Bergwerkseigentum Lauchhammer-West, Tonrohstoffe

Brandenburg, Oberspreewald-Lausitz

Bergwerkseigentum Lauchhammer-West, Tonrohstoffe - Auszug aus dem Lageriss

Auszug aus dem Lageriss

Bergwerkseigentum Lauchhammer-West, Tonrohstoffe - Luftbild, Projektion des BWE (1)

Luftbild, Projektion des BWE (1)

Bergwerkseigentum Lauchhammer-West, Tonrohstoffe - Luftbild, Projektion des BWE (2)

Luftbild, Projektion des BWE (2)

Objektdaten

  • Objekt-Nr.
    VV66-2450-001713
  • Bundesland
    Brandenburg
  • Kreis
    Oberspreewald-Lausitz
  • Gemeinde
    Lauchhammer, Stadt
  • Gemarkung
    Lauchhammer
  • Flurstück
    Lage des Bergwerksfeldes Lauchhammer-West vgl. Lageriss
  • Objektart
    Bodenschätze-Interessenbekundung
  • Größe
    398.527 m²
  • Orientierungswert
    Die BVVG ruft zur Bekundung von Kaufinteresse unter Angabe von Preisvorstellungen auf.

Objekt­beschreibung

Gemäß ihres Privatisierungsauftrags präsentiert die BVVG das Bergwerkseigentum Lauchhammer-West, Bodenschatz tonige Gesteine zur Herstellung von fein- und sanitärkeramischen Erzeugnissen und bittet potentielle Käufer, Interessenbekundungen abzugeben. Das Bergwerksfeld ist nahezu unverritzt. Zu dem Bergwerkseigentum liegen Ergebnisse rohstoffgeologischer Erkundungen aus dem Jahre 1970 vor. Den Ergebnisbericht können Interessenten nach Terminvereinbarung einsehen.

OBJEKT

Bergwerkseigentum

Lauchhammer-West (159/90/685)

Verliehen für den Bodenschatz

9.20 - tonige Gesteine zur Herstellung von fein- und sanitärkeramischen Erzeugnissen

Größe des Bergwerksfeldes

398.527 m²

Rechtliche Einordnung

aufrechterhaltenes altes Bergwerkseigentum gemäß § 151 BBergG

Oberflächennutzung

Überwiegend Landwirtschaftsflächen, etwa 5 ha Wald, zu geringen Teilen bebaut - auf 2,7 ha „Altenzentrum östlich der Mückenberger Straße“ sowie Gewerbe (Tankstelle) auf etwa 1 ha südlich des Stadtrings-Mitte

Flächen der BVVG

Die BVVG ist Eigentümerin mehrerer arrondiert liegender Flurstücke über dem Bergwerksfeld sowie weiterer Flurstücke innerhalb des seinerzeitigen Erkundungsgebietes. Sofern im Zusammenhang mit dem Erwerb des Bergwerkseigentums Lauchhammer-West Interesse an diesen Flächen besteht, wird die BVVG auf einen entsprechenden Antrag hin prüfen, ob und zu welchen Bedingungen ein Verkauf möglich ist.


LAGERSTÄTTE

Quellen:

      [1] Agsten, D. et al. (1971): Ergebnisbericht über die Ergebnisse der Erkundungsarbeiten auf Blähton im Gebiet Lauchhammer, Kreis Senftenberg (Bezirk Cottbus) mit operativer Vorratsberechnung. – im Auftrag des Bezirksbauamtes Cottbus: VEB Geologische Forschung und Erkundung Halle BT Freiberg, 15.12.1971, 45 Seiten zzgl. Anlagenkonvolut (Karten, Schichtenverzeichnisse, Risse, Ergebnisse der Laboruntersuchungen),


      [2] Kruse, R. und Slawinski, G. (1996): Bewertung des Bergwerkseigentums Lauchhammer West.- im Auftrag der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben: GFE GmbH, Berlin, 13.12.1996, 10 Seiten zzgl. 8 Anlagen (Karten, Lagepläne, Übersichtskarte zur Vorratsberechnung, Schematischer Geologischer Schnitt, Fotodokumentation),


      [3] Karte der oberflächennahen Rohstoffe 1:200 000, Erl. Bl. CC 4742 Riesa, 88 S., 1 Kt, Hannover 2004.

