Bergwerkseigentum Stolper Bogen, Kiessande und Ton

Brandenburg, Barnim - Uckermark

Bergwerkseigentum Stolper Bogen, Kiessande und Ton - Auszug aus dem Lageriss

Auszug aus dem Lageriss

Bergwerkseigentum Stolper Bogen, Kiessande und Ton - Luftbild, Projektion des BWE (1)

Luftbild, Projektion des BWE (1)

Bergwerkseigentum Stolper Bogen, Kiessande und Ton - Luftbild, Projektion des BWE (2)

Luftbild, Projektion des BWE (2)

Bergwerkseigentum Stolper Bogen, Kiessande und Ton - Luftbild, mit Nationalpark

Luftbild, mit Nationalpark

Objektdaten

  • Objekt-Nr.
    VV73-2450-001314
  • Bundesland
    Brandenburg
  • Kreis
    Barnim
    Uckermark
  • Gemeinde
    Angermünde, Stadt
    Lunow-Stolzenhagen
    Schöneberg
  • Gemarkung
    Stolpe
    Schöneberg
    Stolzenhagen
  • Flurstück
    keine
  • Objektart
    Bodenschätze-Interessenbekundung
  • Größe
    12.175.623 m²
  • Orientierungswert
    Die BVVG ruft zur Bekundung von Kaufinteresse unter Angabe von Preisvorstellungen auf.

Objekt­beschreibung

Für das Bergwerkseigentum Stolper Bogen - Bodenschatzkennziffern 9.23, Kiese und Kiessande zur Herstellung von Betonzuschlagstoffen, und 9.22, tonige Gesteine zur Herstellung kleinformatiger Wandbauelemente - möchte die BVVG mit dieser Interessenbekundung potentielle Käufer ermitteln. In den 1970er Jahren wurden in dem heutigen Bergwerksfeld und angrenzend Erkundungsbohrungen niedergebracht. Die Eignung der Rohstoffe wurde laborativ untersucht. Das Bergwerksfeld ist unverritzt.

OBJEKT

Bergwerkseigentum
Stolper Bogen (Nr. 130/90/661)

Verliehen für die Bodenschätze
9.23, Kiese und Kiessande zur Herstellung von Betonzuschlagstoffen und 9.22, tonige Gesteine zur Herstellung kleinformatiger Wandbauelemente

Größe des Bergwerksfeldes
12.175.623 m²

Rechtliche Einordnung
aufrechterhaltenes altes Bergwerkseigentum gemäß § 151 BBergG

Oberflächennutzung
Polder, Nationalpark mit überwiegend landwirtschaftlicher Nutzung

Flächen der BVVG
Außerhalb des Nationalparks ist die BVVG Eigentümerin mehrerer Flurstücke über dem Bergwerksfeld. Sofern im Zusammenhang mit dem Erwerb des Bergwerkseigentums Interesse an diesen Flächen besteht, wird die BVVG auf einen entsprechenden Antrag hin prüfen, ob und zu welchen Bedingungen ein Verkauf möglich ist.


LAGERSTÄTTE
Quellen:
      [1] Kleißle, K-H.: Abbruchdokumentation der Sucharbeiten Kiessand Stolpe, VEB Geologische Forschung und Erkundung Halle, Berlin 12.04.1979, 58 S. zzgl. Anlagen (inkl. Rohstofftechnologischem Bericht Kiessand, Untersuchungsergebnisse Sand, Rohstoffeinschätzungen Ton (Blähtest, Grobkeramik) und Vorratsberechnungen,
      [2] Karte der oberflächennahen Rohstoffe 1:200 000, Erl. Bl. CC 3150 Schwedt (Oder), 55 S., 1 Kt, Hannover 2002

Geologische Verhältnisse
Im Unteren Odertal nimmt ein mächtiger Schotterkörper die gesamte Niederung zwischen Oder und Hochterrasse von Lunow im Süden bis zum Stolper Bogen ein. Das Untere Odertal formte sich zunächst als weichselspätglazialer Schmelzwasserstrom. Dem Schotterkörper lagern jüngere und jüngste Sedimente auf (> 15 m mächtig), bei denen es sich um Altwasser- und Hochflutbildungen der Oder handelt.

Untersuchungsstand
Die Lagerstätte ist detailliert in mehreren Teilstücken erkundet, und die angetroffenen Rohstoffe sind hinsichtlich Qualität und möglicher Verwendbarkeit untersucht. Darüber hinaus gehende Vorkommen sind vorerkundet.

