Bergwerkseigentum Rathsleben, Kiese und Kiessande

Sachsen-Anhalt, Altmarkkreis Salzwedel - Stendal

Objektdaten

  • Objekt-Nr.
    VV81-2450-003223
  • Bundesland
    Sachsen-Anhalt
  • Kreis
    Altmarkkreis Salzwedel
    Stendal
  • Gemeinde
    Altmärkische Höhe
    Arendsee (Altmark), Stadt
  • Gemarkung
    Thielbeer
    Heiligenfelde
    Kossebau
  • Flurstück
    Bergwerkseigentum, keine Flurstücke
  • Objektart
    Bodenschätze-Interessenbekundung
  • Größe
    2.247.145 m²
  • Orientierungswert
    ie BVVG macht das Bergwerkseigentum Rathsleben hiermit zur Abgabe von Interessenbekundungen für den Kauf bekannt.

Objekt­beschreibung

Für das Bergwerkseigentum Rathsleben, betreffend den Bodenschatz Kiese und Kiessande zur Herstellung von Betonzuschlagstoffen, möchte die BVVG potentielle Käufer ermitteln und ruft zur Abgabe von Interessenbekundungen auf.
Für die in dem mehr als 200 ha großen Bergwerksfeld anstehende nahezu unverritzte, deutlich mehr als 20 m mächtige, teilweise von kiesigeren und schluffigen Anteilen unterbrochene Wechselfolge von Fein- und Mittelsanden existieren Ergebnisse von 7 rohstoffgeologischen Bohrungen (1989) und einer 103 m tiefen hydrogeologischen Bohrung (1980).

OBJEKT

Bergwerkseigentum

Rathsleben (Nr. 821/90/910)

Verliehen für den Bodenschatz

Kiese und Kiessande zur Herstellung von Betonzuschlagstoffen

Größe des Bergwerksfeldes

2.247.145 m²

Rechtliche Einordnung

aufrechterhaltenes altes Bergwerkseigentum gemäß § 151 BBergG

Oberflächennutzung

Die Geländeoberfläche über dem Bergwerksfeld Rathsleben wird forstwirtschaftlich genutzt.

Vergleichbares Bergwerkseigentum der BVVG

Mit dem Bergwerkseigentum Solpke/Jägerberg, ebenfalls verliehen für den Kiese und Kiessande zur Herstellung von Betonzuschlagstoffen steht im Altmarkkreis Salzwedel ein weiteres Bergwerkseigentum auf den gleichen Bodenschatz zum Kauf von der BVVG zur Verfügung, vgl. gesondertes Exposé.

Flächen der BVVG

Die BVVG verfügt über dem Bergwerksfeld Rathsleben über keine Flurstücke.


LAGERSTÄTTE

Bei der BVVG verfügbare Literaturquellen:


[1] ZOB (1989): Bohrungen KiS Rathsleben und Dokumentation, weitere geplante 5 Bohrungen und Dokumentation im 2. Halbjahr 1989 nicht mehr ausgeführt.- Bezirksstelle für Geologie des Bezirkes Magdeburg – zitiert in [2] und Angaben digital zur Verfügung gestellt seitens des LAGB am 10.07.2024,


[2] Eichberg, M., Alisch, U. (1996): Verkaufsprospekt für das Bergwerkseigentum Rathsleben.- UWG Gesellschaft für Umwelt- und Wirtschaftsgeologie mbH Berlin, 26.08.1996, 13 Seiten zzgl. 5 Anlagen und 1 Kt,


[3] Karte der oberflächennahen Rohstoffe 1:200 000, Erl. Bl. CC 3134 Wittenberge, 104 S., 1 Kt, Hannover 2002,


[4] Lithofazieskarten Quartär <1:50000> (LKQ 50) / Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt: Bllatt
Wittenberge 1864: B. v. Poblozki (2014), Blattred.: C. Berger, u.a.
-
6 Horizontkarten


[5] Stackebrandt, W. (2018): Mehr als nur ,die Streusandbüchse‘ – Zur Erdgeschichte von Brandenburg.- geogen (Eigen-)Verlag Potsdam, 1. Auflage, 2018, 136 Seiten in Verbindung mit Bachmann, H. G., Ehling, B.-C., Eichner, R., Schwab, M. (2008) Geologie von Sachsen-Anhalt.- E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart, 2008, 689 S.,


