Ausschreibung Bergwerkseigentum Rathsleben, Kiese und Kiessande
Sachsen-Anhalt, Altmarkkreis Salzwedel - Stendal
Objektdaten
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Objekt-Nr.VV81-2450-003223-AUS
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BundeslandSachsen-Anhalt
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KreisAltmarkkreis Salzwedel
Stendal -
GemeindeAltmärkische Höhe
Arendsee (Altmark), Stadt -
GemarkungThielbeer
Heiligenfelde
Kossebau -
Flurstückkeine
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ObjektartBodenschätze-Ausschreibung
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Größe2.247.145 m²
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Orientierungswertnach Gebot
Objektbeschreibung
Ausgeschrieben ist das Bergwerkseigentum Rathsleben für den Bodenschatz Kiese und Kiessande zur Herstellung von Betonzuschlagstoffen.
Für die in dem mehr als 200 ha großen Bergwerksfeld anstehende nahezu unverritzte, deutlich mehr als 20 m mächtige, teilweise von kiesigeren und schluffigen Anteilen unterbrochene Wechselfolge von Fein- und Mittelsanden existieren Ergebnisse von 7 rohstoffgeologischen Bohrungen (1989) und einer 103 m tiefen hydrogeologischen Bohrung (1980).
OBJEKT
Bergwerkseigentum
Rathsleben (Nr. 821/90/910)
Verliehen für den Bodenschatz
Kiese und Kiessande zur Herstellung von Betonzuschlagstoffen
Größe des Bergwerksfeldes
2.247.145 m²
Rechtliche Einordnung
Aufrechterhaltenes altes Bergwerkseigentum gemäß § 151 BBergG, eingetragen im Berggrundbuch beim Amtsgericht Stendal
Oberflächennutzung
Die Geländeoberfläche über dem Bergwerksfeld Rathsleben wird forstwirtschaftlich genutzt.
Vergleichbares Bergwerkseigentum der BVVG
Mit dem Bergwerkseigentum Solpke/Jägerberg, ebenfalls verliehen für den Kiese und Kiessande zur Herstellung von Betonzuschlagstoffen steht im Altmarkkreis Salzwedel ein weiteres Bergwerkseigentum auf den gleichen Bodenschatz zum Kauf von der BVVG zur Verfügung, vgl. gesondertes Exposé.
Flächen der BVVG
Die BVVG verfügt über dem Bergwerksfeld Rathsleben über keine Flurstücke.
Ca 5 km nördlich des Bergwerksfeldes Rathsleben verfügt die BVVG derzeit noch über einige insgesamt ca. 17 ha umfassende, landwirtschaftlich verpachtete Flurstücke im Bereich der im Verfahren befindlichen Bebauungspläne für das „Industriegebiet Arendsee“ und umliegend, vgl. Rubrik RAUMORDNUNGSPLANUNG – Kommunale Planung. Bei Interesse am Erwerb dieser Flächen im Zusammenhang mit dem Erwerb des Bergwerkseigentums Rathsleben ist nach entsprechender schriftlicher Kontaktaufnahme ein begründeter
separater Kaufantrag an die BVVG Niederlassung Sachsen-Anhalt in Magdeburg zu richten.
