Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH in Thüringen (TH) hat im Jahr 2010 rund 1.980 Hektar landwirtschaftliche Fläche veräußert, davon 95 Prozent an ortsansässige Landwirtschaftsbetriebe. „Damit werden Behauptungen widerlegt, dass die BVVG in nennenswertem Umfang an sogenannte Kapitalanleger verkaufe“, betonte Niederlassungsleiter Markus Meyer auf der Landespressekonferenz in Erfurt. Von den 1.850 Hektar im Jahr 2010 öffentlich ausgeschriebenen landwirtschaftlichen Flächen wurden bislang rund 1.350 Hektar vertraglich gebunden, davon wiederum aufgrund der hohen Pachtgebote rund 73 Prozent verpachtet. Die Ausschreibungslose waren im Schnitt 5,9 Hektar groß.

Die BVVG hält sich strikt an die von Landes- und Bundespolitik verabschiedeten Privatisierungsgrundsätze 2010. Diese legen die Ausschreibung als Regelverfahren bei der Privatisierung landwirtschaftlicher Flächen zum Verkehrswert fest. Die Gebote kommen ganz überwiegend von ortsansässigen Landwirten, die damit die Preise bestimmen. Die in Ausschreibungen ermittelten Marktdaten bilden zusammen mit ähnlich zustande gekommenen Preisen zwischen Dritten die Grundlage für die Preisermittlung beim direkten Verkauf von Acker- und Grünland an Pächter. Meyer bekräftigte, dass nach EU-Recht die BVVG als „öffentliche Hand“ unzulässige Subventionen nicht ausreichen darf.

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Pressemitteilung

11. Februar 2011