Fläche mit Bodenschatz im Grundeigentum bei Magdeburg

Sachsen-Anhalt, Magdeburg

Objektdaten

  • Objekt-Nr.
    AM03-1800-143720
  • Bundesland
    Sachsen-Anhalt
  • Kreis
    Magdeburg
  • Gemeinde
    Magdeburg, Landeshauptstadt
  • Gemarkung
    Magdeburg
  • Flur
    724
  • Flurstück
    10267
  • Objektart
    Acker und Grünland
    Bodenschätze-Ausschreibung
  • Größe
    69,1571 ha
  • Orientierungswert (Kauf)
    nach Gebot

Abgabe des Gebotes

Objekt­beschreibung

Die zum Verkauf angebotene Fläche ist unverritzt und die anstehenden Kiese und Kiessande sind Bestandteil des Grundeigentums. Rohstoffwirtschaftliche Erkundungen in den Jahren nach 1990 wurden durchgeführt, wobei eine abbauwürdige Lagerstätte „Friedensweiler“ ausgehalten werden konnte, die wesentliche Teile des Flurstücks 10267 umfasst.

OBJEKT: (Bodenschatz im Grundeigentum)

Bodenschatzführendes Flurstück
Überwiegend im Bereich der erloschenen bergrechtlichen Bewilligung Magdeburg-Prester.

Bodenschatz
Kies und Kiessande

Rechtliche Einordnung
Die Kiese und Kiessande unterfallen dem Grundeigentum.

Oberflächennutzung
Das Flurstück wird überwiegend landwirtschaftlich als Ackerland genutzt.


LAGERSTÄTTE

Quellen:
[1] Fischer, M. et al. (1976): Höffigkeitseinschätzung zur Verbreitung von Rohstoffen für die Baumaterialienindustrie in quartären Ablagerungen in der DDR – Einheitsblatt Magdeburg-Süd 2264 – Ressourcenkarte Quartär 1:50.000. - VEB Geologische Forschung und Erkundung Halle im Auftrag des Ministeriums für Geologie, 42 Blatt, 1 Kt, Berlin 1976,
[2] Henle, K. et al., AG KABE (2000): Kiesabbau in Auen am Beispiel der Elbe (KABE) – Grundlagen zur Einschätzung großräumiger ökologischer Auswirkungen. In BfG/Projektgruppe Elbe-Ökologie (Hrsg.), Mitteilung Nr. 7, Berlin 2000, 123 Seiten inkl. Anlagen,
[3] Karte der oberflächennahen Rohstoffe 1:200 000, Erl. Bl. CC 3934 Magdeburg, 81 S., 1 Kt, Hannover 2004,
[4] Stedingk, K., Präger, R., Balzer, G. und Ehling, B.-C. (2008): Rohstoffbericht Sachsen-Anhalt 2008. – Mitteilungen zu Geologie und Bergwesen von Sachsen-Anhalt, Band 16, 2008, Landesamt für Geologie und Bergwesen von Sachsen-Anhalt, Halle, 11.11.2008, 160 S.,
[5] Landesbohrdatenbank – Verzeichnisse lagerstättengeologischer und hydrogeologischer Altbohrungen, http://www.lagb.sachsen-anhalt.de/service/landesbohrdatenbank/#, Stand 02/2019,
[6] Balzer, G. (2019): Rohstoffgeologische Auskunft – Standort Magdeburg-Prester. – Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt, Magdeburg, 11.03.2019, 1 Seite,
[7] Koch, T. (2019): Daten als Auszug aus der Landesbohrdatenbank, Email vom 13.03.2019.

Geologische Verhältnisse
Das angebotene Objekt im südöstlichen Stadtgebiet von Magdeburg, liegt in einem ungestörten großräumigen Verbreitungsgebiet pleistozäner Kiessande und Sande innerhalb des Elbe-Urstromtals.

