Bergwerkseigentum Wildenfels, Werk- u. Dekostein Marmor

Sachsen, Erzgebirgskreis - Zwickau

Bergwerkseigentum Wildenfels, Werk- u. Dekostein Marmor - Auszug aus dem Lageriss (1)

Auszug aus dem Lageriss (1)

Bergwerkseigentum Wildenfels, Werk- u. Dekostein Marmor - Auszug aus dem Lageriss (2)

Auszug aus dem Lageriss (2)

Bergwerkseigentum Wildenfels, Werk- u. Dekostein Marmor - Luftbild, Projektion des BWE (1)

Luftbild, Projektion des BWE (1)

Bergwerkseigentum Wildenfels, Werk- u. Dekostein Marmor - Luftbild, Projektion des BWE (2)

Luftbild, Projektion des BWE (2)

Objektdaten

  • Objekt-Nr.
    VV24-2450-001515
  • Bundesland
    Sachsen
  • Kreis
    Erzgebirgskreis
    Zwickau
  • Gemeinde
    Langenweißbach
    Wildenfels, Stadt
  • Gemarkung
    Grünau
    Schönau
  • Flurstück
    keine
  • Objektart
    Bodenschätze-Interessenbekundung
  • Größe
    227.600 m²
  • Orientierungswert
    Die BVVG ruft zur Bekundung von Kaufinteresse unter Angabe von Preisvorstellungen auf.

Objekt­beschreibung

Für das Bergwerkseigentum Wildenfels, Bodenschatz Gesteine zur Herstellung von Werk- und Dekosteinen, ruft die BVVG hiermit potentielle Käufer zur Abgabe von Interessenbekundungen auf.
Der farbige (schwarz, rötlich, grünlich) Wildenfelser Marmor ist seit den 1680er-Jahren als Werk- und Dekostein verwendet worden; andere Kalksteinfazies für gebrannten Kalk. Ergebnisberichte über Erkundungs- und Analysenarbeiten in den Jahren 1966-1988 liegen vor. Die Gesteine stehen in den auflässigen Steinbrüchen an.

OBJEKT

Bergwerkseigentum
Wildenfels (Nr. 694/90/816)

Verliehen für den Bodenschatz
9.27, Gesteine zur Herstellung von Werk- und Dekosteinen

Größe des Bergwerksfeldes
227.600 m²

Rechtliche Einordnung
Altes Recht: aufrechterhaltenes Bergwerkseigentum gemäß § 151 BBergG

Oberflächennutzung
überwiegend Landwirtschaft, einzelne Baum- und Buschgruppen, auflässige und zum Teil wassererfüllte Steinbrüche

Flächen der BVVG
Die BVVG besitzt über dem Bergwerksfeld Wildenfels und angrenzend keine Grundstücke.


LAGERSTÄTTE

Quellen:
      [1] Schreiber, A. (1966): Ergebnisbericht über die vom VEB Geologische Erkundung Süd im Objekt Kalk Wildenfels durchgeführten Sucharbeiten auf Zementrohstoffe 1962/63 mit Vorratsberechnung und 32 Anlagen. – VEB Geologische Erkundung Süd, Freiberg/Sa., 01.12.1966, 154 Seiten (Anlagen nicht vorhanden),
      [2] Schreiber, A. (1969): Zwischenbericht über generelle Ergebnisse der Etappe I und Schlussfolgerungen für die Etappe II der Vorerkundung des Zementrohstoffobjektes Kalk Wildenfels/Kreis Zwickau/Sa., Bez. Karl-Marx-Stadt, unveröfftl. Bericht des VEB Geologische Forschung und Erkundung Halle, BT Freiberg, 29.05.1969 – zitiert,
      [3] Schreiber, A. (1971): Ergebnisbericht über die in den Jahren 1968/69 ausgeführte Vorerkundung auf Zementrohstoffe bei Wildenfels/Kreis Zwickau, unveröfftl. Bericht des VEB Geologische Forschung und Erkundung Halle, BT Freiberg, 19.02.1971 – zitiert,
      [4] Autorenkollektiv (1980): Werte unserer Heimat, Zwischen Zwickauer Mulde und Geyerschem Wald (Band 31). – Akademie-Verlag, Berlin, 1980 – zitiert in Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Wildenfelser_Zwischengebirge,
      [5] Bretschneider, R. (1988): Analyse des durch die Zementrohstofferkundung des Wildenfelser Zwischengebirges erreichten Kenntnisstandes bezüglich der Aussagefähigkeit zur Werksteingewinnung. – VEB Zuschlagstoffe und Natursteine Karl-Marx-Stadt, 14.12.1988, 29 Seiten und 3 Anlagen.