>>Die nachfolgenden Ausführungen basieren ausschließlich auf den genannten Quellen. Hinsichtlich der tatsächlichen Qualitäten und Verwendbarkeiten stellen sie ausdrücklich keine Qualitätszusicherung dar und stehen unter dem Vorbehalt einer neuen Gesamtbewertung der Lagerstätte.<<


Geologische Verhältnisse

Das Bergwerksfeld befindet sich im Lausitzer Urstromtal, nördlich der Schwarzen Elster Talbildungen.

Die hinsichtlich des Bergwerksfeldes Lauchhammer-West interessierenden Nutzschichten lagern über den tertiären Schichten der Briesker Folge, die das 2. Lausitzer Braunkohlenflöz einschließen und diskordant paläozoischen Tonschiefern auflagern.

Sie sind Bestandteil der unter geringmächtigem holozänen Mutterboden anstehenden saalekaltzeitlichen Ablagerungen, die Fein- und Mittelsande, Tone, Schluffe sowie Bändertone und -schluffe umfassen.

Normalprofil

    • Mutterboden (geringmächtig, durchschnittlich 0,2 m)
    • Saalekaltzeitliche Ablagerungen:
      Mittel- bis Grobsand (geringe Kiesanteile)
      Ton, Schluff (ungeschichtet, gelbbraun, teils gefleckt/marmoriert)
      Bänderschluff (grau, braungrau, mit erheblichem Anteil feinster Braunkohle-/Xylitpartikel)
      Bänderton (dunkelbraun, dünne helle Bänder mit hohem Glimmeranteil)
      Bänderschluff (hellgrau, mit zunehmendem Grobschluffanteil allmählich in Sand übergehend, teils 0,1 bis 1,5 m mächtige Sandmittel)
    • Elsterkaltzeitliche Sedimente:
      Mittelsand (teils schluffig, mit Einlagerungen von tertiärem Material und Braunkohlepartikeln)

Der bindige Schichtenkomplex ist 4,3 m bis 28,7 m mächtig, wobei die Mächtigkeit des als blähfähig eingestuften Materials zwischen 4,3 m und 24,0 m variiert.

Die Geländeoberfläche ist relativ eben und fällt von + 102 m NN im Norden auf + 95 m NN im Süden ab.

Der natürliche Grundwasserspiegel liegt bei etwa + 94 m NN. Das Bergwerksfeld entwässert in südwestliche Richtung über den Hammergraben zur Schwarzen Elster.

Untersuchungsstand

Bis zu der Erkundungsperiode ab 1970 dienten die anstehenden Tonrohstoffe zur Eigenversorgung der seinerzeitigen Ziegelei. Sie wurden im Ringofenbetrieb bei 900°C bis 1000°C zu Ziegelsplitt als Halbfabrikat verarbeitet. Der mittels Eimerkettenbagger betriebene Tontagebau ging 1969 außer Betrieb.

Vor dem Hintergrund abnehmender Verfügbarkeit von Hüttenbims und nachdem vorherige Tests eine sehr gute Blähfähigkeit der anstehenden Tone gezeigt hatten, sollte am Standort Lauchhammer ein Werk zur Herstellung von Porensinter als Leichtzuschlagstoff für wärmedämmende Zwecke und den konstruktiven Leichtbau neu errichtet werden. Mit diesem Ziel fanden im Jahre 1970 auf einer Fläche von 1,1 km² die Erkundungsarbeiten „Blähton Lauchhammer“ zum Nachweis von mindestens 3,5 Mio. m³ blähfähiger Tone für Leichtzuschlagstoffe statt. Überwiegend im heutigen Bergwerksfeld wurden 76 Bohrungen niedergebracht und technologische Laboruntersuchungen sowie ein industrieller Versuch zur Klärung der Qualitätseigenschaften durchgeführt.

Der Erkundungsgang wurde bis zum Nachweis der blähfähigen Rohstoffe hinsichtlich Qualität und Menge durchgeführt. Da zum damaligen Zeitpunkt der Einsatz einer Drehrohrofentechnologie analog der des Werkes in Grimmen aus ökonomischen Gründen nicht infrage kam und sich andere Verarbeitungsverfahren noch in der Entwicklung befanden, wurden der für die Investitionsentscheidung erforderliche großtechnische Versuch und die endgültige Erarbeitung von Konditionsparametern zurückgestellt.

