Bergwerkseigentum Wegenstedt, Kiessande, Sande

Sachsen-Anhalt, Börde

Bergwerkseigentum Wegenstedt, Kiessande, Sande - Auszug aus dem Lageriss

Auszug aus dem Lageriss

Bergwerkseigentum Wegenstedt, Kiessande, Sande - Luftbild, Projektion des BWE (1)

Luftbild, Projektion des BWE (1)

Bergwerkseigentum Wegenstedt, Kiessande, Sande - Luftbild, Projektion des BWE (2)

Luftbild, Projektion des BWE (2)

Bergwerkseigentum Wegenstedt, Kiessande, Sande - Luftbild, Projektion des BWE (3)

Luftbild, Projektion des BWE (3)

Objektdaten

  • Objekt-Nr.
    VV83-2450-004819
  • Bundesland
    Sachsen-Anhalt
  • Kreis
    Börde
  • Gemeinde
    Calvörde
  • Gemarkung
    Wegenstedt
  • Flurstück
    keine
  • Objektart
    Bodenschätze-Interessenbekundung
  • Größe
    163.289 m²
  • Orientierungswert
    Die BVVG ruft zur Bekundung von Kaufinteresse unter Angabe von Preisvorstellungen auf. .

Objekt­beschreibung

Für das Bergwerkseigentum Wegenstedt, Bodenschatzkennziffer 9.23, Kiese und Kiessande zur Herstellung von Betonzuschlagstoffen, möchte die BVVG potentielle Käufer ermitteln und ruft hiermit zur Abgabe von Interessenbekundungen auf. Das heutige Bergwerksfeld wurde 1990 mit acht Bohrungen erkundet. Es ist unverritzt.

OBJEKT

Bergwerkseigentum

Wegenstedt (Nr. 818/90/906)

Verliehen für den Bodenschatz

9.23, Kiese und Kiessande zur Herstellung von Betonzuschlagstoffen

Größe des Bergwerksfeldes

163.289 m²

Rechtliche Einordnung

Aufrechterhaltenes altes Bergwerkseigentum gemäß § 151 BBergG

Oberflächennutzung

Die Geländeoberfläche wird überwiegend land- und forstwirtschaftlich genutzt, daneben ist sie teilweise bebaut.

Bergwerkseigentum der BVVG

Das Bergwerkseigentum Wegenstedt wird zum Verkauf angeboten. Ebenfalls zum Verkauf steht das Bergwerkseigentum Flechtingen/Boddensell, verliehen für den gleichen Bodenschatz, etwa 4 km südöstlich, vgl. gesondertes Prospekt.

Flächen der BVVG

Die BVVG besitzt über dem Bergwerksfeld Wegenstedt keine Flurstücke.


LAGERSTÄTTE


Quellen:

      [1] Wiehle, P. et al. (1979): Ergebnisbericht mit Vorratsberechnung - Erkundung Kiessand Flechtingen.- VEB Geologische Forschung und Erkundung Halle, 25.06.1979, 322 Blatt inkl. Anlagen (Karten und Risse, Schnitte und Profile, Felddokumentation, Labordokumentation, Übersichten zur Vorratsberechnung, Tabellarische Übersichten),


      [2] Johnsen (1990): Ergebnisbericht zu den Erkundungsarbeiten in der Kiessandlagerstätte Wegenstedt.- Ingenieurbüro für Wasserbau, Umweltschutz und Geotechnik in der Baugesellschaft Weimar mbH, Weimar, 28.08.1990, 3 Seiten zzgl. Karte (Lageplan vgl. Auszug aus der Landesbohrdatenbank, Originalkarte aufgrund der Größe nicht eingescannt und nur beim LAGB in Magdeburg verfügbar), Bohrergebnissen, Ergebnissen der Siebanalysen nach TGL 11462/07 und nach DIN 18123, Bohrprofile,


      [3] Karte der oberflächennahen Rohstoffe 1:200 000, Erl. Bl. CC 3926 Braunschweig, 84 S., 1 Kt, Hannover 2004,


      [4] Stedingk, K., Präger, R., Balzer, G. und Ehling, B.-C. (2008): Rohstoffbericht Sachsen-Anhalt 2008.- Mitteilungen zu Geologie und Bergwesen von Sachsen-Anhalt, Band 16, 2008, Landesamt für Geologie und Bergwesen von Sachsen-Anhalt, Halle, 11.11.2008, 160 S.,


      [5] Landesbohrdatenbank – Darstellung der Bohrungen aus dem Jahr 1990, Stand 14.04.2020.