Geologische Verhältnisse
Das Wildenfelser Zwischengebirge stellt geologisch eine Sonderentwicklung dar, die durch häufig wechselnde Faziesverhältnisse gekennzeichnet ist. Regionalgeologisch prägen drei geologische Einheiten diesen Raum. Im Norden sind die terrestrisch angelegten Sedimente des erzgebirgischen Beckens über den Gesteinen des Wildenfelser Zwischengebirges ausgebildet. Das Wildenfelser Zwischengebirge selbst, baut sich aus Sedimenten des Silurs, Devons und Unterkarbons auf, die vielgestaltige Serien von Diabasgesteinen, Tonschiefern, Sandsteinen, Grauwacken, Konglomeraten und Kalksteinen umfassen und diskordante Lagerungsverhältnisse vorherrschen. Eine weitere Besonderheit des Wildenfelser Zwischengebirges stellt eine Kristallinscholle dar, die vorwiegend aus basischen Sedimenten besteht, in denen saure Intrusivgesteine vorkommen. Im Süden lagert das Wildenfelser Zwischengebirge der Phyllit- und Schieferhülle des Erzgebirges auf. Einflüsse variszischer Gebirgsbildung und des Kirchberger Granitplutons bewirkten zusätzlich eine Kontakt- und Regionalmetamorphose.

Das Bergwerksfeld Wildenfels liegt im Kalksteingebiet des Wildenfelser Zwischengebirges. Es erstreckt sich im südlichen und teilweise im mittleren Teil des Zwischengebirges.
Als Werksteine werden die stratigrafisch als Unterer Kohlenkalk und als Knotenkalk angesprochenen Gesteine betrachtet. Sie sind bis zu 30 m bzw. 65 m mächtig. Angaben zu den Kluftabständen liegen nicht vor.

Tektonisch ist der Karbonatkomplex des Wildenfelser Zwischengebirges intensiv geprägt. Die Gesteinsschichten sind kompliziert verfaltet, verschuppt und von Störungen durchzogen. Der Kohlenkalk, als überwiegend reines Karbonatgestein, ist nicht verfaltet. Im Knotenkalk erreichen die Falten (im Gegensatz zu den von Kleinfalten durchzogenen tonschieferreichen Karbonatgesteinen) Längsstreckungen von über 200 m. Die Faltenachsen streichen von WNW-ESE und fallen nach WNW ein.

Untersuchungsstand
Das Wildenfelser Kalksteingebiet wurde 1947-1949 mit dem Ziel der Errichtung eines Zementwerkes systematisch geologisch untersucht. Weitere geologische Arbeiten erfolgten 1955. Diese wurden in den Jahren 1960-1971 wieder aufgenommen, jedoch aufgrund ungünstiger geologisch-ökonomischer Parameter nur bis zum Kenntnisstand von Außerbilanzvorräten der Klassen c1 und c2 entwickelt. Aufgrund seiner Einzigartigkeit im südöstlichen Gebiet der damaligen DDR blieb das erkundete Kalksteingebiet als Lagerstätte für zukünftige Verwendungszwecke erhalten.