LAGERSTÄTTE
Bei der BVVG verfügbare Literaturquellen:
[1] ZOB (1989): Bohrungen KiS Rathsleben und Dokumentation, weitere geplante 5 Bohrungen und Dokumentation im 2. Halbjahr 1989 nicht mehr ausgeführt.- Bezirksstelle für Geologie des Bezirkes Magdeburg – zitiert in [2] und Angaben digital zur Verfügung gestellt seitens des LAGB am 10.07.2024,
[2] Eichberg, M., Alisch, U. (1996): Verkaufsprospekt für das Bergwerkseigentum Rathsleben.- UWG Gesellschaft für Umwelt- und Wirtschaftsgeologie mbH Berlin, 26.08.1996, 13 Seiten zzgl. 5 Anlagen und 1 Kt,
[3] Karte der oberflächennahen Rohstoffe 1:200 000, Erl. Bl. CC 3134 Wittenberge, 104 S., 1 Kt, Hannover 2002,
[4] Lithofazieskarten Quartär <1:50000> (LKQ 50) / Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt: Blatt Wittenberge 1864: B. v. Poblozki (2014), Blattred.: C. Berger u.a. –
6 Horizontkarten
,
[5] Stackebrandt, W. (2018): Mehr als nur ,die Streusandbüchse‘ – Zur Erdgeschichte von Brandenburg.- geogen (Eigen-)Verlag Potsdam, 1. Auflage, 2018, 136 Seiten in Verbindung mit Bachmann, H. G., Ehling, B.-C., Eichner, R., Schwab, M. (2008) Geologie von Sachsen-Anhalt.- E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart, 2008, 689 S.,
[6] Internetportal der Landesbohrdatenbank des Landes Sachsen-Anhalt – Abfrage am 25.06.2024,
[7] Schichtenverzeichnis zur Bohrung Hy Ans Sn 111/80 und Bohrprofile mit Bearbeitungsdokumenten zu [2].- Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt, Dezernat 21 – Fachinformationssysteme und Archive, Halle (Saale), digital übermittelt am 10.07.2024,
[8] Simon, R. (2024): Geologische Auskunft – Rathsleben.- Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt, Dezernat 23 – Angewandte Geologie und Georisiken, Halle (Saale), Email am 17.07.2024 mit 1 Text und 3 Karten in Verbindung mit Simon, R. (2024): Schichtenverzeichnis zur Bohrung Rathsleben 9/89.- Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt, Dezernat 23 – Angewandte Geologie und Georisiken, Halle (Saale), Email am 22.07.2024 mit 1 Seite Text (Model: Kurzzusammenfassung der Erkundungen Kiessand Rathsleben), 1 Kurz-Schichtenverzeichnis, 3 Prüfberichte
(Huminsäurebestimmung, Bestimmung der abschlämmbaren Bestandteile, Kornzusammensetzung vom 23.06.1989).
Geologische Verhältnisse
Das Bergwerkseigentum Rathsleben auf der Altmärkischen Höhe befindet sich in einem Verbreitungsgebiet glazifluviatiler Kiese und Sande zwischen Arendsee und Seehausen.
Es liegt auf der Altmärkischen Höhe am Hohen Berg bei Rathsleben, einer kamesartigen Bildung im Bereich der Altmark-Fläming-Senke. Die Hochfläche ist von Geschiebemergel überlagernden Schmelzwassersedimenten geprägt, denen lokal holozäne Dünenfelder auflagern.
Das Bergwerksfeld Rathsleben liegt auf einem Nord-Süd verlaufenden Höhenzug, der als sandig-kiesige Endmoräne einer Rückzugsstaffel des Warthe-Stadiums der Saalekaltzeit gesehen wird, vgl. auch [4].
Folgendes Normalprofil wird aufgrund der 1989 bis max. 32 m u. GOK abgeteuften Bohrungen in [2] angegeben:
Abraum:
-
0,2 - 0,3 m Waldboden, Sand, humos, schluffig
Nutzgestein:
-
3,4 - 30,9 m Sand-Kies-Folge, sehr wechselhafte Ausbildung unterschiedlich mächtiger
- Feinsande, z.T. lagenweise schluff führend,
- Mittel- und Grobsande, kiesfrei und kiesig sowie
- Fein- und Mittelkiese, teils geröllführend (nordische Geschiebe mit bis zu 20 - 30 cm Durchmesser: Porphyr, Granit, Quarzit u.a., bei lagenweisem Auftreten in den Schichtenverzeichnissen als bis zu 1,2 m mächtige schluffige Geröllhorizonte oder Steinsohlen bezeichnet).
Liegendes:
-
Geschiebemergel, dunkelgraubraun, tonig
Mit der Bohrung 6/89 wurde ab 3,6 m Teufe Schluff angetroffen, der partienweise sandig mit einzelnen Kiesen ausgeprägt ist und bei 12 m unter Gelände noch nicht durchteuft war.
Die Geländehöhen im Bereich des Bergwerksfeldes Rathsleben bewegen sich zwischen + 38,8 m NHN nahe des südöstlichen Feldeseckpunktes bzw. + 40,2 m NHN nahe des westlichen Feldeseckpunktes und + 68,0 m NHN am Hohen Berg in der nördlichen Mitte des Bergwerksfeldes.
Mit einer auf 44,1 m NN angesetzten hydrogeologischen Bohrung wurde die teilweise von kiesigeren und schluffigen Anteilen unterbrochene Wechselfolge von Fein- und Mittelsanden bis in Teufen von 103 m erbohrt, wobei der Wasseranschnitt bei 12,9 m und 15,6 m u. GOK erfolgte.