Geologische Verhältnisse

Regionalgeologisch befindet sich das Bergwerksfeld Wegenstedt im Bereich des Haldenslebener Abbruchs, der Grenze zwischen dem Flechtinger Höhenzug und der Scholle von Calvörde. In diesem Gebiet südlich der Drömling-Niederung sind saalezeitliche glazifluviatile Sande und Kiessande verbreitet. Das Bergwerksfeld Wegenstedt liegt im Bereich eines als Plankener Randlage bezeichneten wathestadialen Endmoränenzuges, an dessen westlicher Flanke in Richtung des Spetzetals ein 0,5 bis 1 km breiter Sander geschüttet ist. Das heutige Spetzetal ist mit Talsanden angefüllt. Typischerweise wird die nutzbare saalekaltzeitliche Schichtenfolge durch zwei nicht nutzbare Schluffhorizonte gegliedert und entsprechend der unterschiedlichen Höhenlage dieser Horizonte in warthe- und drenthestadiale Bildungen eingeteilt, vgl. [1].

Im Bereich des Bergwerksfeldes Wegenstedt wurden im Sommer 1990 acht Erkundungsbohrungen bis zum Grundwasseranschnitt zwischen 15 und 18 m unter Gelände abgeteuft [5] und folgendes Normalprofil aufgenommen:

    • Abraum (0,6 bis 1,0 m, im Mittel 0,8 m):
      0,2 – 0,3 m Mutterboden
      0,3 – 0,8 m humose, schluffige Feinsande
    • Nutzbares:
      bis 15,0 – 18,0 m unter GOK - Endteufe der Bohrungen
      Fein- bis Mittelsande, gering grobsandig bis kiesig, und
      wahrscheinlich in geringmächtigen Lagen Schluffe enthaltend

Die Mächtigkeit des 1990 erbohrten im Trockenabbau Nutzbaren liegt zwischen 14 und 17 m.

Der Grundwasseranschnitt trat in der Regel bei 55,3 m HN ein, wurde im Durchschnitt bei 54,6 m HN ermittelt.

Untersuchungsstand

Das Bergwerksfeld Wegenstedt wurde im Sommer 1990 mit acht Erkundungsbohrungen bis zu Teufen von 15-18 m untersucht ohne das geologisch Liegende der Lagerstätte zu erreichen. Die Bohrungen wurden in zwei Reihen im Abstand von 100 bis 130 m angelegt. Das Bohrgut wurde nach der Aufnahme des Bohrgutes zu Sammelproben je Bohrloch zusammengefasst, die Korngrößenklassen sowohl nach TGL 11462/07 als auch nach DIN 18123 bestimmt und Huminproben durchgeführt.

Im Ergebnis konnte eine Sandlagerstätte ohne betonschädigende Bestandteile ausgehalten werden. Die Unterlagen des Ergebnisberichtes [2] stehen auszugsweise zur Einsichtnahme bei der BVVG zur Verfügung.

Petrographische und qualitative Kennzeichnung

Der erkundete nutzbare Horizont im Bergwerksfeld Wegenstedt wird vorwiegend aus Fein- und Mittelsanden aufgebaut, die gering grobsandig bis kiesig sind und in die lokal schluffig feinsandige Lagen eingeschaltet sein können. Die Ausbildung der Sande wechselt vertikal wie horizontal. Aus den Bohrprofilen zeichnet sich ab, dass unter Feinsand, mittelsandig, überwiegend Mittelsande, fein- bis fein- bis grobsandig, teils feinkiesig lagern, d.h. der Sand mit der Teufe grobkörniger wird.

Der Kornanteil > 2 mm bewegt sich im erkundeten Teufenbereich zwischen 0,6 und 4,5 M.-%, im Mittel bei 1,8 M.-%. Die Gehalte an abschlämmbaren Bestandteilen variieren zwischen 0 und 2,1 M.-%, im Mittel bei 0,9 M.-%. Der Sandkörper ist über die gesamte erkundete Teufe homogen halbgelblichbraun bis gelbbraun gefärbt. Kohlige Bestandteile oder Holzreste wurden nicht angetroffen.

Die Huminproben lieferten helle Färbungen, organische Verunreinigungen blieben unter Grenzwert. Betonschädigende Bestandteile wurden nicht festgestellt.