Mit dem Ziel 10 Mio. Tonnen Kiessande nachzuweisen und die Voraussetzungen für eine Erkundung zu schaffen, fanden in den 1970er Jahren staatlich verfügte Sucharbeiten [1] statt. Ergebnisse früherer Hydro-Erkundungsprogramme und einer Baustoffkartierung der Deckschichten aus den 1960er Jahren – deren Ergebnisse auslösend für die gezielten Sucharbeiten waren – wurden in die o.g. Abbruchdokumentation einbezogen.

Es wurde eine Komplexlagerstätte sehr großen Ausmaßes angetroffen, die dem Lagerstättentyp I – II zugeordnet werden konnte und für die allein im untersuchten Bereich prognostische Vorräte von über 180 Mio. t Kiessand berechnet wurden, vgl. Vorratssituation. Schichtenverzeichnisse sind vorhanden. Die Probenahme wurde dokumentiert.

Die Kiessande und Sande wurden laborativ auf ihre Eignung als Betonzuschlagsstoffe sowie als Bausand untersucht, die als Begleitschichten der Kiessandlagerstätte auftretenden Tonrohstoffe hinsichtlich ihrer Verwertbarkeit als Blährohstoff und zur Herstellung von Ziegeleierzeugnissen.

Petrographische und qualitative Kennzeichnung
    • Kiessande
      Die grobkörnigen glazifluviatilen Sedimente bestehen aus Kristallin, Quarz/Quarziten sowie Kalken hoher Eigenfestigkeit und nur geringen Anteilen von an- bzw. verwittertem Material.
      Das Nutzgestein besteht etwa zur Hälfte aus kiesigen Sanden, einem Viertel aus sandigen Kiesen und darüber hinaus aus Sanden und Kiesen. Die Kiesgehalte variieren und erreichen in einigen Teilbereichen des Untersuchungsgebietes 40 bis 68 %. Nur in Einzelbereichen treten megaskopisch erkennbare Xylite auf. Sie erklären die durchweg über dem Limit liegenden Ergebnisse der Humintests nicht, und es werden Pollen oder Plankton als Urheber vermutet.
    • Sande
      Im Wesentlichen handelt es sich um einen feinsandigen bis stark feinsandigen Mittelsand, der sehr geringe Kies- und Grobsandanteile enthält. Der Gehalt an Abschlämmbarem betrug im Mittel der Bohrungen 2,4%. Sämtliche Proben zeigten im Huminsäuretest eine dunkle Färbung, auch wenn in ihnen keine Xylite oder Braunkohlestückchen beobachtet wurden. Als Urheber der Färbungen werden auch hier mikroskopische Bestandteile wie Plankton oder Pollen vermutet.
    • Tone
      Die vorkommenden Rohtone sind quarzsandführend und beinhalten überwiegend Glimmer-, Illit-, Muskovit- und Mixed-Layer-Tonmineralanteile sowie organische Bestandteile. Sie weisen deutliche Eisen-, Erdalkali- und Alkalioxidgehalte auf und einen merklichen Gehalt an Diatomeen. Der Sulfatanteil und die Karbonatgehalte des Materials führten in den Labortests weder zu Blähungen noch Abplatzern, bleiben jedoch zu beachten. Trotz der substanziell bedingt hohen Anmachwasseraufnahme (> 45%) zeigte sich das sandhaltige Material insgesamt als gering trockenempfindlich und hat eine hohe Trockenbiegefestigkeit (100 kp/cm²). Im Brennvorgang wurden gleichmäßiges Sinterverhalten und eine kontinuierlich zunehmende Brennschwindung beobachtet. Brennfarben wurden nicht beschrieben. Die Anteile der Kornfraktion <2 µm liegen bei etwa 45 M-% und die der Fraktion >63 M-% bei 19 M-%.

Verwendungsmöglichkeiten
    • Kiessande
      Unaufbereitet ist das Material als „sonstiger Kiessand, ungesiebt“ einzustufen. Höherwertige Produkte sind durch Aufbereitung (Klassierung) herstellbar. Als günstig wird die Klassierung bei 45,0 mm und 16,0 mm eingeschätzt, so dass eine Produktpalette von Betonkies, Betonkiessand und sonstigem Kiessand, gesiebt möglich erscheint.
    • Sande
      Unaufbereitet wurde das Material als sonstiger Sand, ungesiebt eingestuft. Nach Aufbereitung erscheinen Mörtelsand, Betonsand oder sonstiger Sand, gesiebt herstellbar. Großversuche sind noch zu durchlaufen.
      Das Material erscheint für den Straßenbau geeignet, für Gründungen, Unterbettungsschichten und Tragschichten. Die Stabilitätseigenschaften können durch Fehlkornzugabe weiter erhöht werden.
    • Tone
      Als Blährohstoff erwiesen sich die untersuchten Tonproben ungeeignet. Die Laboruntersuchungen auf grobkeramische Anwendungen ergaben formal die Eignung zur Herstellung von Mauerziegeln, Hohlware und Hartbrandziegeln. Industrielle Großversuche zur Abgrenzung der technologischen Einsatzbedingungen, die sich durch die substanzielle Zusammensetzung des Materials ergeben, bleiben noch durchzuführen.
      Die tonigen Partien der Auelehme kommen potenziell als Verschnittrohstoff für die Ziegelherstellung in Betracht.
      Weitere Einsatzmöglichkeiten der Tonrohstoffe bleiben zu untersuchen.

