Ausschreibung Bergwerkseigentum Stuer-Westfeld, Kiese und Kiessande
Mecklenburg-Vorpommern, Mecklenburgische Seenplatte
Objektdaten
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Objekt-Nr.VV71-2450-004619-AUS
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BundeslandMecklenburg-Vorpommern
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KreisMecklenburgische Seenplatte
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GemeindeStuer
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GemarkungStuer
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Flurstückkeine
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ObjektartBodenschätze-Ausschreibung
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Größe317.000 m²
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Orientierungswertnach Gebot
Objektbeschreibung
Ausgeschrieben ist das Bergwerkseigentum Stuer-Westfeld, Kiese und Kiessande zur Herstellung von Betonzuschlagstoffen.
Ziel des Verkaufs des Bergwerkseigentums Stuer-Westfeld ist auch, ggf. potenzielle Trägermineralgesteine zur nachhaltigen Erschließung von kritischen und strategischen mineralischen Rohstoffen anzubieten.
Das Bergwerksfeld betrifft Kiese und Kiessande in einem von Endmoränenzügen und Sanderablagerungen geprägten Gebiet. Die Berichte über die Erkundungen in den Jahren 1966 und 1970 benennen gewinnbare Vorräte von ca. 2,4 Mio. t an Kiessanden mit Kiesgehalten > 2 mm um 38%.
OBJEKT
Bergwerkseigentum
Stuer-Westfeld (Nr. 667/90/85)
Verliehen für den Bodenschatz
9.23, Kiese und Kiessande zur Herstellung von Betonzuschlagstoffen
Größe des Bergwerksfeldes
317.597 m²
Rechtliche Einordnung
Aufrechterhaltenes altes Recht: Bergwerkseigentum gemäß § 151 BBergG
Oberflächennutzung
Die Geländeoberfläche des Bergwerksfeldes Stuer-Westfeld wird fast ausschließlich forstwirtschaftlich genutzt.
Bergwerkseigentum der BVVG
Die BVVG schreibt das Bergwerkseigentum Stuer-Westfeld, verliehen für den Bodenschatz Kiese und Kiessande zur Herstellung von Betonzuschlagstoffen, hiermit befristet zum Kauf aus.
Ebenfalls zum Verkauf stehen das etwa 1,5 km nordwestlich liegende Bergwerkseigentum Twietfort und das etwa 24 km südöstlich liegende Bergwerkseigentum Vipperower Heide, verliehen für den Bodenschatz 9.23, Kiese und Kiessande zur Herstellung von Betonzuschlagstoffen, vgl. gesonderte Prospekte.
Flächen der BVVG
Über dem Bergwerksfeld Stuer-Westfeld und angrenzend besitzt die BVVG keine Flächen.
LAGERSTÄTTE
Bei der BVVG verfügbare Literaturquellen:
[1] Sültmann (1970): Ergebnisbericht über die Kiessanderkundung Ganzlin.- VEB Geologische Forschung und Erkundung Halle/Saale, 27.08.1970, 22 Seiten zzgl.10 teils mehrseitige Anlagen,
[2] Kopie einer Urkunde über ein am 30. August 1990 beurkundetes Gewinnungsrecht an der Lagerstätte/dem Vorkommen Stuer-West zugunsten der ZBO Lübz mit Sitz in Retzow, Lübzer Str. 9c für das Territorium des mit Beschluß Nr. 42/77 vom 22.12.1977 festgesetzten Bergbauschutzgebietes Stuer-West.- Der Leiter der Bezirksverwaltungsbehörde Neubrandenburg, 30.08.1990, 3 Seiten,
[3] Schubert, M. (1996): Problemrecherche zur Nutzung der Bergwerkseigentume Neustrelitz/Kiefernheide, Stuer-Westfeld, Trent/Fuchsberg, Vipperower Heide und Witzin 2, 1996.- Lagerstättengeologie GmbH Neubrandenburg, 04.11.1996, 51 Seiten zzgl. jeweils 3 Karten,
[4] Karte der oberflächennahen Rohstoffe 1:200 000, Erl. Bl. CC 3134 Wittenberge, 104 S., 1 Kt, Hannover 2002
, - speziell in Verbindung mit Kennziffer 10.38 und mit der Darstellung im Internetpor