Gemäß der regionalgeologischen Kenntnis sind in der Altmark-Fläming-Senke sowohl Sedimente eiszeitlichen Ursprungs anzutreffen, als auch durch intensive Land-Meer-Wechsel zurückzuführende fluviatile und marine Sedimente, vgl. [5].
Untersuchungsstand
Die Lagerstätte Rathsleben wurde im Jahr 1989 mittels 7 Bohrungen rohstoffgeologisch untersucht. Die Untersuchungen des Bohrgutes beschränkten sich auf die Siebanalyse, Bestimmung der abschlämmbaren Bestandteile, der Huminsäure, Frostempfindlichkeit und Schüttdichte, vgl. [1] und [2], [7] und [8]. Diesen Untersuchungen vorausgegangen war eine hydrogeologische Bohrung bis in mehr als 100 m Teufe im Jahr 1980, vgl. [7].
Aufgrund des geringen Erkundungsgrades werden die abgeschätzten Vorräte als vermutet (inferred) angesehen. Die hydro- und der ingenieurgeologischen Verhältnisse bleiben noch zu klären.
Petrographische und qualitative Kennzeichnung
Die im Raum Arendsee-Seehausen allgemein anstehenden Fein- bis Mittelsande bzw. kiesigen Mittel- bis Grobsande verfügen zumeist über Kiesgehalte von < 10 M.-%.
Höhere Kiesgehalte sind im Bereich der kamesartig ausgebildeten Lagerstätte Rathsleben nachgewiesen worden, im Durchschnitt der Bohrungen > 20 M.-%, lokal bis zu 78 M.-%, vgl. [1] bis [3], [6] und [7]. Die Anteile an abschlämmbaren Bestandteilen betragen durchschnittlich 2,2 M. %. Organische Bestandteile sind kaum vorhanden (hellere/gleichfarbene Vergleichslösung im Humintest). Die Analysenergebnisse bezüglich der Frostempfindlichkeit ergaben, dass Kiese mit erhöhten Schluffgehalten der Frostempfindlichkeitsklasse F 2 zuzuordnen sind, der weitere, größte Teil der untersuchten Proben der Frostempfindlichkeitsklasse F1 (nicht frostempfindlich), vgl. [1], [2].
Verwendungsmöglichkeiten
Die typischerweise als Auffüll-und Schüttmaterial eingesetzten Sande des Betrachtungsraumes sind lokal stärker kiesführend und nach Aufbereitung als Betonzuschlagstoff nutzbar, vgl. [2] und [3].
Das Dokumentenkonvolut [7] umfasst eine Stellungnahme des Leiters der Abt. Geologie des Rates des Kreises Osterburg vom 26.02.1976 wonach die Grube Rathsleben im einzigen Verbreitungsgebiet relativ hochwertiger Kiessande im Kreis Osterburg liegt, die in der Perspektive das Rohstoffpotential für das territoriale Bauwesen sind und auf Grund ihrer Qualität vor ungerechtfertigtem Abbau und nicht eigenschaftsgerechtem Einsatz (z.B. als Füllmassen) zu schützen sind.
Abbau- und Vorratssituation
Innerhalb des Bergwerksfeldes befindet sich mindestens eine ehemalige Kiessandgrube entlang des Weges von Rathsleben nach Zühlen, zu der keine konkreteren Angaben vorliegen, vgl. [1], [2], [7] und [8]. Diese Grube Rathsleben/Zühlen war bereits 1996 seit mehreren Jahren auflässig, z.T. wieder verfüllt, die Wände überrollt und ohne Angaben zu dem dort ehemals entnommenen Rohkiessand.
In [2] wird für eine kleine, durch die wenigen Bohrungen erfasste 339.000 m² große Vorratsfläche innerhalb des heutigen Bergwerksfeldes Rathsleben mit 1989 erkundeter 22,3 m mächtiger Kies-Sand-Folge ein geologischer Vorrat von ca. 13 Mio. t Kiessand mit einer Schüttdichte von 1,735 t/m³ abgeschätzt, von den nach Abzug von 20% Vorratsverlusten ca. 10 Mio. t gewinnbarer Vorrat verbleiben. Außerhalb des bezeichneten Vorratsfeldes werden aufgrund des geringen Erkundungsgrades weitere, noch zu quantifizierende Vorräte an Kiessand erwartet.