Bei der Suche nach Möglichkeiten zur Werksteingewinnung (die nur eine geringe Rohstoffmenge erfordert) wurde 1988 eine Kenntnisstandanalyse für die Nutzung der Kalksteine als Werksteine durchgeführt. Sie fußt auf der eingehenden Auswertung der vorhandenen Bohrkerne und der Geländeaufschlüsse. Untersuchungen des Schneid-, Schleif- und Polierverhaltens der Karbonatgesteine an kleineren Blöcken aus den auflässigen Steinbrüchen sind nicht durchgeführt worden. Zu klären bleibt weiterhin der Umfang möglicher Gewinnungsarbeiten in Bezug auf Material für die Restaurierung historischer Bauten oder auch für ein Angebot an heimischen Rohstoffen; inkl. der Nutzung des zu 80 % nicht als Werkstein geeigneten Materials (z. B. für Agglomeratplatten oder Terrazzosplitt) zzgl. entsprechend erforderlicher Eignungsnachweise. Für Gewinnungsvorhaben, die über einen zeitweiligen Abbau von Gesteinen für bestimmte Restaurierungsarbeiten hinausgehen, sind geeignete Vorratsfelder noch zu ermitteln.

Petrographische und qualitative Kennzeichnung
Den Unterlagen zufolge sind die stratigrafisch als „Unterer Kohlenkalk“ und „Knotenkalk“ bezeichneten Gesteinsabfolgen für die Herstellung von Werk- und Dekosteinen potentiell geeignet.

Knotenkalk: Diese meist hell- bis dunkelgrauen, braunen oder roten Kalksteine haben lagige, brockige, flaserige oder linsige Textur, weisen geringe bis mittlere Tonschiefergehalte auf und sind insgesamt zwischen 30 m und 65 m mächtig. Darunter ist der bunte Knotenkalk mit 15 m bis 25 m am mächtigsten. Er weist eine charakteristische primäre Rot- und Braunfärbung auf, wobei die rötliche Färbung mit der Teufe und zunehmendem Tonschiefergehalt abnimmt und zu dunklen Farben wechselt. Die Tonschiefer durchziehen das Gestein in feinen, 0,1 cm bis 3 cm mächtigen, unregelmäßig angeordneten Lagen bzw. Häuten (Abstände: 0,5 cm bis mehrere Zentimeter). Großenteils fehlen sie im Gestein aber auch.

Unterer Kohlenkalk: Dieser traditionell als Wildenfelser Marmor bekannte Werksteinbereich ist zwischen 15 m und 30 m mächtig. Der reine Kohlenkalk ist 10 m bis 20 m mächtig. In ihm spielt der Tonschieferanteil eine unbedeutende Rolle. Durchgehende Schichtflächen sind selten. In Teilen ist er als Kalkbrekzie ausgebildet.

Verwendungsmöglichkeiten
Den vorliegenden Berichten zufolge sind die Wildenfelser Kalksteine als Zementrohstoff und für die Herstellung von Werk- und Dekosteinen grundsätzlich geeignet. Gebrannter Kalk wurde zuletzt in den heute historischen Hoffmanschen Ringöfen in Grünau und Schönau erzeugt. Historische Nachweise für die Eignung des Wildenfelser Marmors als Werk- und Dekosteine finden sich in der Eingangshalle der Dresdner Gemäldegalerie und an Grabdenkmälern im Zisterzienserinnen Kloster St. Marienstern in der Oberlausitz. Die schwarzen und roten Marmore haben danach überregionale Bedeutung erlangen können.

Abbausituation
Die Nutzung des Wildenfelser Kalksteins geht auf eine jahrhundertealte Tradition zurück. Mit Unterbrechungen ist im Wildenfelser Zwischengebirge seit den 1680er-Jahren bis 1952 Kalkabbau betrieben worden. Zahlreiche auflässige Steinbrüche sind vorhanden und bieten Möglichkeiten zur Gewinnung einzelner Gesteinsblöcke; für den Kohlenkalk – der Marmorbruch östlich des Bergwerksfeldes –, für den Knotenkalk – der Steinbruch am Kalkofen, der Pflanzenbruch (beide östlich des Bergwerksfeldes) und der Steinbruch Dörrer innerhalb des Bergwerksfeldes.