tal
"Die rohstoffgeologische Kartierung in Mecklenburg-Vorpommern - LUNG"
– Abfrage zuletzt am 14.02.2026,
[5] Elsner, H. (2016): Quarzrohstoffe in Deutschland.- BGR – Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Hannover, 68 S.,
[6] Elsner, H. und Schnauder, E. (2023): DERA Rohstoffinformation Nr. 59: Rohstoffrisikobewertung – Silizium und Ferrosiliziumlegierungen – Zwischenprodukte auf Basis von Quarz.- DERA - Deutsche Rohstoffagentur in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Berlin, 283 S.,
[7] EU-Verordnung Critical Raw Materials Act – 2023/0079 (COD): Verordnung zur Schaffung eines Rahmens zur Gewährleistung einer sicheren und nachhaltigen Versorgung mit kritischen Rohstoffen,
[8] Henning, S., Szurlies, M., Graupner, T., Eicke, C. (2024): Commodity TopNews Nr. 79: Kritische mineralische Rohstoffe in Deutschland – Gewinnung und Exploration.- BGR - Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Hannover, 17 S.,
[9] Autorenkreis Bagge, M., Bastian, D., Bookhagen, B., Eicke, C., Elsner, H., Henning, S., Kern, M., Klitzke, P., Kuhn, K., Liesegang, M., Lutz, R., Mählitz, P., Moldenhauer, K., Pein, M., Schauer, M., Schmidt, S., Schmitz, M., Sievers, H., Szurlies, M., Wittenberg, A. (2025): Deutschland – Rohstoffsituation 2024.- BGR - Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Hannover, 208
S.
Geologische Verhältnisse
Das Bergwerkseigentum Stuer-Westfeld im Nordostdeutschen Becken südlich der großen Seen am Südrand der Mecklenburger Seenplatte liegt in einem Verbreitungsgebiet weichselzeitlicher glazifluviatiler Kiese und Sande (Sander) südlich Parchim und südlich Plau
Das Bergwerksfeld befindet sich südlich des Plauer Sees im Sanderbereich der Vorschüttzone des Brandenburger Stadiums des Weichselglazials. Das Gebiet ist durch NW-SE bzw. SW-NE verlaufende Endmoränenzüge (max. + 105 m NN) und begrenzt umfängliche Sanderablagerungen geprägt.
Die Lagerungsverhältnisse im südlichen Bereich des Betrachtungsraums, werden als vergleichsweise übersichtlich beschrieben, so dass sich für die Lagerstätte Stuer-West folgendes Normalprofil angeben lässt:
Hangendes/Abraum
0,5 m humose Bodenschicht
0 – 2,0 m Sand, bindig, zumeist geröllhaltig, dunkel- bis rostbraun
Nutzbares
0 – 3,0 m Sand, fein-mittelkörnig, z. T. grobkörnig, vereinzelt schluffig-humose Bestandteile
4,5 – 10,0 Kiessand, braun bis graubunt, Kiessand-Sand Wechselfolge
2,0 – 3,0 Sand, vorwiegend mittelkörnig – seinerzeit nicht in die hangende abbauwürdige Kiessandfolge einbezogen
0,5 – 2,0 Kiessand – seinerzeit nicht in die hangende abbauwürdige Kiessandfolge einbezogen
5,5 – 7,0 Sand, z.T. schluffig – seinerzeit nicht in die hangende abbauwürdige Kiessandfolge einbezogen
Liegendes
Geschiebemergel, grau bis graublau
Die Geländeoberfläche der Sandlagerstätte Stuer-Westfeld liegt bei Höhen um + 90 m NN.
In den abgeteuften Erkundungsbohrungen wurde fast immer Wasser angetroffen, bei dem es sich um Sickerwasser handelt.
Die nächstgelegenen Oberflächengewässer sind der Plauer See (Wasserspiegel um + 62 m NN), ein Niedermoorkomplex zwischen Ganzlin und Twietfort (um + 78 m NN) und zwei Quellen nördlich des Bergwerksfeldes Twietfort, südlich der Ortslage Twietfort (um + 73 m NN).
Untersuchungsstand
Der Bereich des Bergwerksfeldes betrifft die ausgewiesene Lagerstätte Stuer-West, die gemäß KOR 50 in die höchste Sicherungswürdigkeit eingestuft worden ist. Für die Lagerstätte Stuer-West liegen Korngrößenanalysen und chemische Untersuchungen vor.