[6] Internetportal der Landesbohrdatenbank des Landes Sachsen-Anhalt – Abfrage am 25.06.2024,


[7] Schichtenverzeichnis zur Bohrung Hy Ans Sn 111/80 und Bohrprofile mit Bearbeitungsdokumenten zu [2].- Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt, Dezernat 21 – Fachinformationssysteme und Archive, Halle (Saale), digital übermittelt am 10.07.2024,


[8] Simon, R. (2024): Geologische Auskunft – Rathsleben.- Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt, Dezernat 23 – Angewandte Geologie und Georisiken, Halle (Saale), Email am 17.07.2024 mit 1 Text und 3 Karten in Verbindung mit Simon, R. (2024): Schichtenverzeichnis zur Bohrung Rathsleben 9/89.- Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt, Dezernat 23 – Angewandte Geologie und Georisiken, Halle (Saale), Email am 22.07.2024 mit 1 Seite Text (Model: Kurzzusammenfassung der Erkundungen Kiessand Rathsleben), 1 Kurz-Schichtenverzeichnis, 3 Prüfberichte
(Huminsäurebestimmung, Bestimmung der abschlämmbaren Bestandteile, Kornzusammensetzung vom 23.06.1989).

Geologische Verhältnisse

Das Bergwerkseigentum Rathsleben auf der Altmärkischen Höhe befindet sich in einem Verbreitungsgebiet glazifluviatiler Kiese und Sande zwischen Arendsee und Seehausen.

Es liegt auf der Altmärkischen Höhe am Hohen Berg bei Rathsleben, einer kamesartigen Bildung im Bereich der Altmark-Fläming-Senke. Die Hochfläche ist von Geschiebemergel überlagernden Schmelzwassersedimenten geprägt, denen lokal holozäne Dünenfelder auflagern.

Das Bergwerksfeld Rathsleben liegt auf einem Nord-Süd verlaufenden Höhenzug, der als sandig-kiesige Endmoräne einer Rückzugsstaffel des Warthe-Stadiums der Saalekaltzeit gesehen wird, vgl. auch [4].

Folgendes Normalprofil wird aufgrund der 1989 bis max. 32 m u. GOK abgeteuften Bohrungen in [2] angegeben:


Abraum:

      0,2 - 0,3 m Waldboden, Sand, humos, schluffig

Nutzgestein:

      3,4 - 30,9 m Sand-Kies-Folge, sehr wechselhafte Ausbildung unterschiedlich mächtiger

      - Feinsande, z.T. lagenweise schluff führend,

      - Mittel- und Grobsande, kiesfrei und kiesig sowie

      - Fein- und Mittelkiese, teils geröllführend (nordische Geschiebe mit bis zu 20 - 30 cm Durchmesser: Porphyr, Granit, Quarzit u.a., bei lagenweisem Auftreten in den Schichtenverzeichnissen als bis zu 1,2 m mächtige schluffige Geröllhorizonte oder Steinsohlen bezeichnet).

Liegendes:

      Geschiebemergel, dunkelgraubraun, tonig

      Mit der Bohrung 6/89 wurde ab 3,6 m Teufe Schluff angetroffen, der partienweise sandig mit einzelnen Kiesen ausgeprägt ist und bei 12 m unter Gelände noch nicht durchteuft war.

Die Geländehöhen im Bereich des Bergwerksfeldes Rathsleben bewegen sich zwischen + 38,8 m NHN nahe des südöstlichen Feldeseckpunktes bzw. + 40,2 m NHN nahe des westlichen Feldeseckpunktes und + 68,0 m NHN am Hohen Berg in der nördlichen Mitte des Bergwerksfeldes.

Mit einer auf 44,1 m NN angesetzten hydrogeologischen Bohrung wurde die teilweise von kiesigeren und schluffigen Anteilen unterbrochene Wechselfolge von Fein- und Mittelsanden bis in Teufen von 103 m erbohrt, wobei der Wasseranschnitt bei 12,9 m und 15,6 m u. GOK erfolgte.

Gemäß der regionalgeologischen Kenntnis sind in der Altmark-Fläming-Senke sowohl Sedimente eiszeitlichen Ursprungs anzutreffen, als auch durch intensive Land-Meer-Wechsel zurückzuführende fluviatile und marine Sedimente, vgl. [5].