Zusammenfassend teilen die Erkunder mit, dass „der Blähton Lauchhammer zur Herstellung eines gleichmäßigen Leichtzuschlagstoffes niedriger Dichte (Schüttdichte < 500 kg/m³) geeignet“ ist.

Im Ergebnisbericht aus dem Jahre 1971 sind der zielgerichtete Erkundungshergang, die Untersuchungsergebnisse und die Vorratsberechnung ausführlich dokumentiert.

Nicht als Blährohstoff infrage kommende Rohstoffanteile wurden noch keiner weiteren Betrachtung unterzogen.

Petrographische und qualitative Kennzeichnung

Die unmittelbar unter dem geringmächtigen Mutterboden anstehenden kaum kieshaltigen Mittel- bis Grobsande weisen einen Quarzanteil von 80 - 90 M.-% auf. Neben Quarz kommen Basalt, Kieselschiefer, Grauwacke und stark angewittertes granitisches Gestein vor, untergeordnet auch Feuerstein. Die Sande wurden im Zuge der Erkundungsarbeiten auf Blährohstoffe nicht weiter betrachtet.

Gleiches trifft für den oberen, wenige Dezimeter bis Meter mächtigen, ungeschichteten, gelbbraunen, teils gefleckten bis marmorierten schluffigen Anteil der bindigen Schichten zu. Er ist nicht kalkhaltig.

Die darunter lagernden, gebänderten Tone und Schluffe weisen einen erheblichen Anteil feinster Braunkohle- und Xylitpartikel auf und sind stark kalkhaltig. Die sehr dünnen hellen Bändertonschichten verfügen über einen hohen Glimmeranteil.

Der liegende hellgraue, mit zunehmendem Grobanteil allmählich in Sand übergehende Bänderschluff lässt eine deutliche Liegendabgrenzung nicht zu, verfügt jedoch auch nicht über genügend blähfähige Bestandteile.

Die liegenden Mittelsande bestehen neben Quarz fast ausschließlich aus Kieselschiefer und Feuerstein sowie teils aufgearbeitetem tertiärem Material, darunter im Südosten des Erkundungsgebietes auch erdig/mulmigen, deutlich gerundeten Braunkohlenpartikeln, deren Konsistenz dem im ehemaligen Braunkohlentagebau Kuth abgebauten Material vergleichbar ist.

Der Mineralbestand in den für die Laborversuche ausgewählten Ton-Proben ist qualitativ gleichartig zusammengesetzt. Die vorkommenden Minerale sind Quarz (stark variabel: 10 bis 80 M.-%, wechselnde Korngrößen: örtlich fast ausschließlich > 63 µm), K-Feldspat, Plagioklas, Muskovit (signifikant), Biotit, Chlorit, Kalzit (< 1 bis ca. 25 M.-%, Korngröße: 2 – 6 µm), Dolomit, Gips, Illit (signifikant), Montmorillonit, Mixed-Layer-Mineral (wahrscheinlich Illit/Montmorillonit, signifikant), Kaolinit und Pyrit. Die Masseanteile der nicht einzeln spezifizierten Minerale bewegen sich im Bereich von 2 - 5 M.-%, ohne Einfluss auf das Blähvermögen. Organische Substanz tritt in Spuren bis zu teilweise hohen Gehalten in Form diskreter Partikel auf, untergeordnet als Mineralüberzug.

Verwendungsmöglichkeiten

Mit den Erkundungsarbeiten der 1970er Jahre wurde die Verwendbarkeit der mineralogisch qualitativ gleichbleibenden gebänderten bindigen Bereiche als blähfähiger Ton nachgewiesen.

Das beprobte Material war aufgrund der Bläheffekte beim Brennen einerseits und aufgrund der teilweise hohen SiO
2-Gehalte andererseits zur Herstellung von Ziegelei- und grobkeramischen Erzeugnissen ungeeignet.

Das Blähverhalten des Materials aus dicht gebänderten Bereichen war besonders gut. Dunkle Farbe wurde mit gutem Blähverhalten assoziiert.

