Ausschreibung Bergwerkseigentum Vipperower Heide, Kiese und Kiessande

Mecklenburg-Vorpommern, Mecklenburgische Seenplatte

Objektdaten

  • Objekt-Nr.
    VV71-2450-000518-AUS
  • Bundesland
    Mecklenburg-Vorpommern
  • Kreis
    Mecklenburgische Seenplatte
  • Gemeinde
    Südmüritz
  • Gemarkung
    Vipperow
  • Flurstück
    keine
  • Objektart
    Bodenschätze-Ausschreibung
  • Größe
    91.996 m²
  • Orientierungswert
    nach Gebot

Abgabe des Gebotes

Objekt­beschreibung

Ausgeschrieben ist das Bergwerkseigentum Vipperower Heide, Kiese und Kiessande.
Ziel des Verkaufs des Bergwerkseigentums Vipperower Heide ist auch, potenzielle Trägermineralgesteine zur nachhaltigen Erschließung von kritischen und strategischen mineralischen Rohstoffen anzubieten.
Das Bergwerksfeld betrifft eine Spaltenzone am Südrand des junglazial überprägten Bollewicker Hochgebietes, deren Kern jungtertiäre Quarzsande bilden. Die Berichte über die Erkundungen in den 1960er Jahren und 1986 benennen geologische Vorräte von ca. 1,66 Mio. t an Kiessanden mit Kiesgehalten > 2 mm von 14 - 60 %.


OBJEKT

Bergwerkseigentum

Vipperower Heide (Nr. 548/90/71)

Verliehen für den Bodenschatz

9.23, Kiese und Kiessande zur Herstellung von Betonzuschlagstoffen

Größe des Bergwerksfeldes

91.996 m²

Rechtliche Einordnung

aufrechterhaltenes altes Bergwerkseigentum gemäß § 151 BBergG

Oberflächennutzung

Die Geländeoberfläche des Bergwerksfeldes Vipperower Heide wird überwiegend forstwirtschaftlich genutzt, untergeordnet als Wegefläche.

Bergwerkseigentum der BVVG

Ausgeschrieben ist das Bergwerkseigentum Vipperower Heide, verliehen für den Bodenschatz 9.23, Kiese und Kiessande zur Herstellung von Betonzuschlagstoffen.

Ebenfalls zum Verkauf stehen für den gleichen Bodenschatz das etwa 25 km nordwestlich liegende Bergwerkseigentum Twietfort und Stuer-Westfeld, vgl. gesonderte Prospekte.


Flächen der BVVG

Über dem Bergwerksfeld Vipperower Heide besitzt die BVVG keine Grundstücke.


LAGERSTÄTTE

Bei der BVVG verfügbare Literaturquellen:

    [1] Ältere Suchbohrungen 1966 und 1982 für die Fundstellen Erlenkamp und Vipperow – zitiert,


    [2] Reincke, J. (1986): Suche Kiessand Bollewick 1985. - VEB Kombinat Geologische Forschung und Erkundung Halle–Stammbetrieb–BT Berlin, 30.12.1986, 294 Blatt,


    [3] Granitzki, K. (1987): Gutachterliche Stellungnahme zur Vorratsberechnung einschließlich Konditionenantrag: Suche Kiessand Bollewick 1985 vom 30.12.1986, Bearbeiter J. Reincke., Lagerstätten-Nr. 0209-2-0121-1 Erlenkamp und 0209-2-0120-1 Vipperower Heide des VEB K GFE Halle–Stammbetrieb–BT Berlin. -Rat des Bezirkes Neubrandenburg, Abteilung Geologie, im Auftrag der Staatlichen Vorratskommission, Neubrandenburg, 15.06.1987, 10 Seiten zzgl. Effektivitätsnachweis zum Objekt Suche Kiessand Bollewick 1985 vom 02.04.1987, 2 Seiten sowie Goldbecher (1987): Beschlußprotokoll Nr. StE 639/2869 V/K über die staatliche Bestätigung der Konditionen und der Vorräte der Lagerstätte Kiessand Bollewick, Bezirk Neubrandenburg, mit den Teilfeldern Erlenkamp (Lagerstätten-Nr. 0309-2-0121-1) und Vipperower Heide (Lagerstätten-Nr. 0309-2-0120-1). - Ministerrat der Deutschen Demokratischen Republik, Ministerium für Geologie, Vorsitzender der Staatlichen Vorratskommission, Berlin, 29.07.1987, 2 Blatt,


