Bergwerkseigentum Grevesmühlen/Degtow, Tonrohstoffe

Mecklenburg-Vorpommern, Nordwestmecklenburg

Objektdaten

  • Objekt-Nr.
    VV74-2450-000724
  • Bundesland
    Mecklenburg-Vorpommern
  • Kreis
    Nordwestmecklenburg
  • Gemeinde
    Grevesmühlen, Stadt
  • Gemarkung
    Degtow
    Grevesmühlen
  • Flurstück
    Bergwerkseigentum, kein Flurstück
  • Objektart
    Bodenschätze-Interessenbekundung
  • Größe
    148.790 m²
  • Orientierungswert
    Die BVVG ruft zur Bekundung von Kaufinteresse unter Angabe von Preisvorstellungen auf.

Objekt­beschreibung

Für das Bergwerkseigentum Grevesmühlen/Degtow, Bodenschatz tonige Gesteine zur Herstellung kleinformatiger Wandbauelemente, möchte die BVVG potentielle Käufer ermitteln und ruft zur Abgabe von Interessenbekundungen auf.
Berichte aus den Jahren 1963-1980 über die Ergebnisse der rohstoffgeologischen Erkundungen auf die besonders tonigen Bildungen in der kuppigen Grundmoräne des jüngsten Weichselglazials bei Degtow liegen vor. Das Bergwerksfeld Grevesmühlen/Degtow ist teilweise verritzt.


OBJEKT

Bergwerkseigentum

Grevesmühlen/Degtow (Nr. 410/90/8)

Verliehen für den Bodenschatz

9.22, tonige Gesteine zur Herstellung kleinformatiger Wandbauelemente

Größe des Bergwerksfeldes

148.790 m²

Rechtliche Einordnung

Altes Recht: aufrechterhaltenes Bergwerkseigentum gemäß § 151 BBergG; eingetragen im Berggrundbuch beim Amtsgericht Stralsund

Oberflächennutzung

Die Geländeoberfläche des Bergwerksfeldes Grevesmühlen/Degtow wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Die ehemaligen Tongruben sind wassererfüllt, ihr Umfeld bebuscht.

Bergwerkseigentum der BVVG

Die BVVG macht das Bergwerkseigentum Grevesmühlen/Degtow hiermit zur Abgabe von Interessenbekundungen für den Kauf bekannt.

Bei Interesse an Tonrohstoffen in Nordwestmecklenburg steht mit dem Bergwerkseigentum Bobitz/Dalliendorf, Hofzumfelde und Volkenshagen weiteres Bergwerkseigentum für den Bodenschatz „tonige Gesteine zur Herstellung kleinformatiger Wandbauelemente“ zum Kauf von der BVVG zur Verfügung, vgl. gesonderte Exposés.

Flächen der BVVG

Über dem Bergwerksfeld Grevesmühlen/Degtow besitzt die BVVG keine Flurstücke.


LAGERSTÄTTE

Bei der BVVG verfügbare Literaturquellen:


[1] Sander (1963): Vorratsberechnung der Ziegeltonerkundung Degtow 1962, Kreis Grevesmühlen.- Rat des Bezirkes Rostock, Abt. Geologie, Rostock – zitiert in [6]


[2] Gebhardt, W. (1967): Werkserkundung des Ziegeltonvorkommens Degtow 1965.- Rat des Bezirkes Rostock, Abt. Geologie, Rostock – zitiert in [6],


[3] Gebhardt, W. (1975): Lagerstättensituation Degtow. Rat des Bezirkes Rostock, Abt. Geologie, Rostock – zitiert in [6],


[4] Garbe (1980): Ergebnisse der Ziegeltonerkundung Degtow 1976.- Ziegelkombinat Rostock, Rostock – zitiert in [6],


