein biotitführender Muskovit-Monzogranit. Er ist im Betrachtungsraum fast ausschließlich in zwei Varietäten ausgeprägt, die sich hauptsächlich durch ihr Gefüge unterscheiden: eine mittel- bis grobkörnige und eine klein- bis mittelkörnige Varietät. Bei der vorherrschenden mittel- bis grobkörnigen Varietät handelt es sich um einen weiß-grau-weißen, teils durch Orthoklase porphyrischen Muskovit-Monzogranit (Hauptgestein). Die zweite, als jüngeres meist gangartiges Gestein bezeichnete Varietät, ist ein weißgrau-rötlicher, kleinkörnig/ungleichkörniger Granodiorit, der deutlich weniger Biotit enthält. Innerhalb des Bergwerksfeldes Schreiersgrün-Süd tritt praktisch ausschließlich die als Hauptgestein bezeichnete Varietät auf. Ihr Mineralbestand umfasst gelblich-weißen Alkalifeldspat (Mikroklin und Orthoklas), weißen Plagioklas, rauchgrauen Quarz, Biotit, Hellglimmer, Chlorit, Serizit, Apatit, Rutil, Hämatit, Zirkon, Pyrit und Turmalin, wobei der Orthoklas oft mit Albit verwachsen ist und im Biotit Lithium nachgewiesen wurde. Der Turmalin tritt regellos, butzenartig oder zentrisch in Form von sogenannten Turmalinsonnen auf. Im Mittel umfasst der Mineralbestand 35 (33-36) M.-% Quarz, 54 (51-57) M.-% Feldspat, 7 % Muskovit und 3 (2-4) M.-% Biotit.

Chemisch überwiegt mit 75% der Gehalt an SiO
2, gefolgt von ca. 14,2 % Al
2O
3 und 4,3 % K
2O. Der Gesamtgehalt an Alkalien (K
2O+Na
2O) liegt im Mittel bei 7,7 %, wobei der Anteil von K
2O zu Na
2O sich wie 1,3 zu 1 verhält. Die Gehalte an TiO
2, CaO, MgO betragen 0,16 %, 0,6 % bzw. 0,3 %, der Fe
2O
3-Gehalt beläuft sich auf 1,34 %. Als Glühverlust werden 0,8 % angegeben. Den Berechnungen zufolge ändert sich die chemische Zusammensetzung des Rohstoffes über die verschiedenen Abbauscheiben nur unwesentlich.

Hinsichtlich der Korngröße liegen die Werte für Feldspat und Quarz zwischen 0,5 bis 4,0 mm, max. 8,0 mm, sowie für Einzelaggregate von Orthoklas bis 25 mm. Die Korngröße der Glimmer beträgt 0,1 bis 3,0 mm. Aufgrund der größeren Körnigkeit und der nur schwachen bis mäßigen Kornverzahnung zeichnet sich das sogenannte Hauptgestein durch sehr gute Aufbereitungseigenschaften im Kornaufschluss, bei der Flotation und bei der Magnetscheidung aus. Kaum abzutrennen sind dagegen der in reliktischen Einschlüssen vorhandene Biotit und der sehr feinkörnige, lokal auf Rissen auftretende Hämatit, die einen gewissen verbleibenden Fe-Gehalt im Aufbereitungsgut bedingen. Im Rahmen des Feldspatprogramms der 1970er Jahre wurden für das Quarz-Feldspat-Wertprodukt mittlere Feldspatgehalte von 57 % (54-60 %) ermittelt, wobei der Biotit auf < 1 % abgereichtert werden konnte.

Hinsichtlich der Verwertbarkeit als Feldspatrohstoff in der Glas- und Keramikindustrie zeigte sich das unaufbereitete Material als mittelwertiger Mischfeldspat, der feinvermahlen für Versätze der Baukeramik und Bauglasindustrie geeignet ist (TGL 20687 – Sorte C 45/IV). Nach einer Aufbereitung mittels Starkfeldmagnetscheidung erfüllte das Material, trotz des geringfügig unterhalb der Richtwerte liegenden mittleren Feldspatgehaltes von 57 %, die Anforderungen hochwertiger Mischfeldspäte (TGL 20687 – Sorte C 45/II).