Abbausituation
Außerhalb des Bergwerksfeldes Stolper Bogen werden östlich des Flusslaufes der Oder auf polnischem Staatsgebiet per Nassgewinnung Bodenschätze abgebaut, vgl. Luftbild.
Das Bergwerksfeld Stolper Bogen ist unverritzt.

Spezielle ingenieurgeologische Untersuchungen wurden bei den Sucharbeiten nicht durchgeführt. Die angetroffenen Lagerstättenbereiche werden als ungestört bezeichnet. Erste Hinweise zu wichtigen Aspekten für den Abbau werden gegeben.

Das Kiessandlager ist im untersuchten Gebiet zwischen 16 m und über 30 m mächtig (durchschnittlich 25 m). Es befindet sich unter mehr als 15 m mächtigen hangenden Ton- und Sandschichten. Der liegende Geschiebemergel wurde erst in mehr als 48 m Teufe erbohrt.

Die Lagestätte befindet sich in einem Poldergebiet und das bestehende Wassermanagement ist zu beachten. Der Wasserspiegel des Flusslaufes der Oder liegt oberhalb des Wasserspiegels im Kanal der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße. Im Poldergebiet wurde der Grundwasserspiegel künstlich abgesenkt und die Fließrichtung des Grundwassers verändert.
Zwischen Schwedt und Garz angetroffene organogene Bildungen (Gyttja und Torfe) erreichen bis zu 9 m Mächtigkeit.

Vorratssituation
Im Zuge der Sucharbeiten aus den 1970er Jahren wurde eine Komplexlagerstätte angetroffen, die dem Lagerstättentyp I – II zugeordnet werden konnte und für die allein im untersuchten Bereich prognostische Vorräte der Vorratsgruppe σ 1 von über 180 Mio. t Kiessand, über 85 Mio. t Sand, knapp 6 Mio. t Ton sowie mehr als 25 Mio. t Ton einschließlich Gyttja in vier stofflich orientierten Vorratsblöcken berechnet wurden.

Im gesamten damaligen Betrachtungsraum zwischen Lunow und Gartz wurden auf einer Fläche von 70 km² über 2 Mrd. t Kiessand, über 1,2 Mrd. t Sand, 200 Mio. t Torf und Gyttja sowie ca. 350 Mio. t Ton der Vorratsgruppe σ 2 prognostiziert.


ÖFFENTLICHE PLANUNG

Landesplanerische Einordnung
Der Landesentwicklungsplan weist den Raum als Fläche für Freiraumverbund zum Schutz und zur Entwicklung besonders hochwertiger Freiraumfunktionen aus.
Quelle:
LEP Brandenburg vom 31.03.2009, genehmigt und in Kraft getreten am 15. Mai 2009.

Regionalplanerische Einordnung
Weder als Vorrang- noch Vorbehaltsgebiet für die Rohstoffgewinnung ausgewiesen, jedoch nachrichtlich erwähnt. Als Rohstofflagerstätte im Barnimer Teil mit ca. 1/3 des Bergwerksfeldes ausgewiesen. Die Lagerstätte ist verbunden mit dem Vorranggebiet für die Rohstoffgewinnung Hohensaaten. Der Uckermärkische Teil ist nicht beplant.
Quelle:
REP für die Planungsgemeinschaft Uckermark-Barnim bekannt gemacht 06.08.2004 mit rückwirkender In Kraft Setzung zum 29.08.2001 und Entwurf zur Fortschreibung Sachlicher Teilplan „Windnutzung, Rohstoffsicherung und -gewinnung“ mit Stand März 2014 – Erläuterungskarte Rohstoffsicherung Entwurf vom 29.10. 2007 (Aus der Fortschreibung in 03/2014 gibt es keine Änderung für Stolper Bogen).

