Ausschreibung Bergwerkseigentum Twietfort, Kiese und Kiessande
Mecklenburg-Vorpommern, Ludwigslust-Parchim
Objektdaten
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Objekt-Nr.VV76-2450-000219-AUS
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BundeslandMecklenburg-Vorpommern
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KreisLudwigslust-Parchim
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GemeindeGanzlin
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GemarkungGanzlin
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Flurstückkeine
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ObjektartBodenschätze-Ausschreibung
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Größe239.198 m²
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Orientierungswertnach Gebot
Objektbeschreibung
Ausgeschrieben ist das Bergwerkseigentum Twietfort, Kiese und Kiessande zur Herstellung von Betonzuschlagstoffen.
Ziel des Verkaufs des Bergwerkseigentums Twietfort ist auch, ggf. potenzielle Trägermineralgesteine zur nachhaltigen Erschließung von kritischen und strategischen mineralischen Rohstoffen anzubieten.
Das Bergwerksfeld betrifft Kiese und Kiessande in einem von Endmoränenzügen und Sanderablagerungen geprägten Gebiet. Die Berichte über die Erkundungen in den Jahren 1966, 1970, 1972 benennen gewinnbare Vorräte von ca. 2,5 bis knapp 3 Mio.t an Kiessanden mit Kiesgehalten >2 mm um 26%.
OBJEKT
Bergwerkseigentum
Twietfort (Nr. 3/90/35)
Verliehen für den Bodenschatz
9.23, Kiese und Kiessande zur Herstellung von Betonzuschlagstoffen
Größe des Bergwerksfeldes
239.198 m²
Rechtliche Einordnung
Aufrechterhaltenes altes Recht: Bergwerkseigentum gemäß § 151 BBergG
Oberflächennutzung
Die Geländeoberfläche des Bergwerksfeldes Twietfort ist bewaldet und wird fast ausschließlich forstwirtschaftlich genutzt.
Bergwerkseigentum der BVVG
Die BVVG schreibt das Bergwerkseigentum Twietfort, verliehen für den Bodenschatz Kiese und Kiessande zur Herstellung von Betonzuschlagstoffen, hiermit befristet zum Kauf aus.
Ebenfalls zum Verkauf stehen das etwa 1,5 km südöstlich liegende Bergwerkseigentum Stuer-Westfeld und das etwa 25 km südöstlich liegende Bergwerkseigentum Vipperower Heide, verliehen für den Bodenschatz 9.23, Kiese und Kiessande zur Herstellung von Betonzuschlagstoffen, vgl. gesonderte Prospekte.
Flächen der BVVG
Über dem Bergwerksfeld Twietfort und unmittelbar angrenzend besitzt die BVVG keine Flächen.
LAGERSTÄTTE
Bei der BVVG verfügbare Literaturquellen:
[1] Sültmann (1970): Ergebnisbericht über die Kiessanderkundung Ganzlin.- VEB Geologische Forschung und Erkundung Halle/Saale, 27.08.1970, 22 Seiten zzgl.10 teils mehrseitige Anlagen,
[2] Walter, W. und Pinzke, G. (1974): Geologische Einschätzung der Kiessandlagerstätte Twietfort.- Bezirksstelle für Geologie Schwerin, vom 10.06.1974, 12 Seiten Text und 6 Anlagen,
[3] Schilling (1991): Schreiben an das Bergamt Stralsund betreffend die Schließung des Kiestagebaus Twietfort.- Lübzer Bau GmbH, Lübz, 23.09.1991, 1 Seite,
[4] Borowikow (1994): Rechnergestützte Vorratsberechnung von Lagerstätten, Objekt: Twietfort, Bergwerkseigentum Nr. 3/90/35.- BFM GmbH Geologie und Umwelt, 01.02.1994, 5 Seiten zzgl. 8 Anlagen,
[5] Karte der oberflächennahen Rohstoffe 1:200 000, Erl. Bl. CC 3134 Wittenberge, 104 S., 1 Kt, Hannover 2002
- speziell in Verbindung mit Kennziffer 10.38 und mit der Darstellung im Internet
portal
"Die rohstoffgeologische Kartierung in Mecklenburg-Vorpommern - LUNG
"
– Abfrage zuletzt am 14.02.2026,
[6] Elsner, H. (2016): Quarzrohstoffe in Deutschland.- BGR – Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Hannover, 68 S.,