Untersuchungsstand

Die Lagerstätte Rathsleben wurde im Jahr 1989 mittels 7 Bohrungen rohstoffgeologisch untersucht. Die Untersuchungen des Bohrgutes beschränkten sich auf die Siebanalyse, Bestimmung der abschlämmbaren Bestandteile, der Huminsäure, Frostempfindlichkeit und Schüttdichte, vgl. [1] und [2], [7] und [8]. Diesen Untersuchungen vorausgegangen war eine hydrogeologische Bohrung bis in mehr als 100 m Teufe im Jahr 1980, vgl. [7].

Aufgrund des geringen Erkundungsgrades werden die abgeschätzten Vorräte als vermutet (inferred) angesehen. Die hydro- und der ingenieurgeologischen Verhältnisse bleiben noch zu klären.

Petrographische und qualitative Kennzeichnung

Die im Raum Arendsee-Seehausen allgemein anstehenden Fein- bis Mittelsande bzw. kiesigen Mittel- bis Grobsande verfügen zumeist über Kiesgehalte von < 10 M.-%.

Höhere Kiesgehalte sind im Bereich der kamesartig ausgebildeten Lagerstätte Rathsleben nachgewiesen worden, im Durchschnitt der Bohrungen > 20 M.-%, lokal bis zu 78 M.-%, vgl. [1] bis [3], [6] und [7]. Die Anteile an abschlämmbaren Bestandteilen betragen durchschnittlich 2,2 M. %. Organische Bestandteile sind kaum vorhanden (hellere/gleichfarbene Vergleichslösung im Humintest). Die Analysenergebnisse bezüglich der Frostempfindlichkeit ergaben, dass Kiese mit erhöhten Schluffgehalten der Frostempfindlichkeitsklasse F 2 zuzuordnen sind, der weitere, größte Teil der untersuchten Proben der Frostempfindlichkeitsklasse F1 (nicht frostempfindlich), vgl. [1], [2].

Verwendungsmöglichkeiten

Die typischerweise als Auffüll-und Schüttmaterial eingesetzten Sande des Betrachtungsraumes sind lokal stärker kiesführend und nach Aufbereitung als Betonzuschlagstoff nutzbar, vgl. [2] und [3].

Das Dokumentenkonvolut [7] umfasst eine Stellungnahme des Leiters der Abt. Geologie des Rates des Kreises Osterburg vom 26.02.1976 wonach die Grube Rathsleben im einzigen Verbreitungsgebiet relativ hochwertiger Kiessande im Kreis Osterburg liegt, die in der Perspektive das Rohstoffpotential für das territoriale Bauwesen sind und auf Grund ihrer Qualität vor ungerechtfertigtem Abbau und nicht eigenschaftsgerechtem Einsatz (z.B. als Füllmassen) zu schützen sind.

Abbau- und Vorratssituation

Innerhalb des Bergwerksfeldes befindet sich mindestens eine ehemalige Kiessandgrube entlang des Weges von Rathsleben nach Zühlen, zu der keine konkreteren Angaben vorliegen, vgl. [1], [2], [7] und [8]. Diese Grube Rathsleben/Zühlen war bereits 1996 seit mehreren Jahren auflässig, z.T. wieder verfüllt, die Wände überrollt und ohne Angaben zu dem dort ehemals entnommenen Rohkiessand.

In [2] wird für eine kleine, durch die wenigen Bohrungen erfasste 339.000 m² große Vorratsfläche innerhalb des heutigen Bergwerksfeldes Rathsleben mit 1989 erkundeter 22,3 m mächtiger Kies-Sand-Folge ein geologischer Vorrat von ca. 13 Mio. t Kiessand mit einer Schüttdichte von 1,735 t/m³ abgeschätzt, von den nach Abzug von 20% Vorratsverlusten ca. 10 Mio. t gewinnbarer Vorrat verbleiben. Außerhalb des bezeichneten Vorratsfeldes werden aufgrund des geringen Erkundungsgrades weitere, noch zu quantifizierende Vorräte an Kiessand erwartet.