    [4] Karte der oberflächennahen Rohstoffe 1:200 000, Erl. Bl. CC 3134 Wittenberge, 102 S., 1 Kt, Hannover 2002
    - speziell Kennziffer 10.38 in Verbindung mit der Darstellung im Internetportal "
    Die rohstoffgeologische Kartierung in Mecklenburg-Vorpommern - LUNG
    " – Abfrage zuletzt am 14.02.2026,


    [5] Elsner, H. (2016): Quarzrohstoffe in Deutschland.- BGR – Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Hannover, 68 S.,


    [6] Elsner, H. und Schnauder, E. (2023): DERA Rohstoffinformation Nr. 59: Rohstoffrisikobewertung – Silizium und Ferrosiliziumlegierungen – Zwischenprodukte auf Basis von Quarz.- DERA - Deutsche Rohstoffagentur in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Berlin, 283 S.,


    [7] EU-Verordnung Critical Raw Materials Act – 2023/0079 (COD): Verordnung zur Schaffung eines Rahmens zur Gewährleistung einer sicheren und nachhaltigen Versorgung mit kritischen Rohstoffen,


    [8] Henning, S., Szurlies, M., Graupner, T., Eicke, C. (2024): Commodity TopNews Nr. 79: Kritische mineralische Rohstoffe in Deutschland – Gewinnung und Exploration.- BGR - Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Hannover, 17 S.,


    [9] Autorenkreis Bagge, M., Bastian, D., Bookhagen, B., Eicke, C., Elsner, H., Henning, S., Kern, M., Klitzke, P., Kuhn, K., Liesegang, M., Lutz, R., Mählitz, P., Moldenhauer, K., Pein, M., Schauer, M., Schmidt, S., Schmitz, M., Sievers, H., Szurlies, M., Wittenberg, A. (2025): Deutschland – Rohstoffsituation 2024.- BGR - Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Hannover, 208 S.


Geologische Verhältnisse

Das Bergwerksfeld Vipperower Heide im Nordostdeutschen Becken südlich der großen Seen am Südrand der Mecklenburger Seenplatte, befindet sich im Bollewicker Hochgebiet. Das von einer welligen und kuppigen Geländeoberfläche gekennzeichnete Bollewicker Hochgebiet ist junglazial überformt. Seinen Kern bilden jungtertiäre Quarzsande und Braunkohlenschluffe in gestörten Lagerungsverhältnissen. Das Hochgebiet (+ 80 bis + 111 m über NN) überragt die nördlich und östlich wie westlich anschließenden weichseleiszeitlichen Grundmoränen und Beckenflächen (+ 65 bis + 80 m über NN) und wird als Stauchmoräne eingestuft. Die letzte eiszeitliche Überformung des Bollewicker Hochgebietes wird dem Brandenburger und teils auch dem Pommerschen Stadium zugeordnet.

Durch Schmelzwassererosion füllten sich mit dem Abtauen des Eises mehrere Zerrspalten mit Sedimenten, die bei hinreichender Größe und gröberer Kornzusammensetzung teils nutzbare Kiessandlagerstätten abgeben (z.B. die Radialspalten bei Wackstow, Erlenkamp). Am Südrand des Bollewicker Hochgebietes bildete sich aufgrund des leichten Gefälles zum Müritzbecken eine marginalstreichende Spaltenzone aus, an deren östlichem Ausläufer die Kiessandmächtigkeiten und die Sortierung zunehmen. In diesem Bereich befindet sich die Lagerstätte „Vipperower Heide“, die weiter östlich in feineren Sanden ausläuft.