[7] Elsner, H. und Schnauder, E. (2023): DERA Rohstoffinformation Nr. 59: Rohstoffrisikobewertung – Silizium und Ferrosiliziumlegierungen – Zwischenprodukte auf Basis von Quarz.- DERA - Deutsche Rohstoffagentur in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Berlin, 283 S.,
[8] EU-Verordnung Critical Raw Materials Act – 2023/0079 (COD): Verordnung zur Schaffung eines Rahmens zur Gewährleistung einer sicheren und nachhaltigen Versorgung mit kritischen Rohstoffen,
[9] Henning, S., Szurlies, M., Graupner, T., Eicke, C. (2024): Commodity TopNews Nr. 79: Kritische mineralische Rohstoffe in Deutschland – Gewinnung und Exploration.- BGR - Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Hannover, 17 S.,
[10] Autorenkreis Bagge, M., Bastian, D., Bookhagen, B., Eicke, C., Elsner, H., Henning, S., Kern, M., Klitzke, P., Kuhn, K., Liesegang, M., Lutz, R., Mählitz, P., Moldenhauer, K., Pein, M., Schauer, M., Schmidt, S., Schmitz, M., Sievers, H., Szurlies, M., Wittenberg, A. (2025): Deutschland – Rohstoffsituation 2024.- BGR - Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Hannover, 208 S.
Geologische Verhältnisse
Das Bergwerkseigentum Twietfort im Nordostdeutschen Becken südlich der großen Seen am Südrand der Mecklenburger Seenplatte liegt in einem Verbreitungsgebiet weichselzeitlicher glazifluviatiler Kiese und Sande in Endmoränen. Es befindet sich im Endmoränenbereich der Frankfurter Staffel, südwestlich des Plauer Sees.
Das Gebiet ist durch Endmoränenzüge und Sanderablagerungen geprägt.
Aufgrund der in dem Gebiet NW-SE bzw. SW-NE verlaufenden Endmoränenzüge und des Sandergebietes liegen im Bereich der Lagerstätte komplizierte Lagerungsverhältnisse vor, so dass kein Normalprofil angegeben werden kann.
Typischerweise folgt unter einer 0,5 m mächtigen humosen Bodenschicht eine 1 bis 2 m mächtige, stark geröllhaltige Fein- bis Grobsandlage an die sich eine 12 bis 18 m mächtige Wechselfolge von Sand und Kies anschließt. Im Mittel weist die durch Bohrungen nachgewiesene Serie eine Mächtigkeit von 12 m auf. Die Kiesgehalte der Nutzgesteine wechseln. Das Liegende der glazifluviatilen Sedimente bildet graublauer sandiger Geschiebemergel.
Die Geländeoberfläche der Kiessandlagerstätte Twietfort liegt bei Höhen von ca. + 85 m NN mit leicht abfallender Neigung nach Norden.
Ab 10 m unter Flur wurden Sickerwässer angetroffen. Sie treten nördlich des Bergwerksfeldes bei Geländehöhen um + 73 m NN südlich der Ortslage Twietfort als Fließgewässer aus. Grundwasser wurde bis zu den Endteufen der Bohrungen nicht festgestellt. Eine nordwestlich niedergebrachte Hydro-Erkundungsbohrung wies bis zur Endteufe bei etwa + 69 m NN kein Grundwasser nach. Der bei + 62 m NN liegende Seespiegel des 1,5 km östlichen Plauer Sees gilt als bestimmende Höhe für den Grundwasserspiegel.
Für die Lagerstätte Twietfort wird folgende Schichtfolge beschrieben:
Hangendes/Abraum
0,5 m (0,4 – 1,5 m) humose Bodenschicht
1, 0 – 2,0 m Fein- bis Grobsandlage (ggf. Nutzbares)
Nutzbares
12 m Wechselfolge von Sand und Kies über Grundwasser
Liegendes
Geschiebemergel: graublau, sandig
Untersuchungsstand
Der Bereich des Bergwerksfeldes betrifft die ausgewiesene Lagerstätte Twietfort, die gemäß KOR 50 in die höchste Sicherungswürdigkeit eingestuft worden ist. Für die in geringen Teilen verritzte Lagerstätte liegen Korngrößenanalysen und chemische Untersuchungen vor. Das 200 x 500 m große Areal der Lagerstätte gilt mit 8 Erkundungsbohrungen aus dem Jahr 1966 und 1970 sowie 22 engmaschig angelegten Baugrundbohrungen aus dem Jahr 1972 in dem verritzten Bereich sowie einer Hydrobohrung als gut untersucht.
