Bergwerkseigentum Trebendorf, Tonrohstoffe

Brandenburg, Spree-Neiße

Bergwerkseigentum Trebendorf, Tonrohstoffe - Auszug aus dem Lageriss

Auszug aus dem Lageriss

Bergwerkseigentum Trebendorf, Tonrohstoffe - Luftbild, Projektion des BWE (1)

Luftbild, Projektion des BWE (1)

Bergwerkseigentum Trebendorf, Tonrohstoffe - Luftbild, Projektion des BWE (2)

Luftbild, Projektion des BWE (2)

Objektdaten

  • Objekt-Nr.
    VV71-2450-001613
  • Bundesland
    Brandenburg
  • Kreis
    Spree-Neiße
  • Gemeinde
    Neuhausen/Spree
    Wiesengrund
  • Gemarkung
    Trebendorf
  • Flurstück
    keine
  • Objektart
    Bodenschätze-Interessenbekundung
  • Größe
    2.114.691 m²
  • Orientierungswert
    Die BVVG ruft zur Bekundung von Kaufinteresse unter Angabe von Preisvorstellungen auf.

Objekt­beschreibung

Für das Bergwerkseigentum Trebendorf - Bodenschatzkennziffer 9.22, tonige Gesteine zur Herstellung kleinformatiger Wandbauelemente (Druckfestigkeit: größer 15 MPa) - möchte die BVVG mit dieser Interessenbekundung potentielle Käufer ermitteln. Im Jahr 1956 wurden in dem heutigen Bergwerksfeld 135 Erkundungsbohrungen auf Ziegelton niedergebracht, sowie weitere 15 Bohrungen im Zuge späterer Braunkohlenerkundungen. Die natürlichen Lagerstättengrenzen sind vollständig fixiert.

OBJEKT

Bergwerkseigentum

Trebendorf

Verliehen für den Bodenschatz

tonige Gesteine zur Herstellung kleinformatiger Wandbauelemente (Druckfestigkeit: größer 15 MPa)

Größe des Bergwerksfeldes

2.114.691 m²

Rechtliche Einordnung

aufrechterhaltenes altes Bergwerkseigentum gemäß § 151 BBergG

Oberflächennutzung

überwiegend Landwirtschafts- und Waldflächen

Flächen der BVVG

Die BVVG besitzt über dem Bergwerksfeld Trebendorf keine Grundstücke.


LAGERSTÄTTE


Quellen:

    • Ergebnisbericht über die Erkundungsbohrungen auf Ziegelton, Objekt: Ziegelton Klein-Kölzig 1956
    • Ergebnisbericht Braunkohle Jänschwalde-Süd 1986, Begleitrohstoffe Ton
    • KOR 200, Blatt CC 4750 Cottbus, 2001

Geologische Verhältnisse

Westlich der Ortslage Trebendorf - zum Teil in einem Beckengebiet und zum Teil auf einer Hochfläche - befinden sich kalkhaltige 0,5-8,2 m mächtige, teilweise ausgewaschene und mit Schmelzwassersanden nachträglich aufgefüllte, ungestört lagernde Bändertone. Sie sind über einen mit Wasser erfüllten und an den Rändern bewachsenen Grubenaufschluss unter geringmächtigem Mutterboden und etwa 1-2 m eiszeitlichen Sanden auch direkt im Gelände erkennbar. Das Liegende bilden söhlig, teils mit schwach welligem Relief in einem Erosionsbett lagernde Schmelzwassersande.

Untersuchungsstand

Im Zuge der Vorerkundung im Jahre 1956 wurden in der südlichen Hälfte des heutigen Bergwerksfeldes 135 Bohrungen niedergebracht und im Ergebnisbericht „Ziegelton Klein-Kölzig“ 1956 ausgewertet. Im Rahmen der C1-Erkundung für die Braunkohle Jänschwalde-Süd wurden weitere 15 Bohrungen abgetäuft, die die Ergebnisse von 1956 bestätigten und um weitere Vorratsflächen erweiterten. Die natürlichen Lagerstättengrenzen sind vollständig fixiert.

Konditionen für die Ziegeltongewinnung wurden wegen der noch ungeklärten Nutzung nicht abgeleitet.

Im Erkundungsbericht werden graue, olivgraue, schwarz­braune braunkohleführende Ton- bzw. Schluffschichten u. a. beschrieben. Sie wurden mit Blick auf die vorgesehene Ziegeleianwendung als Mischprobe untersucht. Nach thematischer Aufarbeitung der vorliegenden Schichtenverzeichnisse können ggf. weitere Einsatzzwecke erkennbar werden.