Das Dokumentenkonvolut [7] und [8] umfasst handschriftliche Aufnahmen der Bohrungen Rathsleben zzgl. Darstellung der Lagerstätte Kiessand Rathsleben im Feldesbereich des heutigen Bergwerkseigentums Rathsleben, die auf Vorräte im Umfang von schätzungsweise 80 Mio. t hindeuten.
Industrielle Bedeutung
Die Lagerstätten im Raum zwischen Arendsee und Seehausen werden gemäß Quelle [3] als lokal bedeutsam angesehen, wobei der Lagerstätte Rathsleben gemäß [7] regionale bis überregionale Bedeutung zugemessen wird.
ÖFFENTLICHE PLANUNG
Landesplanerische Einordnung
Über dem Bergwerksfeld Rathsleben sind im Landesentwicklungsplan 2026 anteilig das Vorbehaltsgebiet für Landwirtschaft Nr.1 „Teile der Altmark“ sowie umliegend, das neu ausgedehntere Vorbehaltsgebiet für Tourismus Nr. 1 dargestellt.
Entlang der Bundesstraße B 190 sind Ortsumgehungen um die Hansestadt Salzwedel, um Arendsee (Altmark), Leppin und Tannenkrug vorgesehen sowie der Lückenschluss der Bundesautobahn A 14 zwischen Seehausen (Altmark) und der Hansestadt Stendal.
Ausweisungen für landesbedeutsame Industrie- und Gewerbeflächen befinden sich in der Hansestadt Salzwedel - West, Seehausen (Altmark) - West an der A 14, der Hansestadt Stendal – Ortsteile Borstel und Buchholz sowie der Hansestadt Gardelegen – Nordost.
Der Landesentwicklungsplan Sachsen-Anhalt 2026 erfasst erstmals landesweit Vorranggebiete für die Rohstoffgewinnung für Kiessand auf Landesebene. Unter diesen befindet sich im Betrachtungsraum bei Arendsee (Altmark) das Vorranggebiet für die Rohstoffgewinnung Nr. XXVII - Quarzsand Kläden, der Bereich des Bergwerkseigentums Rathsleben dagegen nicht. Weiter ausgeführt ist in dem Ersten Entwurf zum Landesentwicklungsplan: „Gebiete mit erkundeten standortgebundenen Rohstoffvorkommen, die der bedarfsunabhängigen langfristigen Nachfolge für bereits wirtschaftlich genutzte bedeutsame Lagerstätten dienen oder Gebiete mit besonderen Rohstoffpotenzialen können von der Regionalplanung als Vorranggebiete für vorsorgende Rohstoffsicherung festgelegt werden.“
Quellen:
Verordnung über den Landesentwicklungsplan 2026 des Landes Sachsen-Anhalt, in Kraft getreten am 30.09.2026, gemäß Beschluss 11.08.2026, Magdeburg – 453/2026 und Verkündung am 29. September 2026 im Gesetz- und Verordnungsblatt des Landes Sachsen-Anhalt
Regionalplanerische Einordnung
Im geltenden Regionalen Entwicklungsplan Altmark ist das Bergwerksfeld Rathsleben vollumfänglich als Vorranggebiet für die Rohstoffgewinnung Nr. VI „Rathsleben“ ausgewiesen.
Um das Bergwerksfeld gruppieren sich das Vorbehaltsgebiet für Tourismus und Erholung Nr. 1 „Arendsee“ und das Vorbehaltsgebiet für die Landwirtschaft „Teile der Altmark einschließlich Schollener Land“.
Der 1. Entwurf der Neuaufstellung des REP Altmark 2027 enthält das „Vorranggebiet für die Rohstoffgewinnung“ Nr. VI Rathsleben.
Der Altmarkkreis Salzwedel verfügt über eine Regionale Entwicklungsstrategie Altmark 2030 (RESA 2023) mit Stand vom 15.11.2023, einer verbindlichen, aber informellen Strategie mit dem Fokus auf zentralen regionalspezifischen Herausforderungen. Diese enthält keinen Verweis auf das REP Altmark 2005 und das ausgewiesene Vorranggebiet für die Rohstoffgewinnung Nr. VI „Kiese- und Kiessande Rathsleben“.