Sie wurde innerhalb des im Zuge einer Baustoffkartierung 1965/1966 nachgewiesenen Kiessandvorkommens Ganzlin (ca. 146 ha großes Areal) als Vorratsbasis für eine Kiesaufbereitungsanlage mit einer jährlichen Kapazität von 0,5 Mio. t erkundet. Die Erkundung erfolgte auf gemeinsamen Beschluss der damaligen Bezirksbaudirektoren der Bezirke Schwerin, Neubrandenburg und Potsdam, des Generaldirektors der VVB Zuschlagstoffe und Natursteine und des Ministeriums für Bauwesen. Hinsichtlich der Qualität war der Mindestgehalt an Korn > 2 mm einschließlich des Gehaltes an Korn > 25 mm mit mindestens 30 % vorgegeben worden.
Innerhalb des heutigen Bergwerksfeldes Stuer-Westfeld wurden vier Vorratsblöcke abgegrenzt. Das Areal der Lagerstätte gilt mit 7 Erkundungsbohrungen aus den Jahren 1966 und 1970 als gut untersucht.
Petrographische und qualitative Kennzeichnung
Für den über Grundwasser erkundeten durchschnittlich 8,3 m (bzw. 7,1 m) mächtigen Rohstoff sind folgende Qualitätsmerkmale kennzeichnend:
Korngrößenanteil > 2 mm: 37,9 % (33,6 - 42,1 %),
Gehalte an Abschlämmbarem: 2,78 % (0,8 - 5,85 %),
organische Bestandteile: hoher Anteil, z.T. lagenweise humose Partikel
Kalkmergel, poröser Kalk, Kreide: im Korngrößenbereich < 5 mm unter 1,5 %.
Verwendungsmöglichkeiten
Die Kiessande des Bergwerksfeldes Stuer-Westfeld lassen sich als Bausande und Baukiese, Bettungskiessande, Füllboden sowie möglicherweise nach Aufbereitung als Betonkiessand nutzen.
Ein Einsatz als Zuschlagstoff setzt typischerweise eine Aufbereitung einschließlich Kontrolle schädlicher Bestandteile und Überprüfung der Alkaliempfindlichkeit voraus.
Im selben Rohstoffverbreitungsgebiet werden bei Ganzlin Sande z.T. für die Mörtelproduktion verwendet (Frischmörtel), vgl. [4] und im Bereich des heutigen Bergwerksfeldes Twietfort zeitweise Kiessande und Sande für die Herstellung von Hohlblocksteinen und für Mauer- und Feinputzsand.
Im Unterschied zur Bollewicker Hochfläche fand nach den vorliegenden Informationen im Erkundungsgebiet Ganzlin Ender der 1980er Jahre keine erneute Erkundung statt, so dass hier keine Aussagen zu einer etwaigen Neubewertung wie unter ggf. Berücksichtigung jungtertiärer Bestandteile getroffen werden können.
Abbausituation
Das Bergwerksfeld Stuer-Westfeld ist unverritzt.
Im östlichen Teil des Bergwerksfeldes Stuer-Westfeld befindet sich der Topografischen Karte zufolge eine längs eingeschnittene Kontur. Sie ist bereits in den Topografischen Karten zu Zeiten der Erkundungen in den 1960er Jahren dargestellt.
Die vorratsseitig ausgewiesenen Nutzschichten stehen über Grundwasser an, vgl. [1] und [3]. Inwieweit sich aus den im Rahmen der Erkundungsbohrungen angetroffenen Sickerwässern ggf. in Verbindung mit eingelagerten schluffigen Lagen, ingenieurgeologische Herausforderungen ergeben könnten, bleibt zum etwaigen Planungsstand im Zuge der Betriebsplanungen zu betrachten.
Im Vergleich zum Bergwerksfeld Twietfort (Satzendmoränen) wurden im Bergwerksfeld Stuer-Westfeld Kiessande mit annähernd gleichbleibender Qualität und Mächtigkeit angetroffen.
Vorratssituation
Die Lagerstätte verfügt aufgrund ihrer Fläche mit Blick auf das Erkundungsgebiet Ganzlin bei der vorliegenden Mächtigkeit über beträchtliches Potential.
Für das heutige Bergwerksfeld Stuer-Westfeld sind gemäß [1] und [3] die geologischen Vorräte wie folgt abgegrenzt worden:
Innerhalb des Bergwerksfeldes werden für eine 111.600 m² große Vorratsfläche 1,57 Mio. t Kiessand und mit geringerer Aussagegenauigkeit für eine 95.400 m² große Vorratsfläche 1,15 Mio. t Kiessand (c
2) erwartet (durchschnittlich 8,3 m bzw. 7,1 m mächtig).