Verwendungsmöglichkeiten

Nach den Ergebnissen der Erkundungskampagne im Jahr 1990 sind die oberhalb des Grundwasserspiegels angetroffenen Sande im Rohzustand als Sonstiger Kiessand bzw. Sand ungesiebt einzustufende kiesarme Sande mit Eignung als Betonsand. Sofern nach der Methode, vgl. [1] vorgegangen wird, ließe sich nach Absieben des Überkorns > 8 mm und teilweise geringer Splittzugabe ein Betonkiessand 0/4 - 2 herstellen, der die Anforderungen der damals geltenden TGL 22963 erfüllt. Das Überkorn > 8 mm wurde üblicherweise als Sonstiger Grobkies eingestuft und abgesetzt.

Abbausituation

Das Bergwerksfeld Wegenstedt ist unverritzt.

Die Lagerungsverhältnisse im untersuchten Gebiet werden als relativ unkompliziert beschrieben. Lokal innerhalb des Nutzbaren auftretende sandige Schlufflagen waren mit für den Abbau vorgesehen, da sie die Qualität der Sande nur unwesentlich beeinträchtigten.

Der im Jahr 1990 vorgenommenen Einschätzung zufolge kann voraussichtlich bis auf ein Niveau von 54,6 n HN trocken abgebaut werden, darunter ist eine Nassgewinnung erforderlich, vgl. [1] und [2]. Die ingenieurgeologischen Verhältnisse werden ebenfalls als relativ einfach und überschaubar beschrieben.

Vorratssituation

Dem damaligen Erkundungsauftrag entsprechende Sande wurden für das Bergwerksfeld Wegenstedt im Umfang von 3,1 Mio. t nachgewiesen, vgl. [2].

Industrielle Bedeutung

Die Lagerstätten der saalezeitlichen glazifluviatilen Sande und Kiessande im Raum Oebisfelde - Calvörde - Flechtingen, z.T. in Stauch- und Endmoränen, decken den Bedarf auf lokaler bis regionaler Ebene.


ÖFFENTLICHE PLANUNG

Landesplanerische Einordnung

Für den Bereich des Bergwerksfeldes Wegenstedt liegt keine landesplanerische Ausweisung vor. „Ziel 136: Vorranggebiete für die Rohstoffgewinnung dienen dem Schutz von erkundeten Rohstoffvorkommen insbesondere vor Verbauung und somit der vorsorgenden Sicherung der Versorgung der Volkswirtschaft mit Rohstoffen (Lagerstättenschutz), … Ziel 139: Lagerstätten oberflächennaher Baurohstoffe (insbesondere Kiese und Sande) sind in den Regionalen Entwicklungsplänen raumordnerisch zu sichern.“

Eine überregionale Schienenverbindung nach Oebisfelde und Wolfsburg ist von Haldensleben kommend westlich des Bergwerksfeldes eingetragen. Die südlich des Bergwerksfeldes entlangführende Straße hat Landesbedeutung.


Quelle:

Verordnung über den Landesentwicklungsplan 2010 des Landes Sachsen-Anhalt, nach § 5 Abs. 3 Satz 1 des Landesplanungsgesetzes durch die Landesregierung beschlossen am 14.12.2010,
am 12.03.2011 in Kraft getreten.

Regionalplanerische Einordnung

Im geltenden Regionalen Entwicklungsplan für die Planungsregion Magdeburg ist das Bergwerksfeld Wegenstedt weder als Vorrang- noch als Vorbehaltsgebiet für die Rohstoffgewinnung eingetragen. Es liegt im Bereich des Vorbehaltsgebietes für Wiederbewaldung (Erstaufforstung) Nr. 20 „Bereiche nordöstlich Wegenstedt“.

Im 1. Entwurf des neu aufzustellenden Regionalen Entwicklungsplans für die Planungsregion Magdeburg ist der Bereich als Vorbehaltsgebiet für Erstaufforstung Nr. 6 „Gebiete im nördlichen Ohre-Aller-Hügelland“ dargestellt. Die Schienenverbindung für den Fernverkehr „Magdeburg-Haldensleben-Oebisfelde“ mit abgestimmter Trassenführung für den Ausbau/Neubau verläuft etwa 1 500 m westlich des Bergwerksfeldes. Die südlich des Bergwerkfeldes entlangführende Straße ist als überregionale bedeutsame Hauptverkehrsstraße.
Der 2. Entwurf befindet sich gegenwärtig in der Erarbeitung.

Ca. 130 m nordwestlich des Bergwerksfeldes Wegenstedt befindet sich das Eignungsgebiet für die Nutzung von Windenergie Nr. 10 „Wegenstedt“.


