Flächen in Linthe
Brandenburg, Potsdam-Mittelmark
Objektdaten
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Objekt-Nr.BB69-1800-060226
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BundeslandBrandenburg
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KreisPotsdam-Mittelmark
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GemeindeLinthe
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GemarkungLinthe
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ObjektartAcker und Grünland
Bodenschätze-Ausschreibung -
Größe6,7552 ha
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Orientierungswert (Kauf)nach Gebot
Objektbeschreibung
Zum Verkauf steht ein im Südwesten des Landes Brandenburg nahe eines Kiessandwerkes an der Bundesautobahn BAB 9 liegendes Flurstückslos mit Bodenschätzen im Grundeigentum. Der quarzhaltige Sande führende Bereich Linthe 2 ist durch die Belegenheitsgemeinde für Abgrabungen / Auffüllung ausgewiesen und ca. hälftig regionalplanerisches Vorranggebiet für die Rohstoffgewinnung mit zugelassenem Rahmenbetriebsplan des Sandtagebaus Linthe 2. Derzeit werden die Flächen ackerbaulich genutzt, sind jedoch ab 01.10.2026 pachtfrei. Die durchschnittliche Ackerzahl liegt bei 21.
OBJEKT (Bodenschatz im Grundeigentum)
Bodenschatzführende Flurstücke:
„GRE Linthe 2“ – bodenschatzführende Flurstücke in für Abgrabungen / Aufschüttung vorgesehenen Bereichen der Gemeinde Linthe.
Die Flächen befinden sich anteilig innerhalb des zugelassenen Rahmenbetriebsplans Linthe 2 und zugleich des planerischen Vorranggebietes für die Rohstoffgewinnung Linthe 2.
Bodenschatz: Sande, Kiese und Kiessande zur Herstellung von Betonzuschlagstoffen; Quarz- und Spezialsande zur Herstellung von Kalksandsteinen, Gasbeton und Silika-Mörtel
Größe: 6,7552 ha
Rechtliche Einordnung: Grundstückseigentum
Oberflächennutzung: Die 17 Flurstücke in der Gemarkung Linthe werden landwirtschaftlich genutzt.
Berkwerkseigentum der BVVG:
Die BVVG verfügt im unmittelbaren Umfeld des ausgeschriebenen Flurstücksloses über kein Bergwerkseigentum auf Kiese und Kiessande, Quarzsande bzw. Tonrohstoffe.
Das nächstgelegene Bergwerkseigentum befindet sich etwa 12 km südlich: Bergwerkseigentum Lauchhammer-West, Bodenschatz tonige Gesteine zur Herstellung von fein- und sanitärkeramischen Erzeugnissen,
sowie ca. 25 km südöstlich: Bergwerkseigentum Hosena/Koschenberg, Bodenschatz Quarzsande zur Herstellung von Glassanden, vgl. separate
Exposés.
LAGERSTÄTTE
Quellen:
[1] Karte der oberflächennahen Rohstoffe 1:200 000, Erl. Bl. CC 3942 Berlin, 80 S., 1 Kt, Hannover
2001,
[2] Wetzel, E. (2014): Oberfächennahe Steine- und Erden-Rohstoffe im Land Brandenburg, 2.9
Landkreis Potsdam-Mittelmark einschließlich Städte Potsdam und Brandenburg.- Rohstoffbericht
Brandenburg 2014 - Rohstoffnutzung und Wiedernutzbarmachung, Brandenburger
Geowissenschaftliche Beiträge Nr. 1/2 -2014, Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe
Brandenburg, Cottbus, auszugsweise Seiten 91-93,
[3] Elsner, H. (2022): Sand und Kies in Deutschland, Band II: Gewinnung in den Bundesländern.-
Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Hannover, auszugsweise Seiten 135-136,
[4] Schwedhelm, C. (2026): Rohstoffgeologische Auskunft für den Standort Linthe. - Landesamt für
Bergbau, Geologie und Rohstoffe des Landes Brandenburg (LBGR), Email 19.02.2026,
[5] Internet Kartenportal des LBGR, Abfrage zuletzt am 10.06.2026,
[6] BVVG-GIS
Geologische Verhältnisse
Das Flurstückslos befindet sich in einem Verbreitungsgebiet glazifluviatiler saalekaltzeitlicher Kiessande und Sande im Bereich des Fläming.
Das Gebiet befindet sich regionalgeologisch auf der nördlichen Abdachung des Flämings, einem nach seiner Entstehung warthestadialen Höhenzug der Saalevereisung. Dieser wird durch Sande, Kiese, Geschiebemergel und Schluffe in z.T. sowohl horizontal als auch vertikal stark gestörter Lagerung aufgebaut.