Das Dokumentenkonvolut [7] und [8] umfasst handschriftliche Aufnahmen der Bohrungen Rathsleben zzgl. Darstellung der Lagerstätte Kiessand Rathsleben im Feldesbereich des heutigen Bergwerkseigentums Rathsleben, die auf Vorräte im Umfang von schätzungsweise 80 Mio. t hindeuten.

Industrielle Bedeutung

Die Lagerstätten im Raum zwischen Arendsee und Seehausen werden gemäß Quelle [3] als lokal bedeutsam angesehen, wobei der Lagerstätte Rathsleben gemäß [7] regionale bis überregionale Bedeutung zugemessen wird.


ÖFFENTLICHE PLANUNG

Landesplanerische Einordnung

Über dem Bergwerksfeld Rathsleben sind im geltenden Landesentwicklungsplan sowie im Ersten Entwurf zur Neuaufstellung des Landesentwicklungsplans anteilig das Vorbehaltsgebiet für Landwirtschaft Nr.1 „Teile der Altmark“ sowie umliegend, das neu ausgedehntere Vorbehaltsgebiet für Tourismus Nr. 1 dargestellt.

Entlang der Bundesstraße B 190 sind Ortsumgehungen um die Hansestadt Salzwedel, um Arendsee (Altmark), Leppin und Tannenkrug vorgesehen sowie der Lückenschluss der Bundesautobahn A 14 zwischen Seehausen (Altmark) und der Hansestadt Stendal.

Landesbedeutsame Industrie- und Gewerbeflächen sind in der Hansestadt Salzwedel - West, Seehausen (Altmark) - West an der A 14, der Hansestadt Stendal – Ortsteile Borstel und Buchholz sowie der Hansestadt Gardelegen – Nordost ausgewiesen.

Der Erste Entwurf zur Neuaufstellung des Landesentwicklungsplanes Sachsen-Anhalt erfasst erstmals in der Bundesgeschichte landesweit Vorranggebiete für die Rohstoffgewinnung für Kiessand auf Landesebene. Unter diesen befindet sich im Betrachtungsraum bei Arendsee (Altmark) das Vorranggebiet für die Rohstoffgewinnung Nr. XXVII - Quarzsand Kläden, der Bereich des Bergwerkseigentums Rathsleben dagegen nicht. Weiter ausgeführt ist in dem Ersten Entwurf zum Landesentwicklungsplan: „Gebiete mit erkundeten standortgebundenen Rohstoffvorkommen, die der bedarfsunabhängigen langfristigen Nachfolge für bereits wirtschaftlich genutzte bedeutsame Lagerstätten dienen oder Gebiete mit besonderen Rohstoffpotenzialen können von der Regionalplanung als Vorranggebiete für vorsorgende Rohstoffsicherung festgelegt werden.“


Quellen:


Verordnung über den Landesentwicklungsplan 2010 des Landes Sachsen-Anhalt, nach § 5 Abs. 3 Satz 1 des Landesplanungsgesetzes, durch die Landesregierung beschlossen am 14.12.2010 und in Kraft getreten am 12.03.2011, Beschluss der Landesregierung zur Neuaufstellung des Landesentwicklungsplanes vom 08.03.2022 und Auslegung des 1. Entwurfes mit Stand 20.12.223 vom 29.01.-12.4.2024

Regionalplanerische Einordnung

Im geltenden Regionalen Entwicklungsplan Altmark ist das Bergwerksfeld Rathsleben vollumfänglich als Vorranggebiet für die Rohstoffgewinnung Nr. VI – „Rathsleben“ ausgewiesen.

Um das Bergwerksfeld gruppieren sich das Vorbehaltsgebiet für Tourismus und Erholung Nr. 1 „Arendsee“ und das Vorbehaltsgebiet für die Landwirtschaft „Teile der Altmark einschließlich Schollener Land“.

Die laufende Fortschreibung des Regionalen Entwicklungsplans Altmark 2005 zur Anpassung an den LEP LSA 2010, in der das Vorranggebiet für die Rohstoffgewinnung Nr. VI – Rathsleben unverändert ausgewiesen war, wurde mit Beschluss der Regionalversammlung vom 22.06.2022 eingestellt und zugleich die Neuaufstellung beschlossen.