Für die Lagerstätte Stuer-Westfeld sind demnach 2,72 Mio. t Kiessande nachgewiesen, aus denen ein gewinnbarer Vorrat von ca. 2,4 Mio. T abgeleitet worden ist, vgl. [1], [3].
Die Vorratsangaben beziehen sich gemäß [1] und [3] auf die obere Kiessand-Sand Wechselfolge. Sofern die Vorratsberechnung etwaig auf die gesamte nutzbare Schichtenfolge ausgedehnt wird, d.h. die liegenden Sande und Kiessande einschließt, kann sich die Vorratsbasis bei geänderten durchschnittlichen Kiesgehalten erhöhen, siehe Bergwerkseigentum Twietfort - gesondertes Prospekt.
Industrielle Bedeutung
Die anstehenden Rohstoffvorräte besitzen für den Raum Lübz-Plau-Meyenburg regional eine wichtige Bedeutung. Für ihre Nutzung, die aufgrund der günstigen Transportlage ggf. im überregionalen Interesse liegen kann, sind forstliche Belange zu berücksichtigen. Das Alter des Waldbestandes wurde 1970 mit 20 - 30 Jahren angegeben, wobei es sich gemäß der Topografischen Karte um Kiefern handelt.
ÖFFENTLICHE PLANUNG
Landesplanerische Einordnung
Auf der Karte der raumordnerischen Festlegungen des Landesentwicklungsplans M-V 2016 ist für den Betrachtungsraum ein Vorbehaltsgebiet für Tourismus eingetragen.
Quelle:
Landesentwicklungsplan (LEP) M-V 2016, beschlossen am 27.05.2016 und am 09.06.2016 in Kraft getreten
Regionalplanerische Einordnung
Im Regionalen Raumentwicklungsprogramm Mecklenburgische Seenplatte ist das Bergwerksfeld Stuer-Westfeld für die Rohstoffsicherung nicht berücksichtigt. Der Bereich ist nicht beplant.
Quellen:
Regionales Raumentwicklungsprogramm Mecklenburgische Seenplatte als Landesverordnung festgesetzt und veröffentlicht im Amtsblatt für Mecklenburg-Vorpommern Nr. 43 vom 21.10.201
1,
BVVG-GIS
Windenergiepotenzial
Die Flächen liegen in keinem Windgebiet.
Quellen:
BVVG-GIS und Regionales Raumentwicklungsprogramm Mecklenburgische Seenplatte als Landesverordnung festgesetzt und veröffentlicht im Amtsblatt für Mecklenburg-Vorpommern Nr. 43 vom 21.10.2011 nebst Entwurf Teilfortschreibung Wind
- Abfragen zuletzt am 27.02.2026
Kommunale Planung
Das Bergwerksfeld Stuer-Westfeld befindet sich westlich der Ortslage Stuer am Fuchsberg. Gemäß der Webseite des regional zuständigen Amtes Röbel/Müritz existiert kein Flächennutzungsplan. Der vorhabenbezogene Bebauungsplan Nr. 03 „PV-Anlage Neu Stuer“ der Gemeinde Stuer berührt das Bergwerksfeld nicht.
Q
uellen:
BVVG-GIS: TK, Webseite des Amtes Röbel/Müritz, Abfrage zuletzt am 13.02.2026
SCHUTZGEBIETE/BELASTUNGEN
Trinkwasserschutz
Das Bergwerksfeld Stuer-Westfeld ist von den ausgewiesenen Trinkwasserschutzgebieten nicht betroffen.
Quellen:
BVVG-GIS, Internetseite des Landesamts für Umwelt, Naturschutz und Geologie - Abfragen zuletzt am 13.02.2026
Naturschutz
Für das Bergwerksfeld Stuer-Westfeld liegen keine Schutzgebietsausweisungen vor. Der südöstliche Feldeseckpunkt grenzt an den nordwestlichen Eckpunkt des Vogelschutzgebietes Feldmark Massow-Wendisch Priborn-Satow.
Quellen:
BVVG-GIS und Angaben vgl. Rubrik RAUMORDNUNG
Bodendenkmale
Hinweise auf etwaige Betroffenheit liegen nicht vor. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass archäologische Relevanzbereiche betroffen sein könnten und zum konkreten Planungsstand eines Aufschlusses die Stellungnahme des Archäologischen Landesamtes einzuholen ist.