Hinsichtlich der Gesteinsparameter liegen u.a. folgende Angaben vor: Monzogranite haben aufgrund ihres körnigen, porösen, serialporphyrischen und spaltenreichen Gefüges, das die Verwitterung des Materials begünstigt, allgemein keine guten Festigkeitseigenschaften. Für die Rohdichte werden im Mittel: 2,60 g/cm³ angegeben.

Verwendungsmöglichkeiten

Den vorliegenden Berichten aus den Jahren 1964 bis 1983 zufolge, ist der Schreiersgrüner Granit gemahlen als Feldspatrohstoff eingesetzt worden, überwiegend für die Flachglasproduktion und untergeordnet in der Bau- und Grobkeramik sowie für sonst. Verbraucher.

Die Eignung der mittel- und hochwertigen Mischfeldspäte als Flussmittel in keramischen Massen und Glasgemengen ist zweifelsfrei nachgewiesen worden. In sortiertem Zustand ist die Eignung der Mischfeldspäte - trotz der unterhalb der geltenden K
2O-Gehalte für die Glas- und Keramikindustrie liegenden Werte - auch als Substitut für hochwertige schadstoffarme Flussmittel mit ausgeprägter Kaliumbetonung beschrieben worden. Dies erfolgte mit dem Hinweis auf die besondere Bedeutung der Verwertbarkeit in der feinkeramischen Industrie zur Herstellung von Hartporzellan. Weiterhin ist die Eignung der Mischfeldspäte für den Einsatz als Al
2O
3-Träger anstelle von Quarzporphyr bzw. Tonerde in einigen Zweigen der Glasindustrie sowie als laugen- und säurefester Füllstoff anstelle von Quarzmehl im Behälterbau beschrieben worden. Eine Eignung zur Produktion bestimmter hochwertiger farbloser Spezialgläser ist hingegen nicht festgestellt worden.

Für die im Zuge der Aufbereitung anfallenden Glimmer fanden potentielle Verwendungsmöglichkeiten in der Farben- und Lackindustrie Erwähnung.

Abbausituation

Zahlreiche ältere Aufschlüsse und Restlöcher, u.a. der Bereich des 1986 stillgelegten Steinbruches der Fa. Albert Berger Schreiersgrün und des „Seidels Loch“, beeinflussen die bergtechnische Abbauführung in Falle eines künftigen Neuaufschlusses.
Traditionelle Granitgewinnungsstellen wurden in den Zeiten vor 1990 unter Naturschutz gestellt, um ihren kulturhistorischen Wert zu erhalten. Da der Betrachtungsraum nicht zu diesen traditionellen Stätten gehört, plädierten die Berichtenden im Jahre 1977 dafür, in Abstimmung mit den zuständigen Organen das Naturschutzgebiet rückgängig zu machen und diese Rohstofflagerstätte von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung komplex und gezielt zu nutzen.

Eine stoffliche Differenzierung des Rohstoffkörpers wird hauptsächlich durch lokal begrenzte, von Klüften und der Oberfläche ausgehende Umwandlungen des Gesteins verursacht. Die Mächtigkeit dieser Umwandlungszonen schwankt im Bereich von Dezimetern bis zu einigen Metern. In Abhängigkeit vom Umwandlungsgrad verschlechtert sich die Rohstoffqualität mit dem abnehmenden Feldspatgehalt. Dem entgegen wirken die Gewinnungs- und Aufbereitungsprozesse homogenisierend und lassen insgesamt eine gleichbleibende Rohstoffqualität erwarten. Mit Ausnahme der verwitterungsbedingten Veränderungen des Gesteins wurden keine weiteren Trends beobachtet, so dass eine Qualitätskonstanz auch langfristig gewährleistet ist. Sofern die oberen grusig zersetzten Gesteinspartien ausgehalten werden, ist der gesamte Rohstoffkörper als Feldspatrohstoff nutzbar.

Das grusig verwitterte Material fand in der regionalen Bauindustrie stellenweise als „Sand“ Verwendung.