Petrographische und qualitative Kennzeichnung
Bei den Kiessanden und Sanden im Bereich des Bergwerksfeldes Twietfort handelt es sich um Mittel- bis Grobsande, die Kiesgehalte von durchschnittlich 26 M.-% und maximal 41 M.-% aufweisen. Der Gehalt an Abschlämmbarem erreicht von 0,4 M.-% mit bis zu 4,2 M.-% relativ hohe Werte.
Die Mächtigkeit der Rohstoffe liegt bei durchschnittlich 13 m.
Die Kiessande weisen eine schwache Glimmerführung auf. Zum Teil sind bis zu 30 cm große Gerölle vertreten.
Verwendungsmöglichkeiten
Die Kiessande des Bergwerksfeldes Twietfort lassen sich als Bausande und Baukiese, Bettungskiessande, Füllboden sowie möglicherweise nach Aufbereitung als Betonkiessand nutzen.
Ehemals wurden sie für die Herstellung von Hohlblocksteinen und für Mauer- und Feinputzsand verwendet.
Ein Einsatz als Zuschlagstoff setzt typischerweise eine Aufbereitung einschließlich Kontrolle schädlicher Bestandteile und Überprüfung der Alkaliempfindlichkeit voraus.
Im Unterschied zur Bollewicker Hochfläche fand nach den vorliegenden Informationen im Erkundungsgebiet Ganzlin Ende der 1980er Jahre keine erneute Erkundung statt, so dass hier keine Aussagen zu einer etwaigen Neubewertung unter ggf. Berücksichtigung jungtertiärer Bestandteile getroffen werden können.
Abbausituation
Am Standort Twietfort wurden von 1970 bis 1989 Kiessande im Trockenabbau gewonnen. Gegenwärtig findet keine Rohstoffgewinnung statt. Der geringfügig am östlichen Feldeseckpunkt betriebene frühere Abbau wurde am 30.06.1991 eingestellt, vgl. [3].
Aus hydrogeologischer Sicht bestehen gemäß [2] keine besonderen bergtechnischen Bedenken.
Vorratssituation
Die Lagerstätte innerhalb und außerhalb des Bergwerksfeldes verfügt aufgrund ihrer Fläche mit Blick auf das Erkundungsgebiet Ganzlin bei der vorliegenden Mächtigkeit über beträchtliches Potential.
Das heutige Bergwerksfeld Twietfort ist gegenüber dem zuvor eingegrenzten Erkundungsgebiet um ca. 150 m nach Norden verschoben, so dass gemäß [4] die geologischen Vorräte wie folgt abgegrenzt werden:
Innerhalb des Bergwerksfeldes werden auf einer 153.400 m² großen Vorratsfläche 3,15 Mio. t Kiessand und 0,40 Mio. t Füllboden erwartet (12,07 m bzw. 1,54 m mächtig).
Südlich außerhalb des Bergwerksfeldes werden auf einem 81.888 m² großen Vorratsfeld 1,88 Mio. t Kiessand und 0,25 Mio. t Füllboden erwartet (13,5 m bzw. 1,8 m mächtig).
Sofern der Füllboden dem nutzbaren Vorrat zugeschlagen werden kann berechnet [4] nach Abzug von technologisch bedingten Verlusten gewinnbare Vorräte von 2,88 Mio. t; sofern der Füllboden dem nutzbaren Vorrat nicht zugeschlagen werden, kann 2,52 Mio. t. innerhalb des Bergwerksfeldes.
Industrielle Bedeutung
Die anstehenden Rohstoffvorräte besitzen für den Raum Plau-Meyenburg regional eine wichtige Bedeutung.
Für ihre Nutzung, die aufgrund der günstigen Transportlage ggf. im überregionalen Interesse liegen kann, sind forstliche Belange zu berücksichtigen.