Die für derartige Spaltenfüllungen typische, häufig unterbrochene und lückenhafte Anreihung einzelner Sedimentkörper führte zu einer Einstufung der Lagerstätte in den Typ III. Insgesamt wird für die Lagerstätte Vipperower Heide von folgendem Normalprofil ausgegangen:

0,2 – 0,5 m Boden, humos, durchwurzelt (Abraum)

0,2 – 4,5 m Geschiebelehm, lehmiger Kiessand - glazial/glazifluviatil (Abraum)

2,6 – 18,7 m Sand, Kiessand-glazifluviatil (Nutzbares)

0,0 – 35+ m schluffiger Sand, Geschiebemergel, Quarzsand, Braunkohlenschluff – glazifluviatil, glazial, limnisch

Die Kiessandlagerstätte Vipperower Heide liegt im Höhenbereich von + 75 bis + 83 m über NN.

Teile der nachgewiesenen Kiessandlagerstätte reichen in den unabgedeckten oberen Grundwasserleiter hinein. Das Gebiet gehört zum Einzugsbereich Elde/Müritz.

Untersuchungsstand

Ausgangspunkt der rohstoffgeologischen Erkundung im Jahr 1985 waren die Ergebnisse früherer Sucharbeiten. Aufgrund von Hinweisen auf kieshaltige Liegendschichten wurden am östlichen Waldrand der Vipperower Heide 1966 zunächst sechs Prognosebohrungen im Bereich der „Heide“ und der kleinen Sandgrube am Waldrand abgeteuft, wobei drei der Bohrungen den Nachweis für bis zu 14 m mächtige, leicht nach Norden einfallende kieshaltige Sande mit Kiesgehalten zwischen 17 % und 24 % erbrachten. Die geoelektrisch ermittelte Nord-Süd-Ausdehnung des West-Ost streichenden Kiessand-Verbreitungsgebietes variiert zwischen 60 und 150 m.

Im Rahmen der Such- und Erkundungskampagne von 1985 wurden auf drei Teilflächen dreißig 30 bis 40 m tiefe Bohrungen mit einem Erkundungsabstand von 90 bis 120 m quer zum Streichen sowie 150 bis 250 m im Streichen abgeteuft. Im Ergebnis von acht 19-35 m tiefen Bohrungen im Feld Vipperow sowie der Auswertung der je lithologischer Einheit vollständig bemusterten und laborativ untersuchten Misch- und Einzelproben wurde im heutigen Bergwerksfeld Vipperower Heide eine nutzbare Kiessandlagerstätte nachgewiesen.

Im Kernbereich des Bollewicker Hochgebietes wurden mit etwa 5 m tieferen Bohrungen auch jungtertiäre Sedimente nachgewiesenen.

Angrenzend an das heutige Bergwerksfeld, nahe der kleinen Sandgrube am östlichen Waldrand stehen die Bohrungen 61/66 und 63/66.

Petrographische und qualitative Kennzeichnung

Für die ausgegrenzten Kiessande im Feld Vipperow beträgt der Kiesgehalt > 2 mm 14,2 bis 59,9 M.-% (trocken) und 35,5 bis 46,6 M.-% (nass), der Gehalt an Abschlämmbarem 0,8–4,1 M.- % (trocken) und 0,6–1,4 M.-% (nass). Der Gehalt an organischen Bestandteilen ist allgemein gering. Alkaliempfindliche Bestandteile treten nicht auf.

Das Material weist einen hohen Unförmigkeitsgrad auf. Die Schüttdichte des Materials (feucht, eingerüttelt) wurde mit durchschnittlich 1,85 t/m³ bestimmt.

Die Qualität des Rohkiessandes kennzeichnet, dass der Gehalt an organischen Verunreinigungen, Sandäquivalent u. a. nicht abgrenzungswirksam werden.

Verwendungsmöglichkeiten

Für das Bergwerksfeld Vipperower Heide sagt der Ergebnisbericht 1985 aus, dass aus dem im Trockenschnitt erhaltenen Materialgemisch ohne weitere Aufbereitung durch Absieben bei 8, 16 und 32 mm sonstige Kiessande, gesiebt und durch Absieben bei 4 und 8 mm Betonkiessand der Sorte 2 hergestellt werden können. Entsprechend wurden Vorratsmengen für sonstigen Kiessand, ungesiebt und sonstigen Kiessand, gesiebt, 0/8 sowie teilweise Betonkiessand, 0/4 Sorte 2 bestätigt.

Im an einzelnen Stellen möglichen Nassschnitt können sonstige Kiessande, gesiebt 0/16 und Betonkiessand 0/8 durch Klassierung gewonnen werden.

