Fläche bei Krewelin

Brandenburg, Oberhavel

Fläche bei Krewelin - Luftbild

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Objektdaten

  • Objekt-Nr.
    BB65-1800-009221-WRRL
  • Bundesland
    Brandenburg
  • Kreis
    Oberhavel
  • Gemeinde
    Zehdenick, Stadt
  • Gemarkung
    Krewelin
  • Flur
    3
  • Flurstück
    1/2
  • Objektart
    Acker und Grünland
  • Größe
    2,6595 ha
  • Orientierungswert (Pacht)
    nach Gebot

Abgabe des Gebotes

Objekt­beschreibung

Im Auftrag des Landes Brandenburg bieten wir Ihnen 2,6595 ha zur Verpachtung ab 01.10.2021 an. Die Flächen setzen sich aus ca. 1,92 ha Unland sowie ca. 0,73 ha Gräben zusammen. Der Pachtvertrag wird auf unbestimmte Zeit abgeschlossen.

Schutzgebiete
Die Flächen liegen im Landschaftsschutzgebiet Obere Havelniederung, im Naturschutzgebiet Schnelle Havel und im Vogelschutzgebiet. Die jeweiligen Naturschutzgesetze und Verordnungen sind zu beachten.

Aufteilung nach Nutzungsarten
Alle Angaben beziehen sich auf das Feldblockkataster. Die Flächenaufteilung aus dem Kataster erfolgt ausschließlich für Zwecke der Vertragsdurchführung; wegen der tatsächlichen Flächengröße, der jeweiligen Nutzungsart sowie der Bewirtschaftungsmöglichkeiten übernimmt die Verpächterin keine Gewähr. Insbesondere kann die tatsächliche Nutzungsart von der katasterlichen Nutzungsart abweichen.

Wir weisen darauf hin, dass für die Richtigkeit der Angaben keine Gewähr übernommen wird. Bitte informieren Sie sich selbst vor Ort. Die Besichtigung der Flächen kann von öffentlichen Straßen und Wegen aus erfolgen, das Befahren des Ausschreibungsloses ist nicht gestattet.

Weitere Informationen
Die Flächen wurden für Maßnahmen nach der Wasserrahmenrichtlinie auf das Land Brandenburg übertragen. Die Flächen befinden sich in der Verwaltung der BVVG. Im Pachtvertrag wird im § 9 - Kündigung des Vertrages - ein Sonderkündigungsrecht wie folgt vereinbart:

Sollen verpachtete Flächen zur Erfüllung von Maßnahmen nach der Wasserrahmenrichtlinie verwendet werden oder liegen die erforderlichen behördlichen Genehmigungen (Bauerlaubnis, Planfeststellungsbeschluss oder ähnliches) für infrastrukturelle Maßnahmen, insbesondere die Errichtung von Straßen und Eisenbahntrassen, oder für Vorhaben im Sinne des § 29 BauGB zur außerlandwirtschaftlichen Nutzung vor, kann die Verpächterin den Vertrag jederzeit ganz oder teilweise außerordentlich kündigen. Kündigt die Verpächterin den Vertrag, so kann die Kündigung nur schriftlich unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten zum Ende des laufenden Pachtjahres erfolgen. Mit Ausnahme der Kündigung, die darauf gestützt wird, dass die vertragsgegenständlichen Flächen zur Erfüllung von Maßnahmen nach der Wasserrahmenrichtlinie verwendet werden, ist die Verpächterin bei Ausübung des ihr nach diesem Absatz zustehenden Kündigungsrechtes verpflichtet, dem Pächter eine Entschädigung für den Flächenentzug zu leisten, jedoch nicht über das Maß hinaus, das beim Entzug von Pachtflächen aufgrund von hoheitlichen Maßnahmen zuerkannt werden würde. Die Entschädigungshöhe lässt sich anhand der 'LandR 78' (Beilage zum Bundesanzeiger Nr. 181 vom 26. September 1978) ermitteln. Der Pächter hat keinen Anspruch auf Entschädigung, wenn die behördliche Genehmigung bereits bei Abschluss dieses Vertrages vorliegt und dies dem Pächter bei Abschluss des Vertrages bekannt war. Steht zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Kündigung noch nicht ausgereiftes Feldinventar auf der Pachtsache, kann der Pächter abweichend von § 596 a BGB dieses Feldinventar noch abernten.

Der Pachtvertrag wird auf unbestimmte Zeit abgeschlossen.