ÖFFENTLICHE PLANUNG
Landesplanerische Einordnung
Auf der Karte der raumordnerischen Festlegungen des Landesentwicklungsplans M-V 2016 ist für den Betrachtungsraum ein Vorbehaltsgebiet für Tourismus eingetragen.
Quelle:
Landesentwicklungsplan (LEP) M-V 2016, beschlossen am 27.05.2016 und am 09.06.2016 in Kraft getreten
Regionalplanerische Einordnung
Im Regionalen Raumentwicklungsprogramm Westmecklenburg ist das Bergwerksfeld Twietfort für die Rohstoffsicherung mit der Begründung nicht berücksichtigt, dass andere raumordnerische Belange einer bergbaulichen Nutzung entgegenstehen. Eine andere Planung ist in der Karte nicht dargestellt. Ein nördlich des Bergwerksfeldes dargestelltes großräumiges Vorbehaltsgebiet Trinkwasser um Plau am See reicht bis unmittelbar an die nördliche Feldesgrenze. Westlich von Plau am See ist für die B 198 eine geplante überregionale Ortsumgehungsstraße dargestellt.
Gegenwärtig wird an der Teilfortschreibung der Kapitel 4 „Siedlungsentwicklung“ und 6.5 „Energie“ gearbeitet.
Quellen:
Regionales Raumentwicklungsprogramm Westmecklenburg, als Landesverordnung festgesetzt und veröffentlicht im Amtsblatt für Mecklenburg-Vorpommern Nr. 3 vom 13.01.2012, nebst laufender Teilfortschreibung betreffend die Siedlungsentwicklung und die Energie,
BVVG-GIS
Windenergiepotenzial
Die Flächen liegen in keinem Windgebiet.
Quellen:
BVVG-GIS und Regionales Raumentwicklungsprogramm Westmecklenburg, als Landesverordnung festgesetzt und veröffentlicht im Amtsblatt für Mecklenburg-Vorpommern Nr. 3 vom 13.01.2012, nebst laufender Teilfortschreibung betreffend die Siedlungsentwicklung und die Energie -
Abfragen zuletzt am 27.02.2026
Kommunale Planung
Das Bergwerksfeld befindet sich südlich der Ortslage Twietfort im Ganzliner Holz, dessen Waldbestände die Gemeinde Ganzlin im geltenden Flächennutzungsplan als Flächen für Wald dargestellt hat. Das Bergwerksfeld Twietfort ist grafisch nicht dargestellt. In Kapitel 2.1. des Flächennutzungsplans Ganzlin wird dazu ausgeführt: „Bei der Lagerstätte Twietfort handelt es sich um ein ehem. Baubeschränkungsgebiet nach DDR-Recht. Es gibt weder eine Betriebserlaubnis noch eine bergrechtliche Planfeststellung. Mit der Bergbehörde wurde deshalb einvernehmlich abgestimmt, dass eine Darstellung im FNP Ganzlin nicht erforderlich ist, weil dadurch andere Planungen in diesem Bereich möglicherweise unnötigerweise blockiert würden.“
Im Bereich des Bergwerksfeldes sind drei gesetzlich geschützte Biotope dargestellt, die sich augenscheinlich am Rand der im Jahr 1991 eingestellten Betriebsfläche befinden, vgl. Rubrik LAGERSTÄTTE.
Quellen:
BVVG-GIS: TK, Webseite des Amtes Plau am See: seit dem 15.05.2014 wirksamer Flächennutzungsplan der Gemeinde Ganzlin dort zum Download bereitstehend nebst Änderungen und Bebauungsplänen
SCHUTZGEBIETE / BELASTUNGEN
Trinkwasserschutz
Das Bergwerksfeld Twietfort ist von den ausgewiesenen Trinkwasserschutzgebieten nicht betroffen.
Quellen:
BVVG-GIS, Internetseite des Landesamts für Umwelt, Naturschutz und Geologie - Abfragen zuletzt am 13.02.2026
Naturschutz
Für das Bergwerksfeld Twietfort liegen keine Schutzgebietsausweisungen vor. Im südöstlichen Feldesrandbereich sind gemäß NatG M-V geschützte Biotope und Gehölze vorhanden, vgl. Karte zum Flächennutzungsplan.