Der Altmarkkreis Salzwedel verfügt über eine Regionale Entwicklungsstrategie Altmark 2030 (RESA 2023) mit Stand vom 15.11.2023, einer verbindlichen, aber informellen Strategie mit dem Fokus auf zentralen regionalspezifischen Herausforderungen. Es enthält keinen Verweis auf das REP Altmark 2005 und das ausgewiesene Vorranggebiet für die Rohstoffgewinnung Nr. VI „Kiese- und Kiessande Rathsleben“.


Quellen:


Regionaler Entwicklungsplan für die Planungsregion Altmark, beschlossen am 15.12.2004 und
öffentlich bekanntgegeben am 23.03.2005 nebst eingestellter Fortschreibung und Neuaufstellungsbeschluss vom 22.06.2022, BVVG-GIS: Layer „RPG Altmark“, Webseite des Altmarkkreises Salzwedel: RESA 2030

Windgebiete

Über dem Bergwerksfeld Rathsleben sind keine Ausweisungen von Windgebieten bekannt.


Quellen:


Regionaler Entwicklungsplan für die Planungsregion Altmark, beschlossen am 15.12.2004 und
öffentlich bekanntgegeben am 23.03.2005 nebst eingestellter Fortschreibung und Neuaufstellungsbeschluss vom 22.06.2022, BVVG-GIS: Layer „RPG Altmark“, BVVG-GIS: „Windgebiete“, „WKA ST“ und WIND-DB,
Internet: Kartenportal Energieatlas Sachsen-Anhalt – Abfrage zuletzt am 11.04.2024

Kommunale Planung
/Bauleitplanung

Die Bauleitplanungen der beiden Belegenheitsgemeinden Stadt Arendsee (Altmark) und Verbandsgemeinde Seehausen (Altmark) für die Gemeinde Altmärkische Höhe erfassen das Bergwerkseigentum Rathsleben nicht.

Über dem Bergwerksfeld Rathsleben sind weder rechtskräftige noch in Aufstellung befindliche Bebauungspläne bekannt. Die vier Teil-Flächennutzungspläne der Gemeinde Altmärkische Höhe erfassen das Bergwerksfeld Rathsleben nicht.

Die Integrierten Gemeindekonzepte der beiden Belegenheitsgemeinden verweisen auf den REP Altmark und das ausgewiesene Vorranggebiet für die Rohstoffgewinnung Nr. VI „Kies- und Kiessande Rathsleben“ sowie die erhebliche Verbesserung der überregionalen Anbindung durch den Lückenschluss der A14 (voraussichtlich bis zum Jahr 2030) und den sich anschließenden Ausbau der B 190n.


Quellen:


Webseiten des Stadt Arendsee (Altmark) und der Verbandsgemeinde Seehausen (Altmark): Bauleitplanungen, „Integriertes Gemeindeentwicklungskonzept IGEK für die Einheitsgemeinde Stadt Arendsee (Altmark)“ mit Stand vom 16.02.2024 und „Integriertes Gemeindeentwicklungskonzept IGEK 2023 – Seehausen/Altmark vielseitig vielfältig – Zukunft gemeinsam gestalten“ mit Stand vom 19.11.2019 – Abfrage zuletzt am 15.04.2024


SCHUTZGEBIETE / BELASTUNGEN

Wasserschutz

Das Bergwerksfeld Rathsleben ist von Wasserschutzgebieten nicht betroffen.


Quellen:


Regionaler Entwicklungsplan für die Planungsregion Altmark 2005, BVVG-GIS: Topografische Karte TK 25,
Layer „RPG Altmark, „
Trinkwasserschutzgebiete BfG 2024 für Sachsen-Anhalt:
Trinkwasser Sachsen-Anhalt und Mineralquelle Sachsen-Anhalt“, Raumordnungskataster Sachsen-Anhalt – Abfrage zuletzt am 26.09.2023

Naturschutz

Das Bergwerksfeld Rathsleben ist von Naturschutzgebieten nicht betroffen.


Quellen:



BVVG-GIS: Layer „Schutzgebiete BFN Gesamt 2024-03“

Bodendenkmale

Hinweise auf das Vorhandensein von Bodendenkmalen liegen nicht vor.

Allgemein ist nicht auszuschließen, dass archäologische Relevanzbereiche betroffen sein könnten und zum konkreten Planungsstand eines Aufschlusses die Stellungnahme des Archäologischen Landesamtes einzuholen ist.