Die durchschnittliche Mächtigkeit der Kiessande in der gesamten Lagerstätte Prester (Bergwerkseigentum Magdeburg/Prester/Teilfelder sowie ehemaliges Bewilligungsfeld Magdeburg-Prester) variiert zwischen 3,5 und 15 m und liegt im Mittel bei etwa 6,5 m. Die höchsten Mächtigkeiten wurden im Norden angetroffen (Bereich Friedensweiler). Nach Süden und Westen nehmen die Mächtigkeiten ab.

Insgesamt wird von folgendem Normalprofil ausgegangen:

Abraum:

    Ø 2 m, lokal bis zu 4 m Mutterboden, Auelehm

Nutzhorizont:
    3,5-15 m, Ø 6,5 m weichsel- und saalezeitliche Kiessande;
    daneben Sande
Liegendes:
Tertiäre Ablagerungen (Septarienton, Grünsand)

Das Flurstück liegt teilweise im Bereich Friedensweiler, in dem auf der Grundlage von Erkundungen Dritter in den 1990er Jahren eine bauwürdige Lagerstätte „Friedensweiler“ ausgehalten worden ist.


Der Kiessandhorizont ist in diesem Lagerstättenbereich durchschnittlich 8-9 m mächtig. Nach Süden fällt die Mächtigkeit auf unter 6 m Kiessand ab. Westlich der ausgehaltenen Lagerstätte „Friedensweiler“ sinkt die Mächtigkeit der Kiessande auf unter 5 m, vgl. [6].

Neben den bauwürdigen Kiesen und Kiessanden wurden bauwürdige Sande nachgewiesen, vgl. [1].

Untersuchungsstand
Der Kenntnisstand über Mächtigkeiten, Lagerungsverhältnisse und stoffliche Eigenschaften der Rohstoffe in diesem Bereich des Elbe-Urstromtals wird als hoch eingestuft und gilt als hinreichend für die Bewertung der Rohstoffe [1]. In dem innerhalb der Gesamtlagerstätte Prester ausgehaltenen bauwürdigen Lagerstättenbereich „Friedensweiler“ führten Dritte in den 1990er Jahren Erkundungsarbeiten durch, vgl. [5], [6], [7].
Auf dem Flurstück 10267 sind drei Bohrungen bekannt, darunter 2 Kiessandbohrungen aus dem Jahr 1993. Sofern Interesse an dieser Fläche besteht, wird die BVVG auf einen entsprechenden Antrag hin, ihre Zustimmung zur Einsichtnahme in die Schichtenverzeichnisse erteilen, sofern der Dateneigner dem zustimmt.

Petrographische und qualitative Kennzeichnung
Die Kornzusammensetzung der Kiessande in der Gesamtlagerstätte Prester weist die für glazifluviatile und fluviatile Ablagerungen typische Veränderlichkeit auf.

Die Kiesgehalte liegen bei 30-35 M.-%, vgl. [1], [6].

Das flusssystemtypische Geröllspektrum der Rohkiese aus den Niederterrassenablagerungen entlang der Elbe ist durch einen hohen, mit dem Flusslauf abnehmenden Quarzgehalt gekennzeichnet. Bei Magdeburg/Gübs wird er um knapp 50 M.-% erwartet. Daneben treten Quarzit und Kristallin-Komponenten auf. Der Gehalt an „ungeeigneten“ Geröllanteilen bleibt regional unter 3,88 M-%. Organische Bestandteile, häufig Xylit, sowie geringere Anteile an Eisenverbindungen kommen in allen Gewinnungsstellen vor. Kalksteine treten in den weiter nördlich liegenden Gewinnungsstellen auf [4].

Es wird erwartet, dass der Bodenschatz Kiessand im Bereich der Gesamtlagerstätte Magdeburg-Prester nach Aufbereitung zur Herstellung von Betonzuschlag nach DIN 4226 geeignet ist.



Verwendungsmöglichkeiten
Aus den Nutzschichten lassen sich nach [1], [3] hochwertige Beton- und Straßenbaukiese sowie alle wesentlichen aufbereiteten Kiessande und Sande für alle Bauzwecke gewinnen.