[5] Schomburg, J., Zwahr, H. und Chudzicki, P.
(1992): Bewertung der umweltrelevanten Eignungscharakteristik von Tonminerallagerstätten im Bergwerkseigentum der Treuhandanstalt.- DURTEC Deponien – Umwelt – Ressourcen Ingenieur-, Beratungs- und Laborgesellschaft mbH, Neubrandenburg, 30.04.1992, Hauptteil: 118 Blatt zzgl. Anlagen und 30.07.1992, Teil II: 21 Blatt zzgl. neun mehrseitige Anlagen (Labordaten),


[6] Karte der oberflächennahen Rohstoffe 1:200 000, Erl. Bl. CC 2326 Lübeck, 98 S., 1 Kt, Hannover 1998,


[7] BVVG-GIS: KOR 50 Grundkarte A, Verbreitung und Grundkarte D, Sicherungswürdigkeit, jeweils Stand 11-2023 - mit freundlicher Genehmigung des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern (LUNG),


[8] Dietrich, S. (2024): Exposé für das Bergwerkseigentum Ketelshagen, Tonrohstoffe, VV73-2450-101320.- BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft mbH, Berlin,


[9] Dietrich, S. (2024): Exposé für das Bergwerkseigentum Bobitz/Dalliendorf, Tonrohstoffe, VV74-2450-000224.- BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft mbH, Berlin,


[10] Internetportal Geodatenviewer GDI-MV
.

Geologische Verhältnisse

Das Bergwerksfeld befindet sich in einer flachkuppigen bis flachwelligen Grundmoränenebene mit den typischen verstreut liegenden und mit Abschlämmmassen und organischen Bildungen aufgefüllten Toteissenken und Söllen.

Die gegenwärtige Oberflächengestalt des Betrachtungsraumes wurde in der letzten Vereisungsphase des jüngeren Weichselglazials geprägt und lagert einer Hochlage des präquartären Untergrundes auf. Insgesamt lagert eine Wechselfolge von Geschiebemergel und eiszeitlichen Sanden zumeist tertiären Sanden auf.

Die als tonige Geschiebemergel mit heterogener Zusammensetzung angesprochenen Beckensedimente bei Degtow sind denen von Hofzumfelde, Volkenshagen und Bobitz/Dalliendorf hinsichtlich ihrer Genese, petrographischen Ausbildung und Rohstoffqualität sehr ähnlich, vgl. [6].

Für die Lagerstätte Grevesmühlen/Degtow wird folgende Schichtenfolge beschrieben:

Hangendes/Abraum


    0,3 m Bodenkrume, lehmig, sandig


Nutzbares


    Ø 13 m, 8,5 – 15,0 m Schluff; tonig, sandig, kiesig, steinig, z.T. kalkhaltig

    (umgearbeiteter, mit Geschiebemergel vermischter supraglazialer Beckenton, vgl. Lagerstätte des Bergwerkseigentums Ketelshagen, gesondertes Exposé)


Liegendes

tonfreier Schluff und/oder Geschiebemergel

Die wellige Geländeoberfläche im Bereich des Bergwerksfeldes Grevesmühlen/Degtow liegt bei Geländehöhen um + 44 m NHN.

Grundwasser wurde nicht angetroffen, vgl. [5].

Untersuchungsstand

Die weichselzeitlichen tonigen Geschiebemergel bei Degtow wurden in der früheren Ziegelei Grevesmühlen für die Herstellung von Mauerziegeln eingesetzt.

Die Rohstoffeinschätzung in [6] basiert auf den Ergebnissen von 5 Bohrgutmischproben.

Aufgrund der Analogie der Rohstoffe in den Bergwerksfeldern Hofzumfelde, Volkenshagen, Bobitz/Dalliendorf und Grevesmühlen/Degtow wird auf die ausführlichen Berichte zu den Probenahmen, laborativen, technologischen Untersuchungen und Großversuchen am Standort Bobitz/Dalliendorf verwiesen, in denen auch das Hydritbrandverfahren erwähnt wird.

Die stofflichen und verwendungsseitigen Eigenschaften sowie die Lagerungsverhältnisse in der Lagerstätte Degtow werden als hinreichend bekannt angesehen, vgl. [1-7] sowie [10].