Aufgrund zu beachtender Hinweise bzgl. der hydrogeologischen Situation werden im Vorfeld einer Abbaukonzeptionierung direkte Abstimmungen mit der Wasserwirtschaft empfohlen. In den Jahren 1980er favorisierte das damalige Ministerium für Geologie im Ergebnis umfangreicher Erkundungen, Forschungsarbeiten und industrieller Großversuche den Aufschluss des Standortes Schreiersgrün/südlich für die Feldspatproduktion.

Gegenwärtig ist eine Entwicklung der Ortslagen Schreiersgrün, Kuxenberghäuser und Reumtengrün von Norden und Osten bis heran an den ehemaligen Steinbruch und das Bergwerksfeld zu verzeichnen.

Vorratssituation

Hinsichtlich der Vorratssituation geben Müller et al. (1977) Werte für ein ca. 290.000 m² großes Erkundungsfeld „Ia“ des südlichen Lagerstättenkomplexes von Schreiersgrün an, das sich im Wesentlichen mit dem Bergwerksfeld Schreiersgrün-Süd deckt. Bei einer durchschnittlichen Nutzmächtigkeit von 50 m stehen in diesem Erkundungsfeld „Ia“ geologische Vorräte von 14.500.000 m³ an. Eine aktuelle Neuberechnung der Vorräte für das ca. heutige 35 ha große Bergwerksfeld, ggf. mit Betrachtung von Erweiterungsmöglichkeiten auf die damaligen 670.000 m² und 555.000 m² großen Erkundungsfelder „Ib“ und „II“ mit durchschnittlichen Nutzmächtigkeiten von 100 m wird empfohlen.

Industrielle Bedeutung

Nach der positiven Beurteilung des Bergener Granits von Schreiersgrün als vielfältig verwendbarer, veredelungsfähiger einheimischer Feldspatrohstoff, der über einen mittleren bis großen Lagerstättenumfang verfügt und beibrechend Splitte und Putzsande herstellbar sind, kann dem Standort bei entsprechender Erschließung dauerhaft eine überregionale Bedeutung zukommen.

Die Bestrebungen in den Jahren vor 1990 zielten auf eine planmäßige Großproduktion hochwertiger, auch für den Export geeigneter Feldspatprodukte.


ÖFFENTLICHE PLANUNG

Landesplanerische Einordnung

Die Karte 10 (Erläuterungskarte) „Klassifizierung der Vorkommen von Steine- und Erden-Rohstoffe, aktiver Steine-Erden-Bergbau“ des Sächsischen Landesentwicklungsplans 2013 weist das Bergwerksfeld Schreiersgrün-Süd und sein Umfeld als „Festgesteine inkl. Karbonatgesteine“ der höchsten Wertigkeitsklasse 4 aus.


Quellen:


Landesentwicklungsplan 2013 Freistaat Sachsen, beschlossen am 12.07.2013; BVVG-GIS

Regionalplanerische Einordnung

In der Raumnutzungskarte zum Regionalplan ist das Bergwerksfeld zu großen Teilen als Vorbehaltsgebiet für oberflächennahe Rohstoffe „Schreiersgrün-Süd“ ausgewiesen. Es ist zudem ganz bzw. teilweise betroffen von einem Vorranggebiet für Natur und von Vorbehaltsgebieten als Brut- und Nahrungshabitat für überregional bedeutsame Vogelarten, einem Gebiet zur Erhaltung und Verbesserung des Wasserrückhalts, des Landschaftsbildes und Landschaftserlebens sowie von der regionalen ökologischen Verbundkulisse betroffen.


Quellen:


Satzung über die erste Gesamtfortschreibung des Regionalplanes Südwestsachsen in der Fassung des Satzungsbeschlusses der Verbandsversammlung des Regionalen Planungsverbandes Südwestsachsen vom 10.07.2008 mit dem der Satzungsbeschluss vom 05.03.2008 geändert wurde, sowie des Genehmigungsbescheides des Sächsischen Staatsministeriums des Inneren vom 28.05.2008, geändert mit Bescheid vom 17.07.2008; BVVG-GIS

Kommunale Planung

Das Bergwerksfeld ist nicht überplant.


Quelle:


BVVG-GIS: Layer „Raumordnungskataster 2015-07“


SCHUTZGEBIETE / BELASTUNGEN

Trinkwasserschutz

Ein Grundwasserschutzgebiet mit der Kennung T-5661616 ist im Gebiet um Schreiersgrün gelistet.