Kommunale Planung
Im Gebiet des Amtes Oder-Welse, Gemeinde Schöneberg, sind keine Bebauungen vorgesehen.
Quelle:
Flächennutzungsplan Amt Oder-Welse – 2. Entwurf vom 06.12.2013, Aufstellung T-FNP Windenergienutzung Amt Oder-Welse – Beschluss vom 06.12.2013, veröffentlicht im Amtsblatt für das Amt Oder-Welse vom 10.01.2014

Im Gebiet des Amtes Angermünde, Gemeinde Stolpe, sind keine Bebauungen vorgesehen.
Quelle:
Teilflächennutzungsplan Stolpe gemäß BVVG-GIS und Amtsblatt für die Stadt Angermünde vom 16.09.2009

Im Gebiet des Amtes Britz-Chorin-Oderberg, Gemeinden Lunow und Stolzenhagen sind keine Flächennutzungspläne oder Bebauungspläne rechtskräftig.
Quelle:
Auskunft des Amtes Britz-Chorin-Oderberg vom 13.06.2014


SCHUTZGEBIETE

Trinkwasserschutz
Trinkwasserschutzgebiet Gemeinde Schöneberg
Quelle:
Flächennutzungsplan Amt Oder-Welse von 2001

Keine Ausweisung als Wasserschutzgebiet
Quelle:
LUGV Brandenburg – Wasserschutzgebietskarte Land Brandenburg mit Stand vom 17.07.2013

Hochwasserschutz
Überschwemmungsbereich Gemeinde Schöneberg
Quelle:
Flächennutzungsplan Amt Oder-Welse von 2001

Hochwassergefahren- und Risikogebiet
Quelle:
LUGV Brandenburg – Hochwassergefahren- und Risikokarte mit Stand vom 20.12.2013

Naturschutz
Das Bergwerksfeld liegt zu ca. 75 % im FFH- und Naturschutzgebiet „Nationalpark Unteres Odertal“ (gesamter Uckermärker und ca. 1/3 des Barnimer Feldesteils) sowie im gleichnamigen Vogelschutzgebiet. Die weiteren ca. 25 % des Bergwerksfeldes liegen im Landschaftsschutzgebiet „Nationalparkregion Unteres Odertal“ sowie im Vogelschutzgebiet „Mittlere Oderniederung“.
Quelle:
BfN Schutzgebiete und BVVG-Bodeninformationssystem

Bodendenkmale
Auf den der BVVG gehörenden Flurstücken liegen keine Informationen zu Bodendenkmalen vor.
Quelle:
BVVG-Bodeninformationssystem

Altlasten-/Kampfmittel
Auf den der BVVG gehörenden Flurstücke liegen lt. BVVG-Liste „Umweltbelastungen“ keine Informationen vor.

Entlang der Oder steht das gesamte erweiterte Ufergebiet der Oderniederung und damit das gesamte Bergwerksfeld unter Kampfmittelverdacht.
Quelle:
BVVG-Bodeninformationssystem, BVVG-GIS (Stand 2010)


INFRASTRUKTUR / ERSCHLIEßUNG

Verkehrswege
Das Bergwerksfeld Stolper Bogen wird von der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße und der Oder eingerahmt, so dass neben der wasserseitigen Anbindung an das polnische Staatsgebiet und die Ostsee auch direkter Anschluss via Oder-Havel-Kanal an das bundesdeutsche überregionale Wasserverkehrswegenetz besteht.

Über das örtliche Straßennetz ist das Bergwerksfeld mit den Bundesstraßen B 2 und B 158 (ca. 8 km entfernt) sowie die Bundesautobahn BAB 11 Berlin-Prenzlau verbunden (knapp 30 km entfernt).

Leitungen
Div. Freileitungen führen zu innerhalb des Bergwerksfeldes angesiedelten Abnehmern.

An der südlichen Feldesgrenze verlaufen Trassen, von denen gemäß Topografischer Karte eine Erdölleitung von polnischem Staatsgebiet kommend in Richtung Schwedt führt und die weiteren Trassen außer Betrieb sind.


BESONDERHEITEN

Dauerhafte Beschränkungen
Das Bergwerksfeld ist vom Wassermanagement des Polders zwischen dem Flusslauf der Oder und der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße betroffen.

Das Poldergebiet ist gegenwärtig zu erheblichen Teilen in den Nationalpark „Unteres Odertal“ einbezogen, vgl. Lageübersicht. Lt. Gesetz über den Nationalpark Unteres Odertal (NatPUOG) in der derzeit gültigen Fassung ist die Entnahme von Bodenschätzen innerhalb des Nationalparks verboten.

Erweiterungsmöglichkeiten
Die Oderterrassen im gesamten 70 km² umfassenden Raum zwischen Lunow im Süden und Gartz im Norden wurden im Zuge der im Jahre 1979 abgeschlossenen Sucharbeiten für eine lagerstättenwirtschaftliche Erkundung vorbereitet.