Petrographische und qualitative Kennzeichnung
Schluff; tonig, sandig, kiesig, steinig, z.T. kalkhaltig

Stofflich setzen sich die weichselzeitlichen Beckensedimente bei Degtow nach [6] wie folgt zusammen: In den Siebrückständen sind Quarz, Kalkspat, Gesteinsreste, Feuersteinsplitt und Eisenoxide vorhanden, in der Fraktion < 0,2 mm Chlorit und Glimmer. Der Anteil mit Korngrößen < 2 µm ist zu 18,8-24,4 M.-% vertreten. Die Gehalte an freiem Quarz liegen bei 50-60 M.-%.

Die Kalkgehalte bewegen sich zwischen 13,7 M.-% und 17,1 M.-% CaCO
3, der Sulfatgehalt zwischen 0,015 M.-% und 0,058 M.-% SO
3.

Nach [1] bis [6] wurden ausgewählte keramtechnische Eigenschaften ermittelt:

Trockenschwindung: 5,3 – 6,6 %

Brennverhalten bei 1.000 °C:

      Glühverlust: 8,9 - 10,5 M.-%

      Brennschwindung: -0,1 - -0,7 %

      Gesamtschwindung: 5,0 - 6,0 %,

      Wasseraufnahme: 17,2 - 19,8 M.-%,

      Die Tonrohstoffe brennen gelb-gelbrot.

Dem Material wird gute Formbarkeit bescheinigt, wobei gelegentlich nach dem Trocknen Verformungen auftreten, so dass dem Material für grobkeramische Anwendungen unter den damaligen technologischen Verfahrensbedingungen mäßige Qualität zugemessen wurde, vgl. [1] bis [6].

In Bezug auf umweltrelevante Anwendungen verfügt das Material gemäß [5] über eine Kationenaustauschkapazität von 17,3 mVal/100g. Das untersuchte Probenmaterial wird weiter wie folgt charakterisiert: Ø Korngrößen zu 23,4 % < 2 µm und zu 76,6 % in der Fraktion 2-63 µm, Karbonatgehalt (Kalzit, Dolomit, Siderit) Ø 18,2 %, Sulfit- und Sulfatgehalt Ø 0,036 %. Die vorkommenden Tonminerale sind zu ~30 % Muskovit und Illit, daneben wurden Kalifeldspat, Quarz, Kalzit und Siderit festgestellt. Im Nutzbaren sind grobstückige Kalzitkonkretionen > 2 mm bis 10 cm und Geschiebe > 2 mm und 2 m³ vertreten.

Gemäß [5] wurde der natürliche Wassergehalt nach Trocknung bei 105 °C mit 15,9 M.-% bestimmt. Die Plastizität wird mit 17,1-23,8 angegeben, der Proctorwert 100% mit 1,95 g/cm³, die optimale Einbauwassermenge bei 95% D
pr mit 11,5-12,7 und der k
f-Wert im Labor mit 2,4-4,7 *10
-6 m/s.

Verwendungsmöglichkeiten

In der bereits vor 1990 stillgelegten Ziegelei Grevesmühlen wurden Hintermauerziegel produziert.

Allgemein werden für die weichselzeitlichen Beckensedimente bei Degtow Verwendungsmöglichkeiten als Ziegelrohstoff für Vollmauerziegel, Drainageröhren und Hintermauerziegel beschrieben, vgl. [1] - [6].

Abbausituation

Der nordwestliche Teil des Bergwerksfeldes Grevesmühlen/Degtow ist verritzt.

Die interessierende Nutzschicht lagert unter 0,3 m Abraum, vgl. [6]. Die Erfordernisse der Standsicherheit des Gesteins bei Nässe sind allgemein zu beachten [1] bis [10].

Vorratssituation

Die im Jahr 1992 angegebenen erkundeten Vorräte umfassen ca. 2,0 Mio. t gewinnbare Vorräte.