Quellen:
BVVG-GIS: Topografische Karte TK 25
Altlastenverdacht
Hinweise auf etwaige Altlasten liegen nicht vor und wurden nicht gesondert geprüft.
Quellen:
BI, BVVG-GIS: Topografische Karte TK 25
INFRASTRUKTUR / ERSCHLIEßUNG
Verkehrswege
Das Bergwerksfeld Stuer-Westfeld bietet recht günstige Voraussetzungen für eine verkehrstechnische Erschließung. Die B 198 führt ca. 500 m nördlich des Bergwerksfeldes entlang, und die B 103 ist in wenigen Kilometern bei Ganzlin erreichbar. In Ganzlin befindet zudem nutzbare Eisenbahninfrastruktur. In der Topografischen Karte ist entlang der südlichen Feldesbegrenzung eine stillgelegte Eisenbahnstrecke nur für Güterverkehr dargestellt, die ca. 2,6 km östlich des Bergwerksfeldes endet. Lt. TK 10 führte diese Strecke ehemals von Ganzlin bis Röbel/Müritz. Die Strecke erscheint lt. Luftbildern und anderen Topografischen Karten rückgebaut. Etwaige Nutzungsmöglichkeiten bleiben daher bei Interesse zu prüfen.
Über die B 198 in Richtung Röbel/Müritz ist die Bundesautobahn A 19 in ca. 12 Kilometer Entfernung erreichbar, Anschlussstelle 18 Röbel/Müritz. Über die L 17 und die B 103 in Richtung Meyenburg ist die Bundesautobahn A 24 in ca. 22 Kilometer Entfernung erreichbar, Anschlussstelle 18 Meyenburg.
Der Bundesverkehrswegeplan 2030 beinhaltet für den Betrachtungsraum keine Projekte (Straße, Schiene, Wasserstraße). Die nächstgelegenen Projekte sind die Ortsumgehungsstraßen für Parchim und Mirow.
Quellen:
BVVG-GIS: Topografische Karte, Bundesverkehrswegeplan 2030 - Internetabfrage zuletzt am 16.02.2026
Versorgungsleitungen/-trassen
Das Bergwerksfeld wird nach den vorliegenden Informationen nicht von Leitungen gequert. Eine Elektrofreileitung verläuft etwa 400 m östlich des Bergwerksfeldes nach Norden zum Zeltplatz am Plauer See.
Das im Oktober 2024 genehmigte Wasserstoffkernnetz verzeichnet im Betrachtungsraum KEINE Leitung.
Quellen:
BVVG-GIS: Topografische Karte, Luftbild und Internetseiten der Bundesnetzagentur zum Wasserstoff-Kernnetz – Abfrage zuletzt am 16.02.2026
Industriell-gewerbliche Standorte
Der nächstgelegene industriell-gewerbliche Standort für die Gewinnung und Aufbereitung von Kiessanden mit Nachnutzung für Photovoltaik befindet sich ca. 1 km westlich des Bergwerksfeldes an der B 103 bei Ganzlin.
Quellen:
BVVG-GIS: TK, Webseite des Amtes Plau am See: seit dem 15.05.2014 wirksamer Flächennutzungsplan der Gemeinde Ganzlin dort zum Download bereitstehend nebst Änderungen und Bebauungsplänen
BESONDERHEITEN
Dauerhafte
Beschränkungen
Die den geltenden Standards entsprechenden Abstände zu schützenswerten Objekten, Ortslagen und öffentlichen Straßen sind einzuhalten.
Erweiterungsmöglichkeiten
Die rohstoffgeologisch untersuchte Kiessandlagerstätte erstreckt sich über das Bergwerksfeld Stuer-Westfeld hinaus in sein großräumiges Umfeld, vgl. Quelle [1] zur Rubrik Lagerstätte. Das Bergwerksfeld Stuer-Westfeld liegt im Süden des großräumigen Sand-Höffigkeitsgebietes Ganzlin, vgl. in der KOR 50. Ebenfalls in diesem Höffigkeitsgebiet befindet sich das Bergwerkseigentum Twietfort, vgl. gesondertes Prospekt.
Zusätzliches Lagerstättenpotental bietet das ca. 24 km südöstlich belegene Bergwerkseigentum Vipperower Heide, vgl. gesondertes Prospekt.