Petrographische und qualitative Kennzeichnung

Als Ziegeleirohstoff: Ziemlich gut verformbarer, gut zu trocknender und sich im Brennprozess homogen verhaltener Rohstoff, der Ziegel recht guter Festigkeit mit befriedigender rötlicher Brennfarbe abgibt. Bei Brenntemperaturen von 900 °C wurden gute Hintermauerziegel erhalten, bei höheren Brenntemperaturen könnten Vormauersteine und Hartbrandziegel produziert werden. Für Hohlware fehlen dem Rohstoff Anteile an Feistem. Der fein verteilte Kalk im Rohstoff erwies sich als unschädlich.

Verwendungsmöglichkeiten

Als Ziegelrohmaterial ist der Rohstoff in seiner Gesamtheit zur Herstellung von Hintermauersteinen, wahrscheinlich auch zur Herstellung von Vormauersteinen und Hartbrandziegeln geeignet.

Abbausituation

Das Bergwerksfeld ist teilweise verritzt. Zwei Lagerstättenteile wurden ausgehalten. Im 38,3 ha großen Lagerstättenteil A lagert unter durchschnittlich 1,6 m mächtigem Abraum eine bindige Nutzschicht von durchschnittlich 3,8 m. Im 7,1 ha großen Lagerstättenteil B lagert unter durchschnittlich 1,0 m mächtigem Abraum eine bindige Nutzschicht von durchschnittlich 4,1 m.

Die Lagerstättenteile wurden 1986 um 5,4 ha (A-a) und um 91,17 ha (B-b) ergänzt.

Hangend- und Liegendsande führen (gespanntes) Grundwasser, so dass Wasserhaltungsmaßnahmen erforderlich werden.

Vorratssituation

Es wurden sichere
geologische Vorräte (Klasse A
2) im Umfang von 2,9 Mio. Tonnen und wahrscheinliche geologische Vorräte (Klasse B) im Umfang von 0,58 Mio. Tonnen ermittelt. Hinzu kommen prognostische Vorräte (Klasse C
2) im Umfang von 0,32 Mio. Tonnen sowie 6,56 Mio. Tonnen.

Industrielle Bedeutung

Die Erkundung erfolgte für die Errichtung eines Ziegelwerkes.


ÖFFENTLICHE PLANUNG

Landesplanerische Einordnung

In der Gesamtraumkarte des Landesentwicklungsplans Berlin-Brandenbung 2009 ist keine Einordnung erkennbar.

Regionalplanerische Einordnung

Der südlich der Ortslage Gablenz belegene Teil des Bergwerksfeldes (annähernd 70% der Gesamtfeldesfläche) ist als „Vorbehaltsgebiete Rohstoffsicherung“ eingeordnet.


Quelle:


Regionalplan Lausitz-Spreewald mit „Teilregionalplan Gewinnung und Sicherung oberflächennaher Rohstoffe (1998)“

Kommunale Planung

Eine Teilfläche von ca. 5 ha, belegen im nördlichen Teil der als „Vorbehaltsgebiete Rohstoffsicherung“ gekennzeichneten Feldesfläche, ist als „Solarparkanlage Gablenz“ eingeordnet.


SCHUTZGEBIETE / BELASTUNGEN

Trinkwasserschutz

wurde nicht gesondert überprüft

Naturschutz

kein nationales Schutzgebiet oder Schutzgebiet nach Europarecht (Stand 08/2011)

Bodendenkmale

Hinweise auf etwaige Bodendenkmale liegen nicht vor und wurden daher nicht gesondert überprüft.

Altlasten/-verdacht

Es ist kein Eintrag im Altlastenkataster vorhanden (Stand 05/2005).

Kampfmittel/-verdacht

Ca. 3/5 des Bergwerksfeldes – Flächen nördlich der Bundesstraße B115 – werden als Kampfmittelverdachtsflächen geführt (Stand 01/2010).


INFRASTRUKTUR

Verkehrswege

Über die Bundesstraße 115 besteht nach Norden hin in ca. 4 km Entfernung Anschluss an die Bundesautobahn A15 Cottbus-Forst bzw. über die Europastraße E 36 und nach Süden hin in ca. 15 km Entfernung Anschluss an die Bundesstraße B 156 (Großräschen/ Brandenburg-Bautzen/Sachsen).


BESONDERHEITEN

Dauerhafte Beschränkungen

- Photovoltaikfreifläche auf 5 ha im Nordosten des Bergwerksfeldes

- etwa 6 ha Gewässerflächen

- Bebauung mit der Ortslage Gablenz auf ca. 40 ha

- Querung der Feldesfläche durch die Bundesstraße B115 von Nordwesten nach Südosten

Überlagerung der Braunkohle

Die Tone im Bergwerksfeld Trebendorf sind teilweise überdeckender Begleitrohstoff zum Bergwerksfeld Jänschwalde-Süd. Dies betrifft ca. 160 ha (ca. 75%) der Feldesfläche. Derzeit sind keine Nutzungsabsichten für die Braunkohle bekannt. Sollte eine Nutzung der Braunkohle erforderlich und genehmigt werden, ist der Braunkohlengewinnung Vorrang zu gewähren.