Nutzungsmöglichkeit
Mindestumweltstandards für Landesflächen im Ressort Umwelt

Grundsätze für die Einhaltung von Mindestumweltstandards auf Landesflächen
Auf den hier verpachteten Flurstücken im Eigentum des Landes Brandenburg sind die Mindestanforderungen an Umweltstandards zu erfüllen, um eine nachhaltige Bewirtschaftung der Umweltressourcen sicher zu stellen. Boden und Gewässer sind so zu bewirtschaften, dass sich ihr Zustand nicht verschlechtert bzw. bei schlechtem Zustand verbessert. Dazu gehören u. a. die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit, die Vermeidung von Bodenerosion und Nähr- und Schadstoffeinträgen im Gewässer, die Erhaltung einer hohen Arten- und Strukturvielfalt, die schonende Nutzung von Moorstandorten und der Schutz und die Entwicklung von Gewässern. Zusätzlich zu den aufgeführten Umweltstandards können für Einzelflächen weitergehende gebietsspezifische Regelungen getroffen werden.

Acker- und Grünland, allgemein
Kein Einsatz gentechnisch veränderten Organismen.
Entwässerungsmaßnahmen über das bestehende Maß hinaus sind nicht zulässig.
Strukturelemente (z.B. Säume, Hecken und Einzelbäume) sowie Sonderstandorte (z.B. Ödland, Sölle, Lesesteinhaufen) werden erhalten.
Auf Ackerflächen ist eine mindestens dreigliedrige Fruchtfolge einzuhalten.
Der Erosionsschutz wird besonders beachtet. In Hangbereichen erfolgt die Bewirtschaftung immer hangparallel.
Liegt Dauergrünland in einer Kulisse des Förderprogramms KULAP 2014 und folgender, so ist bei Vorliegen der Zuwendungsvoraussetzungen mindestens ein zutreffender Fördergegenstand zu beantragen.

Acker- und Grünland, organische Böden
Nicht oder gering entwässerte, intakte Moore (Norm-Niedermoore) bzw. wiedervernässte Moorstandorte sind von einer Nutzung ausgeschlossen, es sei denn, diese Standorte wurden für die Nutzung als Paludikulturen vernässt oder eine extensive Nutzung dient übergeordneten Naturschutzzielen.
Hinweis: Paludikulturen sind Nutzungsformen auf organischen Böden, bei denen der Wasserspiegel flurnah oder darüber liegt und nicht künstlich abgesenkt wird. Folgende Nutzungsformen kommen dafür z. B. in Betracht: Nasswiesennutzung mit Rohrglanzgras und Nassweidenutzung z. B. mit Wasserbüffeln.
Dauergrünland ist umbruchlos und ohne Einsatz von Herbiziden zu bewirtschaften. Für Nachsaaten kommen z. B. Schlitzverfahren in Betracht.
Torfabbau in jeder Form ist ausgeschlossen. In Ausnahmefällen kann Torf im Rahmen von Moorschutzvorhaben umverlagert werden.
Bei Spurrinnenbildung ist die Bewirtschaftung mit angepasster Technik (Breitreifen, Zwillingsreifen, Achslastreduzierung) fortzusetzen.
Wasserstände in der Bewirtschaftungsphase von mindestens 60 cm und außerhalb von mindestens 30 cm unter Flur auf dem Großteil der Fläche sowie höhere Wasserstände in Geländesenken sind zu dulden.

Bei Beweidung gilt grundsätzlich:
Eine flächige Zerstörung der Grasnarbe ist unzulässig da sie zur Schädigung des Moorbodens führt. Beweidungsdichte und -dauer sind zwingend danach auszurichten.
Führt der Tritt auf sehr feuchten Flächen zur erkennbaren Narbenzerstörung, sind die Tiere sofort von der Fläche zu nehmen.
Flächen auf denen sich in Folge von Bodenverdichtung Binsen ausbreiten sind stets nachzumähen oder als Mähweide oder reine Mähflächen zu nutzen.

Gewässerränder / Gewässer
An Gewässern sind grundsätzlich die ungenutzten und ungemähten Randstreifen zu erhalten. In ungenutzten Randstreifen sind Gehölze zu dulden. Ausgenommen davon sind Hochwasserschutzanlagen.
Es werden naturnahe, störungsarme Ufer angestrebt. Werden in Fließgewässern Renaturierungen bzw. eine Förderung der ökologischen Durchgängigkeit und Eigendynamik umgesetzt, sind diese Maßnahmen zu dulden. Hierzu notwendige temporäre Überfahrten oder geringfügige Flächennutzungen sind in diesem Zusammenhang außerhalb der Hauptvegetationszeit (Anfang Oktober bis Ende März) zu dulden. Die Wiederherstellung damit verbundener Schäden am Pachtgegenstand obliegt dem Verursacher.

Wir freuen uns auf Ihr Gebot !

Lage

Krewelin ist ein Ortsteil der Stadt Zehdenick im Landkreis Oberhavel. Die Fläche liegt südlich von Krewelin an der Schnellen Havel.

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Die dargestellte Position ist nur eine ungefähre Angabe der Lage.

Kontaktdaten

  • Name
    Frau Silka Wolk
  • Firma
    BVVG - Landesniederlassung Brandenburg/Berlin
  • Adresse
    Schönhauser Allee 120
    10437 Berlin
  • Tel. Durchwahl

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