Quellen:


BVVG-BI
, BVVG-GIS: Topografische Karten,
Internet: Geodatenviewer Sachsen-Anhalt und Kartenportal Energieatlas Sachsen-Anhalt – Abfrage zuletzt am 09.04.2024 bzw. 11.04.2024

Altlasten- und Kampfmittelverdacht

Hinweise auf das Vorhandensein von Altlasten oder Kampfmittelverdacht liegen nicht vor.


Quellen:


BVVG-GIS: Layer „Rote Gebiete“ und „Altlastenverdachtsflächen Sachsen-Anhalt 2008-03“


INFRASTRUKTUR / ERSCHLIEßUNG

Verkehrswege

Das Bergwerksfeld ist straßenverkehrlich über die ca. 4 km nördlich bei Arendsee (Altmark) entlangführende Bundesstraße B 190 in Verbindung mit der Kreisstraße K 1012, der Landstraße L 9 sowie dem örtlichen Straßen- und Wegenetz zu erreichen.

Die nächstgelegene Bahnstrecke Salzwedel-Wittenberge verläuft durch Arendsee (Altmark).

Das nächstgelegene Güterverkehrszentrum befindet sich im ca. 36 km entfernten Stendal, im ebenso weit entfernten Gardelegen eine DB Netz Ladestelle.


Quellen:


BVVG-GIS: Topografische Karten, Internet

Versorgungsleitungen/-trassen

Das landkreisübergreifende bewaldete Gelände über dem Bergwerksfeld queren keine Stromleitungen. Diese führen jeweils zu der westlich bzw. östlich benachbarten Ortslage Zühlen bzw. Rathsleben und enden dort.

Hinweise auf querende Gas-, Öl- oder Produktenleitungen sind den topografischen Karten und den Raumordnungsplänen nicht zu entnehmen. Die nächstgelegenen 110-kV-Freileitungen verlaufen jeweils ca. 15 km westlich bzw. östlich des Bergwerkseigentums.


Quellen:


BVVG-GIS: Topografische Karten, Luftbilder, Layer: „Freileitungen“, „RPG Altmark“ und „Bauleitplanung 2024-03“

Industriell-gewerbliche Standorte

Die umliegenden Ortschaften verfügen jeweils über gewerbliche Bauflächen, die Stadt Arendsee (Altmark) über ein Industriegebiet.

Der nächstgelegene regionale Industrie- und Gewerbestandort befindet sich im ca. 12 km nordwestlichen Mechau an der Bahnstrecke Wittenberge-Salzwedel. Die nächstgelegenen Industrieparks sind der „Industriepark Altmark“ mit Landesbedeutung im ca. 35 km entfernten Hohenberg-Krusemark an der Elbe sowie „Stendal-Borstel“ an der im Bau befindlichen Bundesautobahn A 14.


Quellen:


BVVG-GIS: Topografische Karten, Luftbilder, Layer: „RPG Altmark“ und „Bauleitplanung 2024-03“


BESONDERHEITEN

Dauerhafte
Beschränkungen

Der den geltenden Standards entsprechende Abstand zu schützenswerten Objekten, Ortslagen und öffentlichen Straßen ist einzuhalten.

Erweiterungsmöglichkeiten/ Verbindungen zu anderen Projekten

Für den gleichen Bodenschatz bietet die BVVG ca. 40 km südwestlich das Bergwerkseigentum Solpke/Jägerberg zum Kauf an, vgl. gesondertes Exposé.


Quelle:


Webseite der BVVG: Exposés für das Bergwerkseigentum Solpke/Jägerberg und Rathsleben


DOKUMENTATION

Erkundungsberichte, Gutachten, Prospekte

Die vorgenannten Quellen sind, sofern sie nicht ohnehin öffentlich sind, bei der BVVG nach Terminvereinbarung einsehbar.

Haftungsausschluss

Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH stellt die Inhalte dieses Produktblattes mit Sorgfalt zusammen. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen aber ohne Gewähr. Die Angaben dienen nur der unverbindlichen allgemeinen Information und ersetzen nicht die individuelle Befassung mit dem Objekt.