Abbausituation
Die angebotene Fläche ist unverritzt. Die Kiessande der Region lagern typischerweise unkompliziert und werden allgemein im Nassschnitt abgebaut, vgl. auch [2].
Zum konkreten Planungsstand eines Aufschlusses im Lagerstättenbereich Prester werden konkurrierende Belange zu berücksichtigen sein, vgl. Rubriken ÖFFENTLICHEN PLANUNG, SCHUTZGEBIETE/BELASTUNGEN, INFRASTRUKTUR/ERSCHLIEßUNG, BESONDERHEITEN. Eine frühzeitige Abstimmung mit den diesbezüglichen Behörden wird empfohlen.

Vorratssituation
Für die Flächen im Bereich der erloschenen bergrechtlichen Bewilligung Magdeburg-Prester liegen keine Vorratseinschätzungen vor.

Industrielle Bedeutung
Die Lagerstätten des Elbe-Urstromtals im Raum der Gesamtlagerstätte Prester können überregionale Bedeutung erlangen, wobei die Rohstoffe vorrangig auf dem Schienen- oder Wasserweg abgefrachtet bzw. abbaunah weiterverarbeitet werden.


ACKERBODEN

Größe/Nutzungsart
Das Flächenlos umfasst 1 Flurstück in einer Größe von 69,1571 ha und wird überwiegend als Ackerland mit einer durchschnittlichen Bonität von 54 (Ackerzahl) genutzt.

Vertragliche Situation (Pacht)
Die Fläche ist bis zum 30.09.2021 zur landwirtschaftlichen Nutzung verpachtet.

Gestattungen
Für das Ausschreibungslos wurde ein dinglich gesicherter Gestattungsvertrag (Hochwassernachsorgemaßnahme - Ausbau der Furtlake Grabensystem) mit der Landeshauptstadt Magdeburg abgeschlossen, siehe grundbuchliche Situation.

Grundbuchliche Situation
Amtsgericht Magdeburg, Grundbuch von Magdeburg, Grundbuchblatt-Nr. 37178
Abt. I: BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH, Berlin, als Eigentümer
Abt. II: - lfd.Nr. 4 - beschränkte persönliche Dienstbarkeit (Nutzungsrecht) für die Landeshauptstadt Magdeburg

Abt. III: keine das Flurstück betreffenden Eintragungen



ÖFFENTLICHE PLANUNG

Landesplanerische Einordnung
„Ziel 136: Vorranggebiete für die Rohstoffgewinnung dienen dem Schutz von erkundeten Rohstoffvorkommen insbesondere vor Verbauung und somit der vorsorgenden Sicherung der Versorgung der Volkswirtschaft mit Rohstoffen (Lagerstättenschutz), … Ziel 139: Lagerstätten oberflächennaher Baurohstoffe (insbesondere Kiese und Sande) sind in den Regionalen Entwicklungsplänen raumordnerisch zu sichern.“
Quelle:
Verordnung über den Landesentwicklungsplan 2010 des Landes Sachsen-Anhalt, nach § 5 Abs. 3 Satz 1 des Landesplanungsgesetzes durch die Landesregierung beschlossen am 14.12.2010 und in Kraft getreten am 12.03.2011