ZUR BEACHTUNG
    • Bei dem Bergwerkseigentum Stolper Bogen handelt es sich um eine Bergbauberechtigung im Sinne des Bundesberggesetzes (BBergG) vom 13.08.1980 (BGBl I S. 1310), in seiner aktuellen Fassung in Verbindung mit den Überleitungsvorschriften des Einigungsvertragsgesetzes vom 23. 09.1990 (BGBl II S. 885), dem Gesetz zur Vereinheitlichung der Rechtsverhältnisse bei Bodenschätzen vom 15.04.1996 (BGBl I S. 602) und der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung bergbaulicher Vorhaben vom 13.07.1990 (BGBl I S. 1420) in seiner aktuellen Fassung.
    • Das BBergG unterscheidet die bergbauliche Berechtigung und ihre Ausübung. Die Bergbauberechtigung vermittelt nur eine Rechtsposition, der Unternehmer erhält das Recht, Bodenschätze aufzusuchen und zu gewinnen. Er darf jedoch von dieser Berechtigung nicht ohne weiteres Gebrauch machen, zur Ausübung der Berechtigung, also zum tatsächlichen Abbau von Bodenschätzen kommt es erst, wenn der entsprechende Betriebsplan aufgestellt und von der zuständigen Bergbehörde zugelassen worden ist.
    • Es gelten die Regelungen für Bergwerkseigentum nach § 151 BBergG.
    • Die Grundstücke über dem Bergwerksfeld Stolper Bogen gehören nicht zum jeweiligen Bergwerksfeld.


DOKUMENTATION

Erkundungsbericht
Die vorgenannten Quellen sind bei der BVVG nach Terminvereinbarung einsehbar.

Haftungsausschluss

Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH stellt die Inhalte dieses Produktblattes mit Sorgfalt zusammen. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen aber ohne Gewähr. Die Angaben dienen nur der unverbindlichen allgemeinen Information und ersetzen nicht die individuelle Befassung mit dem Objekt.

Stand der Informationen: 06/2014 mit folgender Aktualisierung in 10/2020: Luftbilder


ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUR INTERESSENBEKUNDUNG

Die BVVG veröffentlicht auf ihrer Webseite www.bvvg.de in Abständen Informationen zum ihr verfügbaren Bergwerkseigentum.

Die Informationen dienen einem ersten Überblick zum jeweiligen Bergwerkseigentum. Interessenten können Ihr Erwerbsinteresse unter Angaben des betreffenden Bergwerkseigentums - vorzugsweise schriftlich - gegenüber der BVVG-Zentrale bekunden.

Die Vermarktung/Veräußerung des Bergwerkseigentums erfolgt grundsätzlich über öffentliche Ausschreibungen, um einem breiten Bewerberkreis die Möglichkeit zur Gebotsabgabe zu geben. Die Reihenfolge für die Ausschreibung des Bergwerkseigentums legt die BVVG intern fest; vorliegende Interessenbekundungen werden hierbei nach Möglichkeit berücksichtigt. In jedem Fall werden diejenigen Interessenten, deren Erwerbsinteresse zum Ausschreibungsbeginn bei der BVVG aktenkundig ist, über die Ausschreibung schriftlich informiert.

Nach vorheriger Terminabsprache mit dem o. g. Ansprechpartner kann in den Räumen der BVVG-Zentrale in ggf. vorhandene detaillierte Unterlagen zu dem jeweiligen Bergwerkseigentum Einsicht genommen werden.

Lage

Das Bergwerksfeld Stolper Bogen liegt südlich der Stadt Schwedt/Oder im Nordwesten des Landes Brandenburg, ca. 10 km östlich von Angermünde bei Stolpe an der Oder.
Die Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße und die Oder umfließen das Bergwerksfeld, so dass direkter Anschluss via Oder-Havel-Kanal an das bundesdeutsche und internationale Wasserverkehrswegenetz besteht.
Über das örtliche Straßennetz ist das Bergwerksfeld mit den Bundesstraßen B 2 und B 158 (ca. 8 km entfernt) sowie der Bundesautobahn BAB 11 Berlin-Prenzlau verbunden (knapp 30 km entfernt).

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Die dargestellte Position ist nur eine ungefähre Angabe der Lage.

Anlagen / Links

Kontaktdaten

  • Name
    Frau Dr. Sabine Dietrich
  • Firma
    BVVG - Bereich Verkauf/Verpachtung
  • Adresse
    Schönhauser Allee 120
    10437 Berlin
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