Quelle:


Verzeichnis der Trinkwasserschutzgebiete im Freistaat Sachsen mit Stand 12/2013

Hochwasserschutz

Eine möglicherweise erforderliche Absicherung gegen Hochwasser ist in den o.g. Unterlagen aus dem Jahr 1977 beschrieben, so dass eine aktuelle Prüfung der Sachverhalte empfohlen wird.

Naturschutz

Das Bergwerksfeld ist von Schutzgebieten nicht betroffen. Die Liste der Biotope wurde nicht gesondert eingesehen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass innerhalb des Bergwerksfeldes Biotope kartiert worden sind.

In einiger Entfernung von dem Bergwerksfeld befinden sich der Naturpark „Erzgebirge/Vogtland“, die FFH-Gebiete „Triebetal“ und „Göltzschtal“ sowie die Landschaftsschutzgebiete „Talsperre Pöhl“ und „Plohnbachaue“.


Quelle:


BVVG-GIS: Schutzgebiete

Bodendenkmale

Hinweise auf etwaige Bodendenkmale liegen im Bereich des Bergwerksfeldes nicht vor und wurden daher nicht gesondert geprüft.


Quelle:


BVVG-GIS: Topographische Karte TK25

Altlasten/-verdacht

Hinweise auf etwaigen Altlastenverdacht liegen nicht vor.


INFRASTRUKTUR / ERSCHLIEßUNG

Verkehrswege

Die verkehrsmäßige Erschließung des Bergwerksfeldes zu der ca. 6 Kilometer entfernten Bundesautobahn A 72 (Anschlussstelle Treuen) und der Bundesstraße B 94 gewährleistet Anbindungen sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr.

Der nächstgelegene Bahnhof der Vogtlandbahn mit Verbindung nach Norden und Süden befindet sich in Treuen.

Versorgungsleitungen/-trassen

Überörtliche Leitungen queren das Bergwerksfeld nicht. Unmittelbar südlich verläuft eine 110 kV-Leitung. Gemäß den Erkundungsunterlagen existierte in den 1970er Jahren südlich des heutigen Bergwerksfeldes eine Ferngasleitung, deren Verlegung möglich erschien. In den aktuellen topographischen Karten ist eine solche Leitung nicht verzeichnet.


Quellen:


o. g. Quellen zur Rubrik Lagerstätte; BVVG-GIS: Topografische Karte TK25, Luftbild

Industriell-gewerbliche Standorte

Die nächstgelegenen Gewerbegebiete sind das voll erschlossene Industriegebiet Auerbach-West in Reumtengrün sowie die teilweise erschlossenen Industrie- und/bzw. Gewerbegebiete "Falgard" in Falkenstein, "Rebesgrüner Straße" in Treuen und ,,Goldene Höhe H3'' in Eich.


Quelle:


BVVG-GIS: Layer „Raumordnungskataster 2015-07“


BESONDERHEITEN

Dauerhafte
Beschränkungen

Den geltenden Standards entsprechende Abstände zu schützenswerten Objekten, Ortslagen und öffentlichen Verkehrswegen sind einzuhalten.

Erweiterungsmöglichkeiten

Das Bergwerksfeld Schreiersgrün-Süd liegt südlich des aufgeschlossenen Granitbruches Schreiersgrün und der Ortsverbindungsstraße Schreiersgrün – Kuxenberghäuser mit den angrenzenden Bebauungen. Das heutige Bergwerksfeld Schreiersgrün-Süd überdeckt im Wesentlichen das Erkundungsfeld „Ia“ der im Rahmen des Feldspatprogramms von 1977 vorgenommenen Untersuchungen des Bergener Granits. In südlicher Richtung schließen sich die Erkundungsfelder „Ib“ und „II“ an.


DOKUMENTATION

Erkundungsberichte, Gutachten, Prospekte

Die unter der Rubrik LAGERSTÄTTE genannten Quellen sind bei der BVVG nach Terminvereinbarung einsehbar.

Die Besichtigung des Bergwerksfeldes kann von öffentlichen Straßen und Wegen aus erfolgen. Wir weisen darauf hin, dass das ungenehmigte Befahren der das Bergwerksfeld überdeckenden Grundstücke nicht gestattet ist.