Regionalplanerische Einordnung
Im geltenden Regionalen Entwicklungsplan für die Planungsregion Magdeburg ist der Betrachtungsraum nicht als Vorrang- oder Vorbehaltsgebiet für die Rohstoffgewinnung von Kiesen und Kiessanden ausgewiesen.
Im 1. Entwurf des neu aufzustellenden Regionalen Entwicklungsplans für die Planungsregion Magdeburg aus dem Jahr 2016 ist an dieser Stelle ein Vorbehaltsgebiet für Natur- und Landschaft verzeichnet. Gemäß Rohstoffbericht des Landesamtes für Geologie und Bergwesen des Landes Sachsen-Anhalt (LAGB) hat das LAGB 2017 in seiner Stellungnahme zum 1. Entwurf die drei Bergwerksfelder Magdeburg/Prester/* als Vorbehaltsgebiete für die Rohstoffsicherung vorgeschlagen. Die Öffentliche Auslegung des 2. Entwurfs des REP Magdeburg mit den Anlagen 1 bis 5 und Umweltbericht erfolgt laut der Regionalen Planungsgemeinschaft Magdeburg in dem Zeitraum vom 16.11.2020-18.12.2020, sowie 11.01.2021-05.03.2021.
Quelle:
Regionaler Entwicklungsplan für die Planungsregion Magdeburg, beschlossen durch die Regionalversammlung am 17.05.2006, genehmigt durch die oberste Landesplanungsbehörde am 29.05.2006. Der 1. Entwurf für die Neuaufstellung des Regionalen Entwicklungsplans für die Planungsregion Magdeburg lag 2016 zur Beteiligung aus. Rohstoffbericht 2018 des LAGB vgl. https://lagb.sachsen-anhalt.de

Kommunale Planung
Die Landeshauptstadt Magdburg teilte der BVVG auf Anfrage zur Bauleitplanung folgendes mit. Auf dem Flurstück befinden sich nach § 30 BNatSchG geschütze Biotope (GB 0030 Röhricht, Stillgewässer (Graben) lineares Gehölz; GB 0063 Kleingewässer).

Weiterhin liegt ein rechtskräftiger Flächennutzungsplan vor, darin ist das Flurstück als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen.
Mit dem Aufstellungsbeschluss vom 17.11.2011 hat die Landeshauptstadt Magdeburg die Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes beschlossen. Die Fläche ist für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft (§ 5 (2) Nr. 10 BauGB) und Ausgleichflächen (§ 5 (2a) BauGB), sowie Wasserfläche vorgesehen.


SCHUTZGEBIETE / BELASTUNGEN

Trinkwasserschutz
Das Flurstück liegt nicht innerhalb von Wasser-/Trinkwasserschutzgebieten.
Quelle:
Verordnung über den Landesentwicklungsplan 2010 des Landes Sachsen-Anhalt, nach § 5 Abs. 3 Satz 1 des Landesplanungsgesetzes durch die Landesregierung beschlossen am 14.12.2010 und in Kraft getreten am 12.03.2011, Regionaler Entwicklungsplan für die Planungsregion Magdeburg, beschlossen durch die Regionalversammlung am 17.05.2006, genehmigt durch die oberste Landesplanungsbehörde am 29.05.2006, 1. Entwurf – Beschluss der Regionalversammlung vom 02.06.2016


Hochwasserschutz
Das Objekt liegt unmittelbar zwischen Elbe und Umflutehle. Die Elbe mit ihren Nebenflüssen ist als Vorranggebiet für Hochwasserschutz ausgewiesen. Für die Umflutehle ist ein Überschwemmungsgebiet ausgewiesen. Das Hochwasserrisiko wird mit niedriger Wahrscheinlichkeit eingestuft.
Als Hochwassernachsorgemaßnahme baute die Landeshauptstadt Magdeburg das Grabensystem Furtlake aus. Von den mit dinglicher Sicherung gestatteten Baumaßnahme ist das Flurstück 10267 betroffen, siehe grundbuchliche Situation.
Quellen:
BVVG-GIS, Verordnung über den Landesentwicklungsplan 2010 des Landes Sachsen-Anhalt, nach § 5 Abs. 3 Satz 1 des Landesplanungsgesetzes durch die Landesregierung beschlossen am 14.12.2010 und in Kraft getreten am 12.03.2011, Regionaler Entwicklungsplan für die Planungsregion Magdeburg, beschlossen durch die Regionalversammlung am 17.05.2006, genehmigt durch die oberste Landesplanungsbehörde am 29.05.2006, 1. Entwurf - Beschluss der Regionalversammlung vom 02.06.2016, LVA Sachsen-Anhalt - festgesetzte Überschwemmungsgebiete, Hochwassergefahren- und Risikokarten vom Landesamt für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft - Stand: 07.03.2019, Gestattungsvertrag vom 27.11.2014 mit Grundbucheintrag