Die geologische Situation ermöglicht eine Prüfung auf weitere potenzielle Vorräte in der umliegenden Erweiterung des Bergwerksfeldes [6].

Industrielle Bedeutung

Die oberflächennah anstehenden, weichselzeitlichen Beckensedimente werden gegenwärtig nicht genutzt und bieten Bedarfsreserven für grobkeramische, deponietechnische und andere Anwendungen.


ÖFFENTLICHE PLANUNG

Landesplanerische Einordnung

Gemäß der Karte der raumordnungsplanerischen Festlegungen des Landesentwicklungsplans M-V 2016 befindet sich das Bergwerkseigentum Grevesmühlen/Degtow in einem Ländlichen Raum.

Die Sicherung oberflächennaher Rohstoffe ist als Aufgabe für die Regionalplanung festgelegt. Zu sichern sind Rohstofflagerstätten als Vorranggebiete Rohstoffsicherung und Rohstoffvorkommen als Vorbehaltsgebiete Rohstoffsicherung.


Quelle:

Landesentwicklungsplan (LEP) M-V 2016, beschlossen am 27.05.2016 und am 09.06.2016 in Kraft getreten

Regionalplanerische Einordnung

Im Regionalen Raumentwicklungsprogramm Westmecklenburg 2011 ist für den Bereich des Bergwerksfeldes Grevesmühlen/Degtow vollumfänglich das Vorbehaltsgebiet Rohstoffsicherung (Ton Nr. 51) verzeichnet. Daneben ist der von dem NSG betroffene Feldesteil (ehemalige Tongruben) zusätzlich als Vorbehaltsgebiet für Naturschutz und Landschaftspflege ausgewiesen. Die aktuellen landesplanerischen Festlegungen zur Sicherung der oberflächennahen Rohstofflagerstätten sind in den Regionalplänen noch umzusetzen.

Die Lagerstätte Grevesmühlen/Degtow – Ton, 2133-2-1-To-L1 / SWK: S 2 ist in der Karte der oberflächennahen Rohstoffe von Mecklenburg-Vorpommern (KOR 50) eingetragen.


Quelle:


Regionales Raumentwicklungsprogramm Westmecklenburg als Landesverordnung festgesetzt und veröffentlicht im Amtsblatt für Mecklenburg-Vorpommern Nr. 17 vom 31.08.2011, nebst Feststellung der Teilfortschreibung der Kapitel 4.1 Siedlungsentwicklung und 4.2 Wohnungsbauflächenentwicklung vom 26.05.2024 - veröffentlicht im Amtsblatt Nr. 12 für Mecklenburg-Vorpommern vom 07.06.2024, Internetportal des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG)

Kommunale Planung

Im Flächennutzungsplan der Stadt Grevesmühlen (gültig seit 01.09.1997 mit zuletzt 7. Änderung im Jahr 2024) ist das Bergwerksfeld als Fläche für Abgrabungen dargestellt. Der umliegende Bereich umfasst vorrangig Flächen für die Landwirtschaft. Oberirdisch verlaufende Elektrofreileitungen u.a. zu den ehemaligen Tongruben sind dargestellt.

Mit der 7. Änderung des Flächennutzungsplans erfolgte ca. 1 km westlich des Bergwerksfeldes entlang der Landstraße L3 eine großräumige Umwidmung von Landwirtschaftsflächen in Gewerbliche Bauflächen nahe der A20, Anschlussstelle 6 - Grevesmühlen.


Quelle:


Webseite der Stadt Grevesmühlen


SCHUTZGEBIETE / BELASTUNGEN

Trinkwasserschutz

Das Bergwerksfeld Grevesmühlen/Degtow befindet sich in der großräumig festgesetzten Schutzzone IIIB des Trinkwasserschutzgebietes „Grevesmühlen-Wotenitz“.


Quelle:


BVVG-GIS

Hochwasserschutz

Es liegen keine Anhaltspunkte für eine etwaige Betroffenheit vor.