Vorratssituation
Im Ergebnis der Vorerkundungsarbeiten in den 1960er Jahren wurden im Wildenfelser Kalksteingebiet 81,9 Mio. Tonnen an prognostischen Außerbilanzvorräten für die Zementherstellung nachgewiesen. Für den werksteinhöffigen Kohlenkalk ist östlich des auflässigen Marmorbruchs ein Vorratsfeld abgeschätzt worden und bei 20 %-igem Ausbringen wurde mit 11.600 m³ Werkstein gerechnet. Ein möglicher Bereich zur Gewinnung von Knotenkalkblöcken ist der zentrale Bereich des Karbonatlagers.

Das Bergwerksfeld Wildenfels erfasst diese prognostischen Vorratsfelder nur zu einem Anteil, so dass Neuberechnungen erforderlich sind.

Industrielle Bedeutung
Die Wildenfelser Kalksteine werden derzeit weder als Zementrohstoff noch als Werk- und Dekosteine genutzt.

Für Restaurationszwecke stehen in den auflässigen Steinbrücken einzelne Blöcke an.


ÖFFENTLICHE PLANUNG

Landesplanerische Einordnung
Die Karte 10 (Erläuterungskarte) „Klassifizierung der Vorkommen von Steine- und Erden-Rohstoffe, aktiver Steine-Erden-Bergbau“ des Sächsischen Landesentwicklungsplans 2013 weist das Bergwerksfeld Wildenfels und sein Umfeld als „Festgesteine inkl. Karbonatgesteine“ der Wertigkeitsklasse 2 aus.
Quelle:
Landesentwicklungsplan (LEP) 2013 Freistaat Sachsen, beschlossen am 12.07.2013, BVVG-GIS

Regionalplanerische Einordnung
Auf der Raumnutzungskarte zum Regionalplan sind große Teile des Bergwerksfeldes als Vorranggebiet für Natur und Landschaft (Arten- und Biotopschutz) und gleichermaßen als Vorbehaltsgebiet Natur und Landschaft Landschaftsbild/Landschaftserleben ausgewiesen. Die regionale ökologische Verbundkulisse erfasst das Bergwerksfeld mit dem Maßnahmenschwerpunkt Arten- und Biotopschutz, Maßnahme 25 – „Altsteinbrüche nördlich von Grünau“ sowie mit Flächen des regionalen Ausgleichs- /Ersatzflächenpools der Wirtschaftsregion Chemnitz-Zwickau (Karte A1-5). Weitere Betroffenheiten bilden ein Brut- und Nahrungshabitat für überregional bedeutsame Vogelarten (Karte A1 - 2), ein Gebiet mit besonderer Bedeutung für den Fledermausschutz (Karte A1-3), ein Hohlraumgebiet (Karte 8) sowie landschaftsprägende Höhenrücken, Kuppen und Hanglagen, Schwerpunktgebiet Erosionsschutz (Karte 5).
Quelle:
Satzung über die erste Gesamtfortschreibung des Regionalplanes Südwestsachsen in der Fassung des Satzungsbeschlusses der Verbandsversammlung des Regionalen Planungsverbandes Südwestsachsen vom 10.07.2008 mit dem der Satzungsbeschluss vom 05.03.2008 geändert wurde, sowie des Genehmigungsbescheides des Sächsischen Staatsministeriums des Inneren vom 28.05.2008, geändert mit Bescheid vom 17.07.2008 und BVVG-GIS

Kommunale Planung
Das Bergwerksfeld ist nicht überplant.
Quelle:
BVVG-GIS: Raumordnungskataster 2015-07


SCHUTZGEBIETE / BELASTUNGEN

Trinkwasserschutz
kein Trinkwasserschutzgebiet
Quelle:
Verzeichnis der Trinkwasserschutzgebiete im Freistaat Sachsen mit Stand 12/2013