Quellen:


Regionaler Entwicklungsplan für die Planungsregion Magdeburg, beschlossen durch die Regionalversammlung am 17.05.2006, genehmigt durch die oberste Landesplanungsbehörde am 29.05.2006, 1. Entwurf für die Neuaufstellung des


Regionalen Entwicklungsplans für die Planungsregion Magdeburg, Abwägungsdokumentation zum 1. Entwurf, beschlossen von der Regionalversammlung am 14.03.2018, Abfrage zuletzt am 31.03.2020

Kommunale Planung

Informationen über etwaige Bebauungspläne innerhalb des Bergwerksfeldes Wegenstedt sind der BVVG nicht bekannt. Im Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde Flechtingen ist die Abgrenzung des Bergwerkseigentums Wegenstedt Nr. 818/90/906 vermerkt. Das Bergwerksfeld liegt innerhalb von Flächen für Wald und beinhaltet zu ca. 2/5 Flächen für die Landwirtschaft - Grünlandnutzung.


Quellen:

BVVG-GIS-Layer Bauleitplanung, Stand 05/2019, Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde Flechtingen aus dem Jahr 2017


SCHUTZGEBIETE / BELASTUNGEN

Trinkwasserschutz

Von Trinkwasserschutzgebieten ist das Bergwerksfeld nicht betroffen.


Quelle:

Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, Abfrage der Internetseite zuletzt am 02.04.2020

Naturschutz

Für das Bergwerksfeld Wegenstedt ist keine Schutzgebietsausweisung bekannt.


Quellen:


BVVG-GIS und Regionaler Entwicklungsplan für die Planungsregion Magdeburg, beschlossen durch die Regionalversammlung am 17.05.2006, genehmigt durch die oberste Landesplanungsbehörde am 29.05.2006, Abfrage der Internetseite zuletzt am 02.04.2020

Bodendenkmale

Hinweise auf etwaig vorhandene Bodendenkmale liegen nicht vor. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass archäologische Relevanzbereiche betroffen sein könnten und zum konkreten Planungsstand eines Aufschlusses die Stellungnahme des Archäologischen Landesamtes einzuholen ist.


Quelle:

BVVG-BI, Internet, BVVG-GIS: Topografische Karte TK 10, Exposé [3], Abfrage der Internetseite zuletzt am 02.04.2020





Altlasten- und Kampfmittelverdacht

Bzgl. des Bergwerksfeldes Wegenstedt sind keine Angaben zu erfassten Altlasten oder Kampfmittelverdacht dokumentiert.


Quelle:

BVVG-GIS, Topografische Karte TK 10


INFRASTRUKTUR / ERSCHLIEßUNG

Verkehrswege

Das Bergwerksfeld liegt an der Landesstraße L 24 zwischen den Ortslagen Wegenstedt und Calvörde in den Calvörder Bergen östlich des Langen Berges.

Die Bundesautobahn A 2 ist in einer Entfernung von etwa 30 Kilometern via Calvörde erreichbar, Anschlussstelle 65 (Eilsleben). Der ca. 10 km entfernte Güterbahnhof Flechtingen ist über die L 24 in Verbindung mit der L 25 zu erreichen.

Der Mittellandkanal mit Hafenanbindung in Bülstringen ist ca. 15 km entfernt.


Quelle:

BVVG-GIS: TK 10 und TK 25

Versorgungsleitungen/-trassen

Entlang der nördlichen Feldesgrenze verläuft eine Elektro-Freileitung.


Quellen:

BVVG-GIS: TK, Luftbild

Industriell-gewerbliche Standorte

Der nächstgelegene Industrie- und Gewerbestandort befindet sich am ca. 5 km entfernten Bahnhof Flechtingen. Im Bereich des Flechtinger Höhenzuges sind eine Reihe kleinräumiger Abbaustätten aktiv.


BESONDERHEITEN

Dauerhafte
Beschränkungen

Allgemein ist der den geltenden Standards entsprechende Abstand zu schützenswerten Objekten, Ortslagen und öffentlichen Straßen einzuhalten.

Hinweise auf etwaig noch genutzte bauliche Anlagen liegen vor, so dass land-/forstwirtschaftliche Relevanzbereiche betroffen sein können und zum konkreten Planungsstand eines Aufschlusses Einvernehmen mit dem Nutzer der Grundstücke herzustellen ist.

Erweiterungsmöglichkeiten

Für einen Verkauf stehen das etwa 4 km entfernte Bergwerkseigentum Flechtingen/Boddensell und das ca. 15 km entfernte Bergwerkseigentum Benitz II von der BVVG ebenfalls zur Verfügung, vgl. gesonderte Prospekte.