Haftungsausschluss

Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH stellt die Inhalte dieses Produktblattes mit Sorgfalt zusammen. Die Angaben dienen nur der unverbindlichen allgemeinen Information und ersetzen nicht die individuelle Befassung mit dem Objekt.

Stand der Informationen: 12/2015 mit folgender Aktualisierung in 10/2020: Luftbilder


ZUR BEACHTUNG

    • Bei dem Bergwerkseigentum Schreiersgrün-Süd handelt es sich um eine Bergbauberechtigung im Sinne des Bundesberggesetzes (BBergG) vom 13.08.1980 (BGBl I S. 1310), in seiner aktuellen Fassung in Verbindung mit den Überleitungsvorschriften des Einigungsvertragsgesetzes vom 23.09.1990 (BGBl II S. 885), dem Gesetz zur Vereinheitlichung der Rechtsverhältnisse bei Bodenschätzen vom 15.04.1996 (BGBl I S. 602) und der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung bergbaulicher Vorhaben vom 13.07.1990 (BGBl I S. 1420) in seiner aktuellen Fassung.
    • Das BBergG unterscheidet die bergbauliche Berechtigung und ihre Ausübung. Die Bergbauberechtigung vermittelt nur eine Rechtsposition, der Unternehmer erhält das Recht, Bodenschätze aufzusuchen und zu gewinnen. Er darf jedoch von dieser Berechtigung nicht ohne weiteres Gebrauch machen, zur Ausübung der Berechtigung, also zum tatsächlichen Abbau von Bodenschätzen kommt es erst, wenn der entsprechende Betriebsplan aufgestellt und von der zuständigen Bergbehörde zugelassen worden ist.
    • Es gelten die Regelungen für Bergwerkseigentum nach § 151 BBergG.
    • Die Grundstücke über dem Bergwerksfeld Schreiersgrün-Süd gehören nicht zum Bergwerksfeld.

ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUR INTERESSENBEKUNDUNG

Die BVVG veröffentlicht auf ihrer Webseite in Abständen Informationen zum ihr verfügbaren Bergwerkseigentum.

Die Informationen dienen einem ersten Überblick zum jeweiligen Bergwerkseigentum. Interessenten können Ihr Erwerbsinteresse unter Angaben des betreffenden Bergwerkseigentums - vorzugsweise schriftlich - gegenüber der BVVG-Zentrale bekunden.

Die Vermarktung/Veräußerung des Bergwerkseigentums erfolgt grundsätzlich über öffentliche Ausschreibungen, um einem breiten Bewerberkreis die Möglichkeit zur Gebotsabgabe zu geben. Die Reihenfolge für die Ausschreibung des Bergwerkseigentums legt die BVVG intern fest; vorliegende Interessenbekundungen werden hierbei nach Möglichkeit berücksichtigt. In jedem Fall werden diejenigen Interessenten, deren Erwerbsinteresse zum Ausschreibungsbeginn bei der BVVG aktenkundig ist, über die Ausschreibung schriftlich informiert.

Nach vorheriger Terminabsprache mit dem o. g. Ansprechpartner kann in den Räumen der BVVG-Zentrale in ggf. vorhandene detaillierte Unterlagen zu dem jeweiligen Bergwerkseigentum Einsicht genommen werden.

Lage

Das Bergwerksfeld Schreiersgrün-Süd liegt im Südwesten des Freistaates Sachsen im Westerzgebirge/Vogtland nordöstlich von Plauen. Es ist an mehreren Stellen verritzt. Über das örtliche Straßennetz ist das Bergwerksfeld an die Gewerbeflächen in den umliegenden Gemeinden sowie an die ca. 6 Kilometer entfernte Bundesautobahn BAB 72 und an die ca. 5 Kilometer entfernte Bundesstraße B 94 angebunden.

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Die dargestellte Position ist nur eine ungefähre Angabe der Lage.

Anlagen / Links

Kontaktdaten

  • Name
    Frau Dr. Sabine Dietrich
  • Firma
    BVVG - Bereich Verkauf/Verpachtung
  • Adresse
    Schönhauser Allee 120
    10437 Berlin
  • Tel. Durchwahl

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