Quellen:
BVVG-GIS: Gruppenlayer „RPG Altmark“ mit den Layern „Sachlicher Teilplan Windenergienutzung 26.09.2018“, „1. Entwurf zur Neuaufstellung des REP Altmark 2027 26.03.2025“ und „Regionaler Entwicklungsplan 2005“, Regionaler Entwicklungsplan für die Planungsregion Altmark, beschlossen am 15.12.2004 und
öffentlich bekanntgegeben am 23.03.2005 nebst eingestellter Fortschreibung und Neuaufstellungsbeschluss vom 22.06.2022,
Webseite des Altmarkkreises Salzwedel: RESA 2030 – Abfragen zuletzt am 29.09.2026
Wi
ndenergiegebi
ete
Über dem Bergwerksfeld Rathsleben sind keine Ausweisungen von Windgebieten bekannt.
Quellen:
BVVG-GIS: Layer „WEA ST - Stand: 05.2026“ und Gruppenlayer „RPG Altmark“ mit den Layern „Sachlicher Teilplan Windenergienutzung 26.09.2018“, „1. Entwurf zur Neuaufstellung des REP Altmark 2027 26.03.2025“ und „Regionaler Entwicklungsplan 2005“
Kommun
ale Planung
/Bauleitplanung
Die Bauleitplanungen der beiden Belegenheitsgemeinden Stadt Arendsee (Altmark) und Verbandsgemeinde Seehausen (Altmark) für die Gemeinde Altmärkische Höhe erfassen das Bergwerkseigentum Rathsleben nicht. Südlich der Stadt Arendsee (Altmark) befinden sich ca. 5 km nördlich des Bergwerksfeldes Rathsleben an der B 190 die Bauleitpläne für das „Industriegebiet Arendsee“ im Verfahren. Die BVVG verfügt derzeit noch über insgesamt ca. 17 ha umfassende Flurstücke.
Über dem Bergwerksfeld Rathsleben sind weder rechtskräftige noch in Aufstellung befindliche Bebauungspläne bekannt. Die vier Teil-Flächennutzungspläne der Gemeinde Altmärkische Höhe erfassen das Bergwerksfeld Rathsleben nicht.
Die Integrierten Gemeindekonzepte der beiden Belegenheitsgemeinden verweisen auf den REP Altmark und das ausgewiesene Vorranggebiet für die Rohstoffgewinnung Nr. VI „Kies- und Kiessande Rathsleben“ sowie die erhebliche Verbesserung der überregionalen Anbindung durch den Lückenschluss der A14 (voraussichtlich bis zum Jahr 2030) und den sich anschließenden Ausbau der B 190n.
Quellen:
BVVG-GIS: Gruppenlayer „Bauleitplanung ST 2026-05“
, Webseiten des Stadt Arendsee (Altmark) und der Verbandsgemeinde Seehausen (Altmark): Bauleitplanungen, „Integriertes Gemeindeentwicklungskonzept IGEK für die Einheitsgemeinde Stadt Arendsee (Altmark)“ mit Stand vom 16.02.2024 und „Integriertes Gemeindeentwicklungskonzept IGEK 2023 – Seehausen/Altmark vielseitig vielfältig – Zukunft gemeinsam gestalten“ mit Stand vom 19.11.2019 – Abfragen zuletzt am 29.09.2026
SCHUTZGEBIETE / BELASTUNGEN
Wasserschutz
Das Bergwerksfeld Rathsleben ist von Wasserschutzgebieten nicht betroffen.
Quellen:
B
VVG-GIS: Topografische Karte TK 25, Layer „Wasserschutzgebiete ST Stand: 2024-01-31“ und Gruppenlayer „RPG Altmark“
Hochwasserschutz/
Überschwemmungsgebiete
Das auf der Altmärkischen Höhe liegende Bergwerksfeld Rathsleben ist von Hochwasser- und Überschwemmungsgebieten nicht betroffen.
Quellen:
BVVG-GIS: Topografische Karte TK 25,
Gruppenlayer „RPG Altmark“
,
Raumordnungskataster Sachsen-Anhalt, Hochwassergefahrenkarte des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt – Abfrage zuletzt am 11.04.2024
Naturschutz
Das Bergwerksfeld Rathsleben ist von Naturschutzgebieten nicht betroffen.