Naturschutz
Das Bergwerksfeld liegt im Landschaftsschutzgebiet „Wildenfelser Zwischengebirge“. Fünf der auflässigen Kalkbrüche bilden das FFH-Gebiet „Kalkbrüche im Wildenfelser Zwischengebirge“; drei befinden sich innerhalb des Bergwerksfeldes. Die Liste der Biotope wurde nicht gesondert eingesehen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass innerhalb des Bergwerksfeldes Biotope kartiert worden sind.
Quelle:
BVVG-GIS: Schutzgebiete

Bodendenkmale
Hinweise auf etwaige Bodendenkmale liegen im Bereich des Bergwerksfeldes nicht vor und wurden daher nicht gesondert geprüft.
Quelle:
BVVG-GIS: Topographische Karte TK 25

Altlasten/-verdacht
Hinweise auf etwaigen Altlasten/-verdacht liegen nicht vor.
Quelle:
BVVG-GIS: Altlastenverdachtsflächen Sachsen, Stand 10/2006


INFRASTRUKTUR / ERSCHLIEßUNG

Verkehrswege
Die verkehrsmäßige Erschließung des Bergwerksfeldes zu der ca. 4 Kilometer entfernten Bundesautobahn A 72 (Anschlussstelle Zwickau-Ost) und der Bundesstraße B 93 gewährleistet Anbindungen sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr.
Der nächstgelegene Bahnhof der Vogtlandbahn mit Verbindung in nördliche und südliche Richtungen befindet sich in Wilkau-Haßlau.
Quelle:
BVVG-GIS: Topografische Karten, Luftbild

Versorgungsleitungen/-trassen
Eine 110 kV-Leitung quert den östlichen Feldesteil.
Quelle:
BVVG-GIS: Topografische Karte DTK 25, Luftbild

Industriell-gewerbliche Standorte
Die nächstgelegenen voll erschlossenen Gewerbegebiete befinden sich in Wildenfels, Ortsteil Härtensdorf und in der Zwickauer Straße in Hartenstein.
Quelle:
BVVG-GIS: Topografische Karten, Luftbild, Raumordnungskataster 2015-07


BESONDERHEITEN

Dauerhafte Beschränkungen
Die den geltenden Standards entsprechenden Abstände zu schützenswerten Objekten, Ortslagen und öffentlichen Verkehrswegen sind einzuhalten.


DOKUMENTATION

Erkundungsberichte, Gutachten, Prospekte
Die unter der Rubrik LAGERSTÄTTE genannten Quellen sind bei der BVVG nach Terminvereinbarung einsehbar.

Die Besichtigung des Bergwerksfeldes kann von öffentlichen Straßen und Wegen aus erfolgen. Wir weisen darauf hin, dass das ungenehmigte Befahren der das Bergwerksfeld überdeckenden Grundstücke nicht gestattet ist.

Haftungsausschluss
Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH stellt die Inhalte dieses Produktblattes mit Sorgfalt zusammen. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen aber ohne Gewähr. Die Angaben dienen nur der unverbindlichen allgemeinen Information und ersetzen nicht die individuelle Befassung mit dem Objekt.

Stand der Informationen: 02/2016 mit folgender Aktualisierung in 10/2020: Luftbilder