Stand der Informationen: 07/2024 mit Aktualisierungen 11/2024


ZUR BEACHTUNG

    • Bei dem Bergwerkseigentum Rathsleben handelt es sich um eine Bergbauberechtigung im Sinne des Bundesberggesetzes (BBergG) vom 13.08.1980 (BGBl I S. 1310), in seiner aktuellen Fassung in Verbindung mit den Überleitungsvorschriften des Einigungsvertragsgesetzes vom 23. 09.1990 (BGBl II S. 885), dem Gesetz zur Vereinheitlichung der Rechtsverhältnisse bei Bodenschätzen vom 15.04.1996 (BGBl I S. 602) und der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung bergbaulicher Vorhaben vom 13.07.1990 (BGBl I S. 1420) in seiner aktuellen Fassung.
    • Das BBergG unterscheidet die bergbauliche Berechtigung und ihre Ausübung. Die Bergbauberechtigung vermittelt nur eine Rechtsposition, der Unternehmer erhält das Recht, Bodenschätze aufzusuchen und zu gewinnen. Er darf jedoch von dieser Berechtigung nicht ohne weiteres Gebrauch machen, zur Ausübung der Berechtigung, also zum tatsächlichen Abbau von Bodenschätzen kommt es erst, wenn der entsprechende Betriebsplan aufgestellt und von der zuständigen Bergbehörde zugelassen worden ist.
    • Es gelten die Regelungen für Bergwerkseigentum nach § 151 BBergG.
    • Die Grundstücke über dem Bergwerksfeld Rathsleben gehören nicht zum Bergwerkseigentum.

Die Besichtigung der Geländeoberfläche im Bereich des Bergwerksfeldes kann von öffentlichen Straßen und Wegen aus erfolgen. Wir weisen darauf hin, dass das ungenehmigte Befahren der das Bergwerksfeld überdeckenden Grundstücke nicht gestattet ist.


ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUR INTERESSENBEKUNDUNG

Die BVVG veröffentlicht auf ihrer Webseite in Abständen Informationen zum ihr verfügbaren Bergwerkseigentum.

Die Informationen dienen einem ersten Überblick zum jeweiligen Bergwerkseigentum. Interessenten können Ihr Erwerbsinteresse unter Angaben des betreffenden Bergwerkseigentums - vorzugsweise schriftlich - gegenüber der BVVG-Zentrale bekunden.

Die Vermarktung/Veräußerung des Bergwerkseigentums erfolgt grundsätzlich über öffentliche Ausschreibungen, um einem breiten Bewerberkreis die Möglichkeit zur Gebotsabgabe zu geben. Die Reihenfolge für die Ausschreibung des Bergwerkseigentums legt die BVVG intern fest; vorliegende Interessenbekundungen werden hierbei nach Möglichkeit berücksichtigt. In jedem Fall werden diejenigen Interessenten, deren Erwerbsinteresse zum Ausschreibungsbeginn bei der BVVG aktenkundig ist, über die Ausschreibung schriftlich informiert.

Nach vorheriger Terminabsprache mit dem o. g. Ansprechpartner kann in den Räumen der BVVG-Zentrale in ggf. vorhandene detaillierte Unterlagen zu dem jeweiligen Bergwerkseigentum Einsicht genommen werden.

Lage

Das im Norden des Landes Sachsen-Anhalt grenznah zu Niedersachsen liegende und regionalplanerisch als Vorranggebiet für die Rohstoffgewinnung ausgewiesene Bergwerksfeld Rathsleben befindet sich südlich der Stadt Arendsee (Altmark).
Es liegt auf der Altmärkischen Höhe bei Rathsleben am Hohen Berg, einer kamesartigen Bildung im Bereich der Altmark-Fläming-Senke.
Die Bundesstraße B 190 ist in weniger als 5 km Entfernung erreichbar.

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Die dargestellte Position ist nur eine ungefähre Angabe der Lage.

Anlagen / Links

Kontaktdaten

  • Name
    Frau Dr. Sabine Dietrich
  • Firma
    BVVG - Bereich Verkauf/Verpachtung
  • Adresse
    Schönhauser Allee 120
    10437 Berlin
  • Tel. Durchwahl

Direktanfrage

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Gebote senden Sie ausschließlich an: gebote@bvvg.de oder per Post an:
BVVG – Ausschreibungsbüro, Postfach 58 01 51, 10411 Berlin

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