Quellen:
BVVG-GIS: Layer „Schutz
gebiete BFN Gesamt
2026-07
“
Bodendenkmale
Hinweise auf das Vorhandensein von Bodendenkmalen liegen nicht vor.
Quellen:
BVVG-BI
, BVVG-GIS: Topografische Karten,
Internet: Geodatenviewer Sachsen-Anhalt und Kartenportal Energieatlas Sachsen-Anhalt – Abfrage zuletzt am 09.04.2024 bzw. 11.04.2024
Altlasten- und Kampfmittelverdacht
Hinweise auf das Vorhandensein von Altlasten oder Kampfmittelverdacht liegen nicht vor.
Quellen:
BVVG-GIS: Layer „Rote Gebiete“ und „Altlastenverdachtsflächen Sachsen-Anhalt 2008-03“
IN
FRASTRUKTUR / ERSCHLIEßUNG
Verkehrswege
Das Bergwerksfeld ist straßenverkehrlich über die ca. 4 km nördlich bei Arendsee (Altmark) entlang führende Bundesstraße B 190 in Verbindung mit der Kreisstraße K 1012, der Landstraße L 9 sowie dem örtlichen Straßen- und Wegenetz zu erreichen.
Die Bundesautobahn A 14 (im Bau) verläuft ca. 15 km östlich des Bergwerksfeldes Rathsleben bei Seehausen (Altmark), derzeitig Anschlussstelle Seehausen-Nord.
Die nächstgelegene Bahnstrecke Salzwedel-Wittenberge verläuft durch Arendsee (Altmark) mit Bahnhöfen in Kläden, Arendsee (Altmark) und Genzien. Diese Bahnstrecke ist in den großmaßstäblichen Topografischen Karten nicht sichtbar.
Das nächstgelegene Güterverkehrszentrum befindet sich im ca. 36 km entfernten Stendal, im ebenso weit entfernten Gardelegen eine DB Netz Ladestelle.
Der Bundesverkehrswegeplan 2030 enthält für diese Region die Straßenbau-Vorhaben B 190n und A 14. Von dem Schienenwege-Vorhaben N06 (Uelzen-Stendal) ist der Raum um Arendsee (Altmark) mittelbar betroffen. Wasserstraßen-Vorhaben sind für diese Region im Bundesverkehrswegeplan 2030 nicht enthalten. Die nächstgelegene Wasserstraßen-Vorhaben betreffen den Elbe-Lübeck-Kanal und den Mittellandkanal sowie die seeseitige Zufahrt zum Seehafen Wismar.
Que
llen:
BVVG-GIS: Topografische Karten, Luftbild, Internet: Bundesverkehrswegeplan 2023 - PRINS Informationssystem – Abfrage zuletzt am 29.09.2026
Versorgungsleitungen/-trassen
Stromleitungen führen jeweils zu der westlich bzw. östlich benachbarten Ortslage Zühlen bzw. Rathsleben und enden dort.
Hinweise auf querende Gas-, Öl- oder Produktenleitungen sind den topografischen Karten und den Raumordnungsplänen nicht zu entnehmen. Die nächstgelegenen 110-kV-Freileitungen verlaufen jeweils ca. 15 km westlich bzw. östlich des Bergwerkseigentums.
Der am 22.10.2024 von der Bundesnetzagentur genehmigte Bau des deutschlandweiten Wasserstoff-Kernnetzes weist im Bereich der Belegenheitskreise des Bergwerkseigentums Rathsleben keine Leitung aus.
Quellen:
BVVG-GIS: Topografische Karten, Luftbilder, Layer: „Freileitungen“, „RPG Altmark“ und „Bauleitplanung ST 2026-0
5
“, Internet: Webseite der Ferngasnetzbetreiber -Abfrage zuletzt am 29.09.2026
Industriell-gewerbliche Standorte
Die umliegenden Ortschaften verfügen jeweils über gewerbliche Bauflächen, die Stadt Arendsee (Altmark) über ein Industriegebiet.
Der nächstgelegene regionale Industrie- und Gewerbestandort befindet sich im ca. 12 km nordwestlichen Mechau an der Bahnstrecke Wittenberge-Salzwedel. Die nächstgelegenen Industrieparks sind der „Industriepark Altmark“ mit Landesbedeutung im ca. 35 km entfernten Hohenberg-Krusemark an der Elbe sowie „Stendal-Borstel“ an der im Bau befindlichen Bundesautobahn A 14.