Andere Verwendbarkeiten wurden im Zuge der zielgerichteten Erkundung auf Blähtonanteile nicht gesondert betrachtet.

Bändertone sind im Land Brandenburg die üblichen Grundstoffe der keramischen Industrie. Zu Deponieabdichtungszwecken sind sie für sich genommen ungeeignet, können allerdings mit höherwertigen Tonen verschnitten werden. In der weiter nördlich liegenden Tongrube Breitenau wurde Bänderton ehemals wurde für Glasurzwecke abgebaut, vgl. [3].

Eine Neubetrachtung der Gesamtlagerstätte wird empfohlen.

Abbausituation

Der bindige Rohstoffkomplex insgesamt wurde mit den meisten der im Abstand von 200 m angelegten und 8,0 bis 31,4 m tiefen Bohrungen durchteuft.

Bergtechnisch handelt es sich bei dem Komplex der 5 bis 24 m mächtigen bindigen Schichten um gut baggerfähiges Material. Lokale 0,1 bis 1,5 m mächtige Sandmittel, zumeist zum Liegenden der bindigen Schichten, wurden nachgewiesen. Der Komplex ist frei von glazigenen Störungen, Faltungs- und Deformationserscheinungen.

Hinsichtlich der verschieden Qualitäten und Mächtigkeiten des für Blähzwecke geeigneten Rohstoffanteils sind die Lagerungsverhältnisse allerdings als kompliziert anzusprechen.

Die Lagerungsverhältnisse der als Blährohstoff ausgewiesenen Anteile folgen den Erkundern zufolge keinem Trend und sind an die Lagerungsverhältnisse der bindigen Schichten nicht gebunden. Dies wiederspiegelt das Wechselspiel mehrerer petrografischer Parameter, die die Blähfähigkeit des Rohstoffs kennzeichnen. Entsprechend erfolgte die Abgrenzung des Rohstoffkörpers anhand der Analysenergebnisse rein geometrisch. Der resultierende, recht kompliziert bzw. unregelmäßig aufgebaute Rohstoffkörper ist lang und schmal (Streichen NNE nach SSW). Die Mächtigkeit der blähfähigen Nutzschichten variiert von 4,3 bis 24,0 m und beträgt im Durchschnitt 11 m. Hohe bzw. geringe Mächtigkeiten treten sowohl an den Rändern des bindigen Schichtkomplexes als auch in seinem Zentralbereich auf, so dass sich eine selektive Gewinnung anbietet.

Die Lagerstätte steht unter leichtem Sohldruck. Sowohl die Sande im Hangenden als auch im Liegenden der bindigen Schichten führen Grundwasser. Hydraulische Verbindungen am Beckenrand werden nicht ausgeschlossen, so dass im Beckeninneren mit gespanntem Grundwasser zu rechnen ist und Maßnahmen zur Wasserhaltung bei einem Aufschluss der Lagerstätte erforderlich werden.

Der Grundwasserspiegel am Rand des Rohstoffkomplexes wurde bei 3 m unter Flur festgestellt, im Beckeninneren bei 21 m unter Flur. Aufgrund des nur zögernden Druckausgleiches schätzten die Erkunder den Durchlässigkeitsbeiwert auf 10
-4 bis 10
-5 m/s. Sie beurteilten die bergtechnischen Verhältnisse insgesamt als günstig. Sohldurchstiche sind jedoch zu vermeiden.

Hinsichtlich der Abbau- und Wiedernutzbarmachungskonzeption sei auf die umliegenden Gewerbe-, Erholungs- und Sozialnutzungen sowie den Flächennutzungsplan der Stadt Lauchhammer verwiesen.

Vorratssituation

Die Vorratsberechnung aus dem Jahr 1971 trägt operativen Charakter. Im 1970 untersuchten Gebiet wurden 4,4 Mio. m³ blähfähiger Tone nachgewiesen, die überwiegend im heutigen Bergwerksfeld Lauchhammer-West liegen. Abbautechnologie und Verarbeitungsverfahren waren nicht fertig entwickelt, so dass wegen fehlender verbindlicher Konditionsparameter seitens des Auftraggebers noch keine Bilanzvorräte ausweisbar waren. Die seinerzeitige Vorgabe für die Mindestvorratsmenge in Höhe von 3,5 Mio. m³ wurde mit dem Nachweis von 4,35 Mio. m³ auf einer Fläche von 358.000 m² erfüllt.