DOKUMENTATION

Erkundungsbericht

Der Ergebnisbericht über die Erkundungsbohrungen auf Ziegelton, Objekt: Ziegelton Klein-Kölzig 1956 ist bei der BVVG nach Terminvereinbarung einsehbar.

Haftungsausschluss

Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH stellt die Inhalte dieses Produktblattes mit Sorgfalt zusammen. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen aber ohne Gewähr. Die Angaben dienen nur der unverbindlichen allgemeinen Information und ersetzen nicht die individuelle Befassung mit dem Objekt.

Stand der Informationen: 07/2013 mit folgender Aktualisierung in 10/2020: Luftbilder


ZUR BEACHTUNG

    • Bei dem Bergwerkseigentum Trebendorf handelt es sich um eine Bergbauberechtigung im Sinne des Bundesberggesetzes (BBergG) vom 13.08.1980 (BGBl I S. 1310), in seiner aktuellen Fassung in Verbindung mit den Überleitungsvorschriften des Einigungsvertragsgesetzes vom 23.09.1990 (BGBl II S. 885), dem Gesetz zur Vereinheitlichung der Rechtsverhältnisse bei Bodenschätzen vom 15.04.1996 (BGBl I S. 602) und der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung bergbaulicher Vorhaben vom 13.07.1990 (BGBl I S. 1420) in seiner aktuellen Fassung.
    • Das BBergG unterscheidet die bergbauliche Berechtigung und ihre Ausübung. Die Bergbauberechtigung vermittelt nur eine Rechtsposition, der Unternehmer erhält das Recht, Bodenschätze aufzusuchen und zu gewinnen. Er darf jedoch von dieser Berechtigung nicht ohne weiteres Gebrauch machen, zur Ausübung der Berechtigung, also zum tatsächlichen Abbau von Bodenschätzen kommt es erst, wenn der entsprechende Betriebsplan aufgestellt und von der zuständigen Bergbehörde zugelassen worden ist.
    • Es gelten die Regelungen für Bergwerkseigentum nach § 151 BBergG.
    • Die Grundstücke über dem Bergwerksfeld Trebendorf gehören nicht zum Bergwerksfeld.

Die Besichtigung des Bergwerksfeldes kann von öffentlichen Straßen und Wegen aus erfolgen. Wir weisen darauf hin, dass das ungenehmigte Befahren der das Bergwerksfeld überdeckenden Grundstücke nicht gestattet ist.


ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUR INTERESSENBEKUNDUNG

Die BVVG veröffentlicht auf ihrer Webseite in Abständen Informationen zu dem von ihr verfügbaren Bergwerkseigentum.

Die Informationen dienen einem ersten Überblick zum jeweiligen Bergwerkseigentum. Interessenten können Ihr Erwerbsinteresse unter Angaben des betreffenden Bergwerkseigentums - vorzugsweise schriftlich - gegenüber der BVVG-Zentrale bekunden.

Die Veräußerung des Bergwerkseigentums erfolgt grundsätzlich über öffentliche Ausschreibungen, um einem breiten Bewerberkreis die Möglichkeit zur Gebotsabgabe zu geben. Die Reihenfolge der Ausschreibungen des Bergwerkseigentums legt die BVVG intern fest; vorliegende Interessenbekundungen werden hierbei nach Möglichkeit berücksichtigt. In jedem Fall werden diejenigen Interessenten, deren Erwerbsinteresse zum Ausschreibungsbeginn bei der BVVG aktenkundig ist, über die Ausschreibung schriftlich informiert.

Nach vorheriger Terminabsprache mit dem o. g. Ansprechpartner kann in den Räumen der BVVG-Zentrale in ggf. vorhandene detaillierte Unterlagen zu dem jeweiligen Bergwerkseigentum Einsicht genommen werden.

Lage

Das Bergwerksfeld Trebendorf liegt im Südosten des Landes Brandenburg in der Lausitz ca. 10 km südöstlich der Stadt Cottbus.

Google Maps

Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Google.
Mehr erfahren

Karte laden

Die dargestellte Position ist nur eine ungefähre Angabe der Lage.

Anlagen / Links

Kontaktdaten

  • Name
    Frau Dr. Sabine Dietrich
  • Firma
    BVVG - Bereich Verkauf/Verpachtung
  • Adresse
    Schönhauser Allee 120
    10437 Berlin
  • Tel. Durchwahl

Direktanfrage

Wichtig: Bitte senden Sie über dieses Kontaktformular keine Gebote!
Gebote senden Sie ausschließlich an: gebote@bvvg.de oder per Post an:
BVVG – Ausschreibungsbüro, Postschließfach 55 01 34, 10371 Berlin

 SSL-verschlüsselt