Quelle:

BVVG-GIS

Naturschutz

Im Bereich der ehemaligen Tongruben ist das Bergwerksfeld Grevesmühlen/Degtow vom Naturschutzgebiet „Kalkflachmoor und Mergelgruben bei Degtow“ betroffen, sowie nahezu lageidentisch von dem FFH-Gebiet „Stepenitz-, Radegast- und Maurinetal mit Zuflüssen“ und dem SPA „Stepenitz - Poischower Mühlenbach - Radegast – Maurine“. Die ehemaligen Tongruben und eine weitere Wasserfläche sind als Gewässerbiotope gekennzeichnet. Entlang der südöstlichen Feldesbegrenzung befindet sich ein linienförmiges Gehölzbiotop.


Quelle:


BVVG-GIS

Bodendenkmale

Es liegen keine Hinweise auf Bodendenkmale vor.


Quelle:


BVVG-GIS

Altlastenverdacht

Es liegen keine Hinweise auf etwaige Altlasten vor.


Quelle:


BVVG-GIS


INFRASTRUKTUR / ERSCHLIEßUNG

Verkehrswege

Straßenverkehrstechnisch ist das Bergwerksfeld über die ca. 2 km südlich verlaufende Bundesautobahn A 20 (Küstenautobahn) in Verbindung mit der Landstraße L3 und dem örtlichen Straßen- und Wegenetz zu erreichen. Die Entfernung zu der Anschlussstelle 6 - Grevesmühlen beträgt ca. 2 km.

Die ca. 1 km nördlich des Bergwerksfeldes verlaufende Bahnstrecke mit Bahnhof in Grevesmühlen bietet Anbindungen zum Eisenbahnknotenpunkt Bad Kleinen, zur Landeshauptstadt Schwerin und zu den Hansestädten Wismar und Lübeck.

Der nächstgelegene Seehafen befindet sich in der ca. 15 km entfernten Hansestadt Wismar.


Quelle:



BVVG-GIS

Versorgungsleitungen/-trassen

Eine Elektroleitung führt bis auf das Bergwerksfeld Grevesmühlen/Degtow.


Quelle:


BVVG-GIS

Industriell-gewerbliche Standorte

Der nächstgelegenen industriell-gewerblichen Standorte befinden sich an der L3 in Grevesmühlen und direkt an der Küstenautobahn A 20 in Uphal.


BESONDERHEITEN

Dauerhafte
Beschränkungen

Die den geltenden Standards entsprechenden Abstände zu schützenswerten Objekten, Ortslagen und öffentlichen Straßen sind einzuhalten.

Erweiterungsmöglichkeiten

Für die südlich von Grevesmühlen, südlich von Hofzumfelde, im Raum Volkenshagen – Wilkenhagen und südlich bzw. westlich von Dalliendorf anstehenden weichselzeitlichen Beckentone ähnlicher Genese ist neben dem Bergwerkseigentum Grevesmühlen/Degtow das Bergwerkseigentum Bobitz/Dalliendorf, Hofzumfelde und Volkenshagen von der BVVG erhältlich, vgl. gesonderte Exposés.


DOKUMENTATION

Erkundungsberichte, Gutachten, Prospekte

Die unter der Rubrik LAGERSTÄTTE genannten Quellen sind, soweit sie nicht ohnehin öffentlich sind, bei der BVVG nach Terminvereinbarung einsehbar.

Die Besichtigung des Bergwerksfeldes kann von öffentlichen Straßen und Wegen aus erfolgen. Wir weisen darauf hin, dass das ungenehmigte Befahren der das Bergwerksfeld überdeckenden Grundstücke nicht gestattet ist.

Haftungsausschluss

Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH stellt die Inhalte dieses Produktblattes mit Sorgfalt zusammen. Die Angaben dienen nur der unverbindlichen allgemeinen Information und ersetzen nicht die individuelle Befassung mit dem Objekt.