Das landwirtschaftlich genutzte, flachwellige Gelände in der Flur 6 der Gemarkung Linthe liegt bei Geländehöhen um + 62 m NHN.
Untersuchungsstand
Zu dem südlich der aufgeschlossenen Bereiche der Kiessandgrube Linthe 2 befindlichen Flurstücken liegt gemäß [4] der folgende Untersuchungsstand vor:
Auf den angebotenen 17 Flurstücken in der Flur 6 der Gemarkung Linthe sowie innerhalb dieses Anteils der für Abgrabungen / Aufschüttung und ca. hälftig als Vorranggebiet für die Rohstoffgewinnung ausgewiesen Fläche mit zugelassenem
Rahmenbetriebsplan sind keine Bohrungen verzeichnet, vgl. [4 und 5].
Die dem LBGR, Dezernat 24 vorliegenden Erkenntnisse beziehen sich vor allem auf den nordöstlich gelegenen ehemaligen Abbaubereich des Kiessandtagebaues Linthe II. Da es sich genetisch um den gleichen Rohstoff handelt, kann von ähnlichen Abbaubedingungen wie im Tagebau Linthe 2 ausgegangen werden. Das LBGR weist darauf hin, dass durch die eiszeitlichen Bildungsbedingungen über kurze Distanzen rasche Fazieswechsel im Körnungsbereich auftreten können, weswegen die Ausgrenzung von neuen Abbaufeldern immer durch Aufsuchungsbohrungen gesichert werden muss.
Das Vorkommen Linthe 2 wurde erstmalig im Rahmen eines Bohrprogramms im Jahr 1971 erkundet (6 Bohrungen in der durch das damalige Oberbergamt in Senftenberg genehmigten Bewilligungsfläche Linthe 2). Unter einer geringmächtigen
Geschiebemergeldeckschicht, die unverwittert nur selten an der Oberfläche anzutreffen ist, wurden glazifluviatile saalekaltzeitliche Sande und Kiese unterschiedlicher Mischungsverhältnisse angetroffen. Diese werden im Liegenden durch eine saalekaltzeitliche Grundmoräne in Form von Geschiebemergel abgeschlossen. Der Geschiebemergel wurde mit den Bohrungen nicht angetroffen, die aus Kostengründen nur bis zu einer Endteufe von 7 – 10 m gebohrt wurden. Die
Abraummächtigkeiten variieren zwischen 0,5 und 2,5 m.
In der näheren Umgebung befinden sich nahe der BAB 6 die Abbaustätten Locktow/Ziezow, Linthe (5) und Linthe 2.
Petrographische und qualitative Kennzeichnung
Es wird von den regional typischen Verhältnissen ausgegangen, vgl. o.g. Kennzeichnung gemäß [1] - [4].
An allen entnommenen Mischproben der Bohrungen wurden laborative Untersuchungen durchgeführt. Der durch die Korngrößenanalysen ermittelte Kiesanteil > 2 mm Korndurchmesser beträgt etwa 40 % und ist damit im Vergleich zu anderen Rohstoffvorkommen des Kreisgebietes als hoch einzuschätzen. Es handelt sich hauptsächlich um einen grobsandigen Mittelsand mit Anteilen von Fein- und Mittelkies.
Neben den Erkundungsergebnissen aus dem Jahr 1971 liegen in den Unterlagen des Dezernats Rohstoff- und Tiefengeologie Schichtenverzeichnisse von Bohrungen aus den Jahren 1992 und 1993 vor (ebenfalls aus dem Bereich nördlich/östlich der angebotenen Flächen. Diese Bohrungen zeigen oberflächennah Geschiebemergel, der von Sanden und Kiesen unterlagert wird. In die Sande und Kiese sind punktuell Geschiebemergellagen eingeschaltet.
Verwendungsmöglichkeiten
Typischerweise werden die anstehenden sandigen und kiesigen Rohstoffe nach Nassaufbereitung für den Straßenbau, als Betonzuschlagstoff, als Schütt- und Verfüllsand, als Zuschlag für die Herstellung von Betonfertigteilen und Kalksandsteinen
verwendet, vgl. [1] - [5].
Abbausituation
Das Flurstückslos ist unverritzt.
Regional typisch sind Aufschlüsse im Trockenschnitt, bei entsprechender Mächtigkeit auch im Nassschnitt.
„Die durchschnittliche Rohstoffmächtigkeit kann nach Auswertung aller im LBGR vorhandenen Unterlagen auf ca. 16 m gefolgert werden. … Abbautätigkeiten finden am Standort Linthe 2 derzeit nicht statt.“, vgl. [4].
Vorratssituation
Zu der etwaigen Vorratssituation können über das zuvor Gesagte hinaus keine Angaben gemacht werden.