1996 wurde die verfügbare Vorratsfläche für blähfähige Tone innerhalb des Bergwerksfeldes Lauchhammer-West gemäß der Abstandsleitlinie des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung des Landes Brandenburg vom 06.06.1995, in der ein Abstand von 300 m zu Gewinnungsanlagen vorgeschrieben war, neu berechnet. Das verbleibende Vorratsfeld umfasste danach noch 99.000 m² mit einem gewinnbaren Vorrat von 1,2 Mio. m³ an blähfähigem Ton. Von diesem Vorrat wurde ein weiterer Abschlag auf die Hälfte vorgenommen, da die Verlegung der das Bergwerksfeld querenden Energieleitungen als zu kostenintensiv eingeschätzt wurde.

Eine aktuelle Neuberechnung der gewinnbaren Vorratsmenge wird empfohlen, da sowohl die Aufhebung der Abstandsrichtlinie am 10.03.2014 in Kraft trat (ABl./14, [Nr. 13], S.471, vgl.
https://bravors.brandenburg.de/de/verwaltungsvorschriften-221262) als auch die Hochspannungsleitungen augenscheinlich rückgebaut worden sind (vgl. Luftbild vom 24.06.2016).

Industrielle Bedeutung

Nachdem der in der Vergangenheit an mehreren Stellen in kleinen Gruben umgegangene Rohstoffabbau für die Eigenversorgung der nahen Ziegelei zum Erliegen kam und nachfolgend angestrebte Investitionen nicht zu Ende geführt wurden, sollte die Situation zunächst durch eine grundsätzliche Neubewertung geklärt werden.


ÖFFENTLICHE PLANUNG

Landesplanerische Einordnung

Es liegt keine Einordnung für das Bergwerksfeld Lauchhammer-West vor.


Quelle:


Landesentwicklungsplan Berlin-Brandenburg (LEP B-B) vom 27. Mai 2015 (GVBl. II Nr. 24), in Kraft getreten mit Wirkung vom 15. Mai 2009

Regionalplanerische Einordnung

Regional ist das Bergwerksfeld Lauchhammer-West gegenwärtig nicht beplant.

„Der sachliche Teilregionalplan II "Gewinnung und Sicherung oberflächennaher Rohstoffe" … 1998… ist nach wie vor das raumordnerische Instrument zur Steuerung von Kiesen, Sanden, Tonen, Torf und Hartgesteinen in der Region. Mit der Aufstellung eines integrierten Regionalplanes für die Region werden gegenwärtig die Inhalte des jetzigen Teilplanes überprüft, einer erneuten Beteiligung unterzogen und in den Gesamtplan integriert.“


Quellen:


BVVG-GIS, Regionale Planungsgemeinschaft Lausitz-Spreewald


BVVG-GIS, Webseite der Regionalen Planungsgemeinschaft Lausitz-Spreewald - Abfrage vom 23.05.2018 ...


Sachlicher Teilregionalplan II "Gewinnung und Sicherung oberflächennaher Rohstoffe", rechtsverbindlich seit 1998,


Sachlicher Teilregionalplan "Windenergienutzung" der Region Lausitz-Spreewald, mit der Bekanntmachung im Amtsblatt des Landes Brandenburg Nr. 24 am 16. Juni 2016 in Kraft getreten,


Integrierter Regionalplan der Region Lausitz-Spreewald, bisher nur im Entwurf aus dem Jahre 1999 vorliegend, Aufstellungsbeschluss zur Erstellung des zweiten Integrierten Regionalplanes der Region Lausitz-Spreewald auf der 46. Regionalversammlung am 20.11.2014 gefasst

Kommunale Planung

Das Bergwerksfeld Lauchhammer-West wird vollumfänglich vom Flächennutzungsplan der Stadt Lauchhammer erfasst. Es ist anteilig als Wohnbaufläche, Sondergebiet für Gesundheit und Soziales, Grünflächen verschiedener Zweckbestimmungen, als Gewerbliche Baufläche, als Verkehrswegefläche, als Wald und geringfügig als Wasserfläche dargestellt. Abgrabungsflächen sind nicht explizit vorgesehen.