ZUR BEACHTUNG
    • Bei dem Bergwerkseigentum Badingen/Bösenhagen handelt es sich um eine Bergbauberechtigung im Sinne des Bundesberggesetzes (BBergG) vom 13.08.1980 (BGBl I S. 1310), in seiner aktuellen Fassung in Verbindung mit den Überleitungsvorschriften des Einigungsvertragsgesetzes vom 23. 09.1990 (BGBl II S. 885), dem Gesetz zur Vereinheitlichung der Rechtsverhältnisse bei Bodenschätzen vom 15.04.1996 (BGBl I S. 602) und der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung bergbaulicher Vorhaben vom 13.07.1990 (BGBl I S. 1420) in seiner aktuellen Fassung.
    • Das BBergG unterscheidet die bergbauliche Berechtigung und ihre Ausübung. Die Bergbauberechtigung vermittelt nur eine Rechtsposition, der Unternehmer erhält das Recht, Bodenschätze aufzusuchen und zu gewinnen. Er darf jedoch von dieser Berechtigung nicht ohne weiteres Gebrauch machen, zur Ausübung der Berechtigung, also zum tatsächlichen Abbau von Bodenschätzen kommt es erst, wenn der entsprechende Betriebsplan aufgestellt und von der zuständigen Bergbehörde zugelassen worden ist.
    • Es gelten die Regelungen für Bergwerkseigentum nach § 151 BBergG.
    • Die Grundstücke über dem Bergwerksfeld Badingen/Bösenhagen gehören nicht zum Bergwerkseigentum.

Die Besichtigung des Bergwerksfeldes kann von öffentlichen Straßen und Wegen aus erfolgen. Wir weisen darauf hin, dass das ungenehmigte Befahren der das Bergwerksfeld überdeckenden Grundstücke nicht gestattet ist.


ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUR INTERESSENBEKUNDUNG

Die BVVG veröffentlicht auf ihrer Webseite www.bvvg.de in Abständen Informationen zum ihr verfügbaren Bergwerkseigentum.

Die Informationen dienen einem ersten Überblick zum jeweiligen Bergwerkseigentum. Interessenten können Ihr Erwerbsinteresse unter Angaben des betreffenden Bergwerkseigentums - vorzugsweise schriftlich - gegenüber der BVVG-Zentrale bekunden.

Die Vermarktung/Veräußerung des Bergwerkseigentums erfolgt grundsätzlich über öffentliche Ausschreibungen, um einem breiten Bewerberkreis die Möglichkeit zur Gebotsabgabe zu geben. Die Reihenfolge für die Ausschreibung des Bergwerkseigentums legt die BVVG intern fest; vorliegende Interessenbekundungen werden hierbei nach Möglichkeit berücksichtigt. In jedem Fall werden diejenigen Interessenten, deren Erwerbsinteresse zum Ausschreibungsbeginn bei der BVVG aktenkundig ist, über die Ausschreibung schriftlich informiert.

Nach vorheriger Terminabsprache mit dem o. g. Ansprechpartner kann in den Räumen der BVVG-Zentrale in ggf. vorhandene detaillierte Unterlagen zu dem jeweiligen Bergwerkseigentum Einsicht genommen werden.

Lage

Das Bergwerksfeld Wildenfels liegt im Südwesten des Freistaates Sachsen im Westerzgebirge/Vogtland, südlich der Stadt Wildenfels zwischen den Ortslagen Schönau und Grünau.
Es ist an mehreren Stellen verritzt. Die ehemaligen Kalksteinbrüche sind bestockt oder zum Teil wassererfüllt, aber zugänglich.
Das Bergwerksfeld ist über das örtliche Straßennetz an die Gewerbeflächen der umliegenden Gemeinden sowie an die ca. 4 Kilometer entfernte Bundesautobahn BAB 72 und an die ca. 3 Kilometer entfernte Bundesstraße B 93 angebunden.

Google Maps

Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Google.
Mehr erfahren

Karte laden

Die dargestellte Position ist nur eine ungefähre Angabe der Lage.

Anlagen / Links

Kontaktdaten

  • Name
    Frau Dr. Sabine Dietrich
  • Firma
    BVVG - Bereich Verkauf/Verpachtung
  • Adresse
    Schönhauser Allee 120
    10437 Berlin
  • Tel. Durchwahl

Direktanfrage

Wichtig: Bitte senden Sie über dieses Kontaktformular keine Gebote!
Gebote senden Sie ausschließlich an: gebote@bvvg.de oder per Post an:
BVVG – Ausschreibungsbüro, Postschließfach 55 01 34, 10371 Berlin

 SSL-verschlüsselt