Quellen:
BVVG-GIS und Angaben vgl. Rubrik RAUMORDNUNG
Bodendenkmale
In den Topografischen Karten sind Hinweise auf etwaige Betroffenheit vorhanden: Großsteingräber. Archäologische Relevanzbereiche könnten von etwaigen Planungen betroffen sein, so dass und zum konkreten Planungsstand eines Aufschlusses die Stellungnahme des Archäologischen Landesamtes einzuholen ist.
Quellen:
BVVG-GIS: Topografische Karte TK 25, Internet
Altlastenverdacht
Hinweise auf etwaige Altlasten liegen nicht vor und wurden nicht gesondert geprüft.
Quellen:
BI, BVVG-GIS: Topografische Karte TK 25
INFRASTRUKTUR / ERSCHLIEßUNG
Verkehrswege
Das Bergwerksfeld Twietfort bietet sehr günstige Voraussetzungen für eine verkehrstechnische Erschließung. Die B 198 verläuft unmittelbar im Osten des Bergwerksfeldes, und die B 103 ist in wenigen Kilometern bei Ganzlin erreichbar. In Ganzlin befindet sich nutzbare Eisenbahninfrastruktur. Die Betriebsmöglichkeiten im Einzelnen bleiben bei Interesse zu prüfen.
Über die B 198 in Richtung Röbel/Müritz ist die Bundesautobahn A 19 in ca. 13 Kilometer Entfernung erreichbar, Anschlussstelle 18 Röbel/Müritz. Über die B 103 in Richtung Meyenburg ist die Bundesautobahn A 24 in ca. 22 Kilometer Entfernung erreichbar, Anschlussstelle 18 Meyenburg.
Der Bundesverkehrswegeplan 2030 beinhaltet für den Betrachtungsraum keine Projekte (Straße, Schiene, Wasserstraße). Die nächstgelegenen Projekte sind die Ortsumgehungsstraßen für Parchim und Mirow.
Quellen:
BVVG-GIS: Topografische Karte, Bundesverkehrswegeplan 2030 - Internetabfrage zuletzt am 16.02.2026
Versorgungsleitungen/-trassen
Das Bergwerksfeld wird nach den vorliegenden Informationen nicht von Leitungen gequert. Eine Hochspannungsleitung befindet sich nördlich des Bergwerksfeldes etwa 700 m nördlich der Ortslage Twietfort.
Das im Oktober 2024 genehmigte Wasserstoffkernnetz verzeichnet im Betrachtungsraum KEINE Leitung.
Quellen:
BVVG-GIS: Topografische Karte, Luftbild und Internetseiten der Bundesnetzagentur zum Wasserstoff-Kernnetz – Abfrage zuletzt am 16.02.2026
Industriell-gewerbliche Standorte
Der nächstgelegene industriell-gewerbliche Standort für die Gewinnung und Aufbereitung von Kiessanden mit Nachnutzung für Photovoltaik befindet sich ca. 1 km südwestlich des Bergwerksfeldes an der B 103 bei Ganzlin.
Quellen:
BVVG-GIS: TK, Webseite des Amtes Plau am See: seit dem 15.05.2014 wirksamer Flächennutzungsplan der Gemeinde Ganzlin dort zum Download bereitstehend nebst Änderungen und Bauleitplänen
BESONDERHEITEN
Dauerhafte
Beschränkungen
Die den geltenden Standards entsprechenden Abstände zu schützenswerten Objekten, Ortslagen und öffentlichen Straßen sind einzuhalten.
Erweiterungsmöglichkeiten
Die Kiessandlagerstätte Twietfort erstreckt sich über das Bergwerksfeld hinaus nach Süden. Sie liegt im Norden des in der KOR 50 eingetragenen großräumigen Sand-Höffigkeitsgebietes Ganzlin. In diesem Höffigkeitsgebiet befindet sich auch das Bergwerkseigentum Stuer-Westfeld, das die BVVG ebenfalls zum Kauf anbietet, vgl. gesondertes Prospekt.
Zusätzliches Lagerstättenpotenzial bietet das ca. 24 km südöstlich belegene Bergwerkseigentum Vipperower Heide, vgl. gesondertes Prospekt.