DOKUMENTATION

Erkundungsberichte, Gutachten, Prospekte

Die vorgenannten Quellen sind, soweit sie nicht ohnehin öffentlich sind, bei der BVVG nach Terminvereinbarung einsehbar.

Haftungsausschluss

Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH stellt die Inhalte dieses Produktblattes mit Sorgfalt zusammen. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen aber ohne Gewähr. Die Angaben dienen nur der unverbindlichen allgemeinen Information und ersetzen nicht die individuelle Befassung mit dem Objekt.

Stand der Informationen: 04/2020 mit folgender Aktualisierung in 10/2020: Luftbilder


ZUR BEACHTUNG

    • Bei dem Bergwerkseigentum Wegenstedt handelt es sich um eine Bergbauberechtigung im Sinne des Bundesberggesetzes (BBergG) vom 13.08.1980 (BGBl I S. 1310), in seiner aktuellen Fassung in Verbindung mit den Überleitungsvorschriften des Einigungsvertragsgesetzes vom 23.09.1990 (BGBl II S. 885), dem Gesetz zur Vereinheitlichung der Rechtsverhältnisse bei Bodenschätzen vom 15.04.1996 (BGBl I S. 602) und der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung bergbaulicher Vorhaben vom 13.07.1990 (BGBl I S. 1420) in seiner aktuellen Fassung.
    • Das BBergG unterscheidet die bergbauliche Berechtigung und ihre Ausübung. Die Bergbauberechtigung vermittelt nur eine Rechtsposition, der Unternehmer erhält das Recht, Bodenschätze aufzusuchen und zu gewinnen. Er darf jedoch von dieser Berechtigung nicht ohne weiteres Gebrauch machen, zur Ausübung der Berechtigung, also zum tatsächlichen Abbau von Bodenschätzen kommt es erst, wenn der entsprechende Betriebsplan aufgestellt und von der zuständigen Bergbehörde zugelassen worden ist.
    • Es gelten die Regelungen für Bergwerkseigentum nach § 151 BBergG.
    • Die Grundstücke über dem Bergwerksfeld Wegenstedt gehören nicht zum Bergwerkseigentum.

Die Besichtigung des Bergwerksfeldes kann von öffentlichen Straßen und Wegen aus erfolgen. Wir weisen darauf hin, dass das ungenehmigte Befahren der das Bergwerksfeld überdeckenden Grundstücke nicht gestattet ist.


ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUR INTERESSENBEKUNDUNG

Die BVVG veröffentlicht auf ihrer Webseite in Abständen Informationen zum ihr verfügbaren Bergwerkseigentum.

Die Informationen dienen einem ersten Überblick zum jeweiligen Bergwerkseigentum. Interessenten können Ihr Erwerbsinteresse unter Angaben des betreffenden Bergwerkseigentums - vorzugsweise schriftlich - gegenüber der BVVG-Zentrale bekunden.

Die Vermarktung/Veräußerung des Bergwerkseigentums erfolgt grundsätzlich über öffentliche Ausschreibungen, um einem breiten Bewerberkreis die Möglichkeit zur Gebotsabgabe zu geben. Die Reihenfolge für die Ausschreibung des Bergwerkseigentums legt die BVVG intern fest; vorliegende Interessenbekundungen werden hierbei nach Möglichkeit berücksichtigt. In jedem Fall werden diejenigen Interessenten, deren Erwerbsinteresse zum Ausschreibungsbeginn bei der BVVG aktenkundig ist, über die Ausschreibung schriftlich informiert.

Nach vorheriger Terminabsprache mit dem o. g. Ansprechpartner kann in den Räumen der BVVG-Zentrale in ggf. vorhandene detaillierte Unterlagen zu dem jeweiligen Bergwerkseigentum Einsicht genommen werden.

Lage

Das Bergwerksfeld Wegenstedt befindet sich nördlich des Flechtinger Höhenzuges bei Wegenstedt. Es liegt ca. 30 km nordwestlich von Magdeburg bzw. ca. 25 km nordöstlich von Helmstedt, östlich der Ortslage Wegenstedt an der Landstraße L 24 und ist unverritzt.

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Die dargestellte Position ist nur eine ungefähre Angabe der Lage.

Anlagen / Links

Kontaktdaten

  • Name
    Frau Dr. Sabine Dietrich
  • Firma
    BVVG - Bereich Verkauf/Verpachtung
  • Adresse
    Schönhauser Allee 120
    10437 Berlin
  • Tel. Durchwahl

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