Stand der Informationen: 10/2025


ZUR BEACHTUNG

    • Bei dem Bergwerkseigentum Grevesmühlen/Degtow handelt es sich um eine Bergbauberechtigung im Sinne des Bundesberggesetzes (BBergG) vom 13.08.1980 (BGBl I S. 1310), in seiner aktuellen Fassung in Verbindung mit den Überleitungsvorschriften des Einigungsvertragsgesetzes vom 23. 09.1990 (BGBl II S. 885), dem Gesetz zur Vereinheitlichung der Rechtsverhältnisse bei Bodenschätzen vom 15.04.1996 (BGBl I S. 602) und der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung bergbaulicher Vorhaben vom 13.07.1990 (BGBl I S. 1420) in seiner aktuellen Fassung.
    • Das BBergG unterscheidet die bergbauliche Berechtigung und ihre Ausübung. Die Bergbauberechtigung vermittelt nur eine Rechtsposition, der Unternehmer erhält das Recht, Bodenschätze aufzusuchen und zu gewinnen. Er darf jedoch von dieser Berechtigung nicht ohne weiteres Gebrauch machen, zur Ausübung der Berechtigung, also zum tatsächlichen Abbau von Bodenschätzen kommt es erst, wenn der entsprechende Betriebsplan aufgestellt und von der zuständigen Bergbehörde zugelassen worden ist.
    • Es gelten die Regelungen für Bergwerkseigentum nach § 151 BBergG.
    • Die Grundstücke über dem Bergwerksfeld Grevesmühlen/Degtow gehören nicht zum Bergwerkseigentum.

ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUR INTERESSENBEKUNDUNG

Die BVVG veröffentlicht auf ihrer Webseite in Abständen Informationen zum ihr verfügbaren Bergwerkseigentum.

Die Informationen dienen einem ersten Überblick zum jeweiligen Bergwerkseigentum. Interessenten können Ihr Erwerbsinteresse unter Angaben des betreffenden Bergwerkseigentums - vorzugsweise schriftlich - gegenüber der BVVG-Zentrale bekunden.

Die Vermarktung/Veräußerung des Bergwerkseigentums erfolgt grundsätzlich über öffentliche Ausschreibungen, um einem breiten Bewerberkreis die Möglichkeit zur Gebotsabgabe zu geben. Die Reihenfolge für die Ausschreibung des Bergwerkseigentums legt die BVVG intern fest; vorliegende Interessenbekundungen werden hierbei nach Möglichkeit berücksichtigt. In jedem Fall werden diejenigen Interessenten, deren Erwerbsinteresse zum Ausschreibungsbeginn bei der BVVG aktenkundig ist, über die Ausschreibung schriftlich informiert.

Nach vorheriger Terminabsprache mit dem o. g. Ansprechpartner kann in den Räumen der BVVG-Zentrale in ggf. vorhandene detaillierte Unterlagen zu dem jeweiligen Bergwerkseigentum Einsicht genommen werden.

Lage

Das Bergwerkseigentum Grevesmühlen/Degtow befindet sich in Nordwestmecklenburg ca. 15 km südwestlich der Hansestadt Wismar bei Grevesmühlen und ist teilweise verritzt. Die Entfernung zur Hansestadt Lübeck beträgt ca. 35 km in westliche Richtungen.
Verkehrstechnisch ist das Bergwerksfeld über die südlich ca. 2 km entfernt entlangführende Bundesautobahn A 20 (Küstenautobahn, Anschlussstelle 6 - Grevesmühlen) in Verbindung mit der der Landstraße L3 und dem örtlichen Straßen- und Wegenetz zu erreichen.

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Die dargestellte Position ist nur eine ungefähre Angabe der Lage.

Anlagen / Links

Kontaktdaten

  • Name
    Frau Dr. Sabine Dietrich
  • Firma
    BVVG - Bereich Verkauf/Verpachtung
  • Adresse
    Schönhauser Allee 120
    10437 Berlin
  • Tel. Durchwahl

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