Durch Aufbereitung (u.a. jungtertiärer Quarzkiese) sind teilweise höherwertige Produkte herstellbar.

Abbausituation

Das Bergwerksfeld Vipperower Heide ist unverritzt.

Die nutzbare Kiessandfolge bildet den nördlichen Talhang des West-Ost-streichenden Höhenrückens, wobei für die Lagerstättenoberkante Höhendifferenzen von + 78 bis + 91,7 m NN und für die Unterkante Höhendifferenzen von + 60,6 bis + 83,9 m NN erkundet worden sind. Die erkundeten Kiessandmächtigkeiten variieren endsprechend zwischen 2,6 und 22,5 m. Quer zum Streichen wird +/- von einer steilen Begrenzung der Kiessandlagerstätte ausgegangen. In Analogie zu dem früher zeitweilig angeschnittenen kleinen Sandvorkommen östlich des Bergwerksfeldes sind innerhalb des Lagerstättenkörpers lokale Setzungen und Abschiebungen zu vermuten.

Aufgrund der komplizierten Lagerungsbedingungen können die Lagerungsverhältnisse als in den Grundzügen erfasst angesehen werden. Bei Nutzungsinteresse werden verdichtende Bohrungen empfohlen.

Vorratssituation

Die Vorratsangaben von 1985 für das Feld Vipperower Heide stellen auf die trocken abbaubaren Bereiche ab. Für das Erkundungsfeld Vipperow wurden im Jahr 1986/87 insgesamt 1,66 Mio. t sonstiger Kiessand im Rohzustand ungesiebt und gesiebt, der Vorratsklasse C
2 ermittelt und bestätigt. Als Umrechnungsdichte gilt dabei die durchschnittliche Dichte von 1,85 t/m³. Die Vorräte verteilen sich auf zwei Vorratsblöcke.

Industrielle Bedeutung

Das Bergwerksfeld Vipperower Heide ist aufgrund der Vorräte für den Raum Röbel als regional wichtig einzustufen.

Die Lagerstätte Vipperow wurde im Rahmen der Kampagne „Bollewick 1985“ gemeinsam mit dem Objekt Erlenkamp als Anschlusslagerstätte für die in Abbau stehende Lagerstätte Wackstow erkundet.

Die anstehenden Rohkiessande könnten ggf. als Trägermineralgestein für qualitativ hochwertiges Silizium (strategischer Rohstoff) und andere höherwertige Anwendungen industrielle Bedeutung erlangen.


ÖFFENTLICHE PLANUNG

Landesplanerische Einordnung

Auf der Karte der raumordnerischen Festlegungen des Landesentwicklungsplans M-V 2016 ist für den Betrachtungsraum ein Vorbehaltsgebiet für den Tourismus eingetragen.


Quelle:

Landesentwicklungsplan (LEP) M-V 2016, beschlossen am 27.05.2016 und am 09.06.2016 in Kraft getreten

Regionalplanerische Einordnung

Im Regionalen Raumentwicklungsprogramm ist der Betrachtungsraum als Entwicklungsraum für Tourismus ausgewiesen. Für die Rohstoffsicherung sind keine Ausweisungen dargestellt.


Quellen:


Regionales Raumentwicklungsprogramm Mecklenburgische Seenplatte, als Landesverordnung festgesetzt und veröffentlicht im Amtsblatt für Mecklenburg-Vorpommern Nr. 43 vom 21. Oktober 2011, BVVG-GIS

Windenergiepotenzial

Die Flächen liegen in keinem Windgebiet. Die nächstgelegenen Windenergiestandorte befinden sich in einem Umkreis von weniger als 10 km entlang des A19, bei Wackstow und bei Röbel.


Quellen:


Regionales Raumentwicklungsprogramm Vorpommern Kartenblatt 1 - Die Verordnung über das Regionale Raumentwicklungsprogramm wurde am 17.09.2010 im Gesetz- und Verordnungsblatt M-V verkündet (GVOBl. 2010 S. 453), BVVG-GIS -
Abfragen zuletzt am 27.02.2026

Kommunale Planung

Hinweise auf etwaige Überplanungen des Bergwerksfeldes liegen nicht vor und wurden nicht gesondert geprüft.