Quellen:
BVVG-GIS: Topografische Karten, Luftbilder, L
ayer: „RPG Altmark“ und „Bauleitplanung
ST 2026-05
“
BESONDERHEITEN
Dauerhafte
Beschränkungen
Der den geltenden Standards entsprechende Abstand zu schützenswerten Objekten, Ortslagen und öffentlichen Straßen ist einzuhalten.
Erweiterungsmöglichkeiten/ Verbindungen zu anderen Projekten
Für den gleichen Bodenschatz bietet die BVVG ca. 40 km südwestlich das Bergwerkseigentum Solpke/Jägerberg in Sachsen-Anhalt und ca. 80 km nördlich das Bergwerkseigentum Nieklitz in Mecklenburg-Vorpommern zum Kauf an, vgl. gesonderte Exposés.
Quellen:
Webseite der BVVG: Exposés für das Bergwerkseigentum Solpke/Jägerberg, Nieklitz und Rathsleben
DOKUMENTATION
Erkundungsberichte, Gutachten, Prospekte
Die vorgenannten Quellen sind, sofern sie nicht ohnehin öffentlich sind, bei der BVVG nach Terminvereinbarung einsehbar.
Haftungsausschluss
Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH stellt die Inhalte dieses Produktblattes mit Sorgfalt zusammen. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen aber ohne Gewähr. Die Angaben dienen nur der unverbindlichen allgemeinen Information und ersetzen nicht die individuelle Befassung mit dem Objekt.
Stand der Informationen: 07/2024 mit Aktualisierungen 11/2024 zuletzt 09/2026
ZUR BEACHTUNG
- Bei dem Bergwerkseigentum Rathsleben handelt es sich um eine Bergbauberechtigung im Sinne des Bundesberggesetzes (BBergG) vom 13.08.1980 (BGBl I S. 1310), in seiner aktuellen Fassung in Verbindung mit den Überleitungsvorschriften des Einigungsvertragsgesetzes vom 23. 09.1990 (BGBl II S. 885), dem Gesetz zur Vereinheitlichung der Rechtsverhältnisse bei Bodenschätzen vom 15.04.1996 (BGBl I S. 602) und der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung bergbaulicher Vorhaben vom 13.07.1990 (BGBl I S. 1420) in seiner aktuellen Fassung.
- Das BBergG unterscheidet die bergbauliche Berechtigung und ihre Ausübung. Die Bergbauberechtigung vermittelt nur eine Rechtsposition, der Unternehmer erhält das Recht, Bodenschätze aufzusuchen und zu gewinnen. Er darf jedoch von dieser Berechtigung nicht ohne weiteres Gebrauch machen, zur Ausübung der Berechtigung, also zum tatsächlichen Abbau von Bodenschätzen kommt es erst, wenn der entsprechende Betriebsplan aufgestellt und von der zuständigen Bergbehörde zugelassen worden ist.
- Es gelten die Regelungen für Bergwerkseigentum nach § 151 BBergG.
- Die Grundstücke über dem Bergwerksfeld Rathsleben gehören nicht zum Bergwerkseigentum.
Die Besichtigung der Geländeoberfläche im Bereich des Bergwerksfeldes kann von öffentlichen Straßen und Wegen aus erfolgen. Wir weisen darauf hin, dass das ungenehmigte Befahren der das Bergwerksfeld überdeckenden Grundstücke nicht gestattet ist.
Lage
Das im Norden des Landes Sachsen-Anhalt grenznah zu Niedersachsen liegende und regionalplanerisch als Vorranggebiet für die Rohstoffgewinnung ausgewiesene Bergwerksfeld Rathsleben befindet sich südlich der Stadt Arendsee (Altmark).
Es liegt auf der Altmärkischen Höhe bei Rathsleben am Hohen Berg, einer kamesartigen Bildung im Bereich der Altmark-Fläming-Senke.
Die Bundesstraße B 190 ist in weniger als 5 km Entfernung erreichbar.
Die dargestellte Position ist nur eine ungefähre Angabe der Lage.
Kontaktdaten
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NameFrau Dr. Sabine Dietrich
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FirmaBVVG - Bereich Verkauf/Verpachtung
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Tel. Durchwahl