Für das Altenzentrum im nördlichen Teil des Bergwerksfeldes besteht ein rechtsgültiger Bebauungsplan.


Quelle:


Flächennutzungsplan für Gemeinde Lauchhammer, Stadt; rechtsgültig seit 28.10.1997; Registriernummer in der Landesplanung: R6-0032/95 sowie


Bebauungsplan „Altenzentrum“, rechtsgültig seit 24.11.1993, Registriernummer des Vorhabens in der Landesplanung: R6-0451/93


SCHUTZGEBIETE / BELASTUNGEN

Trinkwasserschutz

Das Bergwerksfeld ist nicht von Wasserschutzgebieten betroffen.


Quelle:


Geoportal Brandenburg - Abfrage vom 23.05.2018

Naturschutz

Für das Bergwerksfeld Lauchhammer-West und seine Umgebung sind keine naturschutzfachlichen Ausweisungen bekannt.


Quelle:


BVVG-GIS: BfN-Layer, Stand 07/2014 bis 2017

Bodendenkmale

Hinweise auf etwaige Bodendenkmale liegen im Bereich des Bergwerksfeldes nicht vor. Allgemein ist nicht auszuschließen, dass archäologische Relevanzbereiche betroffen sein können und zum konkreten Planungsstand die Stellungnahme des Archäologischen Landesamtes einzuholen ist.


Quelle:


BVVG-BI

Altlasten- und Kampfmittelverdacht

Es liegen keine Hinweise auf etwaig vorhandene Altlasten vor. Gesonderte Recherchen erfolgten nicht.


Quellen:


BVVG-BI, BVVG-GIS: Topographische Karte TK25, „Altlastenverdachtsflächen-Brandenburg, Stand 05/2005“, „Kampfmittel-Brandenburg, Stand 01/2010“


INFRASTRUKTUR / ERSCHLIEßUNG

Verkehrswege

Das Bergwerksfeld Lauchhammer-West ist verkehrstechnisch über die Bundesautobahn A13 Berlin-Dresden, Anschlussstelle 17 (Ruhland), in Verbindung mit der Bundesstraße B 169 und dem örtlichen Straßennetz gut zu erreichen.

Etwa 1 km südlich des Bergwerksfeldes verläuft die Bahnlinie Görlitz-Magdeburg.


BESONDERHEITEN

Dauerhafte
Beschränkungen

Das Bergwerksfeld Lauchhammer-West liegt im Stadtgebiet von Lauchhammer. Es wird durch den Stadtteil Lauchhammer-Mitte im Norden, den ehemaligen Tagebau Bockwitzer See (Kuthteich) sowie den Ortsteil Unterhammer im Osten, die auflässige Grube der ehemaligen Ziegelei Lauchhammer-West im Süden sowie die Mückenberger Straße im Westen begrenzt. Der Stadtring-Mitte führt entlang der ehemaligen Braunkohlenbandtrasse und teilt das Bergwerksfeld in einen Nord- und einen Südteil.

Der den geltenden Standards entsprechende Abstand zu schützenswerten Objekten, Ortslagen und öffentlichen Straßen ist einzuhalten.

Insbesondere die Teile des Bergwerksfeldes potentiell dauerhaft blockierende Straße, die Gewerbefläche, die Hochspannungsleitung (Rückbau prüfen) und das Altenzentrum östlich der Mückenberger Straße sind zu beachten.


DOKUMENTATION

Erkundungsberichte, Gutachten, Prospekte

Die vorgenannten Quellen und der Ergebnisbericht über die Ergebnisse der Erkundungsarbeiten auf Blähton im Gebiet Lauchhammer, Kreis Senftenberg (Bezirk Cottbus) mit operativer Vorratsberechnung des VEB Geologische Forschung und Erkundung Halle, Betriebsteil Freiberg, 1971 sind bei der BVVG nach Terminvereinbarung einsehbar.


Haftungsausschluss

Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH stellt die Inhalte dieses Produktblattes mit Sorgfalt zusammen. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr. Die Angaben dienen nur der unverbindlichen allgemeinen Information und ersetzen nicht die individuelle Befassung mit dem Objekt.