Quellen:


BVVG-GIS: TK, Webseite des Amtes Röbel/Müritz - Abfrage zuletzt am 13.02.2026


SCHUTZGEBIETE / BELASTUNGEN

Trinkwasserschutz

Das Bergwerksfeld ist von Trinkwasserschutzgebieten nicht betroffen.


Quellen:


BVVG-GIS
, Internetseite des Landesamts für Umwelt, Naturschutz und Geologie -
Abfragen zuletzt am 13.02.2026

Naturschutz

Über dem Bergwerksfeld sind keine naturschutzfachlich gesicherten Schutzgebiete ausgewiesen.


Quelle:


BVVG-GIS

Bodendenkmale

Es liegen keine Hinweise auf etwaige Betroffenheit vor.


Quelle:


BVVG-GIS: Topografische Karte TK25

Altlasten/-verdacht

Hinweise auf etwaige Altlasten liegen nicht vor und wurden nicht gesondert geprüft.


Quellen:


BI, BVVG-GIS: Topografische Karte TK 25


INFRASTRUKTUR / ERSCHLIEßUNG

Verkehrswege

Das Bergwerksfeld Vipperower Heide ist über das örtliche Wegenetz an die Landstraße L 241 und die Bundesstraße B 198 angebunden, so dass kurze Transportwege nach Röbel (6 Kilometer) und Rechlin (ca. 10 Kilometer) bestehen. Die Entfernung zur Bundesautobahn A 19, Anschlussstelle Leizen, beträgt etwa 12 Kilometer.

In Röbel und Rechlin besteht Anschluss an das Streckennetz der Bundesbahn.

Der Bundesverkehrswegeplan 2030 beinhaltet für den Betrachtungsraum keine Projekte (Straße, Schiene, Wasserstraße). Die nächstgelegenen Projekte sind die Ortsumgehungsstraßen für Parchim und Mirow.


Quellen:


BVVG-GIS: Topografische Karte, Bundesverkehrswegeplan 2030 - Internetabfrage zuletzt am 16.02.2026

Versorgungsleitungen/-trassen

Ca. 600 m östlich des Bergwerksfeldes verläuft eine Elektrofreileitung. Das Bergwerksfeld selbst wird von keiner Versorgungsleitung geschnitten.

Eine weitere Elektrofreileitung nebst Umspannstationen führt aus nördlicher Richtung in die ca. 5 km nordwestlich des Bergwerksfeldes befindliche Stadt Röbel/Müritz.

Das im Oktober 2024 genehmigte Wasserstoffkernnetz verzeichnet im Betrachtungsraum KEINE Leitung.


Quellen:


BVVG-GIS: Topografische Karte, Luftbild und Internetseiten der Bundesnetzagentur zum Wasserstoff-Kernnetz – Abfrage zuletzt am 16.02.2026

Industriell-gewerbliche Standorte

Die nächstgelegenen größeren industriell-gewerblichen Standorte sind die Städte Röbel, Mirow und Wittstock sowie der Gewerbestandort Leizen an der A 19.


Quellen:



BVVG-GIS: TK, Webseite des Amtes Röbel/Müritz


BESONDERHEITEN

Dauerhafte
Beschränkungen

Die den geltenden Standards entsprechenden Abstände zu schützenswerten Objekten, Ortslagen, Schienenverkehrswegen und öffentlichen Straßen sind einzuhalten.

Hinweis zu Erweiterungsmöglichkeiten

Die rohstoffgeologisch bekannte Kiessandlagerstätte Vipperower Heide ist gemäß KOR 50 auf das Bergwerksfeld selbst beschränkt. Das dazugehörende Höffigkeitsgebiet Röbel setzt sich im Umfeld des Bergwerksfeldes fort. Das im Jahr 1985 erkundete Gebiet wird im Norden durch die Bundesstraße B 198, im Westen durch die Ortsverbindungsstraße Röbel/Priborn (L 241) und im Übrigen durch Waldwege begrenzt.

Zusätzliches Lagerstättenpotenzial bietet das ca. 25 km nordwestlich belegene Bergwerkseigentum an den Bergwerksfeldern Stuer-Westfeld und Twietfort, vgl. gesonderte Prospekte

Unterlagernde Rohstoffgewinnung / Geothermie

Das im Norddeutschen Becken liegende Bergwerksfeld befindet sich in einem Gebiet mit Geothermischem Potenzial, das über nachgewiesenes hydrothermisches sowie über vermutetes hydrothermisches und petrothermisches Potenzial verfügt.