Industrielle Bedeutung
Die Sand- und Kieslagerstätten der Region haben Bedeutung für die Versorgung der lokalen bis regionalen bis überregionalen Bau- und Baustoffndustrie.
Abgebaute Bereiche können teilweise für Entsorgungsfachbetriebe von Bedeutung sein.
ÖFFENTLICHE PLANUNG
Die Flächen liegen außerhalb eines Flächennutzungs-/Bebauungsplanes.
Landesplanerische Einordnung
Das Flurstückslos befindet sich außerhalb von Bereichen mit Festlegungen für die Themen „Freiraumverbund“ und “Gestaltungsraum Siedlung“ .
Quelle: BVVG-GIS
Regionalplanerische Einordnung
Die Flurstücke 83, 88,, 101, 102, 104, 107, 111, 112, 115 und 116 liegen ganz oder teilweise innerhalb des Vorranggebietes für die Rohstoffgewinnung Linthe 2, VR 17 (Sand).
Quelle: BVVG-GIS
Kommunale Planung
Die angebotenen Flächen befinden sich gemäß der gemeindlichen Nutzungsplaungen vollständing in einem für Abgrabungen / Aufschüttung ausgewiesenen Bereich. Westlich der angebotenen Flächen besteht der Bebauungsplan für den "Energiepark Linthe".
Quelle: BVVG-GIS
SCHUTZGEBIETE / BELASTUNGEN
Trinkwasserschutz
Im Betrachtungsraum ist westlich an die Flächen für „Abgrabungen / Aufschüttung“ die Zone III A des Wasserschutzgebietes Linthe und südlich daran die Zone III B ausgewiesen.
Hochwasserschutz
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Naturschutz
Für das angebotene Flurstückslos sind naturschutzfachliche Ausweisungen nicht bekannt.
Quelle: BVVG-GIS
Bodendenkmale
Hinweise auf das Vorhandensein von Bodendenkmalen liegen für den Bereich des angebotenen Flurstücksloses nicht vor.
Quelle: BVVG-GIS
Kampfmittel/Altlasten/-verdacht
Hinweise auf etwaige Altlasten oder Kampfmittel liegen nicht vor und wurden nicht gesondert geprüft.
Quelle: BVVG-GIS
INFRASTRUKTUR / ERSCHLIEßUNG
Verkehrswege
Über das örtliche Wege- und Straßennetz besteht in etwa 2 km Entfernung Anschluss an die Bundesautobahn BAB 9, Anschlussstelle Linthe. Die Entfernung zu potenziellen Zuwegungen an der Autobahnraststätte Fläming-Ost beträgt etwa 1,5 km.
Quelle: BVVG-GIS
Versorgungsleitungen / - trassen
Für den Bereich der angebotenen Flurstücke liegen keine Hinweise auf Leitungsverläufe vor.
Quellen:
Grundbuch, BVVG-GIS
Industriell-gewerbliche Standorte
Die nächstgelegenen gewerblichen Standorte befinden sich mit den Gewerbegebieten an der Autobahn und Brück-Rottstock in Linthe und Brück.
Quelle: BVVG-GIS
BESONDERHEITEN
Dauerhafte Beschränkungen
Abstände zu schützenswerten Objekten sind entsprechend den geltenden Standards einzuhalten.
Erweiterungsmöglichkeiten
Die Flächen stellen Erweiterungsmöglichkeiten für den benachbarten Kiestagebau Linthe 2 dar.
Die Besichtigung des Flurstücksloses kann von öffentlichen Straßen und Wegen aus erfolgen.
Wir weisen darauf hin, dass das ungenehmigte Befahren der Grundstücke nicht gestattet ist.
Sollten Sie Fragen bezüglich des Bodenschatzes haben, wenden Sie sich gern an Frau Dr. Sabine Dietrch, dietrich.sabine@bvvg.de bzw. +49 30 4432-2045
Haftungsausschluss
Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH stellt die Inhalte dieses Produktblattes mit Sorgfalt zusammen. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr.
Die Angaben dienen nur der unverbindlichen allgemeinen Information und ersetzen nicht die individuelle Befassung mit dem Objekt.
Lage
Die Gemeinde Linthe gehört zum Amtsbereich Brück. Die Flächen liegen ca. 2 km südlich des Ortszentrums von Linthe, östlich der BAB9 zwischen der Anschlussstelle 4 (Brück) und der Raststätte Fläming-Ost. Sie sind an das örtliche Wege- und Straßennetz angebunden. Sie grenzen im Norden an ein Gebiet, wo bereits Kiese und Sande gefördert wurden.
Die dargestellte Position ist nur eine ungefähre Angabe der Lage.
Kontaktdaten
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NameFrau Claudia Friedel
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FirmaBVVG - Niederlassung Berlin/Brandenburg/Sachsen
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Tel. Durchwahl