Unterlagernde Rohstoffgewinnung / Geothermie
Das im Norddeutschen Becken liegende Bergwerksfeld befindet sich in einem Gebiet mit Geothermischem Potenzial, das über nachgewiesenes hydrothermisches sowie über vermutetes hydrothermisches Potenzial verfügt.
Im tiefen Untergrund erstrecken sich die östlichen Ausläufer der Salzstruktur Marnitz bis unter das Bergwerksfeld.
Quellen:
Geologische Karte von Mecklenburg-Vorpommern, Übersichtskarte 1 : 500 000, Strukturen im Untergrund nach oberflächenphysikalischen Ergebnissen, Geologisches
Landesamt Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin 1997 und Übersichtskarte 1 : 1 000 000, Untersuchungswürdige Gebiete für eine Einlagerung von CO
2
und Gesamtheit hydro- und petrothermischer Potenziale (Kompilation der Karten A-C) für Geothermie, Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik und Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Hannover 2013, insgesamt 4 Karten
DOKUMENTATION
Erkundungsberichte, Gutachten, Prospekte
Die unter der Rubrik LAGERSTÄTTE genannten Quellen sind, sofern sie nicht ohnehin öffentlich sind, bei der BVVG nach Terminvereinbarung einsehbar. Die BVVG wird ihr Einverständnis zur Einsichtnahme in die Berichte in den Räumen des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern (LUNG) in Güstrow im Einzelfall auf Anfrage erteilen.
Haftungsausschluss
Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH stellt die Inhalte dieses Produktblattes mit Sorgfalt zusammen. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen aber ohne Gewähr. Die Angaben dienen nur der unverbindlichen allgemeinen Information und ersetzen nicht die individuelle Befassung mit dem Objekt.
Stand der Informationen: 01/2021 mit Aktualisierungen 02/2026
ZUR BEACHTUNG
- Bei dem Bergwerkseigentum Stuer-Westfeld handelt es sich um eine Bergbauberechtigung im Sinne des Bundesberggesetzes (BBergG) vom 13.08.1980 (BGBl I S. 1310), in seiner aktuellen Fassung in Verbindung mit den Überleitungsvorschriften des Einigungsvertragsgesetzes vom 23. 09.1990 (BGBl II S. 885), dem Gesetz zur Vereinheitlichung der Rechtsverhältnisse bei Bodenschätzen vom 15.04.1996 (BGBl I S. 602) und der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung bergbaulicher Vorhaben vom 13.07.1990 (BGBl I S. 1420) in seiner aktuellen Fassung.
- Das BBergG unterscheidet die bergbauliche Berechtigung und ihre Ausübung. Die Bergbauberechtigung vermittelt nur eine Rechtsposition, der Unternehmer erhält das Recht, Bodenschätze aufzusuchen und zu gewinnen. Er darf jedoch von dieser Berechtigung nicht ohne weiteres Gebrauch machen, zur Ausübung der Berechtigung, also zum tatsächlichen Abbau von Bodenschätzen kommt es erst, wenn der entsprechende Betriebsplan aufgestellt und von der zuständigen Bergbehörde zugelassen worden ist.
- Es gelten die Regelungen für Bergwerkseigentum nach § 151 BBergG.
- Die Grundstücke über dem Bergwerksfeld Stuer-Westfeld gehören nicht zum Bergwerksfeld.
Die Besichtigung des Bergwerksfeldes kann von öffentlichen Straßen und Wegen aus erfolgen. Wir weisen darauf hin, dass das ungenehmigte Befahren der das Bergwerksfeld überdeckenden Grundstücke nicht gestattet ist.
Lage
Das unverritzte Bergwerksfeld Stuer-Westfeld im Norddeutschen Becken befindet sich südlich der großen Seen am Südrand der Mecklenburger Seenplatte südlich von Plau am See an einer früheren Bahntrasse bei Ganzlin.
Es ist verkehrstechnisch über das örtliche Straßen- und Wegenetz an Landes- und Bundesstraßen regional angebunden. Überregionale Anbindung besteht über die B 103 und die ca. 22 km entfernte A 24 sowie über die B 198 und die ca. 12 km entfernte A 19. Im Umfeld der Anschlussstelle an der A 19 befindet sich ein ca. 70 ha großer Windpark.
Die dargestellte Position ist nur eine ungefähre Angabe der Lage.
Kontaktdaten
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NameFrau Dr. Sabine Dietrich
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FirmaBVVG - Bereich Verkauf/Verpachtung
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AdresseSchönhauser Allee 120
10437 Berlin -
Tel. Durchwahl