Naturschutz
Das Ausschreibungsobjekt liegt derzeitig in keinem Naturschutzgebiet.
Das FFH-Gebiet „Elbaue zwischen Saalemündung und Magdeburg“ und das lagegleiche Biosphärenreservat „Flusslandschaft Elbe“ rahmen das Ausschreibungsobjekt in einiger Entfernung im Norden, Osten und Süden ein. Südlich liegen das NSG „Kreuzhorst“ sowie das LSG „Mittlere Elbe“; das LSG „Umflutehle-Külzauer Forst“ liegt im Osten des Objektes.
Aufgrund der Größe und Einheitlichkeit des Lagerstättengebietes ist davon auszugehen, dass zum konkreten Planungsstand eines Aufschlusses die Verträglichkeit betrachtet werden muss, vgl. [2].
Quellen:
BVVG-GIS, [2] Henle, K. et al., AG KABE (2000)


Bodendenkmale
Hinweise auf etwaig vorhandene Bodendenkmale liegen nicht vor. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass archäologische Relevanzbereiche betroffen sein könnten und zum konkreten Planungsstand eines Aufschlusses, die Stellungnahme des Archäologischen Lanmdesamtes einzuholen ist.
Quellen:
BVVG-BI, Internet, BVVG-GIS: Topografische Karte TK 10


Altlasten- und Kampfmittelverdacht
Auf dem Ausschreibungslos soll sich eine im Nordwesten gelegene Altlastenfläche "Hausmüll, Hohefeld-Privatweg" befinden, welche in der Datei schädlicher Bodenveränderungen und Altlasten (DBA) der Landeshauptstadt Magdeburg unter der DBA-Kennziffer 400041, Flächen-Nr. 819, registriert ist. Eine Historische Untersuchung von 1998 ergab eine Eintragung des Mitteldeutschen Altlasteninformationssystems (MIDALIS). Zu DDR-Zeiten wurde eine 0,5 m tiefe Grube von etwa 5000 m² mit Hausmüll verfüllt.
Nach dem Luftbild, sowie der jahrzehntelangen landwirtschaftlichen Nutzung sind keine Einschränkungen oder Belastungen zu erkennen.
Im Altlastenkataster der Stadt Magdeburg ist das Flurstück 10267 derzeitig nicht enthalten. Die Untere Bodenschutzbehörde weist darauf hin, dass dies nicht generell den Ausschluss schädlicher Bodenveränderungen oder Altlasten i.S. von § 2 Abs. 3 und 5 des Bundesbodenschutzgesetzes (BBodSchG) bedeutet, sondern lediglich den derzeitigen Kenntnisstand wieder gibt.
Quellen:
BVVG-GIS: Topographische Karte TK 10 und 25, Altlastenverdachtsflächen Sachsen-Anhalt mit Stand 02-2008
Auskunft von der Landeshauptstadt Magdeburg, Untere Bodenschutzbehörde vom 27.08.2020


INFRASTRUKTUR / ERSCHLIEßUNG


Verkehrswege
Das ausgeschriebene Flurstück ist über das örtliche Straßen- und Wegenetz sowie die nahegelegene Bundesstraße B 1 an den Magdeburger Ring sowie die ca. 13 bis 14 km entfernten Bundesautobahnen A 2 (Berlin-Hannover), Anschlussstelle 70 Magdeburg-Zentrum, und A 14 (Magdeburg-Halle), Anschlussstellen 3 bis 5, angebunden. Aufgrund der gegebenen Bebauungssituation wird empfohlen, alternative Abfrachtungsmöglichkeiten zu prüfen.
Der Standort liegt ca. 10 km entfernt vom Magdeburger Industriehafen bzw. 5 km entfernt vom Industriegebiet Biederitz im Kreis Jerichower Land, beide nebst Gleisanlagen.
Quelle:
BVVG-GIS: TK 10 und TK 25

Leitungen
Es sind keine Leitungsrechte mit dinglicher Sicherung eingetragen. Es obliegt dem Interessenten für seine Verwendungszwecke Bestandspläne von den Versorgungsunternehmen abzufordern, da nicht gewährleistet werden kann, dass vorhandene Leitungen grundbuchlich gesichert sind.
Quellen:
BVVG-BI, BVVG-GIS: TK 10 und TK 25, Grundbücher

Industriell-gewerbliche Standorte
Die Fläche liegt innerhalb der Stadtgrenzen der Landeshauptstadt Magdeburg im Umfeld der dortigen Industrie- und Gewerbestandorte.