Unterlagernde Rohstoffgewinnung / Geothermie
Das im Norddeutschen Becken liegende Bergwerksfeld befindet sich in einem Gebiet mit Geothermischem Potenzial, das über nachgewiesenes hydrothermisches und über vermutetes hydrothermisches Potenzial verfügt.
Im tiefen Untergrund erstrecken sich die östlichen Ausläufer der Salzstruktur Marnitz bis unter das Bergwerksfeld.
Quellen:
Geologische Karte von Mecklenburg-Vorpommern, Übersichtskarte 1 : 500 000, Strukturen im Untergrund nach oberflächenphysikalischen Ergebnissen, Geologisches Landesamt Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin 1997 und Übersichtskarte 1 : 1 000 000, Untersuchungswürdige Gebiete für eine Einlagerung von CO
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und Gesamtheit hydro- und petrothermischer Potenziale (Kompilation der Karten A-C) für Geothermie, Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik und Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Hannover 2013, insgesamt 4 Karten
DOKUMENTATION
Erkundungsberichte, Gutachten, Prospekte
Die unter der Rubrik LAGERSTÄTTE genannten Quellen sind, soweit sie nicht ohnehin öffentlich sind, bei der BVVG nach Terminvereinbarung einsehbar. Die BVVG wird ihr Einverständnis zur Einsichtnahme in die Berichte in den Räumen des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern (LUNG) in Güstrow im Einzelfall auf Anfrage erteilen.
Haftungsausschluss
Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH stellt die Inhalte dieses Produktblattes mit Sorgfalt zusammen. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen aber ohne Gewähr. Die Angaben dienen nur der unverbindlichen allgemeinen Information und ersetzen nicht die individuelle Befassung mit dem Objekt.
Stand der Informationen:01/2021 mit Aktualisierungen 02/2026
ZUR BEACHTUNG
- Bei dem Bergwerkseigentum Twietfort handelt es sich um eine Bergbauberechtigung im Sinne des Bundesberggesetzes (BBergG) vom 13.08.1980 (BGBl I S. 1310), in seiner aktuellen Fassung in Verbindung mit den Überleitungsvorschriften des Einigungsvertragsgesetzes vom 23. 09.1990 (BGBl II S. 885), dem Gesetz zur Vereinheitlichung der Rechtsverhältnisse bei Bodenschätzen vom 15.04.1996 (BGBl I S. 602) und der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung bergbaulicher Vorhaben vom 13.07.1990 (BGBl I S. 1420) in seiner aktuellen Fassung.
- Das BBergG unterscheidet die bergbauliche Berechtigung und ihre Ausübung. Die Bergbauberechtigung vermittelt nur eine Rechtsposition, der Unternehmer erhält das Recht, Bodenschätze aufzusuchen und zu gewinnen. Er darf jedoch von dieser Berechtigung nicht ohne weiteres Gebrauch machen, zur Ausübung der Berechtigung, also zum tatsächlichen Abbau von Bodenschätzen kommt es erst, wenn der entsprechende Betriebsplan aufgestellt und von der zuständigen Bergbehörde zugelassen worden ist.
- Es gelten die Regelungen für Bergwerkseigentum nach § 151 BBergG.
- Die Grundstücke über dem Bergwerksfeld Twietfort gehören nicht zum Bergwerksfeld.
Die Besichtigung des Bergwerksfeldes kann von öffentlichen Straßen und Wegen aus erfolgen. Wir weisen darauf hin, dass das ungenehmigte Befahren der das Bergwerksfeld überdeckenden Grundstücke nicht gestattet ist.
Lage
Das geringfügig verritzte Bergwerksfeld Twietfort im Norddeutschen Becken befindet sich südlich der großen Seen am Südrand der Mecklenburger Seenplatte, südlich von Plau am See bei Ganzlin direkt an der B 198.
Über die B 198 und die ca. 13 km entfernte Bundesautobahn A 19 bzw. über die B 103 und die ca. 22 km entfernte A 24 ist das Bergwerksfeld verkehrstechnisch überregional angeschlossen.
Die dargestellte Position ist nur eine ungefähre Angabe der Lage.
Kontaktdaten
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NameFrau Dr. Sabine Dietrich
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FirmaBVVG - Bereich Verkauf/Verpachtung
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AdresseSchönhauser Allee 120
10437 Berlin -
Tel. Durchwahl