Stand der Informationen: 07/2013, Aktualisierungen 05/2018 und mit folgenden Aktualisierungen in 10/2020: Luftbilder


ZUR BEACHTUNG

    • Bei dem Bergwerkseigentum Lauchhammer-West handelt es sich um eine Bergbauberechtigung im Sinne des Bundesberggesetzes (BBergG) vom 13.08.1980 (BGBl I S. 1310), in seiner aktuellen Fassung in Verbindung mit den Überleitungsvorschriften des Einigungsvertragsgesetzes vom 23. 09.1990 (BGBl II S. 885), dem Gesetz zur Vereinheitlichung der Rechtsverhältnisse bei Bodenschätzen vom 15.04.1996 (BGBl I S. 602) und der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung bergbaulicher Vorhaben vom 13.07.1990 (BGBl I S. 1420) in seiner aktuellen Fassung.
    • Das BBergG unterscheidet die bergbauliche Berechtigung und ihre Ausübung. Die Bergbauberechtigung vermittelt nur eine Rechtsposition, der Unternehmer erhält das Recht, Bodenschätze aufzusuchen und zu gewinnen. Er darf jedoch von dieser Berechtigung nicht ohne weiteres Gebrauch machen, zur Ausübung der Berechtigung, also zum tatsächlichen Abbau von Bodenschätzen kommt es erst, wenn der entsprechende Betriebsplan aufgestellt und von der zuständigen Bergbehörde zugelassen worden ist.
    • Es gelten die Regelungen für Bergwerkseigentum nach § 151 BBergG.
    • Die Grundstücke über dem Bergwerksfeld Lauchhammer-West gehören nicht zum Bergwerkseigentum.

Die Besichtigung des Bergwerksfeldes kann von öffentlichen Straßen und Wegen aus erfolgen. Wir weisen darauf hin, dass das ungenehmigte Befahren der das Bergwerksfeld überdeckenden Grundstücke nicht gestattet ist.


ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUR INTERESSENBEKUNDUNG

Die BVVG veröffentlicht auf ihrer Webseite in Abständen Informationen zum ihr verfügbaren Bergwerkseigentum.

Die Informationen dienen einem ersten Überblick zum jeweiligen Bergwerkseigentum. Interessenten können Ihr Erwerbsinteresse unter Angaben des betreffenden Bergwerkseigentums - vorzugsweise schriftlich - gegenüber der BVVG-Zentrale bekunden.

Die Vermarktung/Veräußerung des Bergwerkseigentums erfolgt grundsätzlich über öffentliche Ausschreibungen, um einem breiten Bewerberkreis die Möglichkeit zur Gebotsabgabe zu geben. Die Reihenfolge für die Ausschreibung des Bergwerkseigentums legt die BVVG intern fest; vorliegende Interessenbekundungen werden hierbei nach Möglichkeit berücksichtigt. In jedem Fall werden diejenigen Interessenten, deren Erwerbsinteresse zum Ausschreibungsbeginn bei der BVVG aktenkundig ist, über die Ausschreibung schriftlich informiert.

Nach vorheriger Terminabsprache mit dem o. g. Ansprechpartner kann in den Räumen der BVVG-Zentrale in ggf. vorhandene detaillierte Unterlagen zu dem jeweiligen Bergwerkseigentum Einsicht genommen werden.

Lage

Das Bergwerksfeld Lauchhammer-West befindet sich in der Lausitz im Süden des Landes Brandenburg, nahe der Landesgrenze zu Sachsen, und ist verkehrstechnisch gut angebunden. Es ist über die Bundesautobahn A13 Berlin-Dresden, Anschlussstelle 17 (Ruhland), in Verbindung mit der Bundesstraße B 169 und dem örtlichen Straßennetz erreichbar.
Etwa 1 km südlich des Bergwerksfeldes verläuft die Bahnlinie Görlitz-Magdeburg.

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Die dargestellte Position ist nur eine ungefähre Angabe der Lage.

Anlagen / Links

Kontaktdaten

  • Name
    Frau Dr. Sabine Dietrich
  • Firma
    BVVG - Bereich Verkauf/Verpachtung
  • Adresse
    Schönhauser Allee 120
    10437 Berlin
  • Tel. Durchwahl

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