Quellen:


Geologische Karte von Mecklenburg-Vorpommern, Übersichtskarte 1 : 500 000, Strukturen im Untergrund nach oberflächenphysikalischen Ergebnissen, Geologisches Landesamt Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin 1997 und Übersichtskarte 1 : 1 000 000, Untersuchungswürdige Gebiete für eine Einlagerung von CO
2
und Gesamtheit hydro- und petrothermischer Potenziale (Kompilation der Karten A-C) für Geothermie, Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik und Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Hannover 2013, insgesamt 4 Karten


DOKUMENTATION

Erkundungsberichte, Gutachten, Prospekte

Die unter der Rubrik LAGERSTÄTTE genannten Quellen sind, soweit sie nicht ohnehin öffentlich sind, bei der BVVG nach Terminvereinbarung einsehbar. Die BVVG wird ihr Einverständnis zur Einsichtnahme in die Berichte in den Räumen des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern (LUNG) in Güstrow im Einzelfall auf Anfrage erteilen.

Haftungsausschluss

Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH stellt die Inhalte dieses Produktblattes mit Sorgfalt zusammen. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr. Die Angaben dienen nur der unverbindlichen allgemeinen Information und ersetzen nicht die individuelle Befassung mit dem Objekt.

Stand der Informationen: 11/2018 mit Aktualisierungen 02/2026


ZUR BEACHTUNG

    • Bei dem Bergwerkseigentum Vipperower Heide handelt es sich um eine Bergbauberechtigung im Sinne des Bundesberggesetzes (BBergG) vom 13.08.1980 (BGBl I S. 1310), in seiner aktuellen Fassung in Verbindung mit den Überleitungsvorschriften des Einigungsvertragsgesetzes vom 23.09.1990 (BGBl II S. 885), dem Gesetz zur Vereinheitlichung der Rechtsverhältnisse bei Bodenschätzen vom 15.04.1996 (BGBl I S. 602) und der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung bergbaulicher Vorhaben vom 13.07.1990 (BGBl I S. 1420) in seiner aktuellen Fassung.
    • Das BBergG unterscheidet die bergbauliche Berechtigung und ihre Ausübung. Die Bergbauberechtigung vermittelt nur eine Rechtsposition, der Unternehmer erhält das Recht, Bodenschätze aufzusuchen und zu gewinnen. Er darf jedoch von dieser Berechtigung nicht ohne weiteres Gebrauch machen, zur Ausübung der Berechtigung, also zum tatsächlichen Abbau von Bodenschätzen kommt es erst, wenn der entsprechende Betriebsplan aufgestellt und von der zuständigen Bergbehörde zugelassen worden ist.
    • Es gelten die Regelungen für Bergwerkseigentum nach § 151 BBergG.
    • Die Grundstücke über dem Bergwerksfeld Vipperower Heide gehören nicht zum Bergwerkseigentum.

Die Besichtigung des Bergwerksfeldes kann von öffentlichen Straßen und Wegen aus erfolgen. Wir weisen darauf hin, dass das ungenehmigte Befahren der das Bergwerksfeld überdeckenden Grundstücke nicht gestattet ist.

Lage

Das unverritzte Bergwerksfeld Vipperower Heide im Norddeutschen Becken befindet sich südlich der großen Seen am Südrand der Mecklenburger Seenplatte, ca. 6 km südlich der Stadt Röbel/Müritz.
Es ist verkehrstechnisch über das örtliche Straßen- und Wegenetz an Landes- und Bundesstraßen regional angebunden. Überregionale Anbindung besteht über die B 198 und die ca. 12 km entfernte A 19. Im Umfeld der Anschlussstelle befindet sich ein ca. 70 ha großer Windpark.

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Kontaktdaten

  • Name
    Frau Dr. Sabine Dietrich
  • Firma
    BVVG - Bereich Verkauf/Verpachtung
  • Adresse
    Schönhauser Allee 120
    10437 Berlin
  • Tel. Durchwahl

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