BESONDERHEITEN

Dauerhafte Beschränkungen
Allgemein ist der den geltenden Standards entsprechende Abstand zu schützenswerten Objekten, Ortslagen und öffentlichen Straßen einzuhalten.
Daneben ist auf den Hochwasserschutz hinzuweisen, vgl. auch Rubrik SCHUTZGEBIETE.

Erweiterungsmöglichkeiten
Im Bereich der Gesamtlagerstätte Prester verfügt bzw. verfügte die BVVG über arrondierte Flächen, in denen der Bodenschatz Kiese und Kiessande dem Grundeigentum unterfällt und die im Zusammenhang mit der Ausgrenzung des Lagerstättenbereichs "Friedensweiler" in den 1990er Jahren durch Dritte zusätzlich erkundet worden sind.

Bergrechtliche Planfeststellungsverfahren
Für die Genehmigung eines Abbaus im Bereich der Teillagerstätte „Friedensweiler“ war 2009 ein bergrechtliches Planfeststellungsverfahren eröffnet worden. Der Geologische Dienst, vgl. [6], teilte mit, dass dieses Planfeststellungsverfahren auf Antrag des Unternehmens Ende 2011 eingestellt wurde und dass naturschutzrechtliche Gründe der Genehmigung entgegenstehen würden. Darüber hinaus verfügte der Antragsteller seinerzeit nicht über die zulassungsnotwendigen Flächen; diese schreibt die BVVG gegenwärtig sukzessive zum Kauf aus.

Bundesprogramm Blaues Band
Für eine Erschließung der Fläche können zu gegebener Zeit die aktuellen Möglichkeiten im Rahmen des Bundesprogramms „Blaues Band“ geprüft werden.
Quelle:
www.bfn.de/blauesband.html


Sonstiges
Mit dem Verkauf wird ggf. eine zehnjährige Bindung festgeschrieben, im Falle einer Nutzungsänderung (insbesondere Bebauung), sowie für den Fall der Errichtung von Anlagen für erneuerbare Energien erfolgt eine Nachbewertung des umgewidmeten Flächenanteils.




DOKUMENTATION

Unterlagen
Die vorgenannten Quellen sind, soweit nicht ohnehin öffentlich einzusehen- bei der BVVG nach Terminvereinbarung einsehbar.
Die Besichtigung des Bergwerkfeldes kann von öffentlichen Straßen und Wegen aus erfolgen. Wir weisen darauf hin, dass das ungenehmigte Befahren der das Bergwerksfeld überdeckenden Grundstücks nicht gestattet ist.

Haftungsausschluss
Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH stellt die Inhalte dieses Produktblattes mit Sorgfalt zusammen. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen aber ohne Gewähr. Die Angaben dienen nur der unverbindlichen allgemeinen Information und ersetzen nicht die individuelle Befassung mit dem Objekt.


Stand der Informationen: 10/2020

Lage

Das Ausschreibungslos liegt am östlichen Stadtrand von Magdeburg. Die genaue Lage können Sie den bereitgestellten Karten entnehmen.

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Kontaktdaten

  • Name
    Frau Kathrin Pötsch
  • Firma
    BVVG - Landesniederlassung Sachsen-Anhalt
  • Adresse
    Universitätsplatz 12
    39104 Magdeburg
  • Tel. Durchwahl

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BVVG – Ausschreibungsbüro, Postschließfach 55 01 34, 10371 Berlin

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